Meteora-Kloster Varlaam

8. Januar 2026 / Griechenland / Meteora / Kloster Varlaam

Der Wettergott hatte ein Einsehen mit mir und den anderen Reisenden und hat uns einen ordentlich schönen Tag beschert. Nicht perfekt, aber doch recht viel Sonne mit vorbeiziehenden Wolken und nur ein zwei kurzen Regenschauern zwischendurch. Die Meteora-Klöster haben es auch verdient, dass man sie bei ordentlichem Wetter besucht. Es ist extrem eindrücklich, was für Bauwerke hier ab dem 14. Jahrhundert auf hohen Sandsteinfelsen erschaffen wurden. Ich ziehe den Hut vor den damaligen Baumeistern und Handwerkern, die mit bescheidenen Mitteln wahre Wunderwerke geschaffen haben.

Regenzeit

7. Januar 2026 / Griechenland / Kalambaka / Fluss Pinios

Es regnet, und regnet, und regnet. Den fünften Tag in Folge habe ich nun schon Regen. Die Flüsse bringen viel Wasser mit sich, wie hier der Pinios bei Kalambaka. Und es soll gemäss meiner Wetter-App mindestens eine Woche lang weiter regnen. Zumindest für die Adriaküste wird das vorhergesagt. Auf der Ostseite Griechenlands soll das Wetter hingegen deutlich besser sein. Ich habe mich daher entschlossen, in den Osten zu wechseln. Dort muss ich für meinen Flug zurück in die Schweiz ohnehin hin. Dieser rasche Seitenwechsel entspricht nicht ganz meiner ursprünglichen Planung. Aber irgendwann hat man das Nass von oben satt. Und schliesslich ist man ja flexibel. Bevor ich mich ostwärts verschiebe, möchte ich mir aber noch die spektakulären Meteora Klöster anschauen. Hier sehen die Wetterprognosen für morgen gar nicht so schlecht aus. Mal schauen, wie treffsicher die griechischen Wetterfrösche sind.

Ioannina

6. Januar 2026 / Griechenland / Ioannina / Ottoman Baths

In zwei bis drei Tagen sollte es möglich sein, aus der Schweiz nach Griechenland zu reisen. Ich habe mir für die Fahrt durch den westlichen Balkan fünfeinhalb Wochen Zeit gelassen und möchte keinen einzigen Tag dieser Reise missen. Die Ankunft in Hellas war heute etwas schwierig. Die Einreise nach Albanien hat vor einer Woche zweieinhalb Minuten gedauert, die Einreise nach Griechenland heute zweieinhalb Stunden (wobei eineinhalb Stunden auf die Kappe der Albaner gehen). Dann hat es den ganzen Tag fast ununterbrochen geregnet. Und der geplante Grosseinkauf von Lebensmitteln, den ich für heute eingeplant hatte, viel auch ins Wasser, weil hier heute ein Feiertag ist. In nächster Zeit kann es ja fast nur noch besser werden. Immerhin hat mir der Spaziergang durch Ioanninas Altstadt gut gefallen. Eine interessante Stadt, die schön am Pamvotida-See liegt und von der aus man Schifffahrten zur sehenswerten Ioannina-Insel unternehmen kann.

Griechenland 2026

6. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Akropolis

Nach einer gut fünfwöchigen Reise durch den westlichen Balkan bin ich am Dreikönigstag 2026 in Griechenland angekommen. Hellas wird in den kommenden drei Monaten so etwas wie eine Drehscheibe für uns. Einerseits werde ich von hier aus zweimal für kurze Zeit in die Schweiz zurückfliegen, um die Familie wiederzusehen und Sitzungen zu besuchen. Heidi wird gegen Ende Januar in Athen wieder zu unserem Team stossen. Von hier aus werden wir dann im Februar zu einer längeren Reise durch die Türkei aufbrechen. Und selbstverständlich wollen wir Griechenland auch noch während einigen Wochen bereisen. Das Land hat viel zu bieten und ist recht abwechslungsreich. Wir freuen uns zu dritt auf eine schöne Zeit auf der hellenischen Halbinsel.

Abschied aus Albanien

6. Januar 2026 / Albanien / Grapsh / Römerbrücke

Das schlechte Wetter hat mich aus Albanien vertrieben. Eigentlich wollte ich mir noch das eine oder andere ansehen. Bei starkem Dauerregen macht das aber keinen Sinn. So habe ich nur noch rasch bei der alten Römerbrücke von Grapsh angehalten, die direkt am Weg lag, und bin dann rüber nach Griechenland gefahren. Obwohl Griechenland auch noch zum Balkan gehört, schliesse ich hiermit meinen Blogbeitrag über den westlichen Balkan ab. Ich habe fünf tolle Wochen in dieser Gegend verbracht und viel erlebt. Ich habe eindrückliche Städte gesehen, wie etwa Dubrovnik, Sarajevo, Skopje oder Tirana. Ich fuhr durch wunderschöne Landschaften, speziell in Montenegro. Die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam, werden positiv in meiner Erinnerung bleiben. Und ich habe mich stets sicher gefühlt. Etliche Vorurteile, die auch ich hatte, habe ich in den letzten fünf Wochen über Bord geworfen. Obwohl das Wetter nicht immer nach meinem Gusto war, habe ich hier eine schöne und spannende Zeit verbracht, die ich nicht missen möchte. Ich komme mit Sicherheit irgendwann wieder zurück.

Gjirokastra

5. Januar 2026 / Albanien / Gjirokastra / Burg

Nach der Stadt der tausend Fenster (Berat) bin ich heute Nachmittag in der Stadt der tausend Stufen angekommen. Diesen Beinamen hat Gjirokastra wegen der vielen steilen, mit Kopfsteinpflaster besetzten Wege und Treppen erhalten. Hoch über der Stadt ragt eine mächtige Burg. Sie zu erkunden ist fast schon eine sportliche Herausforderung. Einerseits ist der Anstieg hoch zur Burg lang und zum Teil auch steil. Und dann legt man in der Burg selber auch noch einiges an Weg zurück. Die Festung, die ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammt und stetig erweitert wurde, ist 500 Meter lang und 90 Meter breit und weist eine Vielzahl offener und geschlossener Gänge auf. Die Besichtigung der Burg lohnt sich aber allemal. Der ganze Komplex ist eindrücklich und der Ausblick auf die Stadt und das Umland selbst bei trübem Wetter phänomenal.

Porto Palermo

5. Januar 2026 / Albanien / Porto Palermo Beach / Burg

Der albanischen Küste entlang führte mich mein Weg heute Morgen weiter südwärts. Die Strassen hier sind eher eng, recht kurvig und es geht stetig bergauf oder bergab. Dabei eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die spektakuläre, meist sehr schroffe Küstenlandschaft. Touristisch scheint die Gegend noch nicht allzu gut erschlossen zu sein. In Porto Palermo Beach habe ich einen Zwischenhalt eingelegt und bin zur Burg hochgestiegen, die schön auf einer kleinen Halbinsel liegt. Gerne hätte ich die 200 Lek (knapp zwei Franken) Eintritt bezahlt, um mir die Burg von innen anzuschauen. Wegen ein paar weniger verirrter Reisender scheint es sich aber selbst hier nicht zu lohnen, im Winter Personal abzubestellen.

Apollonia

4. Januar 2026 / Albanien / Apollonia / Archäologischer Park

Die antike Stadt Apollonia ist eine der wichtigsten und bedeutendsten archäologischen Sehenswürdigkeiten in Albanien. Und ja, als ich heute Vormittag dort war, traf ich doch tatsächlich auf rund ein Dutzend andere Besucher. Kein Grossandrang, aber immerhin. Schliesslich ist ja Winter und das Wetter war heute keinesfalls einladend. Apollonia wurde im 6. Jahrhundert vor Christus von den Griechen gegründet und später von den Römern zu einer wichtigen Stadt ausgebaut. Auf dem Gelände gibt es einige interessante Ruinen zu sehen. Eindrücklich fand ich auch das antike Museum, das in den Räumlichkeiten eines historischen Klosters untergebracht ist. Dort gibt es eine Vielzahl spannender Fundgegenstände aus der Zeit der Griechen und Römer zu sehen. Alles in allem ein lohnender Besuch.