
Reiseroute Süditalien und Sizilien




26. September 2026 / Italien / Graun im Vinschgau / Kirchturm von Altgraun
Der Kirchturm von Altgraun gehört sicher zu den bekanntesten Fotomotiven, die das Südtirol zu bieten hat (und deren gibt es ja nicht wenige). Altgraun wurde im Jahr 1950 geflutet, als der neu erbaute Stausee gefüllt wurde. Mehr als 160 Häuser des alten Dorfes wurden gesprengt oder abgerissen. Über 1000 Menschen verloren ihre Heimat. Einzig der aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirchturm der alten Pfarrkirche wurde wegen Denkmalschutzes nicht abgerissen und blieb als einziges Gebäude stehen. Heute ist der Kirchturm das berühmteste Wahrzeichen der Region Reschensee und eine beliebte Touristenattraktion.


26. September 2026 / Italien / St. Valentin auf der Haide / Reschensee
Den Kühen auf den Wiesen direkt am Reschensee scheint es gut zu gehen. Saftige Wiesen (trotz Hitzesommer), gesunde Bergluft, tolles Bergpanorama und den See direkt vor den Augen. Kuhherz, was willst du mehr?


26. September 2026 / Italien / Reschen am See / Rescher Alm
Wir sind heute Morgen zur Rescher Alm hochgewandert, die gut fünfhundert Höhenmeter über dem Reschensee liegt. Die Wanderung ist schön und die Einkehr in die Almhütte noch schöner. Der Gasthof verfügt über eine prächtige Sonnenterrasse, von der aus man einen Grossteil des Reschensees und die dahinter liegenden Berge überblicken kann. Der Kaiserschmarren, der hier oben serviert wird, ist Spitzenklasse und die Bedienung (selbstverständlich im Dirndl oder in Lederhosen) sehr freundlich. Bereits um elf Uhr war die Almhütte gut besucht. Viele fahren mit E-Bikes hoch oder benutzen den drei Kilometer entfernten Parkplatz im Wald, von dem aus man zu Fuss weniger stark ins Schwitzen kommt als beim Anmarsch von ganz unten.


26. September 2026 / Italien / Reschensee / See bei Graun im Vinschgau
Bis nach Süditalien ist es noch weit. Bis ins Südtirol haben wir es aber bereits geschafft. Wir waren heute die meiste Zeit über rund um den Reschensee und der liegt schon satte fünf Kilometer hinter der österreichisch-italienischen Grenze. Wir haben das Privileg, Zeit zu haben, und wir nehmen uns diese Zeit auch, wenn es uns irgendwo gefällt. Aus der Schweiz mitgenommen haben wir das prächtige Wetter, das uns noch ein paar Tage treu sein sollte. Den Reschenpass und die Gegend rund um den Reschensee kennen die meisten wohl bloss von der raschen Durchreise, wenn es in den Süden geht oder von dort zurück. Dabei ist die Gegend super schön und verdient mehr als einen bloss kurzen Halt beim Kirchturm von Altgraun.


25. September 2026 / Schweiz / Samnaun / Nahe der Fuorcla Curschiglias
Besonders schön anzuschauen waren heute die Heidelbeersträucher, die ihr Herbstgewand übergezogen haben und in verschiedenen rötlichen Farbtönen leuchteten. Die Farbenpracht, die wir auf unserer heutigen Wanderung zu sehen bekamen, war überwältigend. Wahrlich ein würdiger Abschluss für unsere Wandertage in der Schweiz. Wir fahren nun Richtung Südtirol, wo wir auch noch die eine oder andere Wanderung einschalten wollen. Die Wetteraussichten sind vielversprechend und wir haben genug Zeit, um noch ein paar Tage im Alpenraum zu verweilen. Das Meer kann ruhig noch eine Woche auf uns warten.


25. September 2026 / Schweiz / Samnaun / Wanderung zum Fuorcla Curschiglias
Von Samnaun aus sind wir heute zu Fuorcla Curschiglias hochgewandert. Die Fuorcla Curschiglias ist ein herrlicher Aussichtspunkt und ein historischer Bergübergang auf 2127 Metern Höhe. Die Wanderung ist mittelschwer (sowohl technisch als auch hinsichtlich körperlicher Anstrengung). Absolut top ist die Aussicht, die man von unterschiedlichen Stellen aus geniessen kann.


25. September 2026 / Schweiz / Samnaun / Dorf und Berglandschaft
Unseren vorläufig letzten Tag in der Schweiz haben wir heute mehrheitlich in Samnaun verbracht. Samnaun ist die einzige zollfreie Region der Schweiz. Zollfrei ist Samnaun, weil es 1848 bei der Einführung eines einheitlichen Schweizer Zollwesens nur über österreichisches Territorium erreichbar war. Um der Samnauner Bevölkerung erschwingliche Einkäufe zu ermöglichen, wurde das Tal vom Schweizer Zollgebiet ausgeschlossen. Seit 1912 gibt es eine direkte Strassenverbindung zur Schweiz, die Zollfreiheit blieb. Das Dorf hat mich heute stark an Andorra erinnert, das ebenfalls zollfrei ist: viele Tankstellen, viele Zollfreigeschäfte, viele Sportgeschäfte, viele Hotels und viele Zweitwohnungen. Und Samnaun ist – genau gleich wie Andorra – in eine wunderschöne Landschaft eingebettet. Ein Besuch lohnt sich, nicht nur wegen der günstigen Treibstoffe, Spirituosen und Tabakwaren.


24. September 2026 / Schweiz / Zernez / Nationalpark / Val da Stabelchod
Vom Aussichtspunkt Margunet sind wir durch das nordöstlich gelegene Val da Stabelchod wieder abgestiegen. Die Berghänge hier sind stark zerfurcht und sehen toll aus. Normalerweise hat man gute Chancen, auf diesem Wanderweg auf Murmeltiere zu stossen. Mit viel Glück kann man auch Steinadler oder Bartgeier sehen. Heute Nachmittag liessen sich aber weder die Munggen noch die Greifvögel blicken (gut möglich, dass ich sie auch nur übersehen habe). Aber auch ohne Tiersichtungen war es superschön im Val da Stabelchod.


24. September 2026 / Schweiz / Zernez / Nationalpark / Fuorcla Val dal Botsch
Weil die Landschaft so schön war und noch Energie in den Beinen steckte, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, noch zum Fuorcla Val dal Botsch aufzusteigen. Der Weg ist zeitweise ein wenig rutschig, stellt aber sonst keine besonderen Schwierigkeiten dar. Von der Passhöhe aus hat man einen wunderbaren Blick ins nördliche Val da Plavna. Mit einer Höhe von 2677 Metern ist der Fuorcla Val dal Botsch der höchste Punkt, auf dem ich in diesem Jahr stand. Ähnlich hoch waren wir Mitte Februar auf dem Tendürek-Pass (2644 Meter) in Ostanatolien, direkt an der türkisch-iranischen Grenze. Der grosse Unterschied: heute ging es über weite Strecken zu Fuss, damals hat uns Hopo auf den Pass geführt.