Pferdegespann

8. Mai 2026 / Rumänien / Lovnic / Pferdegespann

Die rumänische Landwirtschaft ist sehr heterogen aufgestellt. Zum Teil gibt es riesige Betriebe, auf denen mit modernsten Maschinen industriell produziert wird. In abgelegeneren Regionen wird demgegenüber noch sehr traditionell gewirtschaftet. Pferdegespanne sind hier noch an der Tagesordnung, wobei diese primär für den Transport von Menschen und Waren und nicht mehr für die Bewirtschaftung der Felder eingesetzt werden. Ich war heute mit dem Fahrrad rund um Viscri unterwegs und habe dabei noch mindestens sieben Gespanne gesehen, die unterwegs waren. Obwohl man sich mit der Zeit etwas an dieses Bild gewöhnt, habe ich trotzdem bei jeder Begegnung mit einem Pferdegespann Freude.

Sighisoara (Schässburg)

8. Mai 2026 / Rumänien / Sighisoara / Burgplatz

Sighisoara liegt im Herzen von Siebenbürgen und ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Das historische Zentrum ist noch heute eine bewohnte Burgstadt. Seit fast dreissig Jahren gehört Sighisoara zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aus meiner Sicht völlig zurecht, denn die Altstadt sieht wirklich prächtig aus und hat eine Vielzahl eindrücklicher Bauten und malerische Plätze zu bieten.

Viehtrieb in Viscri

7. Mai 2026 / Rumänien / Viscri / Viehtrieb


Viscri (Deutsch-Weisskirch) ist bekannt für seine Wehrkirche, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie für den allabendlichen Viehtrieb, dem immer etliche Touristen bewohnen. Den Tag verbringen die Kühe sowie einige Pferde und Ziegen auf einer gemeinschaftlichen Wiese ausserhalb des Dorfes. Am Abend kehrt dann das Vieh gemeinsam zurück ins Dorf. Die Tiere sind sich den täglichen Weg so gewohnt, dass sie nur von wenigen Hirten begleitet werden müssen. Faszinierend ist, dass die Tiere genau wissen, wo ihr Zuhause ist. Sie zweigen dann völlig selbständig vom gemeinschaftlichen Zug ab und gehen in die Ställe ihrer Besitzer, wo sie gemolken werden. Am Morgen früh setzt sich dann der Zug in umgekehrter Richtung in Bewegung, um erneut eine Weide aufzusuchen. Dieses Spektakel verfolgen dann deutlich weniger Besucher. Und ja, ich geb’s gerne zu, auch ich war heute Morgen noch friedlich am Schlafen, als sich die Tiere bereits wieder in Bewegung setzten.

Festung Rupea

7. Mai 2026 / Rumänien / Rupea / Festung

Die Festung Rupea ist eine der ältesten archäologischen Stätten Rumäniens und ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Siebenbürgen. Die Burg thront auf einem markanten, 120 Meter hohen Basaltfelsen über der Stadt Rupea. Die Anlage wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Sie diente den Siebenbürger Sachsen als wichtige Zufluchtsstätte vor Invasionen und während Pestepidemien. Speziell ist das angewendete Schneckenhaus-Design, zieht sich die Festung doch spiralförmig den Berg hoch.

Drauseni (Draas)

7. Mai 2026 / Rumänien / Drauseni / Wehrkirche

Ursprünglich gab es in Siebenbürgen rund 300 Wehrkirchen, die von den Siebenbürger Sachsen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zur Verteidigung gegen Angriffe errichtet wurden. Über 150 Kirchenburgen soll es heute noch geben, von denen etwa 60 als besonders gut erhalten gelten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einer Fahrt durch die Landschaft auf eine Wehrkirche stösst, ist daher gross. Auf meiner heutigen Velofahrt wollte ich „bloss“ jene von Homorod ansteuern. Gesehen habe ich am Schluss drei Stück. Leider konnte keine von ihnen von innen besichtigt werden. Aber kein Problem, sie sehen ja auch von aussen toll aus.

Wanderimkerei

7. Mai 2026 / Rumänien / Homorod / Mobiles Bienenhaus

Die Wanderimkerei hat in Rumänien eine grosse wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Bedeutung. Sie ist zentral für die Honigproduktion des Landes, das zu den grössten Produzenten in der Europäischen Union gehört. Auf dem Land sieht man immer wieder Lastwagen, die mitsamt eines Anhängers zu mobilen Bienenhäusern umgebaut wurden. Diese Gespanne ermöglichen es den Imkern, das vielfältige und zeitlich versetzte Angebot an Nektar, Honigtau und Pollen optimal zu nutzen. Durch diese hochmobile Methode wird die Produktion grosser Mengen an Honig erst möglich.

Brasov (Kronstadt)

6. Mai 2026 / Rumänien / Brasov / Marktplatz und Altes Rathaus

Am späteren Nachmittag habe ich mir noch die Altstadt von Brasov angeschaut. Brasov liegt im Südosten Siebenbürgens und gilt als eine der schönsten Städte Rumäniens. Ich war heute zum zweiten Mal in Brasov und bin zum zweiten Mal begeistert von dieser tollen Stadt. Im historischen Zentrum bekommt man etliche eindrückliche Gebäude zu sehen. Überragt wird alles vom Marktplatz (auch Rathausplatz genannt) mit dem alten Rathaus. Einfach schön, sich hier hinzusetzen und die prächtige Szenerie auf sich einwirken zu lassen.

Innenhof einer Wehrkirche

6. Mai 2026 / Rumänien / Harman / Innenhof der Wehrkirche

Die Wehrkirche von Harman (Honigberg) habe ich mir von innen angeschaut. Und das war ein eindrückliches Erlebnis. In vielen Räumen auf der Innenseite der Festungsmauer wird in einem Museum aufgezeigt, wie im Mittelalter gelebt und gearbeitet wurde. Dann habe ich mir die Innenräume der Kirche angeschaut, die von einer schlichten, aber eindrucksvollen siebenbürgisch-sächsischen Atmosphäre geprägt sind. Weiter ging es auf der obersten Etage der Wehrmauer um die ganze Anlage herum. Highlight war der Aufstieg über abenteuerliche Stegen und Leitern in die Spitze des Kirchturms. In der Schweiz wäre ein solcher Auf- und Abstieg mit Sicherheit verboten. Viel zu gefährlich! Ich habe es zum Glück geschafft, heil rauf- und runterzukommen und werde mich noch lange mit Freude an den Besuch dieser eindrücklichen Wehrkirche zurückerinnern.

Harman (Honigberg)

6. Mai 2026 / Rumänien / Harman / Wehrkirche

Keine zehn Kilometer von Prejmer entfernt kann man sich bereits die nächste Wehrkirche anschauen. Auch die Kirche von Harman versteckt sich hinter mächtigen Mauern. Die Wehrkirchen (auch Kirchenburgen genannt) mussten so gut geschützt werden, weil sie im Mittelalter und der frühen Neuzeit als letzter Rückzugsort der deutschstämmigen Siebenbürger Sachsen gegen Überfälle dienten. Die Region war aufgrund ihrer geografischen Lage an der Grenze des ungarischen Königreichs (später an den Grenzen des Osmanischen Reich und der Habsburgermonarchie) ein ständiges Ziel von Invasoren. Die Kirchen wurden zu Festungen ausgebaut, um der gesamten Dorfgemeinschaft inklusive Vieh und Vorräten Zuflucht zu bieten.