
Reiseroute Sizilien




6. November 2026 / Italien / Neapel / Maradona
Wenn man sich in Neapel ein Trikot eines Fussballers kaufen will, hat man in etwa folgende Auswahl: Maradona, Maradona, Maradona, und dann noch ein paar wenige andere Namen. Maradona ist in Neapel allgegenwärtig und wird verehrt wie ein Stadtheiliger, oder fast noch mehr. Dabei war er Argentinier und nicht Italiener, hatte einen fragwürdigen Lebenswandel und verliess den SSC Neapel bereits vor fünfunddreissig Jahren. Aber er war eben der Kopf jener Mannschaft, die Neapel zu den zwei ersten italienischen Meistertiteln im Calcio verhalf. Und das werden ihm die Tifosi offenbar nie vergessen, selbst wenn sie gar noch nicht geboren waren, als er hier spielte.


6. November 2026 / Italien / Neapel / Tripperia Fiorenzano / Kutteln
Ich weiss, Kutteln sind nicht jedermanns Sache. Ich mag sie. Und die Neapolitaner auch. Kutteln sind hier ein traditionelles und beliebtes Gericht sowie ein fester Bestandteil der lokalen Küche und der Strassenkultur. Jedes Mal wenn ich Neapel bin, mache ich einen Abstecher zur Tripperia Fiorenzano in der Via Pigansecca. Hier bekommt man eine breite Auswahl an Kuttelgerichten. Ein Bummel durch die Via Pigansecca ist aber auch für all jene ein Erlebnis, die dieses Gericht nicht mögen. Die Strasse ist bekannt für den Markt, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen sollen. Für all jene, die das authentische, laute und unverfälschte Neapel suchen, ist die Via Pigansecca wohl eine der besten Adressen.


6. November 2026 / Italien / Neapel / Porta Capuana
Morgen startet definitiv unsere lange Rückreise in die Schweiz. Für die rund 1’200 Kilometer Strecke werden wir uns vermutlich drei Tage Zeit nehmen. Am letzten Tag in Süditalien haben wir noch Neapel besucht. Die Fahrt mit eine Wohnmobil ins Zentrum von Neapel ist nicht speziell lustig, eben sowenig wie die dortige Parkplatzsuche. Wir sind daher von Salerno aus mit dem öffentlichen Bus nach Neapel gefahren, was in ziemlich genau einer Stunde völlig stressfrei (zumindest für die Passagiere) vonstatten geht. Wie von den Meteorologen vorhergesagt, hat es heute in Neapel mehrheitlich geregnet. Kein Problem, Neapel ist auch bei tristem Wetter ein Erlebnis. Die Stadt ist laut, chaotisch, voller Kontraste – aber genau darin liegt ihr unvergleichlicher Charme.


5. November 2026 / Italien / Monte Tre Calli / Sorrentische Halbinsel
Bei Bomerano biegt man auf den Weg den Pfad der Götter (Sentiero degli Dei) ein, einen der bekanntesten Wanderwege an der Amalfiküste. Der Weg führt von hier aus steil bergauf auf den 1122 Meter hohen Monte Tre Calli und dann westwärts hinunter nach Positano. War der Weg bis Bomerano problemlos zu begehen, wird es auf dem Pfad der Götter deutlich anspruchsvoller. Es ist auch nicht immer einfach, den richtigen Weg zu finden und auf diesem zu bleiben. Die Wanderung ist aber sehr schön. Atemberaubend ist der Ausblick vom Monte Tre Calli mit einer 360-Grad-Rundumsicht. Westwärts erblickt man die Sorrentische Halbinsel sowie die Inseln Capri und Ischia. Bei einer solchen Aussicht sind die Mühen des Aufstiegs natürlich im Nu vergessen.


5. November 2026 / Italien / Vettica / Chiesa San Michele
Kirchen gibt es in Italien allüberall. Hier an der Amalfiküste sind sie wunderschön gelegen. Anders geht es ja fast nicht an diesem bezaubernden Stück Erde.


5. November 2026 / Italien / Vettica / Blick auf die Küste
Wir sind Wiederholungstäter. Weil uns die gestrige Wanderung so gut gefallen hat, haben wir uns heute unsere Wanderschuhe nochmals geschnürt. Vermutlich zum letzten Mal in diesem Jahr. Von Amalfi aus ging es dieses Mal westwärts. Die Wege hier sind einfach zu begehen. Steigt es einmal steiler bergauf oder bergab, gibt es Treppen, auf denen man einen sicheren Tritt hat. Und meist hat man einen freien Blick auf die wunderschöne Amalfiküste. Genusswandern im wahrsten Sinne des Wortes.


4. November 2026 / Italien / Maiori / Dorf von Westen her
Von Ravello aus sind wir nach Atrani hinabgestiegen und dann über Minori nach Maiori gewandert. Das letzte Wegstück führte über den bekannten Sentiero dei Limoni. Der Wanderweg führt auf gut hundert Metern Höhe an den typischen Terrassenfeldern der berühmten Sfusato Amalfitano-Zitronen vorbei. Immer wieder eröffnen sich spektakuläre Ausblicke auf die herrliche Küstenlandschaft. Am Schluss geht es steil hinunter nach Maiori. Wandern entlang der Amalfiküste ist wirklich eine tolle Sache. So toll, dass wir uns morgen wohl nochmals auf Schusters Rappen begeben werden.


4. November 2026 / Italien / Minori / Parkplatz
An der Amalfiküste fallen die Berge meist steil ins Meer hinab. Flache Grundstücke sind selten. Entsprechend rar sind die Parkplätze. Da ist es doch hilfreich, wenn man eine tolle Sonnenterrasse besitzt, die man auch als Parkplatz nutzen kann. Gut, hat das Hopo nicht gesehen. Sonst verlangt er plötzlich nach einem ähnlich luftigen Abstellplatz mit Meerblick.


4. November 2026 / Italien / Ravello / Dom
Von Amalfi aus sind wir als erstes via Pontone nach Ravello hochgewandert, das wunderschön auf 350 Metern Höhe auf einem Felssporn thront. Im Gegensatz zum Trubel in den Küstendörfern bietet Ravello eine ruhige, erhabene Atmosphäre mit kühlerer Bergluft und atemberaubenden Panoramablicken über den Golf von Salerno. Der Dom bildet das historische und spirituelle Zentrum des Bergdorfes. Noch ein Wort zu den Wanderwegen: Wie an der Amalfiküste kaum anders zu erwarten ist, sind diese meist steil, aber technisch einfach zu begehen, da viele Streckenabschnitte über grobe Steintreppe führen. Fasziniert sind die tollen Ausblicke, die man immer wieder geniessen kann, sowie die vielen herrlichen Pflanzen, auf die man hier trifft.