
Reiseroute östlicher Balkan




20. Mai 2026 / Slowenien / Ljubljana / Drei Brücken und Franziskanerkirche
Mit 300’000 Einwohnern ist Ljubljana nochmals eine Nummer kleiner als die kroatische Metropole Zagreb. Und Ljubljana ist rasch einmal erkundet. Die Burg ist sehenswert, dazu die Drei Brücken, der Dom und zwei, drei Plätze im Zentrum. Dann hat man’s eigentlich schon gesehen. Selbstverständlich könnte man Tage in Museen verbringen. Dazu bin ich aber nicht der Typ, speziell nicht bei schönem Frühlingswetter. Enttäuscht bin ich aber keinesfalls. Ich war schon einmal in Ljubljana und wusste daher in etwa, was mich erwartet. Und vor allem hat Ljubljana ein schönes Umland und gute Velowege. Statt mich lange in der Stadt aufzuhalten, habe ich die slowenische Landschaft im Norden der Hauptstadt genossen.


19. Mai 2026 / Slowenien / Novo Mesto / Häuser entlang der Krka
Mit 25’000 Einwohnern ist Novo Mesto (deutsch Rudolfswerth) die siebtgrösste Stadt Sloweniens. Novo Mesto ist das wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum der historischen Region Unterkrain. Die malerische Kleinstadt liegt rund sechzig Kilometer südöstlich der Hauptstadt Ljubljana in einer markanten Schleife des Flusses Krka. Der trichterförmige Hauptplatz bildet den grössten mittelalterlichen Marktplatz in Slowenien. Noch schöner als der Marktplatz ist aber der Breg, die fotogene Häuserzeile, die direkt am steilen Ufer der Krka-Flussschleife liegt.


19. Mai 2026 / Slowenien / Otocec / Schloss
Schloss Otocec ist die einzige echte Wasserburg in Slowenien. Die malerische Anlage liegt auf einer kleinen Insel mitten im Fluss Krka nahe der Stadt Novo Mesto. Heute beherbergt das komplett restaurierte, geschichtsträchtige Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert ein exklusives Fünf-Sterne-Hotel (das mit einem in der Nähe gelegenen Golfplatz auftrumpft). Im Schloss ist auch ein exquisites Restaurant, das im Gault&Millau aktuell mit 14,5 Punkten und 2 Hauben aufwarten kann. Ob die Bewertung korrekt ist, kann ich nicht beurteilen, habe ich doch in meinem verschwitzten Velofahrerdress auf einen Restaurantbesuch verzichtet. Das Restaurant hätte kaum Freude an mir gehabt, und mir selbst stand mehr nach Isostar und Riegel denn nach Spitzengastronomie.


19. Mai 2026 / Slowenien / Brezice / Schloss
Mit Slowenien habe ich das drittletzte Land meiner nun doch schon ein Weilchen andauernden Reise erreicht. Es bleiben noch Österreich und Deutschland, habe ich doch im Sinn, via Salzburg und München in die Schweiz zurückzukehren. Der Grenzübertritt heute war ein ganz spezieller: Ich bin einfach durchgefahren, ohne dass jemand meine Papiere und Versicherungsnachweise sehen wollte, und auch das Öffnen irgendwelcher Schränke war nicht nötig. Das letzte Mal, dass ich so locker eine Grenze passiert habe, war Anfang letzten Dezember, als ich Slowenien in Richtung Kroatien verliess. Meinen ersten Stopp in Slowenien machte ich heute Morgen in Brezice, das nur ein paar wenige Kilometer hinter der Grenze zu Kroatien liegt. Brezice kann mit einem schön restaurierten Schloss, einem ganz speziellen Wasserturm sowie einer hübschen Altstadt aufwarten. Aus meiner Sicht ein gelungener Start in der slowenischen Republik.


18. Mai 2026 / Kroatien / Zagreb / Markuskirche
Mit rund 770’000 Einwohnern zählt Zagreb zu den kleineren Hauptstädten in Europa. Sie zu besuchen, ist recht einfach. Im Süden gibt es am Rande der City etliche grössere Parkplätze, und dann ist man mit Bussen im Nu im Zentrum. Das historische Herz der Stadt liegt auf zwei Hügeln und besticht durch mittelalterliche Gassen, alte Gaslaternen und geschichtsträchtige Gebäude. Das moderne Zentrum aus dem 19. Jahrhundert ist geprägt von weiten Plätzen, belebten Einkaufsstrassen und grossen Parkanlagen. Eines der Wahrzeichen von Zagreb ist die Markuskirche mit ihrem bunten Ziegeldach, das die Wappen von Kroatien, Slawonien, Dalmatien und der Stadt Zagreb zeigt.


18. Mai 2026 / Kroatien / Zagreb / Musikakademie
Das alte Zentrum von Zagreb ist sehr gut erhalten. Sowohl in der eigentlichen Altstadt auf den zwei Hügeln als auch in der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Neustadt findet man praktisch nur historische Gebäude. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das markante, moderne Gebäude der Musikakademie Zagreb, das direkt am Rande des Grünen Hufeisens errichtet wurde. Aber selbstverständlich gibt es auch ganz moderne Viertel, die im Süden der Hauptstadt gelegen sind. Und dann gibt es noch Novi Zagreb, in welchem zahlreiche Wohnhochhäuser aus der sozialistischen Ära (insbesondere der 1960er und 70er Jahre) das Stadtbild prägen. Zagreb ist vielschichtig, genau wie das Land Kroatien auch.


18. Mai 2026 / Kroatien / Zagreb / Kunstpavillon
Speziell an Zagreb ist das sogenannte Grüne Hufeisen, ein U-förmiges System von sieben prachtvollen Plätzen und Parks, die die Unterstadt umschliessen. Das Hufeisen gilt als das grüne Herz der kroatischen Hauptstadt und ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Neben den weitläufigen Grünflächen, historischen Pavillons und Springbrunnen sind die Plätze von einigen der wichtigsten kulturellen Institutionen des Landes umgeben, wie etwa dem Kunstpavillon.


17. Mai 2026 / Kroatien / Pozega / Trg Svetog Trojstva
In kleinen Schritten nähere ich mich der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Heute Nachmittag habe ich noch einen Zwischenhalt in der Kleinstadt Pozega eingelegt. Die Stadt hat eine reiche Geschichte, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Im Mittelalter war sie eine wichtige Festungsstadt und ein königlicher Besitz. Die Stadt ist berühmt für ihre gut erhaltene Barockarchitektur. Insbesondere der zentrale Platz ist mit der Kathedrale, einer Pestsäule sowie vielen barocken Bürgerhäusern herausragend. Etwas schade ist, dass der ganze Platz mit Fahrzeugen vollgestopft ist. Aber die müssen ja auch irgendwo abgestellt werden können.


17. Mai 2026 / Kroatien / Dakovo / Kathedrale
Dakovo liegt im Osten Kroatiens nahe an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Die Stadt ist für zwei Dinge bekannt: ein über fünfhundert Jahre altes Lipizzanergestüt und die Kathedrale. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass es sich bei der Kathedrale Sankt Peter um die schönste Kirche zwischen Venedig und Istanbul handle. Zumindest für meinen Geschmack trifft dies nicht zu. Bei der Kathedrale Sankt Peter handelt es sich zweifellos um ein eindrückliches Bauwerk, bei dem beispielsweise über sieben Millionen Ziegel verbaut wurden. Etliche orthodoxe Kirchen in Rumänien, Moldawien und Bulgarien haben mir aber deutlich besser gefallen. Architektonisch waren die wohl weniger anspruchsvoll. Die vielen verwendeten Farben waren aber mehr nach meinem Gusto. Aber so verschieden können die Geschmäcker nun mal sein.