Landschaft beim Geltenschuss

31. August 2026 / Schweiz / Lauenen / Geltenschuss / Landschaft

Nicht nur der Geltenschus ist spektakulär, sondern auch die Landschaft, die den Wasserfall umgibt. Wer ausreichend Kondition hat und einigermassen trittsicher ist, sollte sich unbedingt die Mühe machen, vom Lauenensee aus zum Geltenschuss und allenfalls weiter hinauf zur Geltenhütte (eine Berghütte des Schweizerischen Alpenclubs SAC) hochzusteigen. Von der Geltenhütte aus sind es dann nur noch knapp drei Kilometer Luftlinie bis in Wallis. Und ins Wallis wollen wir. Das aber nicht zu Fuss. Schliesslich wollen wir Hopo mit dabei haben. Vom Geltenschuss aus sind wir daher wieder nordwärts ins Tal abgestiegen, von wo aus wir am Abend noch den Weg ins Wallis unter die Räder genommen haben. Wo wir genau gelandet sind, werden wir morgen verraten.

Geltenschuss

31. August 2026 / Schweiz / Lauenen / Geltenschuss / Wasserfall

Weil unsere Energiereserven noch zu wenig aufgebraucht waren, sind wir noch zum Geltenschuss hochgestiegen. Der Geltenschuss ist ein eindrücklicher Wasserfall mit einer Fallhöhe von 180 Metern. Der Weg hier hinauf ist um einiges steiler und anspruchsvoller als jener zum Lauenensee. Die Anstrengung lohnt sich aber. Die Landschaft und der Wasserfall sind spektakulär. Das einzige, was man aussetzen kann, ist die Lage des Falls. Er liegt im Süden des Talkessels und ist daher wegen des Gegenlichts nur schwer fotografisch festzuhalten. Das ist aber wieder einmal Jammern auf allerhöchstem Niveau.

I gloube, i gange no meh a Louenesee …

31. August 2026 / Schweiz / Lauenen / Lauenensee

Die Zeile „I gloube, i gange no meh a Louenesee“ kann in der Schweiz fast jedes Kind mitsingen. Das Lied „Louenesee“, das 1982 von „Schöre“ (Georges) Müller geschrieben wurde, hat in der Schweiz Kultstatus. Für alle, die gerne mitsingen, der Liedtext in der Dialektfassung: I weiss no guet won I ar Sunne bi gsässe / Wit awäg vom Lärm vo der Stadt / I weiss no guet wie ’n I ha chönne vergässe / Dert hinger bim Louenesee / Immer wenn I wieder dra dänke / A das Gfüeuh dert am Ufer vom See / De merk I wie guet dass’s mer ta het / I gloube I gange no meh / A Louenesee… / S’het mi packt, I ha gspührt dass I gah mues / Eifach furt, I d’Rueh vor Natur / Ganz allei mit em Chopf vou Gedanke / Dert hinger bim Louenesee / Immer wenn I wieder dra dänke / A das Gfüeuh dert am Ufer vom See / De merk I wie guet dass’s mer ta het / I gloube I gange no meh / A Louenesee…

Lauenensee

31. August 2026 / Schweiz / Lauenen / Lauenensee

Zu unserer heutigen Wanderung sind wir in Lauenen im Berner Oberland aufgebrochen, das sieben Kilometer südöstlich von Gstaad liegt. Und zumindest alle Schweizer dürften schon erraten haben, wohin wir gewandert sind. Geschätzte 99 Prozent der Wanderer, die sich in Lauenen auf Schusters Rappen machen, pilgern zum Lauenensee. Die Wanderung ist eher leicht. Auf knapp vier Kilometern Weg überwindet man in rund einer Stunde circa 200 Höhenmeter. Die Umrundung des Sees dauert dann nochmals 45 Minuten. Berühmt wurde der Bergsee durch den legendären Mundartrock-Song „Louenesee“ der Berner Band Span aus dem Jahr 1983. Das Lied gehört zu den grössten und bekanntesten Mundart-Klassiker der Schweizer Musikgeschichte und prägte den Schweizer Mundartrock massgeblich.

Zurück in Thun

30. August 2026 / Schweiz / Thun / Rathausplatz und Schloss

Trotz müder, übersäuerter Beine liessen wir es uns nicht nehmen, nach der Schifffahrt noch einen kurzen Bummel durch die Thuner Altstadt zu unternehmen. Für mich persönlich zählt Thun zu den schönsten Städten in der Schweiz. Thun besitzt eine tolle Altstadt, zwei eindrückliche Schlösser, liegt direkt am prächtigen Thunersee, wird von der Aare durchflossen und befindet sich direkt am Rande der eindrücklichen Bergwelt des Berner Oberlands. Und Thun wird nicht derart stark von Touristenscharen eingenommen wie etliche andere Hotspots im Berner Oberland (Interlaken, Grindelwald, Wengen, Gstaad und andere lassen grüssen). Eine so hohe Lebensqualität wie hier findet man nicht so rasch wieder. Thun ist so schön, dass sich selbst müde Beine wieder in Bewegung setzen lassen, die eigentlich nichts sehnlicher wünschen, als geduscht und hochgelagert zu werden.

Rückfahrt mit dem Schiff

30. August 2026 / Schweiz / Thun / Thunerseeschiff

Für die Rückreise von Merligen nach Thun haben wir den öffentlichen Verkehr in Anspruch genommen. Hierfür gibt es zwei Optionen: mit dem Linienbus auf der Strasse oder mit dem Kursschiff auf dem See. Die Schifffahrt dauert dabei gut dreimal so lange wie die Busfahrt. Bei sonnigem Wetter und angenehm warmen 28 Grad Celsius mussten wir nicht lange überlegen, welche Variante wir wählen. Selbstverständlich sind wir auf dem Seeweg nach Thun zurückgekehrt. Trotz recht starkem Besucherandrang konnten wir die fast achtzigminütige Schifffahrt in vollen Zügen geniessen und uns vom Schiff aus nochmals vor Augen führen, wo wir Stunden zuvor zu Fuss unterwegs waren

Panorama-Rundweg Thunersee

30. August 2026 / Schweiz / Oberhofen / Thunersee und Stockhornkette

Auf unserer heutigen Wanderung waren wir auf dem Panorama-Rundweg Thunersee unterwegs. Diese Wanderung, die gesamthaft rund 60 Kilometer lang ist und als mittelschwer eingestuft wird, führt rund um den Thunersee. Wir waren heute am rechten Thunerseeufer unterwegs und haben die Strecke von Thun bis nach Merligen bewältigt. Wie es der Name vermuten lässt, führt der Wanderweg nicht dem Seeufer entlang, sondern verläuft in der Höhe. Krasse Steigungen gibt es nicht zu bewältigen. Da es aber doch stetig bergauf- und bergab geht, kommen auf einer Tagesetappe doch einige hundert Höhenmeter zusammen. Der Weg führt meist durch Wälder oder Ortschaften, so dass die Ausblicke auf den See und die Gebirgswelt – diese reicht von den Berner Drei- und Viertausendern über den omnipräsenten Niesen bis zur Stockhornkette – eher etwas rar sind. Dort, wo der Blick aber frei ist, bekommt man ein überwältigend schönes Panorama zu sehen, wie etwa hier hoch über Oberhofen.

Thun

30. August 2026 / Schweiz / Thun / Altstadt mit Stadtkirche

Aus der Höhe – übernachtet haben wir auf dem Gurnigel auf gut 1600 Metern Höhe bei kühlen acht Grad Celsius – sind wir frühmorgens in tiefere Gefilde abgetaucht. Thun, der Startpunkt unserer heutigen Wanderung, liegt auf bloss noch 560 Metern. Losgezogen sind wir bei herrlichstem Spätsommerwetter. Bevor wir uns der abgebildeten Aare entlang aus der Stadt entfernt hatten, machten wir noch einen kurzen Abstecher in die Altstadt, die – wohl typisch für einen Sonntagmorgen – recht ausgestorben wirkte. Wie schön wäre es doch, wenn es überall auf der Welt so friedlich zu und her ginge wie heute früh in Thun.

Gantrischseeli

29. August 2026 / Schweiz / Naturpark Gantrisch / Gantrischseeli

Über weite Matten mit weidenden Kühen hat uns der Weg vom Gäggersteg am Schwefelbergbad vorbei zur Unteren Gantrisch- und dann steil hinauf zur Birehütte geführt. Von hier aus war es dann nur noch ein Katzensprung zum Gantrischseeli. Der idyllische Bergsee liegt auf knapp 1600 Meter Höhe am Fusse des Gantrischs (ein 2176 Meter hoher Berg in den Berner Voralpen). Der See wird von mehreren Bergbächen gespeist und war vor einigen Jahren fast verlandet, wurde aber durch freiwilligen Einsatz gerettet. Schade, dass in der Zwischenzeit dicke Wolken aufgezogen sind. Schön ist es hier oben aber auch bei verhangenem Himmel.