Festung Rupea

7. Mai 2026 / Rumänien / Rupea / Festung

Die Festung Rupea ist eine der ältesten archäologischen Stätten Rumäniens und ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Siebenbürgen. Die Burg thront auf einem markanten, 120 Meter hohen Basaltfelsen über der Stadt Rupea. Die Anlage wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Sie diente den Siebenbürger Sachsen als wichtige Zufluchtsstätte vor Invasionen und während Pestepidemien. Speziell ist das angewendete Schneckenhaus-Design, zieht sich die Festung doch spiralförmig den Berg hoch.

Drauseni (Draas)

7. Mai 2026 / Rumänien / Drauseni / Wehrkirche

Ursprünglich gab es in Siebenbürgen rund 300 Wehrkirchen, die von den Siebenbürger Sachsen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zur Verteidigung gegen Angriffe errichtet wurden. Über 150 Kirchenburgen soll es heute noch geben, von denen etwa 60 als besonders gut erhalten gelten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einer Fahrt durch die Landschaft auf eine Wehrkirche stösst, ist daher gross. Auf meiner heutigen Velofahrt wollte ich „bloss“ jene von Homorod ansteuern. Gesehen habe ich am Schluss drei Stück. Leider konnte keine von ihnen von innen besichtigt werden. Aber kein Problem, sie sehen ja auch von aussen toll aus.

Wanderimkerei

7. Mai 2026 / Rumänien / Homorod / Mobiles Bienenhaus

Die Wanderimkerei hat in Rumänien eine grosse wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Bedeutung. Sie ist zentral für die Honigproduktion des Landes, das zu den grössten Produzenten in der Europäischen Union gehört. Auf dem Land sieht man immer wieder Lastwagen, die mitsamt eines Anhängers zu mobilen Bienenhäusern umgebaut wurden. Diese Gespanne ermöglichen es den Imkern, das vielfältige und zeitlich versetzte Angebot an Nektar, Honigtau und Pollen optimal zu nutzen. Durch diese hochmobile Methode wird die Produktion grosser Mengen an Honig erst möglich.

Brasov (Kronstadt)

6. Mai 2026 / Rumänien / Brasov / Marktplatz und Altes Rathaus

Am späteren Nachmittag habe ich mir noch die Altstadt von Brasov angeschaut. Brasov liegt im Südosten Siebenbürgens und gilt als eine der schönsten Städte Rumäniens. Ich war heute zum zweiten Mal in Brasov und bin zum zweiten Mal begeistert von dieser tollen Stadt. Im historischen Zentrum bekommt man etliche eindrückliche Gebäude zu sehen. Überragt wird alles vom Marktplatz (auch Rathausplatz genannt) mit dem alten Rathaus. Einfach schön, sich hier hinzusetzen und die prächtige Szenerie auf sich einwirken zu lassen.

Innenhof einer Wehrkirche

6. Mai 2026 / Rumänien / Harman / Innenhof der Wehrkirche

Die Wehrkirche von Harman (Honigberg) habe ich mir von innen angeschaut. Und das war ein eindrückliches Erlebnis. In vielen Räumen auf der Innenseite der Festungsmauer wird in einem Museum aufgezeigt, wie im Mittelalter gelebt und gearbeitet wurde. Dann habe ich mir die Innenräume der Kirche angeschaut, die von einer schlichten, aber eindrucksvollen siebenbürgisch-sächsischen Atmosphäre geprägt sind. Weiter ging es auf der obersten Etage der Wehrmauer um die ganze Anlage herum. Highlight war der Aufstieg über abenteuerliche Stegen und Leitern in die Spitze des Kirchturms. In der Schweiz wäre ein solcher Auf- und Abstieg mit Sicherheit verboten. Viel zu gefährlich! Ich habe es zum Glück geschafft, heil rauf- und runterzukommen und werde mich noch lange mit Freude an den Besuch dieser eindrücklichen Wehrkirche zurückerinnern.

Harman (Honigberg)

6. Mai 2026 / Rumänien / Harman / Wehrkirche

Keine zehn Kilometer von Prejmer entfernt kann man sich bereits die nächste Wehrkirche anschauen. Auch die Kirche von Harman versteckt sich hinter mächtigen Mauern. Die Wehrkirchen (auch Kirchenburgen genannt) mussten so gut geschützt werden, weil sie im Mittelalter und der frühen Neuzeit als letzter Rückzugsort der deutschstämmigen Siebenbürger Sachsen gegen Überfälle dienten. Die Region war aufgrund ihrer geografischen Lage an der Grenze des ungarischen Königreichs (später an den Grenzen des Osmanischen Reich und der Habsburgermonarchie) ein ständiges Ziel von Invasoren. Die Kirchen wurden zu Festungen ausgebaut, um der gesamten Dorfgemeinschaft inklusive Vieh und Vorräten Zuflucht zu bieten.

Prejmer (Tartlau)

6. Mai 2026 / Rumänien / Prejmer / Wehrkirche

Im Gegensatz zur Wehrkirche von Sfantu Gheorghe ist bei jener in Prejmer die mächtige Wehrmauer unübersehbar. Die Wehrkirche von Prejmer ist die grösste und am stärksten befestigte Kirchenburg in Südosteuropa und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde im 13. Jahrhundert vom Deutschen Ritterorden begonnen und später von den Zisterziensern vollendet. Eigentlich hatte ich im Sinn, mir die Anlage von innen anzuschauen. Als ich heute Mittag dort war, waren allerdings bereits vier Reisebusse vor Ort und somit mindestens hundert Personen in der Anlage. Nach den vielen Sehenswürdigkeiten, die ich in den letzten Monaten praktisch für mich alleine geniessen durfte, sind solche Massen nicht mehr so mein Ding. Ich habe es daher bleiben lassen. Es gibt ja noch andere Wehrkirchen, die man von innen besichtigen kann.

Sfantu Gheorghe (Sankt Georgen)

6. Mai 2026 / Rumänien / Sfantu Gheorghe / Wehrkirche

Siebenbürgen ist unter anderem für seine Wehrkirchen bekannt, die stets von einer dicken Festungsmauer umgeben sind. Die Wehrkirche von Sfantu Gheorghe sieht auf den ersten Blick wie eine ganz gewöhnliche Kirche aus. Aber auch diese Kirche wird von dicken Festungsmauern umgeben (ursprünglich waren es sogar zwei Festungsringe). Speziell an dieser Wehrkirche ist, dass der mächtige Glockenturm nicht in die Kirche, sondern in die Schutzmauer integriert ist.

Targu Secuiesc (Szekler Neumarkt)

6. Mai 2026 / Rumänien / Targu Secuiesc / Piata Gabor Aron

Ich bin in Siebenbürgen angekommen. Die Region liegt rund um die Karpaten im Zentrum und im Nordwesten Rumäniens. Siebenbürgen ist knapp eineinhalbmal so gross wie die Schweiz. Rund sieben Millionen Menschen leben hier und es werden drei Sprachen gesprochen. Der Grossteil der Einwohner spricht Rumänisch, gut eine Million Menschen spricht Ungarisch und eine kleine Minderheit von gut zehntausend Personen (die sogenannten Siebenbürger Sachsen) spricht Deutsch. Viele Ortsnamen sind daher zwei- oder dreisprachig. Der erste Ort, den ich besucht habe, war Targu Secuiesc (Szekler Neumarkt). Targu Secuiesc ist bekannt für die über fünfzig schmalen Stichgassen, die vom Hauptplatz abzweigen. Die sind allerdings nicht sehr fotogen. Dafür hat sich heute der Hauptplatz, der Piata Gabor Aron, im allerbesten Licht präsentiert.