
Reiseroute östlicher Balkan




26. April 2026 / Bulgarien / Warna / Staatsoper
Die Zahl der Sehenswürdigkeiten, die Warna zu bieten hat, hält sich in Grenzen. Neben der Kathedrale hat mir auch die Staatsoper sehr gut gefallen. Wobei: Bei dem Prachtwetter, das wir heute an der Schwarzmeerküste hatten, sah eigentlich alles gut aus.


26. April 2026 / Bulgarien / Warna / Kathedrale
Mit 320’000 Einwohnern ist Warna die drittgrösste Stadt Bulgariens (hinter Sofia und Plovdiv) und nach Burgas der zweitwichtigste Hafen des Landes. Warna ist ein wichtiges Zentrum für Tourismus, Kultur sowie Handel und wird daher oft auch als die „Meereshauptstadt“ Bulgariens bezeichnet. Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale Muttergottes, deren goldglänzende Kuppeln heute vor dem strahlend blauen Himmel besonders gut zur Geltung kamen.


26. April 2026 / Bulgarien / Beloslaw / Steinerner Wald
Der Steinerne Wald ist ein einzigartiges Naturphänomen, das zwanzig Kilometer westlich von Warna besucht werden kann. Es handelt sich um eine Gruppe von bis zu zehn Meter hohen Steinsäulen, hohlen Zylindern und versteinerten Skulpturen, die sich über eine Fläche von sieben Quadratkilometern erstrecken. Die Sandsteinfiguren sollen fünfzig Millionen Jahre alt sein. Über die genaue Entstehung der Figuren ist sich die Wissenschaft nicht einig. Die Haupttheorien gehen von der Erosion durch Wasser und Atmosphäre oder aber von der Verfestigung von Sand durch aufsteigende Methan-/Kohlendioxidgase aus. Wie auch immer: Der Steinerne Wald sieht toll aus und bereitet Freude.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Hafen und Altstadt
Nessebar wird oft als die „Perle des Schwarzen Meeres“ bezeichnet. Es soll zumindest der schönste Ort an der bulgarischen Schwarzmeerküste sein. Und wenn ich es auch wollte, ich würde es kaum schaffen, dem zu widersprechen. Das über 3000 Jahre alte Nessebar ist wirklich wunderschön, gerade an einem so prächtigen Tag wie heute. Die auf einer felsigen Halbinsel gelegene Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist berühmt für ihre engen Gassen, Holzhäuser, antiken Kirchenruinen und die beeindruckende westliche Festungsmauer. Das moderne Nessebar ist aber auch ein attraktiver Badeort mit kilometerlangen Sandstränden und modernen Hotelbauten. Ein Ort, den man sich unbedingt merken sollte.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Windmühle
In Bulgarien findet man wirklich fast alles, was das Herz des Hobbyknipsers so begehrt. Auf dem Verbindungsdamm zwischen der Altstadt und der Neustadt von Nessebar trifft man sogar auf eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Windmühle. Die Mühle ist eines der Wahrzeichen der Stadt sowie ein geschütztes Kulturdenkmal. Und natürlich ein beliebtes Fotomotiv.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Kirche Christus Pantokrator
In Nessebar scheint es einen Überfluss an Kirchen zu geben. Oder aber einen Mangel an Geldern zum Unterhalt der Kirchen. Obwohl ich längst nicht alle Gassen abgeklappert habe, sind mir vier Kirchen ins Auge gestochen, die zum Teil schon eingestürzt sind oder die in keinem guten Zustand mehr sind. Die abgebildete Kirche Christus Pantokrator stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert und gilt als noch gut erhalten. So wahnsinnig stark scheint man sich aber aktuell nicht um deren Unterhalt zu kümmern. Da die ganze Altstadt von Nessebar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, gehe ich aber schon davon aus, dass man rechtzeitig die notwendigen Restaurierungsschritte einleiten wird.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Holzhaus
Das historische Stadtbild von Nessebar, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wird stark von alten Holzhäusern geprägt. Die für die Schwarzmeerregion typischen Häuser bestehen aus einem steinernen Erdgeschoss und einem Obergeschoss aus Holz. Es handelt sich dabei um eine charakteristische Bauweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auffällig ist, dass alle Häuser neue Schornsteine tragen. Zum Teil wurden sie auch mit neuen Fenstern ausgestattet. Der Rest sieht dann aber sehr alt aus. Schön anzusehen.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Festungsruine beim Eingang zur Altstadt
In Nessebar waren die Zeiten offensichtlich nicht immer so friedlich wie heute. Fährt man vom Festland auf die Halbinsel, wird man als Erstes von den Ruinen einer antike Festungsanlage begrüsst. Die Verteidigungsanlage stammt überwiegend aus der frühbyzantinischen Zeit. Die Mauern umschlossen damals die ganze Halbinsel, um die strategisch wichtige Hafenstadt zu schützen. Heute sind nur noch Teile der eindrucksvollen Westmauer als Ruine erhalten. Andere Bereiche liegen im Meer.


24. April 2026 / Bulgarien / Ravadinovo / Schloss
Schloss Ravadinovo kann auf keine mehrhundertjährige Geschichte zurückblicken. Es wurde erst vor dreissig Jahren vom bulgarischen Architekten und Bauherrn Georgi Kostadinov Tumpalov erbaut, der sich damit seinen Kindheitstraum von einem Märchenschloss verwirklichte. Die Anlage umfasst einen grossen Park, Seen, einen kleinen Zoo, einen Weinkeller und eine Kapelle. In den Sommermonaten gehört das Schloss mittlerweile zu den wichtigsten Touristenattraktionen in der Region. Im Moment ist es aber noch total ruhig im Schloss und auf den Besucherparkplätzen. Ein idealer Ort also, um hier ungestört die kommende Nacht zu verbringen. Mitte Januar habe ich beim griechischen Kap Sounion direkt unterhalb eines antiken Tempels geschlafen, jetzt übernachte ich unmittelbar neben einem Schloss. Ist doch schön, wenn man sich solche Freiheiten herausnehmen kann.