Kurze Sendepause

Unsere Schweizer Wanderferien sind zu Ende und wir sind wieder zu Hause. Lange werden wir aber nicht hier bleiben. Nachdem wir den ganzen Sommer in der Schweiz verbracht haben, zieht es uns in den Süden. Am 21. oder 22. September werden wir nach Süditalien aufbrechen, mit dem Schwergewicht Sizilien. Das wird für einen Moment unsere letzte Reise in Europa sein. Am 30. November wird Hopo in Hamburg verschifft werden. Am 21. Dezember will ich ihn im kanadischen Halifax wieder in Empfang nehmen. Und dann startet unser grosses Abenteuer Nordamerika, das ein knappes Jahr dauern soll. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig.

Wieder zu Hause

16. September 2026 / Schweiz / Berner Seeland / Hopo

Unsere Wanderferien in der Schweiz sind vorbei. Nachdem wir viele Reisen in ganz Europa und auf anderen Kontinenten unternommen hatten, war es höchste Zeit, einmal das eigene Land etwas intensiver zu bereisen. Von Tagesausflügen und unzähligen Fahrradfahrten kennen wir die Schweiz zwar recht gut. Hier 18 Tage lang am Stück herumzureisen, war aber neu für uns. Und es war toll. Zu Fuss kommt man auf Gipfel und in Winkel, die unentdeckt bleiben, wenn man „bloss“ motorisiert oder auf zwei Rädern unterwegs ist. Wir hatten wieder einmal grosses Wetterglück. Auf 18 Reisetage hatten wir bloss einen richtigen Regentag und rund eine Handvoll Tage mit eher trübem Wetter. Wir sind dankbar für die tollen Erlebnisse und die herrlichen Landschaften, die wir erleben und sehen durften. Speziell dankbar sind wir, dass alles gut und ohne Blessuren ablief. Auch wenn wir das Risiko stets zu minimieren versuchen, ist Wandern keine ungefährliche Fortbewegung. Wir freuen uns auf weitere Reisen in ferne Länder, haben aber wieder einmal hautnah erleben dürfen, wie schön es auch zu Hause ist. Weitere Wander- und Erlebnisferien in unserem eigenen Land werden bestimmt folgen.

Appenzell

15. September 2026 / Schweiz / Appenzell / Restaurant Sonne

Zum Abschluss unseres kurzen Abstechers in den Kanton Appenzell Innerrhoden haben wir noch den Hauptort Appenzell besucht. Das Dorf Appenzell zählt bloss 6’000 Einwohner und gehört damit mit Glarus zu den kleinsten Kantonshauptorten der Schweiz. Wenn man durch die verkehrsfreien Gassen mit den schmucken Häusern schlendert, hat man das Gefühl, dass hier noch eine richtig heile Welt anzutreffen ist. In verschiedenen kleinen Fachgeschäften kann man leckere Appenzeller Spezialitäten wie den würzigen Appenzeller Käse, Biberfladen (Biberli), Birnbrot (Berewegge), Mostbröckli, Pantli oder Rahmbonbons (Nidelzeltli) kaufen. Mindestens schweizweit bekannt sind auch der Appenzeller Alpenbitter (Kräuterschnaps aus 42 Kräutern) oder das Quöllfrisch, ein Bier aus der ortsansässigen Brauerei Locher. Appenzell ist wirklich ein ganz spezieller Ort mit einem einzigartigen Charme, den man unbedingt einmal besucht haben sollte.

Seealpsee

15. September 2026 / Schweiz / Seealpsee / Spiegelungen

Der Seealpsee, der auf 1142 Metern Höhe im Alpsteingebiet liegt, soll der beliebteste und fotogenste Bergsee der Schweiz sein. Der idyllische Bergsee ist berühmt für sein kristallklares Wasser, in dem sich die markanten Gipfel der umliegenden Berge spiegeln. Die Spiegelungen, die man hier zu sehen bekommt, sind wirklich eindrücklich. Der See ist wegen seiner Schönheit ein absoluter Tourismus-Hotspot. Und wir sind heute tatsächlich auf so viele Wanderer gestossen wie in keinem anderen Gebiet in den siebzehn Tagen zuvor. Das spezielle daran: Der Seealpsee ist nicht mit dem Auto oder einer Seilbahn direkt erreichbar. Um zu ihm zu gelangen, muss man über einen zum Teil sehr steilen Weg fast vierhundert Höhenmeter überwinden. Wir haben gestaunt, wie viele das heute unter der Woche getan haben.

Alptsteinmassiv

15. September 2026 / Schweiz / Seealpsee / Landschaft oberhalb vom See

Vom Aescher steigt man ab zum Seealpsee. Hinter dem See befindet sich die Seealp, ein Hochtalboden mit satten grünen Weiden, traditionellen Alphütten und lebendiger Alpwirtschaft. Am Rande der Alp steigen die Felswände des Alpsteinmassivs steil an. Eine traumhaft schöne Landschaft.

Berggasthaus Aescher

15. September 2026 / Schweiz / Aescher-Wildkirchli / Berggasthaus

Das Berggasthaus Aescher ist eines der bekanntesten Restaurants in den Schweizer Bergen, wenn nicht das bekannteste. Das Berggasthaus liegt auf 1454 Metern Höhe im Alpstein-Gebirge im Kanton Appenzell Innerrhoden. Die Hütte erlangte weltweite Berühmtheit, da sie spektakulär direkt an den Fuss einer über 100 Meter hohen, senkrechten Felswand gebaut wurde. Das Publikum hier oben ist gemischt. Es gibt Leute mit lockerer Kleidung und leichten Schuhen, die sehr frisch aussehen. Das sind jene, die mit der Seilbahn hochgefahren sind und maximal zehn Minuten Fussweg hinter sich haben. Und dann gibt es solche im Wandertenü mit Wanderschuhen und mehr oder weniger schweren Rucksäcken, die stark schwitzen. Das sind jene, die die rund siebenhundert Höhenmeter zu Fuss zurückgelegt haben. Falls jemand zweifeln sollte: wir waren mit Rucksäcken unterwegs und haben geschwitzt.

Schwende

15. September 2026 / Schweiz / Schwende / Pfarrkirche St. Martin

Für unseren letzten Wandertag sind wir in den Kanton Appenzell Innerrhoden gefahren. Eigentlich hätten wir morgen auch noch Zeit zum Wandern. Aber in der Ostschweiz ist Regen angesagt, und darauf haben keine Lust. Wir wollten unsere achtzehntägigen Wanderferien mit einem tollen Tag beenden. Und der heutige Tag war wirklich superschön. Viel Sonne, viel blauer Himmel und sehr angenehme Temperaturen. Und auch die heutige Wanderung war Spitze. Losmarschiert sind wir in Schwende, von wo aus es hoch zum Aescher und zum Seealpsee ging. Eine traumhaft schöne Wanderung an einem traumhaft schönen Tag. Einen schöneren Abschluss hätten wir uns nicht wünschen können.

Taminaschlucht

14. September 2026 / Schweiz / Pfäfers / Taminaschlucht

Unmittelbar hinter dem Alten Bad Pfäfers kann man in die eigentliche Schlucht eintauchen. Die eindrückliche Taminaschlucht ist eine 750 Meter lange und bis zu 70 Meter tiefe Felsspalte, die über Jahrtausende durch die Kraft des Flusses Tamina geformt wurde. Nur durch vereinzelte Spalten im Gestein fällt tagsüber etwas Sonnenlicht bis ins Bachbett hinunter. Mitten in der Schlucht führt der Weg durch einen Stollen tief in das dunkle Felseninnere hinein. Dort kann man sehen, wie das heisse Thermalwasser mit rund 4’000 Litern pro Minute aus dem Gestein schiesst. Früher wurde unmittelbar vor Ort gebadet. Heute wird das Thermalwasser abgefangen und nach Bad Ragaz geleitet.