
Reiseroute östlicher Balkan




25. Mai 2026 / Deutschland / Laufen / Altstadt von Osten her
Nun bin ich bereits in Deutschland angelangt. Die Kleinstadt Laufen befindet sich rund zwanzig Kilometer nördlich von Salzburg, direkt an der Grenze zu Österreich. Nach Laufen bin ich gekommen, weil es hier einen guten Stellplatz für Hopo gibt und weil man von hier aus gut mit dem Fahrrad nach Salzburg und ins Salzburger Umland gelangen kann. Laufen ist aber nicht nur geografisch günstig gelegen, sondern hat auch eine schöne Altstadt zu bieten, die malerisch in einer engen Schleife des Flusses Salzach errichtet wurde. Laufen soll gelegentlich auch als die kleine Schwester Salzburgs bezeichnet werden. Den Vergleich finde ich angesichts der Fülle an Kulturdenkmälern, die Salzburg zu bieten hat, leicht verwegen. Einen Zwischenhalt in Laufen kann ich aber bedenkenlos empfehlen.


25. Mai 2026 / Österreich / Michaelbeuren / Stift Michaelbeuren
Auch auf das Gebäude von Stift Michaelbeuren bin ich rein per Zufall gestossen. Das Gebäude ist riesig und nicht zu übersehen. Zurzeit leben bloss noch acht Mönche im Stift. Im Gebäude ist aber eine private Mittelschule mit weit über dreihundert Schülerinnen und Schülern untergebracht und es gibt Übernachtungsmöglichkeiten für gut fünfzig Personen. Das Kloster kann auf eine rund 1300-jährige Geschichte zurückblicken und zählt damit zu den ältesten mittelalterlichen Klöstern im Salzburger Land. Stift Michaelbeuren ist nur eines der Highlights, auf die ich auf meiner heutigen Fahrradtour im Norden Salzbugs gestossen bin. Ich habe etliche schöne Dörfer passiert und bin an mehreren kleinen Seen und an vielen einladenden Gasthöfen vorbeigefahren. Eine tolle Urlaubsgegend, die man einmal näher entdecken sollte.


25. Mai 2026 / Österreich / Salzburg / Landschaftsfänger
Wie man dieses Haus sinnvoll möbliert, ist mir ein Rätsel. Und ob sich darin gemütlich leben lässt, weiss ich auch nicht. Das Haus sieht aber toll aus. Und wenn man im Internet nachschaut, findet man auch einige Angaben zum Gebäude, das als begehbare Wohnskulptur beschrieben wird. Gemäss Aussage der Architekten wird die Struktur durch zahlreiche geschwungene Linien und Wendeltreppen im Innen- und Aussenbereich geprägt, die verschiedene Pfade durch das Haus und den umliegenden Garten bilden. Da sich das Gebäude in Privatbesitz befindet, kann es nicht von innen besichtigt werden. Man findet auch nirgends Angaben zu seinem Standort. Auf das Gebäude stösst man, wenn man – wie ich das heute getan habe – mit offenen Augen planlos durch die Aussenquartiere Salzburgs fährt.


25. Mai 2026 / Österreich / Salzburg / Festung Hohensalzburg
Die Festung Hohensalzburg ist das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt Salzburg. Die Festung thront seit bald tausend Jahren auf dem Festungsberg hoch über der Mozartstadt. Sie ist die grösste vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. Wie nicht anders zu erwarten war, war Salzburg heute gut gefüllt mit Besuchern aus allen Herren Ländern. Ich habe es daher bei einem ganz kurzen Abstecher in die Altstadt bewenden lassen und bin ansonsten mit dem Fahrrad durch die Aussenquartiere Salzburgs und durch das leicht hügelige Umland gefahren. Kein so schlechter Entscheid, denn auch dort gibt es viel Interessantes zu sehen. Und das bei geringerem Gedränge.


24. Mai 2026 / Österreich / Mauterndorf / Burg Mauterndorf
Es hat mir gut gefallen in Kärnten. Das herrliche Wetter würde eigentlich dazu einladen, noch länger zu bleiben. Bis am Mittwoch habe ich aber noch gut siebenhundert Kilometer zurückzulegen. Einen Teil dieser Strecke habe ich heute Nachmittag zurückgelegt, indem ich ein ordentliches Stück in Richtung Salzburg gefahren bin. Bei der eindrücklichen Burg Mauterndorf habe ich einen Zwischenhalt eingelegt. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und diente einst als Mautstation an der römischen Handelsstrasse „Via Imperialis“ und als Sommerresidenz für die Salzburger Fürsterzbischöfe. Heute ist sie eine interaktive Erlebnisburg. Ein Halt in Mauterndorf lohnt sich nicht nur wegen der Burg: Auch das Dorf selber ist mit etlichen historischen Gebäuden im Zentrum sehr sehenswert.


24. Mai 2026 / Österreich / Klagenfurt / Lindwurm
Wahrzeichen und Wappentier der Stadt Klagenfurt ist der Lindwurm. Die monumentale Skulptur des Drachens wurde im 16. Jahrhundert aus einem einzigen Block eines seltenen, grünen Schiefergesteins gehauen. Gemäss der Klagenfurter Lindwurmsage wurde die Stadt in einem gefährlichen Sumpfgebiet errichtet, das von einem gefrässigen Drachen (dem Lindwurm) terrorisiert wurde. Tapferen Männern und Bauern gelang es schliesslich, die Bestie mit einer List zu töten, woraufhin an der Stelle der Drachenhöhle ein Schloss errichtet wurde.


24. Mai 2026 / Österreich / Klagenfurt / Alter Platz
Klagenfurt ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Kärnten und liegt direkt am östlichen Ufer des Wörthersees, dem wärmsten Alpensee Österreichs. Klagenfurt besitzt eine schöne historische Renaissance-Altstadt, die viel mediterranes Flair ausstrahlt. Wider Erwarten war das Zentrum heute Mittag fast menschenleer. Der Grund ist aber naheliegend: Bei so herrlichem Wetter wie heute zieht es die Einwohner Klagenfurts an den See oder in die prächtige Natur. Viele haben sich aufs Fahrrad gesetzt. Der Radweg rings um den Wörthersee, aber auch der entlang des Ossiacher Sees, waren heute extrem gut frequentiert. Viele E-Bikes waren unterwegs, aber auch viele Rennräder. Die Radwege in Österreich sind übrigens recht gut; nicht ganz so gut wie die in Slowenien, aber viel besser als in der Schweiz.


23. Mai 2026 / Österreich / Villacher Alpenstrasse / Rote Wand
Eigentlich hatte ich im Sinn, heute mit dem Fahrrad um den Wörthersee zu fahren. Im Internet bin ich dann auf die Villacher Alpenstrasse gestossen, die von Villach (501 Meter) aus zum Rosstrattenstüberl (1733 Meter) hochführt, das unter dem Villacher Hausberg Dobratsch (2166 Meter) liegt. Die Panoramastrasse ist sehr schön zu fahren. Die Strasse ist gut, der Anstieg regelmässig, an mehreren Stellen gibt es schöne Aussichtspunkte und es hat nur wenig Verkehr. Der geringe Verkehr ist wohl primär darauf zurückzuführen, dass die Panoramastrasse für den motorisierten Verkehr gebührenpflichtig ist (23.50 Euro für Personenwagen und 16.50 Euro für Motorräder). Wer auf den Gipfel des Dobratsch möchte, muss die letzten vierhundert Höhenmeter zu Fuss bewältigen. Zum Schutz des sensiblen Karstgebiets wurde der Strassenbau bewusst deutlich unter dem Gipfel gestoppt.


23. Mai 2026 / Österreich / Villach / Hauptplatz
Über den Wurzenpass bin ich von Slowenien nach Österreich übergesiedelt und habe in Villach Halt gemacht. Zu meiner Überraschung kam ich problemlos über die Grenze. Nachdem unsere Hockeynationalmannschaft die Österreicher vor drei Tagen an der Eishockey-Weltmeisterschaft mit neun zu null Toren niedergeprügelt hatte, war ich mir nicht sicher, ob überhaupt noch Schweizer in die Alpenrepublik hereingelassen werden. Aber alles lief gut. Danke für Eure Nachsicht, liebe Österreicher. Von Villach habe ich mir nicht viel erwartet. Ich habe die Stadt als Zwischenstation ausgesucht, weil es von hier aus einige schöne Velorouten durchs Kärntnerland gibt. Dass die Altstadt von Villach so gut aussieht, hat mich überrascht. Vor allem der Hauptplatz, der viel italienisches Flair ausstrahlt (Bella Italia ist nur gut zwanzig Kilometer entfernt), hat mir gut gefallen.