
Reiseroute Sizilien




31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Rathaus und Elefantenbrunnen
Der Domplatz ist das pulsierende Herz der Altstadt von Catania. Hier findet man die Kathedrale, das Rathaus, den Elefantenbrunnen und direkt anschliessend den Fischmarkt. Zudem führt von hier aus die Via Etna, die grosse Haupteinkaufs- und Flaniermeile, kerzengerade nach Norden Richtung Ätna. Der Elefantenbrunnen ist das berühmte Wahrzeichen von Catania. Die Skulptur wurde aus dunklem, vulkanischem Lavagestein des Ätna gefertigt, wobei der Elefant selbst deutlich älter als der Brunnen sein soll. Auf dem Rücken des Elefanten thront ein rund vier Meter hoher Obelisk, der aus dem ägyptischen Assuan stammen soll. Ein eindrücklicher Brunnen, der besten zu einer Stadt passt, die uns sehr gut gefallen hat.


31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Fischmarkt
Der historische Fischmarkt von Catania, bekannt als La Pescheria, ist ein Erlebnis. Es ist einer der lebendigsten und authentischsten Märkte, die es auf Sizilien noch gibt. Der Markt liegt mitten im historischen Zentrum von Catania, nur einen Steinwurf vom Rathaus und der Kathedrale entfernt. Die Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten ist gewaltig. Kleine Snacks, Austern oder Seeigel sind direkt vor Ort erhältlich und in den angrenzenden Lokalen und Restaurants gibt es gegrillten Fisch oder frittierte Meeresfrüchte. Von den Märkten in Palermo waren wir eher enttäuscht, weil ihr Angebot mittlerweile viel zu touristisch ist. Der Fischmarkt von Catania ist hingegen noch ein echter Markt für die Einheimischen. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen.


31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Castello Ursino
Ja, das Wetter kann sich hier auf Sizilien extrem schnell ändern. Am Mittag war ganz Catania noch von dunklen Wolken überzogen und es regnete zwischendurch leicht. Bis Mitte Nachmittag hatten sich dann aber praktisch alle Wolken verzogen und das mittelalterliche Castello Ursino präsentierte sich in schönsten Sonnenschein. Wenn sizilianische Regentage so aussehen, haben wir kein Problem, wenn weitere folgen. Die Festung Ursino liegt ein Stück weit vom Hafen entfernt. Das war nicht immer so. Erbaut wurde sie ursprünglich auf einer Klippe direkt am Meer. Das änderte sich 1669 dramatisch, als ein verheerender Ausbruch des Ätna die Burg komplett mit Lava umschloss und die Küstenlinie um 500 Meter nach vorne verschob. Die Burg selbst blieb dabei wie durch ein Wunder unversehrt.


31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Badia di Sant’Agata
An der Ostküste Siziliens war heute Regen angesagt. Das ist natürlich nicht unser Wunschwetter, aber weiter nicht so schlimm. Schliesslich ist Ende Oktober und wir hatten jetzt lange Zeit tolles Wetter. Und in einer Stadt wie Catania gibt es ja auch bei trüberem Wetter Spannendes zu sehen. Als wir gegen Mittag im Zentrum der ostsizilianischen Hafenstadt ankamen, sah es dann tatsächlich düster aus. Aber zumindest regnete es noch nicht. Zudem passten die dunklen Wolken irgendwie gut zum schwarzen Lavastein, der in Catania bei vielen historischen Gebäuden als Baumaterial verwendet wurde.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Kathedrale
Das bedeutendste architektonische und historische Wahrzeichen von Siracusa ist die Kathedrale mit dem angebauten Bischofspalast. Die Kathedrale wurde im siebten Jahrhundert direkt in einen antiken griechischen Tempel integriert. Die mächtigen dorischen Säulen des Tempels aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind sowohl in der Aussenwand als auch im Innenraum der Kathedrale perfekt sichtbar. Dass Tempel in Kirchen umgebaut wurden, soll im frühen Mittelalter häufig vorgekommen sein. Die Umwandlung diente einerseits der Kontinuität des Heiligen, war andererseits aber auch eine Machtdemonstration, mit der der symbolische Sieg des Christentums über die alten Götter demonstriert werden sollte.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Piazza Archimede
Die Altstadt von Siracusa ist geprägt von vielen engen, verwinkelten Gassen. Dazwischen trifft man aber auch auf grössere Plätze, die Luft verschaffen. Einer von ihnen ist die Piazza Archimede, der das historische und geographische Zentrum der Altstadtinsel bildet. Der Platz ist von bedeutenden Adelspalästen und historischen Gebäuden umgeben, die Epochen vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert widerspiegeln.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Lungomare d’Ortigia
Die Altstadt von Siracusa befindet sich vollständig auf der kleinen, vorgelagerten Insel Ortigia. Sie ragt wie eine Nase in das Ionische Meer hinein und trennt zwei natürliche Buchten voneinander. Die Altstadt, die bloss über zwei Brücken und einen Fussgängersteg erreichbar ist, ist eine verkehrsberuhigte Zone, was das Schlendern zu Fuss sehr angenehm macht. Speziell schön ist es, das historische Zentrum den Küsten entlang zu umlaufen. Erstaunlich ist dabei, wie sauber und klar das Wasser in einer Stadt ist, die doch weit über Hunderttausend Einwohner zählt.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Hafenbecken bei der Via Filippo Cordova
Für heute war in ganz Italien ein Generalstreik angesagt. Wir haben uns daher entschieden, den heutigen Tag in Siracusa zu verbringen, wo wir weder auf öffentliche Transporte noch auf spezielle Dienstleistungen angewiesen waren. Die Taktik ging auf. Im Gegensatz zu Catania, wo offenbar eine grössere Demonstration stattfand und es zu Einschränkungen kam, war hier in Siracusa vom Generalstreik gar nichts zu merken, weder Kundgebungen noch geschlossene Geschäfte und Einrichtungen. Unsere Hauptsorge im Vorfeld war, dass sich die Sonne dem Streik anschliessen könnte. Aber auch das war nicht der Fall. Trotz eher unerfreulichen Wetterprognosen durften wir bis in den Nachmittag hinein einen schönen, warmen Tag geniessen. Am Abend hat es dann aber doch noch zu regnen begonnen. Auch in Sizilien macht sich der Herbst allmählich bemerkbar.


29. Oktober 2026 / Sizilien / Cavagrande del Cassibile / Laghetti di Cavagrande
Im Hinterland von Avola liegt das Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile, das auch als Grand Canyon Siziliens bezeichnet wird. Der Canyon ist eine rund zehn Kilometer lange und bis zu zweihundertfünfzig Meter tiefe Kalksteinschlucht, in der man wandern und in mehreren smaragdgrünen Naturbecken baden kann. Bei den Laghetti di Cavagrande trifft man auf mehrere recht tiefe runde Löcher. Die Wissenschaft sagt, dass diese durch Jahrtausende währende Flusserosion und Strudeldynamik entstanden seien. Legenden sagen, dass früher Fabelwesen oder Titanen diese riesigen steinernen Schüsseln als Kochtöpfe genutzt hätten, um am Ufer des Flusses zu kochen. Auch nach dem Verlassen des Canyons wissen wir immer noch nicht so recht, wem wir nun glauben sollen.