Sirolo

3. Oktober 2026 / Italien / Sirolo / Sirolo von Westen her

Auf der Rückfahrt von Ancona nach Porto Recanati bin ich in Sirolo vorbeigefahren. Das mittelalterliche Dorf thront wie ein Balkon auf einer Kuppe des massiven Monte Conero und gilt aufgrund seiner spektakulären Lage, der historischen Gassen und des kristallklaren Wassers zu den Perlen der Adria. Die Küste hier soll einige der spektakulärsten Buchten Italiens bieten, die regelmässig mit der europäischen Blauen Flagge ausgezeichnet werden. Aufgrund der vorgerückten Stunde fehlte mir leider die Zeit für einen Abstecher ans Meer. Aber allein der Anblick des Dorfes war ein Aufsteller. Und wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin, werde ich mir Sirolo und seine Küste sicher genauer anschauen.

Camillo Benso Conte di Cavour

3. Oktober 2026 / Italien / Ancona / Piazza Camillo Benso Conte di Cavour

Ancona zählt rund 100’000 Einwohner. Der Hafen von Ancona ist einer der wichtigsten Handels- und Fährhäfen an der Adria, von wo aus es unter anderem Verbindungen nach Griechenland, Kroatien und Albanien gibt. In der Stadt gibt es etliche markante historische Bauten, allen voran der Dom. Es gibt aber auch sehenswerte Museen und kulturelle Einrichtungen. Speziell gut gefallen hat mir heute der Park rund um das Denkmal von Camillo Benso Conte di Cavour, der ein bedeutender italienischer Staatsmann und der wichtigste Architekt der italienischen Einigung war.

Ancona

3. Oktober 2026 / Italien / Ancona / Stadt von Westen her

Ich war heute zum dritten Mal in Ancona, und zum dritten Mal war Topwetter. Es scheint fast, als ob ich hier eine Schönwettergarantie hätte. Vielleicht ist es aber auch so, dass ich das schöne Wetter nach Ancona bringe. Daher, liebe Stadtverwaltung: Falls ihr einmal eine Schlechtwetterperiode habt, fliegt einfach Kurt ein. Das Angebot gilt. Die Stadt gefällt mir gut und ich komme gerne weitere Male nach Ancona.

Basilika von Loreto

3. Oktober 2026 / Italien / Loreto / Basilika

Der heilige Bereich in Loreto rund um die Piazza della Madonna hat eindrückliche Dimensionen. Da ist einmal der Apostolische Palast, der heute das Schatzmuseum beherbergt. Ganz wichtig ist das Heilige Haus, das spirituelle Zentrum von Loreto, welches das Wohn- und Geburtshaus der Jungfrau Maria aus Nazareth gewesen sein soll. Alles wird überragt von der mächtigen Basilika. Diese erstreckt sich über eine Länge von 93 Metern und eine Breite von 60 Metern (entspricht flächenmässig fast einem Fussballplatz). Der markante Glockenturm ragt über 75 Meter in die Höhe. Die Basilika ist einer der bedeutendsten Marienwahlfahrtsorte der katholischen Welt und gilt nach Rom als eine der wichtigsten heiligen Stätten Italiens.

Loreto

3. Oktober 2026 / Italien / Loreto / Santuario della Santa Casa

Heute sind wir ein ordentliches Stück südwärts gefahren. Unser Ziel ist es ja immer noch, nach Sizilien überzusetzen. Hopo hat uns nach Porto Recanati gebracht, einem Badeort südlich von Ancona, den wir von früheren Reisen her kennen, und in dem wir jeweils zu übernachten pflegen. Bei „unserem“ Stammplatz angekommen, mussten wir zweimal leer schlucken. Die Stadt hat es tatsächlich gewagt, hier eine Höhenbeschränkung anzubringen. Geht’s noch? Jetzt spinnen sie vollständig, die Römer, beziehungsweise die Italiener. Versperren uns den Zugang zu „unserem“ Übernachtungsplatz. Aber kein Problem: Fünfzig Meter weiter haben wir ein Plätzchen gefunden, das mindestens ebenbürtig ist. Und die Kritik an den Italienern ist selbstverständlich nicht ernst gemeint. Ganz im Gegenteil: Deren Gastfreundschaft und die Freiheiten, die man hier als Campende noch geniessen kann, schätzen wir sehr. Mille Grazie, Italia! Unsere Reisegruppe hat sich nach der Ankunft in Porto Recanati aufgeteilt. Die eine Hälfte genoss den Strand und ging baden, die andere Hälfte setzte sich wieder einmal aufs Fahrrad. Erstes Ziel der Radtruppe war Loreto, der zweitbedeutendste Wallfahrtsort Italiens.

Fischerstadt

2. Oktober 2026 / Italien / Chioggia / Canal Vena

Während im benachbarten Venedig der Tourismus alles dominiert, ist Chioggia eine authentische Fischerstadt geblieben. Die Fischerei bildet das wirtschaftliche und kulturelle Rückgrat der Stadt. Chioggia besitzt den grössten Fischereihafen Norditaliens. Neben dem klassischen Hochseefang in der Adria spielen die Fischzucht in der Lagune sowie die zertifizierte Muschelzucht eine zentrale Rolle. Das abgebildete Holzboot sieht mit seinen bunten Farben malerisch aus, ist aber keinesfalls repräsentativ für die lokale Fischwirtschaft. Die grossen Fänge werden heute mit hochmodernen Schiffen eingebracht, die oft Schleppnetze einsetzen.

Canal Vena

2. Oktober 2026 / Italien / Chioggia / Canal Vena

Der Canal Vena in Chioggia ist das malerische, lebendige Herz der historischen Hafenstadt. Ein Vergleich mit dem Canal Grande in Venedig wäre vermessen. Dazu ist der Canal Vena viel zu eng und es hat kaum Betrieb. Gondeln wie in Venedig gibt es in Chioggia ebenso wenig wie Kursschiffe in den Kanälen. Sehr malerisch sieht es aber auch hier aus. Und es gibt kaum Touristen. Wer es gerne ruhig und beschaulich hat, ist in der Altstadt von Chioggia bestens aufgehoben. Und die, die den grossen Rummel bevorzugen, sind mit dem öffentlichen Bus und den ACTC-Schiffen in knapp zwei Stunden mitten auf der Piazza San Marco.

Chioggia

2. Oktober 2026 / Italien / Chioggia / Canale San Domenico Interno

Venedig haben wir übersprungen. Selbstverständlich gefällt „La Serenissima“ auch uns extrem gut. Aber wir waren in den letzten Jahren mehrfach dort und wollen uns auf dieser Reise stärker auf Städte konzentrieren, die wir noch nicht so gut kennen. So sind wir heute Vormittag nach Chioggia gefahren, das am südlichen Ende der Lagune von Venedig liegt. Die Stadt mit ihren 50’000 Einwohnern erinnert mit ihren Kanälen und Brücken sowie der Bauweise der auf Holzpfählen errichteten Häuser und Palazzi stark an die Lagunenstadt, weshalb man auch von „Klein-Venedig“ spricht. Chioggia kann sicher nicht das bieten, was Venedig bietet. Dazu ist Venedig zu einmalig. Dennoch ist Chioggia mit seinem speziellen Charme jederzeit einen Besuch wert. Würde man das Original nicht kennen, wäre man hier hellauf begeistert und käme aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Treviso

1. Oktober 2026 / Italien / Treviso / Palazzo dei Trecento

Unsere erste Nacht im Flachland werden wir bei deutlich höheren Temperaturen in Treviso verbringen. Herzstück der Stadt ist die Piazza dei Signori mit dem abgebildeten Palazzo dei Trecento. Die Stadt ist von einigen malerischen Kanälen durchzogen. Sie wird daher gelegentlich auch als „Kleine Schwester Venedigs“ bezeichnet, was meiner Meinung nach aber doch sehr gesucht ist. Treviso ist eine Stadt für Geniesser. Einerseits ist Treviso die offizielle Geburtsstadt des Tiramisu. Das weltberühmte Dessert mit den klassischen sechs Zutaten (Löffelbiskuits, Espresso, Mascarpone, Eigelb, Zucker und Kakao) wurde hier in den frühen 1970er-Jahren erfunden und erstmals serviert. Andererseits liegt Treviso im Herzen des Prosecco-Anbaugebiets (die umliegenden Hügel gehören daher zum UNESCO-Weltkulturerbe). Na dann Prost!