
Reiseroute östlicher Balkan




17. April 2026 / Bulgarien / Kloster Rila / Fresken im Eingangsbereich
Die farbenfrohen Fresken im Innern der mächtigen Klosterkirche sollen über 1200 biblische Szenen darstellen. Fotografieren ist im Innern des Klosters aus verständlichen Gründen verboten. Ich habe daher eine Reihe von Fresken im äusseren Eingangsbereich abgelichtet. Wenn man sich diese zu Gemüte führt, kann man sich in etwa ausmalen, wie prächtig es im Innern aussieht.


17. April 2026 / Bulgarien / Rila / Kloster Rila
Kloster Rila ist eine Wucht. Ich habe bereits einige tolle Klöster gesehen. Keines zuvor hat mich aber dermassen beeindruckt wie Kloster Rila, das ich heute Nachmittag besucht habe. Rila ist das bedeutendste und grösste orthodoxe Kloster Bulgariens. Es liegt malerisch auf gut 1100 Meter Höhe inmitten von Bergen, die zum Teil immer noch schneebedeckt sind. Selbstverständlich gehört das Kloster, das im 10. Jahrhundert gegründet wurde, zum UNESCO-Weltkulturerbe, und das bereits seit 1983. Das Kloster mag in jeder Hinsicht zu überzeugen: Es liegt in einer prächtigen Gebirgslandschaft, die Gesamtanlage hat eindrückliche Dimensionen und ist bestens erhalten, und die Klosterkirche ist ein Meisterwerk der bulgarischen Wiedergeburtszeit mit überwältigenden, farbenfrohen Fresken. Ich war begeistert (und bin es immer noch).


17. April 2026 / Bulgarien / Sadanski / Sveti Vrach Park
Sadanski ist ein bedeutender bulgarischer Kurort, der rund 25’000 Einwohner zählt und circa 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia liegt. Sandanski ist bekannt für sein mediterranes Mikroklima mit sehr sauberer, allergiearmer Luft, was den Ort zu einem der besten Kurorte Europas für Bronchial-Asthma macht. Da bin ich doch als ehemaliger Asthmatiker am richtigen Ort gelandet. Der Stadtpark, der für seine üppige Vegetation bekannt ist, soll einer der schönsten des Landes sein. Nach bloss einem Tag Aufenthalt in Bulgarien bin ich natürlich noch nicht in der Lage, Vergleiche anzustellen. Ich kann aber bestätigen, dass der Park schön ist. Speziell gefreut hat mich, dass sich der Himmel endlich wieder einmal in der Farbe präsentierte, die ich am liebsten habe.


17. April 2026 / Bulgarien / Rozhen / Kloster Rozhen
Von Melnik aus sind es bloss neun Kilometer Strecke bis zum Kloster Rozhen. Rozhen ist das grösste Kloster im Pirin-Gebirge im Südwesten Bulgariens und es gilt als eines der besterhaltenen mittelalterlichen Klöster des Landes. Die Klosterkirche ist reich mit Fresken verziert. Eine tolle Anlage, die bei Weitem nicht so überlaufen ist wie Kloster Rila, das ich am späteren Nachmittag besucht habe. Zudem ist allein die Anfahrt, die durch alte Dörfer mit historischen Steinhäusern sowie durch Sandsteinpyramiden führt, ein Erlebnis.


17. April 2026 / Bulgarien / Melnik / Sandsteinpyramiden
Rund um Melnik, der kleinsten Stadt Bulgariens, trifft man auf ein fast geschlossenes Band von Sandsteinpyramiden. Die bizarren Formationen sind durch natürliche Erosion von Sand- und Lehmschichten an den Ausläufern des Pirin-Gebirges entstanden. Über Jahrtausende formten Wasser, Wind, Hitze und Kälte das Gestein zu bizarren, bis zu 100 Meter hohen Pyramiden- und Pilzformen. Selbst bei nicht so tollem Wetter sehen die Gesteinsformationen gut aus und lohnen den schweisstreibenden Aufstieg auf einen Aussichtspunkt hoch über Melnik.


17. April 2026 / Bulgarien / Melnik / Dorf aus der Höhe
Mit gut 200 Einwohnern ist Melnik, das im Südwesten des Landes am Fusse des Pirin-Gebirges liegt, eigentlich bloss ein kleines, bescheidenes Dorf. Melnik trägt aber den Titel „kleinste Stadt Bulgariens“. Dieser Status beruht auf der historischen Bedeutung des Ortes als einst wichtiges Handelszentrum. In Melnik trifft man auf viele historische Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Die Stadt ist aber auch bekannt für den Wein, der in der Gegend produziert wird, sowie für die Sandsteinpyramiden, die das Dorf umgeben. Alles in allem ist Melnik wirklich ein toller Ort, dessen Besuch sich in vielerlei Hinsicht lohnt.


16. April 2026 / Nordmazedonien / Smolari / Wasserfall Smolarski
Kurz vor der Grenze zu Bulgarien gibt es noch einen Wasserfall, dessen Besuch überall empfohlen wird. Mit einer Fallhöhe von vierzig Metern ist der Smolarski Wasserfall der höchste permanente Wasserfall in Nordmazedonien. Da in den Bergen noch viel Schnee liegt und die Temperaturen recht hoch sind, habe ich mit viel Wasser und spektakulären Bildern gerechnet. Was ich dann sah, war eher enttäuschend. Dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, liegt aber eventuell auch daran, dass ich als Schweizer in Sachen spektakuläre Wasserfälle etwas verwöhnt bin. Der Weg zum Fall ist aber schön und ich habe auch einige nette Menschen kennengelernt. In der Region gibt es recht viele Männer, die in der Schweiz oder in Deutschland gelebt und gearbeitet haben und die gerne einen Schwatz auf Deutsch abhalten. Die offenen und kontaktfreudigen Menschen, die ich in der kurzen Zeit hier im Südosten Mazedoniens angetroffen habe, gehören mit zum Schönsten, was ich in der letzten Zeit erlebt habe.


16. April 2026 / Nordmazedonien / Veljusa / Kloster
In der unmittelbaren Nähe von Strumica gibt es zwei eindrückliche Frauenklöster, die man besichtigen kann. Dasjenige von Vodocha liegt fünf Kilometer ausserhalb von Strumica, das abgebildete Kloster der Heiligen Mutter Gottes Eleusa von Veljusa liegt nochmals fünf Kilometer weiter. Dieses Kloster wurde 1080 erbaut. Es gilt als eines der ältesten und architektonisch wertvollsten Klöster der Region, das seit seiner Gründung ununterbrochen aktiv ist. Das Kloster ist bekannt für seine historischen Ikonen und Fresken, darunter Darstellungen, die zum Teil bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Speziell war auch, dass sich eine englischsprechende Schwester die Zeit nahm, mir das eine und andere zu erklären. Ich gehe davon aus, dass dies nur möglich ist, weil hier relativ selten Besucher auftauchen. Der Besuch der beiden Klöster lohnt sich aber auf jeden Fall (falls man gerade einmal per Zufall in der Gegend ist).


15. April 2026 / Nordmazedonien / Strumica / Denkmal für Goce Delcev
Auf meiner Reise nach Athen habe ich im letzten Dezember bereits fünf Tage in Nordmazedonien verbracht. Das Land hat mir gut gefallen, so dass ich mich gefreut habe, heute wieder einzureisen. Dieses Mal durchquere ich aber nur ein kurzes Stück im Südosten Nordmazedoniens, so dass es bei einer oder maximal zwei Übernachtungen bleiben wird. Die kommende Nacht verbringe ich in Strumica, einem wichtigen regionalen Zentrum. Die Stadt versprüht viel ehemaligen Ostblock-Charme. Ein treffendes Beispiel hierfür ist das Monument für den mazedonischen Revolutionär und Nationalhelden Goce Delcev, das den zentralen Platz schmückt. Schöner als die Stadt selbst ist die Umgebung, in der es alte Klöster und eine beeindruckende Natur zu besichtigen gibt.