
Reiseroute östlicher Balkan




25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Hafen und Altstadt
Nessebar wird oft als die „Perle des Schwarzen Meeres“ bezeichnet. Es soll zumindest der schönste Ort an der bulgarischen Schwarzmeerküste sein. Und wenn ich es auch wollte, ich würde es kaum schaffen, dem zu widersprechen. Das über 3000 Jahre alte Nessebar ist wirklich wunderschön, gerade an einem so prächtigen Tag wie heute. Die auf einer felsigen Halbinsel gelegene Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist berühmt für ihre engen Gassen, Holzhäuser, antiken Kirchenruinen und die beeindruckende westliche Festungsmauer. Das moderne Nessebar ist aber auch ein attraktiver Badeort mit kilometerlangen Sandstränden und modernen Hotelbauten. Ein Ort, den man sich unbedingt merken sollte.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Windmühle
In Bulgarien findet man wirklich fast alles, was das Herz des Hobbyknipsers so begehrt. Auf dem Verbindungsdamm zwischen der Altstadt und der Neustadt von Nessebar trifft man sogar auf eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Windmühle. Die Mühle ist eines der Wahrzeichen der Stadt sowie ein geschütztes Kulturdenkmal. Und natürlich ein beliebtes Fotomotiv.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Kirche Christus Pantokrator
In Nessebar scheint es einen Überfluss an Kirchen zu geben. Oder aber einen Mangel an Geldern zum Unterhalt der Kirchen. Obwohl ich längst nicht alle Gassen abgeklappert habe, sind mir vier Kirchen ins Auge gestochen, die zum Teil schon eingestürzt sind oder die in keinem guten Zustand mehr sind. Die abgebildete Kirche Christus Pantokrator stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert und gilt als noch gut erhalten. So wahnsinnig stark scheint man sich aber aktuell nicht um deren Unterhalt zu kümmern. Da die ganze Altstadt von Nessebar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, gehe ich aber schon davon aus, dass man rechtzeitig die notwendigen Restaurierungsschritte einleiten wird.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Holzhaus
Das historische Stadtbild von Nessebar, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wird stark von alten Holzhäusern geprägt. Die für die Schwarzmeerregion typischen Häuser bestehen aus einem steinernen Erdgeschoss und einem Obergeschoss aus Holz. Es handelt sich dabei um eine charakteristische Bauweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auffällig ist, dass alle Häuser neue Schornsteine tragen. Zum Teil wurden sie auch mit neuen Fenstern ausgestattet. Der Rest sieht dann aber sehr alt aus. Schön anzusehen.


25. April 2026 / Bulgarien / Nessebar / Festungsruine beim Eingang zur Altstadt
In Nessebar waren die Zeiten offensichtlich nicht immer so friedlich wie heute. Fährt man vom Festland auf die Halbinsel, wird man als Erstes von den Ruinen einer antike Festungsanlage begrüsst. Die Verteidigungsanlage stammt überwiegend aus der frühbyzantinischen Zeit. Die Mauern umschlossen damals die ganze Halbinsel, um die strategisch wichtige Hafenstadt zu schützen. Heute sind nur noch Teile der eindrucksvollen Westmauer als Ruine erhalten. Andere Bereiche liegen im Meer.


24. April 2026 / Bulgarien / Ravadinovo / Schloss
Schloss Ravadinovo kann auf keine mehrhundertjährige Geschichte zurückblicken. Es wurde erst vor dreissig Jahren vom bulgarischen Architekten und Bauherrn Georgi Kostadinov Tumpalov erbaut, der sich damit seinen Kindheitstraum von einem Märchenschloss verwirklichte. Die Anlage umfasst einen grossen Park, Seen, einen kleinen Zoo, einen Weinkeller und eine Kapelle. In den Sommermonaten gehört das Schloss mittlerweile zu den wichtigsten Touristenattraktionen in der Region. Im Moment ist es aber noch total ruhig im Schloss und auf den Besucherparkplätzen. Ein idealer Ort also, um hier ungestört die kommende Nacht zu verbringen. Mitte Januar habe ich beim griechischen Kap Sounion direkt unterhalb eines antiken Tempels geschlafen, jetzt übernachte ich unmittelbar neben einem Schloss. Ist doch schön, wenn man sich solche Freiheiten herausnehmen kann.


24. April 2026 / Bulgarien / Sosopol / Landschaft im Südwesten
Ich habe das schöne Wetter genutzt um mich wieder einmal aufs Fahrrad zu schwingen. Die Bedingungen waren heute absolut ideal und die Landschaft, durch die ich fuhr, herrlich. Zur Ehrenrettung der bulgarischen Strassenbauer: Der links abgebildete Weg ist keinesfalls landestypisch. Nein, die bulgarischen Autobahnen und Hauptverbindungsstrassen sind in einem guten Zustand (klar besser als in manch anderem Land, das wir in den letzten Monaten bereist haben). Aber ich habe für meine heutige Ausfahrt bewusst kleine Nebenwege gewählt, und da wird es dann halt gelegentlich löchrig und ruppig. Aber kein Problem: Ich war auf einem Mountainbike unterwegs, und für dieses können die Strassen nie holprig genug sein.


24. April 2026 / Bulgarien / Sosopol / Altstadt
Wir (Hopo und ich) sind zurück am Schwarzen Meer. Mitte Winter sind wir auf unserer Türkeireise der südöstlichen Schwarzmeerküste entlanggefahren und haben diese am 11. Februar im georgischen Poti wieder verlassen. Nach 72 Tagen sind wir nun also wieder hier. Es ist deutlich wärmer geworden und das Meer hier sieht ungleich schöner aus. In der Nordosttürkei und in Georgien waren die Strände meist steinig und sahen wenig ansprechend aus. Sospol kann demgegenüber mit langen, schönen Sandständen aufwarten. Auch die Altstadt, die auf einer langgezogenen Halbinsel liegt, sieht toll aus und kann mit einer Vielzahl schöner alter Holzhäuser auftrumpfen. Sostopol gilt als aufstrebender Geheimtipp und neues Küstenparadies, das die Gäste mit viel Charme, Sonne, schönen Stränden und günstigen Preisen anlockt.


23. April 2026 / Bulgarien / Weliko Tarnovo / Quartier westlich Festung Zarewez
Weliko Tarnovo hat mich wegen der Lage an zum Teil tief eingegrabenen Flussschleifen stark an die beiden Schweizer Städte Bern und Fribourg erinnert. Es gibt aber auch markante Unterschiede. So verfügt Weliko Tarnovo über zwei imposante Festigungen, die man besichtigen kann und von denen aus man herrliche Ausblicke auf die Stadt und das Umland hat. Und in Weliko Tarnovo gibt es auch abgelegenere Quartiere, die einen recht länglichen Eindruck machen. Wie fast überall in Bulgarien stösst man dabei auch auf tolle Kirchen und auf schöne alte Steinhäuser. Weliko Tarnovo hat mir enorm gut gefallen. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil es so abwechslungsreich ist und man in kurzer Zeit unterschiedlichste Facetten Bulgariens zu sehen bekommt.