Tal der Tempel in Agrigento

23. Oktober 2026 / Sizilien / Agrigento / Valle dei Templi / Tempel der Hera

Das Tal der Tempel bei Agrigento ist die meistbesuchte archäologische Attraktion und eines der Top-Highlights auf Sizilien. Das UNESCO-Weltkulturerbe wird jährlich von fast zwei Millionen Menschen besucht. Entsprechend gross war auch heute der Andrang. Zum Glück ist die Anlage aber recht gross, so dass sich die Besuchermassen verteilen. Zudem wird man recht geschickt um die Hauptsehenswürdigkeiten herumgelenkt, so dass man diese recht gut fotografieren kann. Insgesamt gibt es hier in Agrigento mehr und besser erhaltene Tempel zu sehen als in Selinunte. Trotzdem hat mir die dortige Anlage besser gefallen, weil es deutlich weniger Besucher hatte und man sich viel freier bewegen konnte. Nichtsdestotrotz ist der Besuch des Tals der Tempel ein eindrückliches Erlebnis.

Erdbebenschäden?

23. Oktober 2026 / Sizilien / Agrigento / Valle dei Templi / Atlas-Statue

In Sizilien ist gerade recht viel los. Die letzte Streikwelle ist zwar offiziell beendet, aber lokal soll es immer noch Strassenblockaden geben. Für heute in einer Woche ist ein landesweiter Generalstreik angekündigt. Und zu allem Überfluss hat heute in Sizilien auch noch die Erde gebebt. Je nach Quelle betrug die Stärke 5,0 bis 5,5, was eine Tsunami-Warnung zur Folge hatte. Das Epizentrum lag nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer. Bei uns im Süden in Agrigento haben wir nichts gespürt. Der Fall und die Beschädigung der Atlas-Statue im Tal der Tempel können daher nicht dem Erdbeben angelastet werden. Die hier beim Zeus-Tempel zu sehende Statue ist ohnehin nur eine Kopie. Das Original wird im Archäologischen Museum in Agrigento ausgestellt.

Scala dei Turchi

23. Oktober 2026 / Sizilien / Realmonte / Scala dei Turchi

Die Scala dei Turchi („Treppe der Türken“) ist eine der eindrücklichsten Natursehenswürdigkeiten Siziliens. Die monumentale, strahlend weisse Felsformation aus Mergel liegt an der Südküste Siziliens westlich von Agrigento. Wind und Meer haben das relativ weiche Gestein über Jahrtausende zu einer wellenförmigen, natürlichen Treppe geformt. Ihren Namen verdankt die Klippe historischen Überlieferungen, nach denen sarazenische Piraten (im Volksmund „Türken“) hier im Windschatten des Felsens anlandeten, um die umliegenden Dörfer zu plündern. Gut, dass es hier heute friedlicher und zivilisierter zu und hergeht und wir ohne Verluste weiterziehen konnten.

Ayrton Senna Museum

23. Oktober 2026 / Sizilien / Siculiana / Museo Ayrton Senna

Wer hätte gedacht, dass es im sizilianischen Viertausendseelendorf Siculiana ein Ayrton Senna Museum gibt? Ich sicher nicht. Schliesslich sind es bereits 32 Jahre her, seit der dreimalige Formel-1-Weltmeister in Imola tödlich verunfallt ist. Und Senna war ja Brasilianer und nicht Italiener. Aber die Rennfahrerlegende hatte sizilianische Wurzeln. Seine Urgrossmutter stammt aus Siculiana und ist 1894 nach Brasilien ausgewandert. Im Museum gibt es Original-Rennanzüge, Helme und seltene Familienfotografien zu sehen. Denn das Museum verbindet die Geschichte einer sizilianischen Auswandererfamilie mit dem sportlichen Erbe des dreifachen Formel-1-Weltmeisters. Schade, dass das Museum heute geschlossen war.

Castello Chiaramonte in Siculiana

23. Oktober 2026 / Sizilien / Siculiana / Castello Chiaramonte

Auf unserer Fahrt nach Agrigento haben wir in Siculiana, das direkt an der Schnellstrasse liegt, einen kurzen Stopp eingeschaltet. Das Castello ist eine imposante mittelalterliche Festung, die hoch über dem Dorf thront. Wenn die Festung nicht gerade für Anlässe gebucht ist, kann man sie von innen besichtigen. Uns war aber gerade nicht danach, historische Gefängniszellen und ehemalige Ställe und Lagerhallen zu inspizieren, weshalb wir es bei einem Rundgang durch das historische Städtchen haben bewenden lassen.

Sciacca

22. Oktober 2026 / Sizilien / Sciacca / Stadt vom Hafen aus

Sciacca ist eine lebhafte Hafenstadt. Die Altstadt teilt sich in drei Bereiche auf. Zuoberst liegt der älteste Stadtteil mit verwinkelten Gassen aus arabischer Zeit und einem Castello. Dann folgt ebenerdig eine Zone mit Prachtbauten und einer grossen Aussichtsplattform. Von hier führen steile Gassen, Treppen und Serpentinen hinab zum alten Fischerhafen sowie zum traditionellen Viertel der Töpfer und Handwerker am Wasser. Vom Hafen aus sieht die Altstadt sehr malerisch aus. Was fehlt, sind Sandstrände. Nicht zuletzt aufgrund dieses Umstandes ist Sciacca vom Massentourismus verschont geblieben und wirkt sehr authentisch. Uns hat es hier gut gefallen.

Hafen von Sciacca

22. Oktober 2026 / Sizilien / Sciacca / Hafen

Auf der Nordseite Siziliens haben wir in den Fischerhäfen mehrheitlich kleine, farbige Holzboote angetroffen. Diese sahen toll aus, liessen aber nicht auf allzu grosse Fänge schliessen. Hier auf der Südseite sehen wir mehrheitlich modernere, mittelgrosse Fischkutter. Sciacca, wo wir die letzte Nacht verbracht haben, verfügt nach Mazara del Vallo über den zweitwichtigsten Fischereihafen Siziliens. Entsprechend gross ist der Fischmarkt, der normalerweise einer der aktivsten der Insel sein soll. Normalerweise. Diesen Vormittag ging hier aber gar nichts. Nach den Spediteuren, Lastwagenfahrern, Landwirten etc. waren heute die Fischer, Reeder sowie die gesamte angeschlossene Lieferkette am Streiken. Wir sind gespannt, wer als Nächstes folgt.

Hera-Tempel

21. Oktober 2026 / Sizilien / Selinunte / Parco Archeologico / Tempio di Hera

Prunkstück des Archäologischen Parks von Selinunte ist der Hera-Tempel. Der der Göttin Hera geweihte Tempel ist das eleganteste und am besten erhaltene Bauwerk auf dem ganzen Ausgrabungsgelände. Er wurde Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus im klassischen dorischen Stil aus lokalem Kalkstein erbaut. Der Hera-Tempel hat mich stark an die Akropolis in Athen erinnert, mit dem Unterschied, dass es dort ein paar Besucher mehr gibt, die einen vor der Kamera vorbeilaufen.

Parco Archeologico di Selinunte

21. Oktober 2026 / Sizilien / Selinunte / Parco Archeologico

Heute war Tempelwandern angesagt. Der Archäologische Park von Selinunte ist sehr weitläufig. Mit seinen rund 270 Hektaren ist er die grösste Ausgrabungsstätte Europas. Der direkteste Weg vom Eingang bis zum am weitesten entfernten Tempel M ist über zweieinhalb Kilometer lang. Und die verschiedenen Tempel und Ausgrabungen liegen keinesfalls an einer schnurgeraden Linie. Wenn man alles besichtigt, legt man daher mindestens acht Kilometer zurück. Aber es lohnt sich. Die Anlage ist interessant und abwechslungsreich. Und wer schlecht zu Fuss ist oder weite Fusswege scheut, kann sich gegen einen Aufpreis mit Elektrofahrzeugen transportieren lassen.