
Reiseroute Sizilien




30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Kathedrale
Das bedeutendste architektonische und historische Wahrzeichen von Siracusa ist die Kathedrale mit dem angebauten Bischofspalast. Die Kathedrale wurde im siebten Jahrhundert direkt in einen antiken griechischen Tempel integriert. Die mächtigen dorischen Säulen des Tempels aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind sowohl in der Aussenwand als auch im Innenraum der Kathedrale perfekt sichtbar. Dass Tempel in Kirchen umgebaut wurden, soll im frühen Mittelalter häufig vorgekommen sein. Die Umwandlung diente einerseits der Kontinuität des Heiligen, war andererseits aber auch eine Machtdemonstration, mit der der symbolische Sieg des Christentums über die alten Götter demonstriert werden sollte.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Piazza Archimede
Die Altstadt von Siracusa ist geprägt von vielen engen, verwinkelten Gassen. Dazwischen trifft man aber auch auf grössere Plätze, die Luft verschaffen. Einer von ihnen ist die Piazza Archimede, der das historische und geographische Zentrum der Altstadtinsel bildet. Der Platz ist von bedeutenden Adelspalästen und historischen Gebäuden umgeben, die Epochen vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert widerspiegeln.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Lungomare d’Ortigia
Die Altstadt von Siracusa befindet sich vollständig auf der kleinen, vorgelagerten Insel Ortigia. Sie ragt wie eine Nase in das Ionische Meer hinein und trennt zwei natürliche Buchten voneinander. Die Altstadt, die bloss über zwei Brücken und einen Fussgängersteg erreichbar ist, ist eine verkehrsberuhigte Zone, was das Schlendern zu Fuss sehr angenehm macht. Speziell schön ist es, das historische Zentrum den Küsten entlang zu umlaufen. Erstaunlich ist dabei, wie sauber und klar das Wasser in einer Stadt ist, die doch weit über Hunderttausend Einwohner zählt.


30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Hafenbecken bei der Via Filippo Cordova
Für heute war in ganz Italien ein Generalstreik angesagt. Wir haben uns daher entschieden, den heutigen Tag in Siracusa zu verbringen, wo wir weder auf öffentliche Transporte noch auf spezielle Dienstleistungen angewiesen waren. Die Taktik ging auf. Im Gegensatz zu Catania, wo offenbar eine grössere Demonstration stattfand und es zu Einschränkungen kam, war hier in Siracusa vom Generalstreik gar nichts zu merken, weder Kundgebungen noch geschlossene Geschäfte und Einrichtungen. Unsere Hauptsorge im Vorfeld war, dass sich die Sonne dem Streik anschliessen könnte. Aber auch das war nicht der Fall. Trotz eher unerfreulichen Wetterprognosen durften wir bis in den Nachmittag hinein einen schönen, warmen Tag geniessen. Am Abend hat es dann aber doch noch zu regnen begonnen. Auch in Sizilien macht sich der Herbst allmählich bemerkbar.


29. Oktober 2026 / Sizilien / Cavagrande del Cassibile / Laghetti di Cavagrande
Im Hinterland von Avola liegt das Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile, das auch als Grand Canyon Siziliens bezeichnet wird. Der Canyon ist eine rund zehn Kilometer lange und bis zu zweihundertfünfzig Meter tiefe Kalksteinschlucht, in der man wandern und in mehreren smaragdgrünen Naturbecken baden kann. Bei den Laghetti di Cavagrande trifft man auf mehrere recht tiefe runde Löcher. Die Wissenschaft sagt, dass diese durch Jahrtausende währende Flusserosion und Strudeldynamik entstanden seien. Legenden sagen, dass früher Fabelwesen oder Titanen diese riesigen steinernen Schüsseln als Kochtöpfe genutzt hätten, um am Ufer des Flusses zu kochen. Auch nach dem Verlassen des Canyons wissen wir immer noch nicht so recht, wem wir nun glauben sollen.


29. Oktober 2026 / Sizilien / Avola / Piazza Regina Elena
Nach Noto haben wir am Vormittag auch noch kurz Avola besichtigt, das ganz in der Nähe liegt. Speziell an Avola ist, dass die Stadt nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 in Form eines perfekten Sechsecks neu aufgebaut wurde. Von dieser architektonischen Spezialität merkt man beim Bummel durch die Stadt aber wenig bis gar nichts. Avola hat deutlich weniger zu bieten als Nato. Zwei Plätze im Zentrum sind einigermassen attraktiv. Das wars dann aber auch schon. Einen Besuch in Noto können wir mit voller Überzeugung empfehlen, Avoloa kann man hingegen nach unserem Dafürhalten ruhig überspringen.


29. Oktober 2026 / Sizilien / Noto / Kathedrale
Die Kathedrale ist das architektonische Herzstück der sizilianischen Barockstadt Noto und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Berühmt ist sie für ihre monumentale Freitreppe und die honigfarbene Kalksteinfassade, die besonders im Licht der Abendsonne golden leuchten soll. Weltweit in die Schlagzeilen gelangte die Kathedrale am 13. März 1996, als aufgrund von unentdeckten Bauschäden und Spätfolgen eines früheren Erdbebens die riesige Kuppel sowie das gesamte Mittelschiff spektakulär einstürzten. Nach elf Jahren detailgetreuer und erdbebensicherer Rekonstruktion konnte die Kathedrale 2007 wiedereröffnet werden.


29. Oktober 2026 / Sizilien / Noto / Piazzetta Paolo Mirmina
Noto hat das gleiche Schicksal erlitten wie Modica und andere Städte im Südosten Siziliens: Beim verheerenden Erdbeben von 1693 wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Ab 1703 wurde Noto etwa zehn Kilometer entfernt auf einem Hügel völlig neu und planmässig im Stil des Spätbarocks aufgebaut. Für den Bau wurde lokaler, goldgelber Kalkstein verwendet, der der Altstadt im Sonnenlicht einen charakteristischen goldenen Glanz verleiht. Der Wiederaufbau ist so gut gelungen, dass Noto auch als „Hauptstadt des Barocks“ bezeichnet wird.


28. Oktober 2026 / Sizilien / Marzamemi / Chiesa die San Francesco di Paola
Auch Marzamemi ist touristisch. Aus den alten Fischerhäuschen sind fast ausnahmslos Bars, Ristoranti und Boutiquen entstanden. Aber alles ist schön dekoriert und wirkt noch recht authentisch. Und es ist ruhig und friedlich hier. Man hat Platz zum Atmen, wie etwa hier auf dem zentralen Platz vor der Dorfkirche. In der Hauptsaison mag das wohl anders sein. Aber jetzt im Oktober ist Marzamemi ein Ort, an dem man sich extrem wohlfühlt.