
Reiseroute östlicher Balkan




18. April 2026 / Bulgarien / Sofia / Sweti Nikolaj
Heute Nachmittag bin ich in der bulgarischen Hauptstadt Sofia angekommen. Für einen ersten Augenschein bin ich schon einmal mit der Metro ins Zentrum der Metropole gefahren, was von meinem Stellplatz am Stadtrand aus schnell und problemlos machbar ist. Was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen. Es gibt viele sehr repräsentative Gebäude, schöne Kirchen, grosszügige Parks und eine verkehrsfreie Haupteinkaufsstrasse mit vielen Restaurants und Bars. Ich freue mich, morgen den ganzen Tag in Sofia verbringen zu dürfen.


18. April 2026 / Bulgarien / Stob / Pyramiden von Stob
Ich träume davon, in rund einem Jahr die Nationalparks im Westen der USA zu besuchen. Einen kleinen Vorgeschmack auf den Bryce Canyon habe ich heute im Südwesten Bulgariens erhalten. Klar, die Pyramiden von Stob sind viel bescheidener als jene im bekannten Nationalpark in den USA. Gut aussehen tun sie aber trotzdem. Um sie vor die Augen beziehungsweise vor die Linse zu bekommen, muss man vorgängig rund eine halbe Stunde lang zum Teil recht steil bergauf laufen. Der Weg ist aber schön und die Pyramiden sind meiner Meinung nach die Anstrengung wert. Ein bisschen Fitness kann ja ohnehin nicht schaden. Und die notwendige Wanderung sorgt dafür, dass man die Pyramiden meist für sich alleine geniessen kann.


17. April 2026 / Bulgarien / Kloster Rila / Fresken im Eingangsbereich
Die farbenfrohen Fresken im Innern der mächtigen Klosterkirche sollen über 1200 biblische Szenen darstellen. Fotografieren ist im Innern des Klosters aus verständlichen Gründen verboten. Ich habe daher eine Reihe von Fresken im äusseren Eingangsbereich abgelichtet. Wenn man sich diese zu Gemüte führt, kann man sich in etwa ausmalen, wie prächtig es im Innern aussieht.


17. April 2026 / Bulgarien / Rila / Kloster Rila
Kloster Rila ist eine Wucht. Ich habe bereits einige tolle Klöster gesehen. Keines zuvor hat mich aber dermassen beeindruckt wie Kloster Rila, das ich heute Nachmittag besucht habe. Rila ist das bedeutendste und grösste orthodoxe Kloster Bulgariens. Es liegt malerisch auf gut 1100 Meter Höhe inmitten von Bergen, die zum Teil immer noch schneebedeckt sind. Selbstverständlich gehört das Kloster, das im 10. Jahrhundert gegründet wurde, zum UNESCO-Weltkulturerbe, und das bereits seit 1983. Das Kloster mag in jeder Hinsicht zu überzeugen: Es liegt in einer prächtigen Gebirgslandschaft, die Gesamtanlage hat eindrückliche Dimensionen und ist bestens erhalten, und die Klosterkirche ist ein Meisterwerk der bulgarischen Wiedergeburtszeit mit überwältigenden, farbenfrohen Fresken. Ich war begeistert (und bin es immer noch).


17. April 2026 / Bulgarien / Sadanski / Sveti Vrach Park
Sadanski ist ein bedeutender bulgarischer Kurort, der rund 25’000 Einwohner zählt und circa 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia liegt. Sandanski ist bekannt für sein mediterranes Mikroklima mit sehr sauberer, allergiearmer Luft, was den Ort zu einem der besten Kurorte Europas für Bronchial-Asthma macht. Da bin ich doch als ehemaliger Asthmatiker am richtigen Ort gelandet. Der Stadtpark, der für seine üppige Vegetation bekannt ist, soll einer der schönsten des Landes sein. Nach bloss einem Tag Aufenthalt in Bulgarien bin ich natürlich noch nicht in der Lage, Vergleiche anzustellen. Ich kann aber bestätigen, dass der Park schön ist. Speziell gefreut hat mich, dass sich der Himmel endlich wieder einmal in der Farbe präsentierte, die ich am liebsten habe.


17. April 2026 / Bulgarien / Rozhen / Kloster Rozhen
Von Melnik aus sind es bloss neun Kilometer Strecke bis zum Kloster Rozhen. Rozhen ist das grösste Kloster im Pirin-Gebirge im Südwesten Bulgariens und es gilt als eines der besterhaltenen mittelalterlichen Klöster des Landes. Die Klosterkirche ist reich mit Fresken verziert. Eine tolle Anlage, die bei Weitem nicht so überlaufen ist wie Kloster Rila, das ich am späteren Nachmittag besucht habe. Zudem ist allein die Anfahrt, die durch alte Dörfer mit historischen Steinhäusern sowie durch Sandsteinpyramiden führt, ein Erlebnis.


17. April 2026 / Bulgarien / Melnik / Sandsteinpyramiden
Rund um Melnik, der kleinsten Stadt Bulgariens, trifft man auf ein fast geschlossenes Band von Sandsteinpyramiden. Die bizarren Formationen sind durch natürliche Erosion von Sand- und Lehmschichten an den Ausläufern des Pirin-Gebirges entstanden. Über Jahrtausende formten Wasser, Wind, Hitze und Kälte das Gestein zu bizarren, bis zu 100 Meter hohen Pyramiden- und Pilzformen. Selbst bei nicht so tollem Wetter sehen die Gesteinsformationen gut aus und lohnen den schweisstreibenden Aufstieg auf einen Aussichtspunkt hoch über Melnik.


17. April 2026 / Bulgarien / Melnik / Dorf aus der Höhe
Mit gut 200 Einwohnern ist Melnik, das im Südwesten des Landes am Fusse des Pirin-Gebirges liegt, eigentlich bloss ein kleines, bescheidenes Dorf. Melnik trägt aber den Titel „kleinste Stadt Bulgariens“. Dieser Status beruht auf der historischen Bedeutung des Ortes als einst wichtiges Handelszentrum. In Melnik trifft man auf viele historische Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Die Stadt ist aber auch bekannt für den Wein, der in der Gegend produziert wird, sowie für die Sandsteinpyramiden, die das Dorf umgeben. Alles in allem ist Melnik wirklich ein toller Ort, dessen Besuch sich in vielerlei Hinsicht lohnt.


16. April 2026 / Nordmazedonien / Smolari / Wasserfall Smolarski
Kurz vor der Grenze zu Bulgarien gibt es noch einen Wasserfall, dessen Besuch überall empfohlen wird. Mit einer Fallhöhe von vierzig Metern ist der Smolarski Wasserfall der höchste permanente Wasserfall in Nordmazedonien. Da in den Bergen noch viel Schnee liegt und die Temperaturen recht hoch sind, habe ich mit viel Wasser und spektakulären Bildern gerechnet. Was ich dann sah, war eher enttäuschend. Dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, liegt aber eventuell auch daran, dass ich als Schweizer in Sachen spektakuläre Wasserfälle etwas verwöhnt bin. Der Weg zum Fall ist aber schön und ich habe auch einige nette Menschen kennengelernt. In der Region gibt es recht viele Männer, die in der Schweiz oder in Deutschland gelebt und gearbeitet haben und die gerne einen Schwatz auf Deutsch abhalten. Die offenen und kontaktfreudigen Menschen, die ich in der kurzen Zeit hier im Südosten Mazedoniens angetroffen habe, gehören mit zum Schönsten, was ich in der letzten Zeit erlebt habe.