
Reiseroute Türkei und Kaukasus 2026




19. März 2026 / Türkei / Ayvalik / Zugang zur Marina
Nach fast sechs Wochen in der Türkei und einem neuntägigen Abstecher nach Georgien und Armenien sind wir heute nach Griechenland zurückgekehrt. Wir haben in Westasien eine enorm spannende Zeit verbracht, sehr viel Interessantes gesehen und erlebt, und wir durften etwas tiefer in eine fremde Kultur eintauchen. Das Reisen per Camper funktionierte sehr gut. Wir fanden fast überall gute Übernachtungsplätze und hatten keine Probleme mit Ver- und Entsorgen. Wir fühlten uns überall sehr sicher und hatten weder mit der Polizei noch mit den Einheimischen irgendein Problem. Das Fahren in den Städten war teilweise etwas stressig, auf dem Land dagegen entspannt. Wettermässig haben wir vom tiefen Winter (minus 13 Grad Celsius in Kars und sehr viel Schnee in Ostanatolien) bis zum schönsten Frühling alles erlebt. Speziell toll waren die vielen Begegnungen mit tollen Menschen. Die Gastfreundschaft, die wir speziell in der Türkei erleben durften, war umwerfend. Wir sind begeistert und freuen uns auf eine Rückkehr. Nicht heute, nicht morgen, aber hoffentlich schon in ein paar wenigen Jahren.


19. März 2026 / Türkei / Kilitbahir / Burg
Die Burg von Kilitbahir ist die letzte Sehenswürdigkeit, der wir auf türkischem Boden einen Besuch abgestattet haben. Die Burg ist eine historisch bedeutende osmanische Festung am westlichen Ufer der Dardanellen, direkt gegenüber von Canakkale. Die im 15. Jahrhundert erbaute Anlage hat gewaltige Dimensionen. Für uns stellt sie einen würdigen Abschluss unseres spannenden Besuchsprogramms in der Türkei und in Teilen des Kaukasus dar.


19. März 2026 / Türkei / Canakkale / Fähre nach Eceabat
Wir haben in Canakkale übernachtet. Canakkale ist eine historisch bedeutende Hafenstadt im Nordwesten der Türkei. Die Stadt war Schauplatz des legendären Trojanischen Krieges und spielte auch im Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle. Canakkale liegt auf der asiatischen Seite der Dardanellen, die zusammen mit dem Marmarameer und dem Bosporus das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer verbinden. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durchs Stadtzentrum haben wir per Fähre nach Europa übersetzt. Nach knapp sechs Wochen Aufenthalt in der Türkei sowie neun Tagen in Georgien und Armenien hat damit Hopos erster Abstecher nach Asien ein Ende gefunden.


18. März 2026 / Türkei / Troja / Trojanisches Pferd
Die antike Stätte Troja, die wir am Nachmittag besucht haben, gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten archäologischen Sehenswürdigkeiten in der Türkei. Die UNESCO-Weltkulturerbestätte nahe Canakkale zieht jährlich hunderttausende Besucher an, die die Ruinen und das berühmte Trojanische Pferd besichtigen. Troja wurde über Jahrtausende mehrfach neu aufgebaut. Für Laien ist es recht schwierig, die komplexen Geschichten zu verstehen, die hinter den verschiedenen Mauerschichten stecken. Für uns war der Besuch von Troja dann auch eher enttäuschend. Wir durften in den vergangenen Wochen etliche Anlagen besuchen, die einen weniger gut klingenden Namen haben, die für uns aber ungleich eindrücklicher waren. Gleichwohl ist es gut, dass wir Troja einmal gesehen haben. Hierhin zurückkommen werden wir aber kaum noch einmal.


18. März 2026 / Türkei / Ayvalik / Altstadthaus
Der heutige Tag brachte uns eine positive Überraschung und eine Enttäuschung. Die positive Überraschung war die Stadt Ayvalik, die südlich der Dardanellen direkt gegenüber der griechischen Insel Lesbos liegt. Ayvalik ist eine charmante, lebendige Hafenstadt. Die historische Altstadt ist geprägt durch gut erhaltene griechisch-osmanische Häuser aus der Zeit vor dem Bevölkerungsaustausch von 1923. Viele dieser Gebäude dienen heute als Boutique-Hotels oder Cafés. Leider waren wir für den wöchentlichen Hauptmarkt, der ein grosses Ereignis sein soll, einen Tag zu früh. Trotzdem war viel los in der Stadt. Zu Mittag gab’s dann noch ein feines Iskender Kebap, das aus dünn geschnittenem Fleisch, gewürfelten Stücken von geröstetem Pide-Brot, einer warmen Tomatensauce und heiss geschmolzener Butter besteht. Lecker. In den sechs Wochen Türkei haben wir gelernt, dass es ganz unterschiedliche Sorten von Kebab gibt, die nicht allzu viel mit dem zu tun haben, was in der Schweiz unter diesem Namen verkauft wird.


17. März 2026 / Türkei / Pergamon / Akropolis
Mit der Seilbahn hoch zur antiken Ruinenstadt: Genau das kann man in Pergamon erleben. Die ehemalige hellenistische Metropole mit ihrer bekannten Akropolis und einem grossen Theater liegt auf einem 335 Meter hohen Plateau. Man kann die antike Stätte über ein schmales Strässchen erreichen. Da es oben nur wenige Parkplätze gibt (die waren heute in der Vorsaison bereits fast alle belegt), bleibt als Alternative ein anstrengender Fussmarsch oder seit 2010 die Fahrt mit einer Seilbahn mitten ins Zentrum des Geschehens. Die Überreste der antiken Stadt sind sehenswert. Und das, obwohl im vorletzten Jahrhundert erhebliche Teile eines Tempels abtransportiert wurden. Der antike Pergamonaltar und zahlreiche Architekturteile wurden zwischen 1878 und 1886 nach Berlin umgesiedelt und dort im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel neu aufgebaut. Schön für die Berliner, weniger schön für die Türkei.


17. März 2026 / Türkei / Candarli / Hafen und Burg
Foça haben wir mit einem breiten Grinsen verlassen. Das schöne Hafenstädtchen hat uns ausgezeichnet gefallen. Mit Candarli haben wir ein anderes Fischerdorf angesteuert, das Foça zwar nicht toppen kann, das aber auch toll aussieht. Candarli gilt als sehr schöner, kleiner und feiner Ferienort, der gut für Familien geeignet ist. Der Ort bietet eine entspannte Atmosphäre mit weiten Sandstränden. Im Hafen dominieren kleinere Jachten und Sportboote, wobei es auch eine Ecke mit Fischerbooten gibt. Dominiert wird die Uferpromenade von der beeindruckenden byzantinischen Burg, die sehr gut erhalten ist (beziehungsweise die umfassend renoviert wurde). Candarli wirkt authentisch türkisch und hat uns gut gefallen.


16. März 2026 / Türkei / Foça / Türkische Gastfreundschaft
Die Gastfreundschaft der Türken ist unglaublich. Wir haben uns wieder einmal ein sehr schönes Plätzchen in Küstennähe zum Übernachten ausgesucht. Ein wenig später traf in der Nähe eine vierköpfige türkische Familie ein, die sich mit Tisch und Stühlen einrichtete und den Grill anwarf. Wir sahen ihrem Picknick aus einiger Distanz leicht belustigt zu. Plötzlich kam der Familienvater vorbei und brachte uns zwei Lammkoteletts mit Fladenbrot. Eine halbe Stunde später wurden wir mit Pouletflügeli und einer anderen Sorte Fladenbrot beschenkt. Unglaublich. In Sachen Gastfreundschaft übertrifft die Türkei alles, was wir bisher erlebt haben. Bloss in den grossen Touristenzentren wie Istanbul und Antalya wird man in erster Linie als Einnahmequelle betrachtet. Im Rest der Türkei ist man als Reisender eher ein Erlebnis. Auch wenn es mit der Verständigung vielfach hapert, sind die Leute extrem freundlich und herzlich. Herzlichen Dank, liebe Türken, ihr seid sensationell.