Tolle Landschaften

9. Februar 2026 / Türkei / Susehri / Landschaft

Am späteren Nachmittag sind wir doch noch unter die Schneegrenze abgetaucht. Endlich bekamen wir zu sehen, wie die Landschaft hier aussieht, wenn sie sich nicht gerade unter einer Schneedecke versteckt. Und was wir sahen, hat uns gut gefallen. Insbesondere südlich von Susehri trifft man auf eine Hügellandschaft, die stark erodiert ist und immer wieder ändernde Farbtöne aufweist. Wie toll muss das hier aussehen, wenn die Sonne einmal richtig scheint?

Auf dem Dach unserer Reise

9. Februar 2026 / Türkei / Geminbeli Pass / Passtafel


Zwischen Zara und Susehri haben wir den Geminbeli Pass überquert, der 2010 Meter hoch ist. Wir wissen nicht, wo wir noch überall durchfahren, nehmen aber an, dass dies der höchste Punkt unserer Tour war. Auf der Passhöhe liegt mindestens ein Meter Schnee. Die Passsignalisation auf der einen Strassenseite war fast vollständig eingeschneit, jene auf der anderen Seite fast bis zur Unterkante. Die Strasse war zum Glück gut gesäubert und problemlos zu befahren. Für die kommende Nacht werden jedoch Schneefälle vorausgesagt. Diese möchten wir nicht miterleben. Wir haben uns daher beeilt, um vor dem Eindunkeln noch ein ordentliches Stück Strecke Richtung Schwarzmeerküste zurückzulegen.

Sivas

9. Februar 2026 / Türkei / Sivas / Tarihi Kale Moschee

In Sivas haben wir endlich wieder einmal ein Stück blauen Himmel und etwas Sonne gefunden. Die Aufhellung war nicht von langer Dauer. Was das Wetter anbelangt, sind wir mittlerweile aber mit wenig zufrieden und haben das „Zwischenhoch“ genossen. Die Stadt Sivas liegt auf fast 1300 Metern Höhe und weist einige spannende historische Bauwerke auf. Gut gefallen haben uns auch die Markthalle und die vielen Restaurants mit einheimischen Speisen. Sivas ist wieder eine Stadt, die es wert wäre, länger zu bleiben. Da wir aber nicht riskieren wollen, hier oben eingeschneit zu werden, haben wir uns nach einer gut zweistündigen Tour auf die Weiterfahrt gemacht. Die Schwarzmeerküste ruft.

Schnee in Zentralanatolien

9. Februar 2026 / Türkei / Kizilköy / Schneelandschaft

Ab etwa 1200 Metern Höhe liegt zurzeit in Zentralanatolien Schnee. Und wir sind heute meistens oberhalb dieser Grenze gefahren, weshalb wir überwiegend schneebedeckte Landschaften zu sehen bekamen. Die Strassen, die wir befuhren, waren aber zum Glück alle sauber geräumt, so dass es keine Probleme gab. Die abgebildete Strasse ist eine kleine, unbedeutende Nebenstrasse und daher für türkische Verhältnisse recht eng. Sonst fährt man meistens auf gut ausgebauten Strassen mit zwei Spuren pro Fahrrichtung. In grösseren Ortschaften kommt häufig noch eine dritte Spur dazu, die zum Abzweigen und Einspuren gedacht ist, oft aber auch als Parkplatz dient. Dank dieser grosszügigen Strassen kommt man gut voran. Das ist auch wichtig, denn die Türkei ist riesig (fast zwanzigmal so gross wie die Schweiz) und die zurückzulegenden Distanzen entsprechend gross.

Tokat

9. Februar 2026 / Türkei / Tokat / Burg vom Tashan aus

Gestartet sind wir heute Morgen in Tokat, einer Stadt mit 160’000 Einwohnern, die für ihre 6000-jährige Geschichte bekannt ist. In der Stadt gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Auf dem Foto sind gleich drei davon zu sehen. Auf dem Hügel ist die Burg von Tokat zu erkennen, deren älteste Spuren ins fünfte Jahrhundert zurückgehen. Weiter unten sieht man einen kleinen Teil der Altstadt, die geprägt ist von traditionellen Häusern aus der osmanischen Epoche. Am unteren Bildrand sieht man den Innenhof des Tashan, einer der grössten und bedeutendsten historischen Karawansereien Anatoliens. Die ehemalige Herberge, die Karawanen, Pilgern und Händlern als sichere Unterkunft diente, wurde um 1630 erbaut. Heute dient das Gebäude als Einkaufszentrum für regionale Spezialitäten, Textilien und Handwerkskunst.

Häuser am Fluss Yesilirmak

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Häuser am Fluss Yesilirmak

Ein weiteres Highlight sind in Amasya die traditionellen osmanischen Wohnhäuser, die direkt am Ufer des Yesilirmak errichtet wurden. Die Häuserreihe am Fluss sieht so gut aus, dass sogar der alte Osman (es soll sich um einen Prinzen aus dem 15. Jahrhundert handeln) ein Selfie schiessen muss.

Königsfelsengräber

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Königsfelsengräber

Eine der Hauptattraktionen von Amasya sind die Felsengräber der pontischen Könige, die hoch über der Stadt in die steilen Felswände gehauen wurden. Die fünf Grabmäler sind zwischen acht und fünfzehn Meter hoch. Sie wurden im dritten und zweiten Jahrhundert vor Christus erschaffen. Die Grabkammern sind heute leer. Der Aufstieg zu ihnen lohnt sich trotzdem, hat man doch von hier oben einen wunderbaren Blick über die Stadt und die herrliche Landschaft.

Amasya

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Aussicht von den Königsfelsengräbern

Amasya zählt knapp 100’000 Einwohner und ist sehr schön am Fluss
Yesilimak gelegen, der hier ein enges Tal bildet. Die Stadt hat etliche Sehenswürdigkeiten aufzuweisen und gilt als Geheimtipp abseits der Touristenpfade, die Kultur und Natur verbindet. Viele bezeichnen Amasya als die schönste Stadt Zentralanatoliens und als eine der schönsten und charmantesten der ganzen Türkei. Wir kennen das Land noch zu wenig, um das bestätigen zu können. Sicher ist aber: Amasya ist superschön. Wären die Wetterprognosen besser, wären wir wohl gleich längere Zeit hiergeblieben.

Wunderschöne Tropfsteinformationen

7. Februar 2026 / Türkei / Ballica / Tropfsteine

Die Ballica-Höhle zählt zu den beeindruckendsten Naturwundern der Türkei. Sie ist bekannt für ihre faszinierenden Stalaktiten, Stalagmiten und seltenen geologischen Formationen, die sie zu einer der schönsten Höhlen des Landes machen. Die Tropfsteinformationen, die man hier zu sehen bekommt, sind wirklich eindrücklich. Ein Besuch lohnt sich alleweil (auch bei schönem Wetter).