Sveti Jovan Kaneo

29. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Ohrid / Sveti Jovan Kaneo

Schon wieder eine Kirche? Ja! Und dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens gibt es rund um den Ohridsee eine Vielzahl prächtiger Kirchen, die dankbare Fotosujets abgeben. Gemäss einer Legende sollen es gesamthaft 365 Kirchen sein, eine für jeden Tag des Jahres. Zweitens ist die Sveti Jovan Kaneo speziell fotogen, weil sie spektakulär gelegen ist. Sie thront auf einem Felsvorsprung direkt über dem See und ist sowohl vom Land als auch vom Schiff aus gut einzusehen. Und drittens ist sie das Hauptwahrzeichen der ganzen Region und kann daher schlicht nicht übergangen werden.

Ohridsee

29. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Ohrid / Ohridsee mit Sveti Jovan Kaneo

Eines der touristischen Highlights von Nordmazedonien ist der Ohridsee, der im Südwesten des Landes an der Grenze zu Albanien liegt. Zwei Drittel des Sees gehören zu Nordmazedonien, ein Drittel zu Albanien. Mit einer Tiefe von knapp 300 Metern ist der Ohridsee der tiefste See im ganzen Balkan und einer der tiefsten in Europa. Die Stadt Ohrid und der See gehören bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wasser des Sees ist extrem klar, da es in dessen Einzugsgebiet kaum Industrie gibt. Bei Ohrid führt ein herrlicher Weg dem See entlang, der zum Teil auch über Holzstege führt. Insgesamt eine Super-Gegend, die mich dazu veranlasst hat, den eigentlich für heute geplanten Grenzübertritt nach Albanien noch um einen Tag aufzuschieben.

Neue St. Nikolaus-Kirche

28. September 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Neue St. Nikolaus-Kirche

Heute habe ich es definitiv mit den Gotteshäusern. Es folgt bereits der dritte Tagesbericht zu einer Moschee oder einer Kirche. Weil die alte St. Nikolaus-Kirche durch den Bau des Staudamms im Mavrovosee verschwand (zumindest im Sommerhalbjahr ist das so), musste eine neue Kirche gebaut werden. Schliesslich kann nicht jede Kirche umplatziert werden, wie das bei jener von Kiruna der Fall war. Die neue St. Nikolaus-Kirche steht fünfhundert Meter von der alten entfernt auf einer kleinen Anhöhe. Erbaut wurde die neue Kirche im regionalen mazedonischen Stil, wobei man auch Steine der versunkenen, alten Kirche verwendet hat. Vergleicht man alt mit neu, bin ich der Meinung, dass die Gemeinde mit dem Fluten der alten Kirche zumindest ästhetisch gewonnen hat.

Alte St. Nikolaus-Kirche

28. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Alte St. Nikolaus-Kirche


Das Dorf Mavrovo ist in den 1950er Jahren durch den Bau eines künstlichen Stausees (Mavrovosee) und eines Wasserkraftwerks überflutet worden. Im See verschwunden ist dabei auch die alte St. Nikolaus-Kirche. Unter Wasser ist sie zumindest dann, wenn der Stausee voll ist. Im Winterhalbjahr sinkt der Seepegel aber stark ab (Senkung um bis zu fünfzehn Meter), so dass man dann die Kirche wieder trockenen Fusses betreten kann. Am schönsten dürfte die Kirche im Frühling aussehen, wenn mit der Schneeschmelze der Seepegel wieder steigt und die Kirche erneut „absäuft“. Auch wenn es hier sehr schön ist und es viele tolle Bergwanderungen geben soll, kann und will ich nicht so lange zuwarten.

Bunte Moschee

28. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Tetovo / Bunte Moschee

Mit rund 90’000 Einwohnern ist Tetovo die drittgrösste Stadt in Nordmazedonien. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Bunte Moschee. Diese ist berühmt für ihre leuchtenden, farbenprächtigen Malereien im Innern und aussen. Sie gilt als ein Meisterwerk osmanischer Architektur. Neben der Bunten Moschee kann auch noch ein historisches Derwisch-Kloster besucht werden. Das war es dann schon mit den Sehenswürdigkeiten in Tetovo. Für mich kein Problem. Einerseits lag Tetovo auf meinem Weg und ein Zwischenhalt tut immer gut. Andererseits ist es immer auch interessant, zu sehen, wie eine Stadt tickt, die nicht zu den touristischen Highlights eines Landes zählt.

Vrelo-Höhle im Matka-Canyon

27. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Matka-Schlucht / Vrelo-Höhle

Am Nachmittag war ich im Matka-Canyon, einer der Hauptsehenswürdigkeiten Mazedoniens. Der Fluss Matka wird am Ausgang einer engen Schlucht gestaut und bildet dann den smaragdgrünen Matka-See, der rund sieben Kilometer lang ist. Mit kleinen Booten kann man gut drei Kilometer des Sees befahren und dann die Vrelo-Höhle besuchen. Die Höhle ist wegen ihrer tiefen Unterwasserwelt bekannt. Für gewöhnliche Besucher ist nur ein kleiner Teil erschlossen. Allein dieser Teil ist aber mit seinem See und den vielen Stalaktiten und Stalagmiten eindrücklich. Überraschend war für mich, wie viele Besucher es heute hatte. Sicher alle fünf bis zehn Minuten stach ein neues Boot in den See. Solch eine Massenabfertigung bin ich mir wirklich nicht mehr gewohnt.

Stadt der Skulpturen

27. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Skopje / Skulpturen nordöstlich der Steinbrücke

Wer Denkmäler und Skulpturen mag, kommt in Skopje voll auf seine Rechnung. In der ganzen Stadt soll es über 300 geben. 136 von ihnen sind allein durch das Stadtentwicklungsprojekt „Skopje 2014“ binnen acht Jahren entstanden. Und viele dieser Skulpturen sind monumental. Die grösste ist der „Krieger zu Pferd“, offiziell bekannt als Alexander der Grosse, die zusammen mit dem zehn Meter hohen Sockel eine Gesamthöhe von 24,5 Metern erreicht und das Stadtzentrum dominiert. Da wirken die abgebildeten Skulpturen, die sich auf der anderen Flussseite befinden, fast schon bescheiden.

Nationalphilharmonie

27. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Skopje / Nationalphilharmonie

Skopje gefällt mir ausgesprochen gut. Ich habe nicht erwartet, dass die nordmazedonische Hauptstadt so schön ist. Es gibt eine Vielzahl von interessanten Gebäuden und Objekten zu bestaunen. Toll finde ich auch den abwechslungsreichen Mix. Da ist einmal der geschäftige Basar mit hunderten von kleineren Geschäften, der sehr orientalisch wirkt. Dann gibt es viele historische Gebäude. Diese wechseln sich immer wieder ab mit moderneren Gebäuden wie etwa der abgebildeten Nationalphilharmonie. Und all das findet man relativ kompakt auf einer nicht allzu grossen Zentrumsfläche, so dass man die Stadt gut erlaufen kann. Ich bin begeistert.

Gleicher Herr, anderer Hintergrund

27. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Skopje / Justinian I und Mazedonisches Nationaltheater

Als ich mich heute Morgen nochmals auf den Weg ins Zentrum von Skopje machte, sass er doch tatsächlich noch am gleichen Platz wie gestern, als ich ihn bereits einmal ablichtete, der Kaiser Justinian I. Der Himmel sieht aber irgendwie anders aus als am Vortag. Gut so. Nach vier Tagen im Nebel tut es richtig gut, wieder ausgiebig Sonne tanken zu können. Zurück zu Kaiser Justinian I. Dieser war ein mächtiger oströmischer Kaiser, der in der Nähe von Skopje geboren wurde und für die Kodifizierung des römischen Rechts bekannt ist. Er regierte von 527 bis 565, reorganisierte die Verwaltung und gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Spätantike. Wer so viel getan hat, verdient es, zweimal in unserem Blog abgebildet zu werden.