Neue St. Nikolaus-Kirche

28. September 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Neue St. Nikolaus-Kirche

Heute habe ich es definitiv mit den Gotteshäusern. Es folgt bereits der dritte Tagesbericht zu einer Moschee oder einer Kirche. Weil die alte St. Nikolaus-Kirche durch den Bau des Staudamms im Mavrovosee verschwand (zumindest im Sommerhalbjahr ist das so), musste eine neue Kirche gebaut werden. Schliesslich kann nicht jede Kirche umplatziert werden, wie das bei jener von Kiruna der Fall war. Die neue St. Nikolaus-Kirche steht fünfhundert Meter von der alten entfernt auf einer kleinen Anhöhe. Erbaut wurde die neue Kirche im regionalen mazedonischen Stil, wobei man auch Steine der versunkenen, alten Kirche verwendet hat. Vergleicht man alt mit neu, bin ich der Meinung, dass die Gemeinde mit dem Fluten der alten Kirche zumindest ästhetisch gewonnen hat.

Alte St. Nikolaus-Kirche

28. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Alte St. Nikolaus-Kirche


Das Dorf Mavrovo ist in den 1950er Jahren durch den Bau eines künstlichen Stausees (Mavrovosee) und eines Wasserkraftwerks überflutet worden. Im See verschwunden ist dabei auch die alte St. Nikolaus-Kirche. Unter Wasser ist sie zumindest dann, wenn der Stausee voll ist. Im Winterhalbjahr sinkt der Seepegel aber stark ab (Senkung um bis zu fünfzehn Meter), so dass man dann die Kirche wieder trockenen Fusses betreten kann. Am schönsten dürfte die Kirche im Frühling aussehen, wenn mit der Schneeschmelze der Seepegel wieder steigt und die Kirche erneut „absäuft“. Auch wenn es hier sehr schön ist und es viele tolle Bergwanderungen geben soll, kann und will ich nicht so lange zuwarten.