Schlagwort: Montenegro
Auf Wiedersehen Montenegro


23. Dezember 2025 / Montenegro / Gornja Grabovica / Berge
Nach sieben Tagen Aufenthalt habe ich heute Morgen Montenegro verlassen. Das Land hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaft hier ist phänomenal. Dem Meer entlang gibt es auch etliche schöne Küstenstädtchen wie etwa Perast, Kotor, Budva oder Ulcinj. Sehr schön ist es auch am Skutarisee. Die Bevölkerung habe ich als eher zurückhaltend erlebt. Wenn man etwas fragte, waren aber alle sehr hilfsbereit. Ich habe mich hier jederzeit und überall sicher gefühlt. Als Tourist steht es mir nicht zu, ein besuchtes Land zu kritisieren. Was mir aber am wenigsten gefallen hat, ist der Müll, der hier überall herumliegt. Das scheint im Balkan aber generell ein Problem zu sein. In Kroatien hat es begonnen und seither wird es von Land zu Land schlimmer. Darüber muss man hinwegsehen können. Für mich steht fest: Ich komme wieder nach Montenegro (vermutlich zu einer anderen Jahreszeit) und werde mir dann mehr Zeit nehmen, um das Land noch besser kennenzulernen.
Abtauchen ins Nebelmeer


22. Dezember 2025 / Montenegro / Trsnjevik-Pass / Nebelmeer auf der Ostseite
Für meine Verhältnisse bin ich heute relativ weit gefahren. Ich will verhindern, dass ich nochmals in den Schnee komme. Für Mittwoch sind Niederschläge vorhergesagt. Und der Pass, der hier von Montenegro nach Kosovo hinüberführt, ist 1795 Meter hoch. Ich will ihn daher unbedingt morgen befahren, damit ich nicht nochmals das Gleiche erlebe wie heute Morgen. Mehrheitlich durfte ich bei herrlichem Sonnenschein durch prächtige Landschaften fahren. Vom Trsnjevik-Pass blickte ich dann plötzlich auf ein Nebelmeer hinunter. Das sah wirklich toll aus. Gleichzeitig war mir aber auch klar, dass es das mit dem Sonnenschein für heute wohl gewesen ist. Und tatsächlich habe ich dann die verbleibende Reststrecke mehrheitlich im Nebel zurückgelegt. Allzu tragisch war es nicht. Die Sonne geht hier im Flachen eh kurz nach vier Uhr unter. In den Bergen noch deutlich früher.
Kloster Moraca


22. Dezember 2025 / Montenegro / Moraca / Kloster
Kloster Moraca ist eine der wichtigsten religiösen und historischen Stätten Montenegros. Das Kloster ist in einer schönen Landschaft eingebettet, wirkt aber von aussen nicht wahnsinnig spektakulär. Im Innern ist die Klosterkirche jedoch voll gespickt mit wertvollen mittelalterlichen Fresken. Ein eindrücklicher Zwischenhalt, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Friedhofskapelle


22. Dezember 2025 / Montenegro / Javorje / Friedhofskapelle
Die Landschaft im Nordwesten Montenegros ist grandios. Aber auch am Strassenrand gibt es immer wieder Schönes zu entdecken. So etwa die Kapelle neben einem Kleinstfriedhof am Rande eines unbedeutenden Weilers.
Ende der Fahnenstange


22. Dezember 2025 / Montenegro / Sedlo-Pass / Passstrasse auf Ostseite
Ich bin nicht allzu leicht aus der Ruhe zu bringen. Irgendwie beschlich mich aber doch ein ungutes Gefühl. Und je weiter ich den Pass hochfuhr und je höher die Schneewälle an den Strassenrändern wurden, um so mulmiger wurde es mir. Und siehe da: Knapp drei Kilometer unterhalb der Passhöhe endete die freigemachte Fahrspur. Es gab kein Weiterkommen. Und ein Wenden auch nicht. So kam ich in den Genuss einer Gratis-Nachhilfestunde im Rückwärtsfahren. Bis zum ersten möglichen Wendepunkt durfte ich über zwei Kilometer lang im Rückwärtsgang den Pass hinunterfahren. Jetzt war mir plötzlich klar, warum am gestrigen Abend und in der Nacht keine Fahrzeuge an meinem Übernachtungsplatz vorbeigefahren sind.
Nach dem Wenden war auch klar, dass der Durmitor-Ring für dieses Jahr erledigt ist. Schade. Das kurze Stück, das ich gesehen habe, war aber extrem schön. Ich werde wiederkommen. Aber nicht mehr im Winter.
Sedlo-Pass


22. Dezember 2025 / Montenegro / Sedlo-Pass / Passstrasse auf Ostseite
Zu Beginn des Durmitor-Rings geht es auf den 1907 Meter hohen Sedlo-Pass. Bei der Einfahrt in den Pass war die Strasse schön trocken und problemlos zu befahren. Dann hatte es auf einmal an schattigen Stellen etwas Schnee und Eis in der Mitte der Fahrspur. Aber alles kein Problem. Etwas weiter kamen dann plötzlich kleine Schneewälle auf beiden Fahrspurseiten. Und diese Wälle wurden von Kurve zu Kurve etwas höher. Wenden war nicht mehr möglich, da die Strasse zu schmal war und es keine Ausweichstellen mehr gab. Rückwärtsfahren ging meiner Einschätzung nach auch nicht, da ja ein Fahrzeug hätte folgen können. Also nichts wie durch und hoffen, dass es keinen Gegenverkehr gibt und dass doch irgendwann eine Ausweichstelle oder ein Wendeplatz kommt.
Durmitor-Ring


22. Dezember 2025 / Montenegro / Sedlo-Pass / Berge auf der Ostseite
Der Durmitor-Nationalpark liegt im Nordwesten Montenegros. Es gibt eine rund achtzig Kilometer lange Panoramastrasse (den Durmitor-Ring), die durch den Nationalpark führt. Gemäss allen Berichten, die ich gelesen habe, muss die Landschaft hier speziell schön sein. Die Panoramastrecke liegt nicht direkt an meinem Weg. Ich habe mir aber vorgenommen, dass ich bei schönem Wetter den Umweg in Kauf nehme. Und das Wetter heute war nicht nur schön, sondern prächtig. Also nichts los und ab auf den Durmitor-Ring.
Morgenstimmung am Sedlo-Pass


22. Dezember 2025 / Montenegro / Sedlo-Pass / Morgenstimmung
Es war eine kalte Nacht am Fusse des Sedlo-Passes auf knapp 1600 Meter Höhe. Aber Hopo verfügt zum Glück über eine gute Heizung, so dass es im Bett wohlig warm war. Und es war ausgesprochen ruhig. Ich habe direkt am Rande der Passstrasse übernachtet und nie ein Auto gehört. Warum dem so war, habe ich dann heute Morgen erfahren. Kaum war ich aufgestanden, kam ich in den Genuss einer herrlichen Morgenstimmung. Das war genau der richtige Start in einen sehr erlebnisreichen Tag, von dem es hundert kleine Geschichten zu erzählen gäbe.
Kloster Ostrog


21. Dezember 2025 / Montenegro / Ostrog / Kloster
Das serbisch-orthodoxe Kloster Ostrog liegt gut dreissig Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Podgorica. Es ist eine der heiligsten Stätten des ganzen Balkans. Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert unter einer hoch aufragenden Felswand in eine Felsnische hineingebaut und gilt als architektonisches Wunder. Die Klosterkirche ist auch eine wichtige Pilgerstätte für Gläubige aus vielen Religionen, da hier die Reliquien des Heiligen Basilius von Ostrog aufbewahrt werden. Das Kloster war dann heute auch recht gut besucht (den Autonummern zufolge praktisch ausschliesslich von Montenegrinern).