Trebinje

16. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Trebinje / Sultan Ahmedova Moschee

Von Dubrovnik aus bin ich noch ein drittes Mal nach Bosnien und Herzegowina eingereist. Ich wollte mir noch Trebinje anschauen. Die Stadt im äussersten Südosten der Republik besitzt eine schöne Altstadt, die es wert ist, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen. Und ich wollte auch noch meine restlichen Konvertible Mark (hiesige Währung) unter die Leute bringen; nochmals günstig tanken und den Rest des Geldes in Wein, Bier und Lebensmittel umwandeln (wobei ich über das reichhaltige Angebot im hiesigen Supermarkt sehr erstaunt war). Danach habe ich Bosnien und Herzegowina definitiv verlassen. Das Land hat mir gut gefallen. Die Landschaft ist eindrücklich und es gibt etliche Städte, deren Besuch sich wirklich lohnt. Ich bin mir fast sicher, dass ich irgend einmal wiederkomme.

Pocitelj

14. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Pocitelj / Burg und Sisman Ibrahim Pasa Moschee

Es geht wieder Richtung Meer. Auf dem Weg dorthin habe ich im kleinen Dorf Pocitelj einen Zwischenhalt eingelegt. Pocitelj ist ein mittelalterliches, osmanisches Dorf, das wegen seiner speziellen Architektur bekannt ist. Hoch über dem Dorf ragt eine Burgruine. Daneben gibt es einige gut erhaltene osmanische Gebäude wie die Sisman Ibrahim Pasa Moschee, ein Hammam und ein Han (Gasthaus). Pocitelj liegt sehr schön am Fluss Neretva. Das Dorf steht auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, was seine Bedeutung unterstreicht. Ich staune immer wieder, was das wenig bekannte Bosnien und Herzegowina alles zu bieten hat.

Kloster Blagaj

14. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Blagaj / Kloster

Nur 14 Kilometer südöstlich von Mostar liegt Blagaj. Der Fluss Buna entspringt hier als Karstquelle und tritt aus einer tiefen Felshöhle heraus, über der sich eine mächtige, steil aufragende Felswand befindet. Genau dort wo der Fluss aus der Felswand hervorspringt, wurde bereits im 6. Jahrhundert ein erstes Kloster gegründet. Das heutige Kloster stammt aus dem 16. Jahrhundert (gegründet von einem türkischen Sultan). Ein magischer Ort, der mich beeindruckt hat.

Geheimtipp für Mostar

14. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Mostar / Stari Most

Bei meinem Bummel durch Mostar bin ich auf eine alte Steinbrücke gestossen, die praktisch nur die Einheimischen kennen. Ich war dann auch fast alleine dort. Quatsch! Die Stari Most (Alte Brücke) von Mostar kennt natürlich jeder und jede. Oder zumindest fast jeder und jede. Sie ist das wohl bekannteste Fotomotiv in Bosnien und Herzegowina und jeder, der nach Mostar kommt, geht zur alten Steinbrücke und überquert sie ein paar Mal. Die Brücke sieht sehr alt aus, ist es aber leider nicht. Die Stari Most wurde am 9. November 1993 während des Bosnienkriegs durch bosnische Kroaten zerstört. 2004 wurde die Brücke, die ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammt, wieder neu errichtet. Auch wenn die Stari Most nur ein Nachbau ist, sieht sie trotzdem genial aus. „Unsere“ Luzerner Kapellbrücke ist ja schliesslich auch nicht mehr im Originalzustand.

Mostar wie man es kennt

14. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Mostar / Altstadt nordöstlich der Stari Most

Mostar ist die Stadt, die in Bosnien und Herzegowina am meisten Touristen anzieht. Seit meiner Abreise Ende November hatte ich fast immer das Gefühl, mich ausschliesslich unter Einheimischen aufzuhalten. Das war heute definitiv anders. Mostar zieht pro Jahr rund eine Million Touristen an. Der Antrag war heute saisonal bedingt sicher unterdurchschnittlich, aber immer noch gross. Etliche Busse waren vor Ort, und auch asiatische Gruppen waren gut vertreten. Dass Mostar so viele Touristen anzieht, kommt nicht von ungefähr. Die Stadt ist wirklich sehr schön. Wenn dann noch so tolles Wetter wie heute hinzukommt, dann kann man ganz einfach nur glücklich sein.

Geschichtsträchtige Brücke

13. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Sarajevo / Lateinerbrücke

Die Lateinerbrücke in Sarajevo sieht unscheinbar aus. Die Brücke hat aber eine grosse historische Bedeutung. Von ihr aus wurde am 28. Juni 1914 der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von einem serbischen Nationalisten erschossen. Das Attentat von Sarajevo löste eine Kettenreaktion aus, die letztendlich zum Ersten Weltkrieg führte. Ich fand es eindrücklich, kurz an einem Ort zu verweilen, der einen so starken Einfluss auf die Weltgeschichte hatte.

Sarajevo

13. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Sarajevo / Rathaus

Nebel, Nebel, Nebel. Sarajevo war heute den ganzen Tag über im Nebel eingehüllt. Schade. Die Stadt hat mir aber gleichwohl gut gefallen. Es gibt keine wahnsinnig spektakulären Bauten. Dafür einen spannenden Mix aus verschiedenen Elementen und einem stark orientalischen Einschlag. Der bosnische Kaffee, das Essen, die basarähnlichen Gassen in der Altstadt und die vielen Moscheen haben mich allesamt an die Türkei erinnert. Es gibt aber auch eine ordentliche Kathedrale, serbisch-orthodoxe Kirchen und viele moderne Gebäude ausserhalb der Altstadt. Für einen Städtetrip bietet Sarajevo wohl zu wenig. Wenn man aber einmal in der Gegend ist, sollte man der Stadt unbedingt einen Besuch abstatten. Es lohnt sich.

Alte Brücke von Konjic

12. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Konjic / Stari Most

Ich habe mich bis auf sechzig Kilometer an Sarajevo angenähert. Übernachten werde ich in Konjic, einer Stadt mit 26’000 Einwohner, die sehr schön am Zusammenfluss zweier Flüsse liegt und von einer tollen Bergkulisse umgeben ist. Bekannt ist Konjic für seine alte Steinbrücke, die 1682 von den Osmanen erbaut wurde. Die hiesige Stari Most ist für mich schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf die noch bekanntere Steinbrücke in Mostar, die ich übermorgen besichtigen möchte.

Nekropole Dugo Polje

12. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Blidinje / Nekropole Dugo Polje

Nicht weit vom Blidinje-See entfernt trifft man mitten auf einem Feld auf eine Vielzahl mittelalterlicher Grabsteine. Insgesamt gehören über 150 zum Teil kunstvoll verzierte Stecci (Grabsteine) zur Nekropole Dugo Polje. Die Nekropole gehört zusammen mit anderen Grabquartieren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Speziell fand ich, dass die Nekropole frei zugänglich ist. Man parkt neben der Strasse und kann dann tun und lassen, was man will. Weit und breit ist niemand, der einen Eintritt verlangen möchte oder der sich um Ruhe und Ordnung kümmert. Das wäre bei uns vermutlich anders geregelt.