San-Bernardino-Pass

11. September 2026 / Schweiz / San Bernardino / Laghetto Moesola mit Ospizio

Ziel unserer heutigen Wanderung war der San-Bernardino-Pass auf 2066 Metern Höhe. Der Aufstieg war überraschend einfach zu bewältigen. Der Weg steigt nie richtig steil an. Oft wandert man über Matten und es sind nur wenige Hindernisse zu überwinden. Dafür blies von Norden her ein steifer, kühler Wind und die Wolken wurden dichter und dichter. Auf die sonst übliche Rast auf dem höchsten Punkt einer Wanderung wurde daher verzichtet. Rasch ein paar Erinnerungsfotos schiessen und dann zügig den Abstieg in Angriff nehmen, in der Hoffnung, dass es Richtung Dorf wieder wärmer wird.

Lago d’Isola

11. September 2026 / Schweiz / San Bernardino / Lago d’Isola

Zu Beginn unserer heutigen Tour sind wir dem Lago d’Isola, einem Stausee, entlang gewandert. Spannend war, den Wolken zuzuschauen, die den Himmel variantenreich dekorierten. Für einmal sind wir recht vielen Menschen begegnet, die ebenfalls zu Fuss unterwegs waren. Diese betrachteten aber nicht den Himmel, sondern suchten mit ihren Blicken den Waldboden ab. Es ist Pilzsaison und die waldreiche Berglandschaft rund um San Bernardino soll ideale Bedingungen für beliebte Speisepilze wie Steinpilze oder Eierschwämme bieten.

San Bernardino Dorf

11. September 2026 / Schweiz / San Bernardino / Hauptstrasse beim Hotel Bellevue

Wirklich weit gekommen sind wir nicht. Von Mesocco Dorf haben wir es gestern Nachmittag und heute Morgen bis nach San Bernardino Dorf geschafft. Ganze achtzehn Kilometer haben wir zurückgelegt. Und weil das so anstrengend war, haben wir auf halber Strecke übernachtet. Wir sind damit immer noch in der gleichen Gemeinde (in Mesocco), aber neunhundert Meter weiter oben, was temperaturmässig einiges ausmacht. Es war frisch heute, oft windig, aber wieder trocken. San Bernardino Dorf zählt nur knapp zweihundert ständige Einwohner. Hinzu kommen einige Tausend Betten in Hotels und Zweitwohnungen. Und es wird fleissig weitergebaut. So idyllisch wie auf dem Foto sieht es daher nur an wenigen Stellen aus.

Mesocco

10. September 2026 / Schweiz / Mesocco / Chiesa parrocchiale dei Santi Pietro e Paolo

Die Treppe, die in Mesocco zur Chiesa parrocchiale dei Santi Pietro e Paolo hinaufführt, war der steilste Aufstieg, den wir heute zu bewältigen hatten. Wie so oft wurden wir für den Aufstieg mit einem tollen Ausblick belohnt. Mesocco zählt nur 1’400 Einwohner, ist mit einer Fläche von 165 Quadratkilometern aber deutlich grösser als etwa die Stadt Zürich (92 Quadratkilometer). Mesocco reicht vom historischen Kern (Mesocco Dorf auf 769 Metern Höhe) über Pian San Giacomo und das Dorf San Bernardino bis hinauf zum San-Bernardino-Pass auf 2066 Metern Höhe. Da es in der Höhe mittlerweile recht kühl geworden ist, übernachten wir im unteren Bereich von Mesocco. Einen Teil der höheren Gefilde wollen wir dann morgen erwandern.

Castello di Mesocco

10. September 2026 / Schweiz / Mesocco / Castello di Mesocco

Fast in der Mitte des Sentiero Cultura e Natura gibt es einen Abzweiger, der zu den eindrücklichen Ruinen der Burg Mesocco hinaufführt. Die Fahne in der Mitte verrät es: Wir haben den Tessin verlassen und befinden uns nun im Kanton Graubünden. Unter Napoleon wurde das Misox 1803 dem neu entstandenen modernen Kanton Graubünden zugeschlagen. Gesprochen wird aber nach wie vor Italienisch und auch sonst erinnert vieles, so etwa auch die Architektur, stark ans Tessin. Das Castello di Mesocco stammt im Wesentlichen aus dem frühen 13. Jahrhundert und ist die grösste Burganlage im Kanton Graubünden. Der kurze Aufstieg zur Burg lohnt sich alleine wegen dem atemberaubenden Blick über weite Teile des Misox und auf die umliegenden Bündner Berge.

Soazza

10. September 2026 / Schweiz / Soazza / Chiesa San Martino

Soazza ist ein hübsches Dorf, das leicht erhöht auf einer Hangterrasse über dem Tal des Flusses Moesa liegt. Soazza besitzt einen gut erhaltenen historischen Dorfkern mit eleganten Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Etwas abseits vom Zentrum thront die barocke Pfarrkirche San Martino auf einem steilen Felsvorsprung. Dank ihrer speziellen Lage bietet sie einen einzigartigen Ausblick auf das Tal, das Dorf und die umliegenden Berge. Ein idealer Ort, um kurz inne zu halten.

Sentiero Cultura e Natura

10. September 2026 / Schweiz / Soazza / Bahntrasse

Unsere heutige Wanderung war eine eher kurze. Nach dem gestrigen Ruhetag wären wir eigentlich fit genug für eine anspruchsvolle Tour gewesen. Aber in der Südschweiz war heute nochmals leichter Regen angesagt. Über den Zeitpunkt des Regens waren sich die verschiedenen Wetter-Apps nicht einig. Wir haben daher einen kürzeren, leichteren Weg gewählt, damit wir beim Einsetzen des Regens rasch zu Hopo zurückkehren konnten. Der Kultur- und Naturpfad zwischen Soazza und Mesocco, der hin und zurück knapp zehn Kilometer lang ist und bloss dreihundert Höhenmeter überwindet, war dazu ideal. Der Weg verläuft mehrheitlich auf der Trasse einer in den siebziger Jahren stillgelegten Eisenbahn und steigt nur moderat an. Die gewählte Route und der Startzeitpunkt haben sich als richtig erwiesen. Kaum waren wir um Mittag zurück bei Hopo, setzte der Regen ein. Wieder einmal Glück gehabt.

Regentag = Ruhetag

9. September 2026 / Schweiz / Bellinzona / Piazza Indipendenza

Wie in der ganzen übrigen Schweiz hat es heute auch im Tessin geregnet. Nicht die ganze Zeit, aber wenn, dann zum Teil recht heftig. An eine richtige Wanderung war nicht zu denken. Wir haben daher Hopo einen weiteren Ruhetag gegönnt. Und uns natürlich auch. Nachdem wir in den letzten zehn Tagen doch ordentlich Kilometer und Höhenmeter bewältigt haben, hat es nicht geschadet, einmal die Beine etwas länger hochzulegen. Ganz inaktiv waren wir aber nicht. Einen nochmaligen Besuch von Bellinzona und dessen Altstadt liessen wir uns nicht nehmen. Ab morgen sollte es wieder in die Berge gehen. Sowohl im Tessin als auch im Bündnerland stehen wieder recht schöne Tage an. Das erfreut das Wanderherz.

Zurück in Bellinzona

8. September 2026 / Schweiz / Bellinzona / Castello di Montebello


Zurück in Bellinzona gab es noch eine kürzere Burgenwanderung. Die Tessiner Kantonshauptstadt besitzt drei imposante Burgen sowie Festungs- und Stadtmauern. Die Gesamtanlage gehört zu den bedeutendsten Zeugen der mittelalterlichen Befestigungsbaukunst. Erbaut wurden die Burgen und Mauern von den Herzögen von Mailand, um den Schweizer Eidgenossen den Weg nach Süden zu versperren. Alle drei Burgen sind gut erhalten und können besichtigt werden. Der Weg vom Castelgrande (unterste Burg im Zentrum von Bellinzona) über Montebello hinauf zum Sasso Corbaro ist natürlich keine Tageswanderung. Gleichwohl gilt es 230 Höhenmeter zu überwinden, was an einem warmen Sommertag wie heute (29 Grad am Nachmittag) ganz schön schweisstreibend sein kann.

Curzutt

8. September 2026 / Schweiz / Curzutt / Chiesa di San Bernardo

Von der Tibetischen Hängebrücke aus ging es weiter nach Curzutt. Curzutt ist ein historischer Weiler auf gut sechshundert Metern Höhe oberhalb von Monte Carasso (Gemeinde Bellinzona). Der kompakte Dorfkern besteht aus einer malerischen Gruppe traditioneller Tessiner Steinhäuschen, die aufwändig renoviert wurden und heute ein Restaurant sowie eine Herberge (mit 40 Betten) beherbergen. Etwas abseits in den Kastanienwäldern steht die Kirche San Bernardo. Wie es sich für das Tessin gehört, wurde auch sie fast vollständig aus Stein erbaut.