Aucun

26. September 2025 / Frankreich / Aucun / Kirche

Auf der Abfahrt vom Col du Soulor hinunter ins Tal nach Argelès-Gazost fährt man durch einige schöne, gut erhaltene Pyrenäendörfer. Alte Steinhäuser und mächtige Kirchen prägen hier die Dorfzentren. Ein Beispiel hierfür ist Aucun, eine kleine Gemeinde mit 250 Einwohnern und einem sehr gepflegten Ortsbild.

Col du Soulor

26. September 2025 / Frankreich / Col du Soulor / Ostseite

Landschaftlich ist der Col du Soulor der schönste, den ich seit meinem Start an der Atlantikküste befahren habe. Erstmals trifft man auch auf Berge, die stark an die Alpen erinnern. Auch der Aufstieg mit dem Fahrrad ist richtig schön. Die Strasse ist gut ausgebaut, es hat wenig Verkehr und die Steigungen sind recht human. In Kombination mit der tollen Landschaft und dem schönen Wetter war das heute eine richtige Genussfahrt.

Col du Soulor (11. Pass)

26. September 2025 / Frankreich / Col du Soulor / Passhöhe

Es hat gedauert, bis ich den Esel überreden konnte, sich mit mir ablichten zu lassen. Er tat es nur unter der Bedingung, dass er in meinem Blog erscheint. Okay, dann machen wir das so. Normalerweise trete ich in unserem Blog nie selbst in Erscheinung. Dem Esel zuliebe mache ich eine Ausnahme. Versprochen ist versprochen.

Ostseite vom Col d’Aubisque

26. September 2025 / Frankreich / Col d’Aubisque / Ostseite

Gestern Nachmittag bin ich auf dem Col d’Aubisque noch im Nebel herumgestochert. Heute bin ich in den Genuss eines prächtigen Tages mit viel Sonne und spürbar höheren Temperaturen gekommen. Die Wetterbesserung kam zur richtigen Zeit, denn die Landschaft auf der Ostseite des Col d’Aubisque sieht toll aus. Wie schade wäre es gewesen, hier bei Nebel durchzufahren. Ab der Passhöhe geht es während rund vier Kilometern den Hang hinunter und dann längere Zeit einer steilen Bergflanke entlang. Richtig wild sieht es hier aus. Zwischendurch passiert man zwei Tunnel (natürlich ohne Beleuchtung), von denen man den längeren auch als Tropfsteinhöhle verkaufen könnte. Der anschliessende Aufstieg zum Col du Soulor ist kurz und im Nu bewältigt.

6. Teilstrecke vom 26. September 2025

Streckenlänge: 112 Kilometer / 2’300 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (6 Tagesetappen): 602 km / 13’900 Höhenmeter

Heutige Pässe: Ostseite vom Col d’Aubisque (10. Pass / 1’709 Meter hoch / nun beidseitig befahren) und Col du Soulor (11. Pass / 1’474 Meter hoch / beidseitig befahren)

Von Osten her ist der Col d’Aubisque einfach zu befahren. Vom Col du Soulor geht es auf rund 1’360 Meter herunter. Dann folgt die Strasse leicht ansteigend einer Bergflanke entlang. Die dann noch verbleibenden knapp dreihundert Höhenmeter sind maximal acht Prozent steil. Noch einfacher ist die Westseite des Col du Soulor. Nach einer kürzeren Abfahrt vom Col d’Aubisque gilt es nur noch gut hundert Höhenmeter mit moderaten Steigungsprozenten zu bewältigen. Die Ostseite des Col du Soulor ist zwar lang (zwanzig Kilometer ab Argelès-Gazost), aber nirgends wirklich steil. Landschaftlich ist der Col du Soulor eindeutig der schönste Pass auf meiner bisherigen Tour. Weil ich bei der Rückkehr zum heutigen Tagesparkplatz in Argelès-Gazost noch gute Beine hatte und das schöne Wetter ausnutzen wollte, bin ich noch ein Stück weit in Richtung des Col du Tourmalet gefahren (bis nach Barèges auf gut 1’200 Metern Höhe).

Geier

25. September 2025 / Frankreich / Col d’Aubisque / Westseite / Geier

Zugegeben: Oben auf dem Col d’Aubisque habe ich heute Nachmittag sicher nicht mehr den frischesten Eindruck gemacht. Dass aber gleich eine Gruppe Geier auf mich wartete, hat mich dann doch ein wenig irritiert. Als die Vögel erkannten, dass es doch nicht so schlecht um mich steht, sind mindestens fünf von ihnen mit hängenden Köpfen davongeflogen. Einer blieb und liess sich aus gebührender Entfernung ablichten. Mal etwas anderes als immer nur Kühe.

Col d’Aubisque (10. Pass)

25. September 2025 / Frankreich / Col d’Aubisque / Westseite

Im Gegensatz zu gestern hatte ich heute gute Beine und kam flott voran, so dass ich nach der beidseitigen Überquerung des Col de Marie-Blanque auch noch auf den Aubisque fuhr. Mit seinen 1’709 Metern ist der Col d’Aubisque der zweithöchste Pass, den es im Rahmen der Route des Cols zu überwinden gilt. Hier ist alles eine Spur rauer als auf den vorangehenden Pässen. Rund drei Kilometer vor der Passhöhe zog dann auch noch dicker Nebel auf und die Temperatur sank auf acht Grad. Nicht schön, aber auch kein Problem, da man die Strasse jederzeit gut erkennen konnte und es kaum Verkehr gab. Ich bleibe dabei: Solange es trocken ist, ist alles gut. Zudem soll es morgen und übermorgen wärmer werden. Gut so, denn der Tourmalet mit seinen 2’115 Metern steht an. Ein paar zusätzliche Grade kann man dort sicher gut vertragen.

Mein Fahrrad schrumpft und schrumpft

25. September 2025 / Frankreich / Col d’Aubisque / Westseite / Fahrräder

Mein Rose-Gravelbike verrichtet zuverlässig seinen Dienst. Nicht die kleinste Panne ist bisher aufgetreten. Wenn ich bergauf Mühe bekunde, spornt es mich an und motiviert mich, durchzuhalten. Einzig die Kälte macht ihm zu schaffen. Tag für Tag schrumpft es ein wenig mehr. Wie lange das wohl noch gut geht?

Col de Marie-Blanque (9. Pass)

25. September 2025 / Frankreich / Col de Marie-Blanque / Chapelle Notre-Dame de Houndas

Der Col de Marie-Blanque ist einer der Pyrenäenpässe, die immer wieder von der Tour de France befahren werden. Bereits sechzehn Mal überquerte der Tourtross den 1’035 Meter hohen Pass, das letzte Mal vor drei Jahren. Die Landschaft hier ist für Pyrenäenverhältnisse recht lieblich. Gut gefallen hat mir eine zerfallende Kapelle am Wegesrand. Dem Foto kann klar entnommen werden, dass der Herbst auch hier Einzug hält.

Schaftrieb

25. September 2025 / Frankreich / Sarrance / Pont Suzon

An was denkt man, wenn man draussen auf dem Lande auf eine lange stehende Kolonne auffährt? Meistens an eine Baustelle oder einen Unfall. Heute war es ein Schaftrieb, der den Verkehr zum Erliegen brachte. So viele Schafe auf einmal habe ich noch selten gesehen. Der Schaftrieb muss selbst für hiesige Verhältnisse etwas Spezielles gewesen sein. Mindestens acht Personen waren vor Ort, die den Verkehr regelten und zu den Schafen schauten.