Col de Mollo (34. Pass)

11. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Mollo / Passhöhe

Der letzte Pass der Route des Cols ist bloss 231 Meter hoch. Der Aufstieg ab Collioure hat es aber in sich. Das schmale Strässchen ist keine offizielle Strasse, sondern wurde wohl primär für die Winzer gebaut. Zwischendurch hat es Passagen mit deutlich mehr als zwanzig Prozent Steigung. Bei den 33 vorangehenden Pässen konnte ich alle Steigungen fahren. Hier musste ich aber zeitweilig kurz vom Rad um zu schieben und tief durchzuatmen. Für die Strapazen wird man oben mit einer prächtigen Aussicht belohnt. Im Rahmen der Route des Cols ist der Col de Mollo der einzige Pass, von dem aus man aufs Meer blicken kann.

Col de Xatard (33. Pass)

10. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Xatard / Passhöhe

Vom Col de Fourtou aus sind bloss noch knapp hundert Höhenmeter zu überwinden, bis man auf dem
Col de Xatard, dem zweitletzten Pass der Route des Cols, angelangt. Auf der Passhöhe kommen drei Strassen zusammen. Das ist es dann auch schon. Berge gibt es ringsherum keine zu bewundern. Ich bin eben nicht mehr in den Hautes-Pyrénées, sondern in den Pyrénées-Orientales, und die kommen zumindest entlang meiner heutigen Route viel sanfter und zahmer daher.

Col de la Perche (30. Pass)

9. Oktober 2025 / Frankreich / Col de la Perche / Passhöhe


Mit dem Col de la Perche (1579 Meter) habe ich heute den letzten hohen Pass bewältigt, der zur Route des Cols gehört. Es bleiben nun noch vier kleinere Pässe und gut 200 Kilometer Strecke (hin und zurück). Der Aufstieg von Prades her ist deutlich steiler als es die Anstiege in den letzten Tagen waren. Insgesamt gehört der Col de la Perche zu den schwierigeren Pässen. Schade, dass die Landschaft oben auf dem Pass recht eintönig ist. Dafür gibt es noch eine alte, steinerne Passtafel, die man immer seltener sieht. Und – oh Wunder in unserer heutigen Zeit -, sie ist noch mit keinem einzigen Abziehbild verunstaltet. Und es bietet sich auch eine gute Gelegenheit, um endlich einmal meinem Gravel-Bike zu einem Auftritt im Blog zu verhelfen. Pannenfrei hat es mich nun bergauf und bergab über dreissig Pässe begleitet. Hopo ist wichtig, aber auf dieser Reise war mein Bike noch eine Spur wichtiger.

Col des Sept Frères (26. Pass)

7. Oktober 2025 / Frankreich / Col des Sept Frères / Passhöhe

Die Ankunft auf dem Col des Sept Frères war schon etwas enttäuschend. Kein einziger der sieben Brüder war da, um mich zu begrüssen. Nur ein einfaches Steinkreuz haben sie aufgestellt. Na gut, dann verlieren wir auch nicht allzu viele Worte über diesen Pass und fahren weiter.

Col d’Agnes (21. Pass)

2. Oktober 2025 / Frankreich / Col d’Agnes / Passhöhe

In den letzten zwei Wochen sind mir immer wieder Pferde begegnet, die die Strassen für sich in Beschlag genommen haben. Im Blog abgebildet habe ich bisher noch keines. Das muss nun endlich nachgeholt werden. Das Pferd auf dem Foto war die Ruhe selbst. Ohne sich auch nur einen kleinen Schritt zu bewegen, liess es Autos, Wohnmobile sowie Motorräder neben sich vorbeifahren und es liess sich mit etlichen Touristen ablichten. Als wollte es sagen: Ich bin hier der Meister und ihr könnt mich alle mal.

Col de Latrape (20. Pass)

2. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Latrape / Passhöhe

Den GPM (Grand Prix de la Montagne) auf dem Col de Latrape habe ich heute überlegen gewonnen. Und das, obwohl mein Sprint alles andere als überzeugend war. Oder um ganz ehrlich zu sein: Am Schluss des Aufstiegs hatte ich gar keine Lust mehr auf einen Sprint. Aber ich war eben weit und breit der einzige Velofahrer. Ja, die Zahl der Gümmeler und auch die der Motorradfahrer hat in den letzten Tagen spürbar abgenommen. Es ist eben schon Oktober und die Schwergewichte wie Tourmalet, Aubisque und Aspin, die die Massen anziehen, liegen bereits ein ordentliches Stück hinter mir. Macht nichts. Je ruhiger, desto besser.

Col du Portillon (16. Pass)

29. September 2025 / Frankreich / Col du Portillon / Passhöhe

Die Strasse hinauf auf den Col du Portillon verläuft auf der Westseite praktisch ausschliesslich im Wald. Im Sommer muss der viele Schatten eine Wohltat sein. Heute fand ich es etwas schade, dass man mit Ausnahme von Bäumen praktisch nichts zu sehen bekam. Auf der Passhöhe verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Spanien (im Bild ist primär Frankreich zu sehen). Über die Höhe des Passes sind sich die beiden Länder nicht ganz einig. Die Spanier geben 1’292 Meter an, die Franzosen 1’293 Meter. Irgendwie typisch, ist doch im Verständnis der Franzosen in ihrem Land alles einen Tick schöner, besser und eben auch höher als anderswo.

Col du Tourmalet (12. Pass)

27. September 2025 / Frankreich / Col du Tourmalet / Passhöhe

Normalerweise posieren Radfahrer vor dem Passschild und lassen sich dort ablichten (oder machen ein Foto des Passschilds und ihres Fahrrads). Auf dem Col du Tourmalet will jeder ein Foto vom „Le Géant du Tourmalet“, auch bekannt als „Octave le Géant“. Die monumentale Skulptur des französischen Künstlers Jean-Bernard Métais erinnert an die erste Tour de France-Überquerung des Tourmalet im Jahr 1910. Der Radfahrer Octave Lapize, der bei dieser historischen Überquerung führend war, ist der Namensgeber für den Beinamen der Skulptur. Damit man ein Foto von sich oder von seinem Fahrrad schiessen kann, muss man in Stosszeiten Schlange stehen. Und wehe, man ist bereit, einen anderen Fahrer abzulichten. Die Zahl derer, die das Gleiche möchten, ist gross und man hat ein Weilchen was zu tun.

Col du Soulor (11. Pass)

26. September 2025 / Frankreich / Col du Soulor / Passhöhe

Es hat gedauert, bis ich den Esel überreden konnte, sich mit mir ablichten zu lassen. Er tat es nur unter der Bedingung, dass er in meinem Blog erscheint. Okay, dann machen wir das so. Normalerweise trete ich in unserem Blog nie selbst in Erscheinung. Dem Esel zuliebe mache ich eine Ausnahme. Versprochen ist versprochen.

Col d’Ichère (8. Pass)

24. September 2025 / Frankreich / Col d’Ichère / Passhöhe

Auf den meisten Pässen gibt es ein Restaurant, einen Kiosk oder zumindest Parkplätze. Nicht so auf dem Col d’Ichère. Hier gibt es lediglich einen Strich auf der Strasse und eine Passtafel. Ça suffit. Gut, der Col d’Ichère ist auch bloss 674 Meter hoch und hat weder ein Panorama noch sonst etwas Sehenswertes zu bieten. Daher nichts wie weiter.