Liste der Pässe, die zur Route des Cols gehören

1. Col de Saint-Ignace (169 m)
2. Col d’Otxondo oder Puerto Otsondo (602 m)
3. Col d’Ispéguy oder Izpegiko lepoa (672 m)
4 Col de Burdincurutcheta oder Burdinkurutxeta (1135 m)
5. Col Bagargui oder Bagargiak oder Col d’Iraty (1327 m)
6. Col du Soudet (1533 m)
7. Col de Labays (1355 m)
8. Col d’Ichère (674 m)
9. Col de Marie-Blanque (1035m
10. Col d’Aubisque (1709 m)
11. Col du Soulor (1474 m)
12. Col du Tourmalet (2115 m)
13. Col d’Aspin (1489 m)
14. Col d’Azet (1580 m)
15. Col de Peyresourde (1569 m)
16. Col du Portillon (1293 m)
17. Col de Menté (1349 m)
18. Col de Portet-d’Aspet (1069 m)
19. Col de la Core (1395 m)
20. Col de Latrape (1111 m)
21. Col d’Agnes (1.570 m)22. Port de Lers (1517 m)
23. Pas de Souloumbrie (911 m)
Ausserhalb der Route des Cols: Port d’Envalira (2408 m)
24. Col du Chioula (1449 m)
25. Col de Marmare (1361 m)
26. Col des Sept Frères (1258)
27. Col de Coudons (884)
28. Col du Portel (601 m)
29. Col de la Quillane (1714 m)
30. Col de la Perche (1579 m)
31. Col de Ternère (233 m)
32. Col de Fourtou (656 m)
33. Col de Xatard (752 m)
34. Col de Mollo (231 m)

Am Ziel

11. Oktober 2025 / Frankreich / Cerbère / Badia de Colera

Nach drei Wochen quer durch die Pyrenäen habe ich heute Nachmittag Cerbère, den Schlussort der Route des Cols, erreicht. Zwischen dem Startort Hendaye und Cerbère habe ich fast 2’000 Kilometer und 42’000 Höhenmeter zurückgelegt. Ich habe viele tolle Landschaften gesehen und etliche spannende Personen kennengelernt. Ich bin extrem dankbar, dass alles unfall- und pannenfrei ablief, dass ich gesund blieb und dass ich nie eine Krise oder einen Durchhänger hatte.

Col de Mollo (34. Pass)

11. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Mollo / Passhöhe

Der letzte Pass der Route des Cols ist bloss 231 Meter hoch. Der Aufstieg ab Collioure hat es aber in sich. Das schmale Strässchen ist keine offizielle Strasse, sondern wurde wohl primär für die Winzer gebaut. Zwischendurch hat es Passagen mit deutlich mehr als zwanzig Prozent Steigung. Bei den 33 vorangehenden Pässen konnte ich alle Steigungen fahren. Hier musste ich aber zeitweilig kurz vom Rad um zu schieben und tief durchzuatmen. Für die Strapazen wird man oben mit einer prächtigen Aussicht belohnt. Im Rahmen der Route des Cols ist der Col de Mollo der einzige Pass, von dem aus man aufs Meer blicken kann.

Am Mittelmeer

11. Oktober 2025 / Frankreich / Cap Rédéris / Küste im Norden

Heute vor drei Wochen bin ich in Hendaye am Atlantik gestartet. Nach vielen Aufstiegen und Abfahrten und noch mehr tollen Erlebnissen habe ich heute die Mittelmeerküste erreicht. Ich hatte grosses Wetterglück und wurde nur einmal (bereits am zweiten Tag) zu einem unfreiwilligen Ruhetag gezwungen. Weil es sonst praktisch immer trocken war, kam ich viel besser und schneller voran, als ich mir das ursprünglich ausgerechnet hatte.

20. Teilstrecke vom 11. Oktober 2025

Strecke: Amélie-les-Bains – Argelès Plage – Collioure – Col de Mollo – Cerbère (und zurück)

Streckenlänge: 136 Kilometer / 1’400 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (20 Tagesetappen): 1’938 km / 42’000 Höhenmeter

Heutiger Pass: Col de Mollo (34. und letzter Pass / 231 Meter / beidseitig befahren)

Von Amélie-les-Bains nach Argelès Plage (knapp 40 Kilometer) fällt die Strecke zuerst leicht ab und verläuft dann recht flach. Mehrheitlich können Radwege benutzt werden. Ab Argelès Plage gibt es dem Meer entlang weder Radwege noch flache Passagen. Dauernd ist man in einem Aufstieg oder einer Abfahrt. Der Col de Mollo ist nicht hoch, aber von Collioure aus mit brutal steilen Rampen gespickt (mit Sicherheit deutlich über zwanzig Prozent steil). Am letzten Pass wurde ich doch noch gezwungen, für kurze Passagen vom Fahrrad zu steigen. Von Banyuls-sur-Mer herkommend ist der Aufstieg auf einer schmalen, eher schlechten Strasse, deutlich angenehmer (unter zehn Prozent).

Amélie-les-Bains

10. Oktober 2025 / Frankreich / Amélie-les-Bains / Alter Ortskern

Vom Col de Xatard fällt die Strasse kontinuierlich leicht ab, bis man in Amdélie-les-Bains den Talgrund erreicht. Der Ort hat ein strahlendes und ein weniger schönes Gesicht. Das weniger schöne Gesicht sind die Industrie- und Gewerbebauten sowie die Schnellstrasse im Talgrund. Das strahlende Gesicht ist der alte Ortskern, der sich dem Hügel entlang hochzieht. Von Amdélie-les-Bains geht es morgen auf rund dreisisg Kilometern mehr oder weniger flach ans Meer. Dann kommen noch einige Aufstiege, so unter anderem der Col de Mollo, der letzte Pass der Route des Cols. Mal schauen, ob ich den morgen noch schaffe.

Col de Xatard (33. Pass)

10. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Xatard / Passhöhe

Vom Col de Fourtou aus sind bloss noch knapp hundert Höhenmeter zu überwinden, bis man auf dem
Col de Xatard, dem zweitletzten Pass der Route des Cols, angelangt. Auf der Passhöhe kommen drei Strassen zusammen. Das ist es dann auch schon. Berge gibt es ringsherum keine zu bewundern. Ich bin eben nicht mehr in den Hautes-Pyrénées, sondern in den Pyrénées-Orientales, und die kommen zumindest entlang meiner heutigen Route viel sanfter und zahmer daher.

Col de Fourtou (32. Pass)

10. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Fourtou / Nordseite

Von Prades bis Bouleternère fährt man auf einer stark frequentierten Schnellstrasse, was nicht sehr lustig ist. Dann zweigt ein schmales Strässchen südwärts ab zum Col de Fourtou. Und plötzlich fühlt man sich fast alleine. Auf den 17 Kilometern von Bouleternère bis zur Passhöhe gibt es nur ein Mini-Dörfchen und ein paar einzelne, verstreute Häuser. Entsprechend wenig Verkehr hat es, was das Fahrradfahrerherz erfreut. Praktisch durchwegs im Wald (im Norden dominieren Eichen, im Süden kommen Kastanienbäume dazu) geht es stetig ein wenig bergauf, bis man irgend einmal auf dem 656 Meter hohen Pass angelangt ist. Kein spektakulärer Pass, aber doch einer, der schön zu fahren ist.