Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / Mustafa Kemal Atatürk Türbesi

Das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk ist die Hauptsehenswürdigkeit von Ankara. Das riesige Mausoleum ist die letzte Ruhestätte des Gründers und ersten Präsidenten der Republik Türkei, der 1938 verstarb. Atatürk ist in der Türkei immer noch allgegenwärtig. Sein Konterfei ist ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Raums und prägt unzählige Denkmäler, Gebäude sowie offizielle Räumlichkeiten. Fast jede Stadt und jedes Dorf verfügt über mindestens ein Atatürk-Denkmal oder eine Statue auf einem zentralen Platz. Und seine Porträts hängen in Schulen, Behörden, Ministerien und auch in vielen privaten Geschäften. Seine Präsenz ist so umfassend, dass sie oft als „Atatürk ist überall“ beschrieben wird.

Einkaufen fast wie zu Hause

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / 5M MiGROS

Das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ kann man ergänzen mit andere Essgewohnheiten und anderes Lebensmittelangebot. Das ist Teil des Reisens und das ist auch gut so. Auf meiner langen Reise durch den Balkan war es immer wieder interessant zu sehen, was man alles an Lebensmitteln einkaufen kann. In einigen Ländern (Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien) war das Angebot eher klein. Hier in der Türkei bekommt man hingegen fast alles (ausser Schweinefleisch und Hartkäse). Sogar 5M MiGROS findet man hier. Die Geschichte hinter der türkischen MiGROS ist noch spannend. Zu Beginn der fünfziger Jahre litten breite Teile der Bevölkerung unter einer starken Teuerung. Die türkische Regierung lud daraufhin Gottlieb Duttweiler ein, eine türkische MiGROS zu gründen, um die Nahrungsmittelversorgung zu modernisieren. Die Gründung erfolgte 1955. Heute ist die türkische MiGROS vollständig losgelöst von der schweizerischen. Der Markenauftritt sieht aber immer noch fast identisch aus (ausser dass sich die türkische MiGROS mit einem kleinen i schreibt).

Mut zur Farbe

4. Februar 2026 / Türkei / Eskisehir / Altstadthäuser

Bunte, historische Holzhäuser im osmanischen Stil prägen das Bild der Altstadt von Eskisehir. Etliche von ihnen kommen in ganz schrillen Farben daher. Die Altstadt von Eskisehir ist recht klein, überzeugt aber mit ihrem Charme. Sie von weit her anzureisen, lohnt sich kaum. Für einen Zwischenhalt ist sie aber gut geeignet. Umso mehr, als man direkt am Rande der Altstadt ausreichend freie Parkplätze findet, was für eine Stadt dieser Grösse sehr untypisch ist.

Modernes Museum als Kontrastpunkt

4. Februar 2026 / Türkei / Eskisehir / Kurtulus Müzes

Die Altstadt von Eskisehir ist bekannt für ihre alten, schönen Häuser. Da fällt es besonders auf, wenn man mitten in dieser Altstadt auf einen recht modernen Holzbau stösst. In diesem ist das Museum der Unabhängigkeit untergebracht, das sich dem türkischen Befreiungskrieg widmet. Moderne Gebäude sind in der Türkei aber überhaupt keine Seltenheit. Ganz im Gegenteil. Speziell am Rande der Grossstädte trifft man immer wieder auf neue Zentren mit modernsten Hochhäusern, wie man sie in der Schweiz selten bis gar nie findet.

Das türkische Disneyland

4. Februar 2026 / Türkei / Eskisehir / Sazova Park / Schloss

Auf der Fahrt ostwärts Richtung Ankara haben wir in Eskisehir einen längeren Zwischenhalt eingelegt. Eskisehir zählt gut 800’000 Einwohner und ist damit doppelt so gross wie Zürich als grösste Schweizer Stadt. Am Rand der Grossstadt, die in der Türkei einwohnermässig nur die Nummer zehn ist, gibt es einen grossen Freizeitpark mit unterschiedlichsten Attraktionen. Das markanteste Wahrzeichen des Parks ist ein Märchenschloss, das als „Disneyland der Türkei“ gilt. Die Türme des Schlosses sind Repliken berühmter Türme aus der Türkei. So ist etwa der Hauptturm dem bekannten Galata-Turm aus Istanbul nachempfunden. Dass wir das Schloss amüsant finden, zeigt, dass wir uns schon recht an die Türkei gewöhnt haben. Zu Beginn fanden wir alles Türkische sehr speziell, jetzt beginnen wir bereits, etwas Westliches als speziell zu empfinden.

Iznik

3. Februar 2026 / Türkei / Iznik / Grüne Moschee

Yeah! Endlich kann ich wieder einmal ein Foto mit einem halbwegs blauen Himmel und einem von der Sonne beschienenen Motiv in den Blog stellen. Am Vormittag war der Himmel in Bursa noch so stark verhangen, dass ich viel Geld dagegen gewettet hätte, dass es heute noch schön wird. In Iznik, das sehr schön am Iznik Gölü (Iznik-See) gelegen ist, kamen wir am späteren Nachmittag aber tatsächlich in den Genuss des Wetters, das wir uns seit gut einer Woche wünschen. Iznik zählt rund 50’000 Einwohner und ist über die Türkei hinaus bekannt für die farbige Keramik, die hier hergestellt wird. Das Städtchen hat aber auch sonst Einiges zu bieten. Speziell gut gefallen hat uns das farbig gekachelte Minarett der grünen Moschee, die von Palmen eingesäumt wird.

Cumalikizik

3. Februar 2026 / Türkei / Cumalikizik / Dorfgasse

Cumalikizik ist ein kleines Dorf, das rund zehn Kilometer östlich von Bursa liegt. Das Dorf gilt als das besterhaltene Beispiel für eine frühosmanische Siedlung. Die Häuser sind meist aus Stein, Holz und Lehmziegeln gebaut und zum Teil über 700 Jahre alt. Cumalikizik gehört daher sicher zu Recht zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Etwas schade ist, dass es mittlerweile fast vor jedem Haus einen Souvenir-Verkaufsstand gibt und dass viele Untergeschosse in Cafés und Restaurants umgewandelt wurden. An Stelle eines historischen Dorfes trifft man heute auf einen recht grossen Open-Air-Basar. Den Einwohnern kann man natürlich nicht verargen, dass sie nicht bloss als Kulisse dienen wollen, sondern dafür schauen, dass von den Touristenmassen auch etwas zurückbleibt. Dass das Dorf damit einiges von seinem Charme verloren hat, wird sie kaum gross stören.

Bursa

3. Februar 2026 / Türkei / Bursa / Kuyum Atölyesi Ali Karatas

Die Fahrt von Istanbul ins 100 Kilometer südlicher gelegene Bursa haben wir bereits gestern hinter uns gebracht. Weil es ununterbrochen regnete, haben wir den Besuch der viertgrössten türkischen Stadt, die zwei Millionen Einwohner zählt, auf heute verschoben. Das Zentrum von Bursa ist wirklich sehenswert. Es gibt einige eindrückliche historische Bauten zu betrachten. Dazwischen befindet sich ein riesiger Basar. Angeboten werden sehr viel Schmuck, Kleider (Bursa ist bekannt für Seidentücher und -kleider), Süssigkeiten, Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse und viel Krimskrams. Zwischen den Geschäften trifft man immer wieder auf Restaurants und Imbissstände. Wir sind uns sicher: Verhungern werden wir in der Türkei definitiv nicht.

Trüber Tag in Istanbul

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Salis Madrisa

Wir sind in Istanbul. Hopo steht rund zehn Kilometer ausserhalb des Zentrums. Die Fahrt dorthin war gestern Nachmittag recht anstrengend. Durch einen so dichten Verkehr wie hier musste sich Hopo noch nie hindurchkämpfen. In Istanbul leben über 15 Millionen Menschen und es soll weit mehr als 2 Millionen Motorfahrzeuge geben. Kein Wunder, dass der Verkehr trotz einer Vielzahl von Autobahnen mehr steht als rollt. Dafür sind wir von unserem Übernachtungsplatz aus zügig per ÖV ins Stadtzentrum gelangt. Leider war es heute kalt und trüb und später dann auch noch nass. Istanbul ist aber auch bei schlechtem Wetter eine absolut faszinierende Stadt, die entsprechend viele Touristen anzieht. Das war gestern in Edirne noch ganz anders. Noch ein Unterschied zwischen den beiden Städten: In Istanbul haben sie uns für Holländer gehalten, in Edirne für Bulgaren oder Rumänen. Andere Touristen kennen sie in Edirne offenbar gar nicht.

Galatabrücke

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Galatabrücke

Was machen die Istanbullu an einem kalten, trüben Sonntag im Februar? Sie gehen fischen. Zumindest eine stattliche Anzahl von ihnen tut das. Die bekannte Galatabrücke in Istanbul ist 500 Meter lang und wurde heute beidseitig von den Hobbyfischern in Beschlag genommen. Viele freie Plätze gab es nicht mehr. Das Erstaunliche dabei: Die meisten von ihnen haben tatsächlich etwas gefangen. Der Fang bestand allerdings praktisch ausschliesslich aus kleinen Sardinen, Sardellen und Stöckern. Eine mehrköpfige türkische Familie lässt sich damit wohl nur in den seltensten Fällen ernähren. Aber der Zeitvertreib unter Seinesgleichen scheint eh wichtiger zu sein als der Fang.