Das türkische Disneyland

4. Februar 2026 / Türkei / Eskisehir / Sazova Park / Schloss

Auf der Fahrt ostwärts Richtung Ankara haben wir in Eskisehir einen längeren Zwischenhalt eingelegt. Eskisehir zählt gut 800’000 Einwohner und ist damit doppelt so gross wie Zürich als grösste Schweizer Stadt. Am Rand der Grossstadt, die in der Türkei einwohnermässig nur die Nummer zehn ist, gibt es einen grossen Freizeitpark mit unterschiedlichsten Attraktionen. Das markanteste Wahrzeichen des Parks ist ein Märchenschloss, das als „Disneyland der Türkei“ gilt. Die Türme des Schlosses sind Repliken berühmter Türme aus der Türkei. So ist etwa der Hauptturm dem bekannten Galata-Turm aus Istanbul nachempfunden. Dass wir das Schloss amüsant finden, zeigt, dass wir uns schon recht an die Türkei gewöhnt haben. Zu Beginn fanden wir alles Türkische sehr speziell, jetzt beginnen wir bereits, etwas Westliches als speziell zu empfinden.

Schloss Celle

7. September 2025 / Deutschland / Celle / Schloss

Unmittelbar neben der malerischen Altstadt von Celle liegt das Schloss. Im Innern des Schlosses gibt es das älteste erhaltene Barocktheater Europas, das bis heute bespielt wird. Wie bereits gesagt: Celle hat uns sehr gut gefallen. Mühsam war einzig die Fahrt von Lübeck hierhin. In einigen deutschen Bundesländern enden heute die Schulferien und im Osten Hamburgs gibt es verschiedene Autobahnbaustellen. Diese Kombination hat heute zu mehreren längeren Staus geführt. Ja, die Verkehrsdichte hier in Mitteleuropa ist definitiv eine andere als in Lappland. Aber das wussten wir ja. Wir haben nun noch gut 800 Kilometer vor uns. Läuft es einigermassen rund, sollten wir noch das eine oder andere abseits der Autobahnen zu sehen bekommen. Möge dem so sein.

To be, or not to be, that is the question

4. September 2025 / Dänemark / Helsingør / Schloss

Neben dem schönen Seehafen besitzt Helsingør auch eine hübsche Altstadt mit vielen gut erhaltenen historischen Bauten. Hauptsehenswürdigkeit ist aber das mächtige Schloss Kronbørg, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Schloss wurde 1420 erbaut. Die Schiffe, die den Øresund durchquerten, mussten dem Schloss Kronbørg üppige Zollgebühren abliefern, was die Errichtung eines so repräsentativen Baus ermöglichte (Präsident Trump lässt grüssen). Das Schloss ist auch bekannt, weil es die historische Kulisse für Shakespeares Tragödie „Hamlet“, dem Prinzen von Dänemark, bildete. Der Satz „To be, or not to be, that is the question“ hat somit einen starken Bezug zu Dänemark beziehungsweise zu Helsingør.

Schloss Kalmar

30. August 2025 / Schweden / Kalmar / Schloss

Kalmar ist eine der ältesten Städte Schwedens und besitzt eine hübsche Altstadt. Die Hauptsehenswürdigkeit ist aber das über achthundert Jahre alte, gut erhaltene Schloss, das (wie könnte es in Schweden anders sein?) auf einer kleinen Insel vor der Stadt erbaut wurde. Das Schloss ist ein Symbol für die mittelalterliche Macht Schwedens. Es ist von verschiedenen Seiten her gut einsehbar und sieht selbst bei trübem Wetter toll aus. Von Kalmar aus gelangt man über eine sechs Kilometer lange Brücke auf die langgezogene Insel Öland. Diese werden wir morgen und eventuell auch noch übermorgen besichtigen. Dann müssen wir uns definitiv auf die Rückreise machen. Schade, dass sich unser Kurzurlaub bereits seinem Ende  entgegenneigt!

Sigulda

16. Juli 2025 / Lettland / Sigulda / Schloss

Nordöstlich von Riga erstrecken sich weite Wälder. Lettland ist hier nur noch dünn besiedelt. Wir haben einen letzten Halt in Sigulda eingelegt. Die Stadt mit ihren 17’000 Einwohnern zieht ordentlich Touristen an, weil es im Ort selbst ein Schloss und eine Burg und bloss ein paar Kilometer weiter eine noch viel berühmtere Burg (Turaida) zu besichtigen gibt. Am besten gefallen hat uns das Schloss, das sich in einer schönen Parkanlage mit vielen Blumen befindet. Die Letten scheinen Blumen zu mögen. Bereits in Riga war auffällig, wie viele Blumen angepflanzt werden. Nach langen, dunklen Wintern scheinen farbige Blumen hier besonders willkommen zu sein.

Schloss Jelgava

15. Juli 2025 / Lettland / Jelgava / Schloss

Unsere Tage werden zusehends länger. Zumindest hinsichtlich der Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Hier in Lettland geht die Sonne aktuell schon vor fünf Uhr auf und erst um 22.10 Uhr unter. Zum Glück ist Hopo mit guten Rollos ausgestattet, so dass wir ruhig in den Morgen hinein schlafen können. Wobei das eigentlich schade ist, wenn der Tag so prächtig beginnt wie heute.

Bauska

14. Juli 2025 / Lettland / Bauska / Schloss

Wir haben Litauen bereits wieder verlassen. Um uns in Litauen weitere interessante Städte anzusehen, hätten wir ordentliche Umwege in Kauf nehmen müssen. Wir haben uns für die direkte Route entschieden. Schliesslich wartet noch ein ordentliches Stück Weg auf uns und wir möchten uns lieber im Norden viel Zeit nehmen als in Ländern, die zwar auch sehr schön sind, in die wir aber rascher wieder einmal gelangen können. Zwanzig Kilometer hinter der litauisch-lettischen Grenze liegt das Städtchen Bauska mit seinen 10’000 Einwohnern. Viele Touristen kennen es, weil es an der Via Baltica liegt und es hier regelmässig zu Staus kommt. Wir haben uns das Städtchen angeschaut und speziell am Schloss – und am herrlichen Wetter – Gefallen gefunden.

Horsovsky Tyn

6. Juli 2025 / Tschechien / Horsovsky Tyn / Schloss

Auch Horsovsky Tyn liegt nahe an der Grenze zu Deutschland. Der westböhmische Ort besitzt einen hübschen Altstadtkern mit farbigen Bürgerhäusern. Überragt wird die Kleinstadt von einem mächtigen Schloss. Die ursprünglich gotische Bischofsburg aus dem Jahr 1258 wurde später zu einem ansehnlichen Renaissanceschloss mit einem Park und Garten umgebaut. Im Schloss befinden sich Ausstellungen von wertvollen Bildern, Wandteppichen und Porzellan aus diversen Epochen.

Sissi-Schloss in Gödöllö

28. September 2024 / Ungarn / Gödöllö / Schloss

Wir haben Budapest, das uns gut gefallen hat, wieder verlassen. Weit gekommen sind wir allerdings noch nicht. Wir besuchen am Vormittag das Schloss von Gödöllö, das 25 Kilometer nordöstlich der ungarischen Hauptstadt liegt. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert für den Fürsten Grassalkovich erbaut. Bekannt ist es heute, weil es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissi) war. Nachdem das Schloss während der Zeit des Sozialismus stark vernachlässigt und dem Zerfall preisgegeben wurde, hat man es in den letzten zwanzig Jahren nach und nach aufwändig renoviert. Wie wir selber feststellen durften, erstrahlt es heute innen wie aussen wieder in altem Glanz.