Odense

6. September 2025 / Dänemark / Odense / Ramsherred

Zum Abschluss unseres Dänemark-Aufenthalts haben wir noch Odense besucht. Schliesslich haben wir ganz in der Nähe am Odense Fjord übernachtet und eine herrlich ruhige Nacht verbracht. Mit 185’000 Einwohnern ist Odense die drittgrösste Stadt Dänemarks. Und sie ist die Geburtsstadt des Autors Hans Christian Andersen, der unter anderem das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ schrieb, aufgrund dessen die bekannte Statue in Kopenhagen geschaffen wurde. Odense hat einige hübsche Gassen, vereinzelte schöne Gebäude und ein paar Museen zu bieten. Aus unserer Sicht ist die Stadt gut für einen Zwischenhalt, aber nicht für viel mehr. Von Odense aus geht es nun rüber nach Deutschland, wo wir noch ein paar Zwischenhalte einlegen wollen. Morgen stehen Lübeck und Celle auf dem Programm. Was dann noch folgen wird, werden wir sehen.

Versöhnlicher Tagesabschluss am Odense Fjord

5. September 2025 / Dänemark / Odense Fjord / Hafen in Seden

Mit der Morgenwanderung beim Auderød Havn ist nichts geworden. Es hat den ganzen Morgen über zum Teil recht heftig geregnet. Ich habe mich gar zur Behauptung hinreissen lassen, dass der heutige Tag wettermässig der schlechteste unserer ganzen neunwöchigen Reise sei. Dem war zum Glück nicht so. Mitte Nachmittag wurde es plötzlich recht freundlich und wir konnten am Odense Fjord einen schönen Abend verbringen. Der Odense Fjord ist das Gewässer nördlich der Stadt Odense, das aufgrund seiner Form, seiner Inseln und seiner geringen Tiefe so gar nicht an einen Fjord erinnert. In Dänemark wird der Begriff Fjord aber breiter aufgefasst als in anderen Länder. Ob Fjord oder nicht Fjord kann uns ohnehin egal sein. Hauptsache, wir hatten einen schönen Abend hier und können hoffentlich eine ruhige Nacht neben dem Hafenbecken verbringen.

Wechsel auf die nächste Insel

5. September 2025 / Dänemark / Storebaelt-Brücke / Westliches Brückenende

Von der Insel Seeland, auf der Kopenhagen liegt, haben wir heute Mittag auf die Insel Fünen gewechselt. Wir sind dabei über die Storebælt-Brücke gefahren, die eine Distanz von achtzehn Kilometern überwindet. Der Ostteil ist eine fast sieben Kilometer lange Brückenkonstruktion mit einer gewaltigen Hängebrücke, die eine lichte Höhe von 65 Metern hat. Dann geht es ein Stück weit über eine kleine Insel, bevor die wiederum sieben Kilometer lange flache Westbrücke kommt. Die Storebælt-Brücke wurde im Sommer 1998 eröffnet und hat fast vier Milliarden Euro gekostet. Diese Kosten sollen mit der Brückenmaut (eine Überfahrt kostet fast dreissig Franken) binnen 35 Jahren abgezahlt werden. Hoffen wir, dass die Brücke so lange stehen bleibt. Denn obwohl die Schiffe die Brücke auf einer Breite von über 1’600 Metern unterqueren können, gab es schon einen Kapitän, der es geschafft hat, sein Schiff in einen Brückenpfeiler zu manövrieren.

Übernachten bei den Indianern

4. September 2025 / Dänemark / Auderød Havn / Hafen

Die kommende Nacht verbringen wir am Arresø-See im Nordosten Dänemarks. Die Indianer vom Stamme der Hopos venner haben uns grosszügigerweise erlaubt, dass wir direkt neben ihren Zelten übernachten dürfen. Von unserem Parkplatz aus führen einige Wanderwege durch ein Naturreservat, in dem es mehrere kleine Seen gibt. Leider sagt unsere Wetter-App für morgen Regen voraus. Sollte es anders kommen, werden wir wohl zum Dank unsere Wanderschuhe schnüren.

Kirche von Kregme

4. September 2025 / Dänemark / Kregme / Kirche

Die Kirche von Kregme ist uns bei der Fahrt durch die nordostdänische Landschaft ins Auge gestochen. Wir haben einen ungeplanten Stopp eingelegt und unsere Handykameras gezückt. Die Kirche sieht nicht nur toll aus, sie hat auch ein stattliches Alter. Das Kirchengebäude geht auf das Jahr 1150 zurück und wurde im Lauf der Zeit mehrfach erweitert. Der Kern der Kirche ist damit älter als unsere Eidgenossenschaft. Eindrücklich.

Schloss der dänischen Königsfamilie

4. September 2025 / Dänemark / Fredensborg / Schloss Fredensborg

Keine zwanzig Kilometer von Helsingør entfernt liegt das Schloss Fredensborg. Das Schloss wird auch als „dänisches Versailles“ bezeichnet. Es ist bekannt für seine beeindruckenden Barockgärten und die Architektur im Stil des französischen Barocks. Da das Schloss der aktive Wohnsitz des dänischen Königshauses ist, kann es nur im Juli besichtigt werden. Heute mussten wir bereits beim Vorplatz umkehren. Angesichts unserer weiten Anreise wollten wir noch um eine Sonderbewilligung für einen kurzen Schlossbesuch ersuchen. Der junge Mann mit der Bärenfellmütze hatte aber wenig Verständnis für unser Anliegen. Okay, das merken wir uns. Sollte der dänische König einmal Hopo besichtigen wollen, werden wir auch auf stur schalten.

To be, or not to be, that is the question

4. September 2025 / Dänemark / Helsingør / Schloss

Neben dem schönen Seehafen besitzt Helsingør auch eine hübsche Altstadt mit vielen gut erhaltenen historischen Bauten. Hauptsehenswürdigkeit ist aber das mächtige Schloss Kronbørg, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Schloss wurde 1420 erbaut. Die Schiffe, die den Øresund durchquerten, mussten dem Schloss Kronbørg üppige Zollgebühren abliefern, was die Errichtung eines so repräsentativen Baus ermöglichte (Präsident Trump lässt grüssen). Das Schloss ist auch bekannt, weil es die historische Kulisse für Shakespeares Tragödie „Hamlet“, dem Prinzen von Dänemark, bildete. Der Satz „To be, or not to be, that is the question“ hat somit einen starken Bezug zu Dänemark beziehungsweise zu Helsingør.

Helsingør

4. September 2025 / Dänemark / Helsingør / Hafen

Keine sieben Kilometer trennen das im äussersten Nordosten Dänemarks liegende Helsingør vom schwedischen Helsingborg. Zwischen den beiden Städten verkehren regelmässig Fährschiffe. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke im Sommer 2000 hat die Fährverbindung an Bedeutung verloren. Wie wir aber heute Mittag feststellen konnten, herrscht immer noch ein reger Betrieb. Viel schöner als der Fährhafen ist allerdings der Seehafen von Helsingør. Hier kann ein historisches Leuchtfeuerschiff aus dem Jahre 1895 besichtigt werden. Malerisch sehen auch eine ehemalige Fischkutter aus, die heute für touristische Zwecke eingesetzt werden.