Ankara

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / Presidential Symphony Orchestra

Heute war Wandern angesagt. Wir haben tagsüber Ankara besichtigt. Die türkische Hauptstadt zählt zwar „nur“ gut 5 Millionen Einwohner (in Istanbul leben 15 Millionen Menschen), erstreckt sich aber auf einer riesigen Fläche. Auch die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind recht gross. Es gibt in Ankara eine moderne Metro, die gut ist, um von der Peripherie ins Zentrum zu gelangen. Im Zentrum selbst hilft sie aber wenig. Zum Busfahren fehlte uns der Mut, da man hier mit Englisch nicht sehr weit kommt und das Risiko recht gross ist, dass der Bus nach der nächsten Kreuzung abzweigt und in eine völlig andere Richtung fährt. Und uns mit Taxis in der Stadt herumfahren zu lassen ist nicht so unser Ding. Daher haben wir heute recht grosse Strecken zu Fuss zurückgelegt, was ja nicht ungesund sein soll. Ankara besitzt eine kleine Altstadt mit einem sehr lebendigen Basar. Der Rest der Stadt ist überwiegend modern. Ein gutes Beispiel für ein modernes Bauwerk ist das abgebildete Präsidenten-Sinfonieorchester, in dem gut 2000 Zuschauer Platz finden.

Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / Mustafa Kemal Atatürk Türbesi

Das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk ist die Hauptsehenswürdigkeit von Ankara. Das riesige Mausoleum ist die letzte Ruhestätte des Gründers und ersten Präsidenten der Republik Türkei, der 1938 verstarb. Atatürk ist in der Türkei immer noch allgegenwärtig. Sein Konterfei ist ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Raums und prägt unzählige Denkmäler, Gebäude sowie offizielle Räumlichkeiten. Fast jede Stadt und jedes Dorf verfügt über mindestens ein Atatürk-Denkmal oder eine Statue auf einem zentralen Platz. Und seine Porträts hängen in Schulen, Behörden, Ministerien und auch in vielen privaten Geschäften. Seine Präsenz ist so umfassend, dass sie oft als „Atatürk ist überall“ beschrieben wird.

Einkaufen fast wie zu Hause

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / 5M MiGROS

Das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ kann man ergänzen mit andere Essgewohnheiten und anderes Lebensmittelangebot. Das ist Teil des Reisens und das ist auch gut so. Auf meiner langen Reise durch den Balkan war es immer wieder interessant zu sehen, was man alles an Lebensmitteln einkaufen kann. In einigen Ländern (Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien) war das Angebot eher klein. Hier in der Türkei bekommt man hingegen fast alles (ausser Schweinefleisch und Hartkäse). Sogar 5M MiGROS findet man hier. Die Geschichte hinter der türkischen MiGROS ist noch spannend. Zu Beginn der fünfziger Jahre litten breite Teile der Bevölkerung unter einer starken Teuerung. Die türkische Regierung lud daraufhin Gottlieb Duttweiler ein, eine türkische MiGROS zu gründen, um die Nahrungsmittelversorgung zu modernisieren. Die Gründung erfolgte 1955. Heute ist die türkische MiGROS vollständig losgelöst von der schweizerischen. Der Markenauftritt sieht aber immer noch fast identisch aus (ausser dass sich die türkische MiGROS mit einem kleinen i schreibt).