Trüber Tag in Istanbul

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Salis Madrisa

Wir sind in Istanbul. Hopo steht rund zehn Kilometer ausserhalb des Zentrums. Die Fahrt dorthin war gestern Nachmittag recht anstrengend. Durch einen so dichten Verkehr wie hier musste sich Hopo noch nie hindurchkämpfen. In Istanbul leben über 15 Millionen Menschen und es soll weit mehr als 2 Millionen Motorfahrzeuge geben. Kein Wunder, dass der Verkehr trotz einer Vielzahl von Autobahnen mehr steht als rollt. Dafür sind wir von unserem Übernachtungsplatz aus zügig per ÖV ins Stadtzentrum gelangt. Leider war es heute kalt und trüb und später dann auch noch nass. Istanbul ist aber auch bei schlechtem Wetter eine absolut faszinierende Stadt, die entsprechend viele Touristen anzieht. Das war gestern in Edirne noch ganz anders. Noch ein Unterschied zwischen den beiden Städten: In Istanbul haben sie uns für Holländer gehalten, in Edirne für Bulgaren oder Rumänen. Andere Touristen kennen sie in Edirne offenbar gar nicht.

Galatabrücke

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Galatabrücke

Was machen die Istanbullu an einem kalten, trüben Sonntag im Februar? Sie gehen fischen. Zumindest eine stattliche Anzahl von ihnen tut das. Die bekannte Galatabrücke in Istanbul ist 500 Meter lang und wurde heute beidseitig von den Hobbyfischern in Beschlag genommen. Viele freie Plätze gab es nicht mehr. Das Erstaunliche dabei: Die meisten von ihnen haben tatsächlich etwas gefangen. Der Fang bestand allerdings praktisch ausschliesslich aus kleinen Sardinen, Sardellen und Stöckern. Eine mehrköpfige türkische Familie lässt sich damit wohl nur in den seltensten Fällen ernähren. Aber der Zeitvertreib unter Seinesgleichen scheint eh wichtiger zu sein als der Fang.

Leckere Balik Ekmek

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Karaköy-Fischmarkt

Je länger wir den Fischern auf der Galatabrücke zugeschaut haben, umso stärker hat es uns nach Fisch gelüstet. Selber fischen mochten wir aber nicht. Gut, dass es auf beiden Seiten der Brücke Grillstände gibt, bei denen man für ein kleines Geld Balik Ekmek (Fischbrötchen) kaufen kann. Unsere Testesserei hat ergeben, dass die Fischbrötchen auf der Südseite der Galatabrücke fein sind, dass es auf der Nordseite beim Karaköy-Fischmarkt noch viel bessere gibt. Geschätzter Grillmeister: Bei unserem nächsten Istanbul-Besuch kommen wir wieder an deinem Stand vorbei und werden gleich mehrfach zuschlagen. Versprochen!

Mama-Otomati

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Katzenfutterautomat

Die Istanbuler Katze haben es gut (zumindest jene im Stadtzentrum). Haben sie einmal Hunger, müssen sie bloss beim nächsten Mama-Otomati (Katzenfutterautomaten) vorbeischauen. Die Funktionsweise der Automaten ist einfach. Der tierliebende Tourist wirft oben eine oder mehrere Münzen ein. Unten kommt das Katzenfutter raus, von dem die Istanbuler Mietzekatzen leben. Die Geschäftsidee scheint zu funktionieren. Selbst in der Nebensaison wird so viel Geld in die Automaten geworfen, dass die Katzen es nicht schaffen, alles Futter wegzufressen. Ob man den Tieren damit einen Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Aber solange die Kasse stimmt und der Hunger der Katzen gestillt ist, scheint sich hier niemand gross daran zu stören.