Tokat

9. Februar 2026 / Türkei / Tokat / Burg vom Tashan aus

Gestartet sind wir heute Morgen in Tokat, einer Stadt mit 160’000 Einwohnern, die für ihre 6000-jährige Geschichte bekannt ist. In der Stadt gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Auf dem Foto sind gleich drei davon zu sehen. Auf dem Hügel ist die Burg von Tokat zu erkennen, deren älteste Spuren ins fünfte Jahrhundert zurückgehen. Weiter unten sieht man einen kleinen Teil der Altstadt, die geprägt ist von traditionellen Häusern aus der osmanischen Epoche. Am unteren Bildrand sieht man den Innenhof des Tashan, einer der grössten und bedeutendsten historischen Karawansereien Anatoliens. Die ehemalige Herberge, die Karawanen, Pilgern und Händlern als sichere Unterkunft diente, wurde um 1630 erbaut. Heute dient das Gebäude als Einkaufszentrum für regionale Spezialitäten, Textilien und Handwerkskunst.

Häuser am Fluss Yesilirmak

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Häuser am Fluss Yesilirmak

Ein weiteres Highlight sind in Amasya die traditionellen osmanischen Wohnhäuser, die direkt am Ufer des Yesilirmak errichtet wurden. Die Häuserreihe am Fluss sieht so gut aus, dass sogar der alte Osman (es soll sich um einen Prinzen aus dem 15. Jahrhundert handeln) ein Selfie schiessen muss.

Königsfelsengräber

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Königsfelsengräber

Eine der Hauptattraktionen von Amasya sind die Felsengräber der pontischen Könige, die hoch über der Stadt in die steilen Felswände gehauen wurden. Die fünf Grabmäler sind zwischen acht und fünfzehn Meter hoch. Sie wurden im dritten und zweiten Jahrhundert vor Christus erschaffen. Die Grabkammern sind heute leer. Der Aufstieg zu ihnen lohnt sich trotzdem, hat man doch von hier oben einen wunderbaren Blick über die Stadt und die herrliche Landschaft.

Amasya

7. Februar 2026 / Türkei / Amasya / Aussicht von den Königsfelsengräbern

Amasya zählt knapp 100’000 Einwohner und ist sehr schön am Fluss
Yesilimak gelegen, der hier ein enges Tal bildet. Die Stadt hat etliche Sehenswürdigkeiten aufzuweisen und gilt als Geheimtipp abseits der Touristenpfade, die Kultur und Natur verbindet. Viele bezeichnen Amasya als die schönste Stadt Zentralanatoliens und als eine der schönsten und charmantesten der ganzen Türkei. Wir kennen das Land noch zu wenig, um das bestätigen zu können. Sicher ist aber: Amasya ist superschön. Wären die Wetterprognosen besser, wären wir wohl gleich längere Zeit hiergeblieben.

Wunderschöne Tropfsteinformationen

7. Februar 2026 / Türkei / Ballica / Tropfsteine

Die Ballica-Höhle zählt zu den beeindruckendsten Naturwundern der Türkei. Sie ist bekannt für ihre faszinierenden Stalaktiten, Stalagmiten und seltenen geologischen Formationen, die sie zu einer der schönsten Höhlen des Landes machen. Die Tropfsteinformationen, die man hier zu sehen bekommt, sind wirklich eindrücklich. Ein Besuch lohnt sich alleweil (auch bei schönem Wetter).

Ballica-Höhle

7. Februar 2026 / Türkei / Ballica / Höhlensystem

Was sind sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, wenn es auf einer Reise dauernd regnet? Für viele stünde wohl ein Museumsbesuch an erster Stelle. Wir haben uns für die Besichtigung einer Höhle entschieden, in der es eh dunkel und feucht ist. Genauer gesagt haben wir heute Nachmittag die Ballica-Höhle besichtigt, die südöstlich von Amasya liegt. Bei der Besichtigung dieser Höhle steigt man fast hundert Meter in die Tiefe (und dann wieder hinauf). Dabei kann man insgesamt acht Hauptsäle besichtigen. Ein positiver Nebeneffekt des Höhlenbesuchs: Im Innern der Höhle liegt die Temperatur relativ konstant bei 18 Grad. So warm hatten wir es auf unserer Reise ausserhalb geschlossener Räume seit langem nicht mehr.

Am geografischen Mittelpunkt der Erdoberfläche

7. Februar 2026 / Türkei / Corum / Kentpark

Unsere Idee war es, gestern Nachmittag noch nach Amasya zu fahren. Aufgrund des schlechten Wetters wurde es jedoch früh dunkel, so dass wir uns entschieden, in der nächsten Stadt zu übernachten. Rein per Zufall war das Corum, eine Stadt, von der wir noch nie etwas gehört haben. Als wir am Abend mithilfe von Google nachschauten, was es hier überhaupt zu sehen gibt, machten wir grosse Augen. Nichtsahnend sind wir am geografischen Mittelpunkt der Erdoberfläche gelandet. Im Jahr 2003 berechnete der Forscher Holger Isenberg mithilfe digitaler Geländemodelle, dass der Punkt, der die Landmassen der Erde am gleichmässigsten verteilt, bei Corum liegt. Anders ausgedrückt ist hier der Punkt auf der Erdoberfläche, der im Durchschnitt die geringste Entfernung zu allen anderen Landmassen hat. Weil wir ein wenig müde waren, haben wir darauf verzichtet, nachzurechnen. Geografischer Mittelpunkt der Erdoberfläche hin oder her: Wir haben in Corum herrlich geschlafen und konnten unsere Reise heute Morgen gestärkt fortsetzen.

Hattuscha

6. Februar 2026 / Türkei / Hattuscha / Ruinenstadt

Heute haben wir einen Zeitensprung zurück in die Bronzezeit gemacht, also gut 3000 Jahre rückwärts. Wir haben Hattuscha, die ehemalige Hauptstadt des Hethiterreiches besucht. Die antike Ruinenstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, liegt rund 150 Kilometer östlich von Ankara im anatolischen Hochland. Hauptattraktionen der Anlage sind die massiven Stadtmauern, ein Löwentor, ein Sphinxtor und ein grosser Tempel. Die Anlage ist sehr weitläufig, so dass man in der Regel mit dem Motorfahrzeug von einer Attraktion zur nächsten fährt. Einen viel besseren Eindruck erhält man allerdings, wenn man den sieben Kilometer langen Rundweg zu Fuss abläuft. Nach unseren gestrigen Trainingseinheiten war das locker zu bewältigen und selbst der Dauerregen konnte unsere Freude nicht gross eintrüben.

Yazilikaya

6. Februar 2026 / Türkei / Yazilikaya / Felsreliefs

Nahe bei Hattuscha liegt Yazilikaya, ein bedeutendes hethitisches Felsheiligtum, das für seine eindrucksvollen Felsreliefs aus dem 13. Jahrhundert vor Christus bekannt ist. Im Gegensatz zur Ruinenstadt Hattuscha sind die Felsreliefs rasch besichtigt. Verborgen in der anatolischen Felslandschaft gibt es zwei Kammern, in denen man insgesamt sechzig Figuren betrachten kann, die in den natürlichen Fels gehauen wurden. Klein, aber fein.

Ankara

5. Februar 2026 / Türkei / Ankara / Presidential Symphony Orchestra

Heute war Wandern angesagt. Wir haben tagsüber Ankara besichtigt. Die türkische Hauptstadt zählt zwar „nur“ gut 5 Millionen Einwohner (in Istanbul leben 15 Millionen Menschen), erstreckt sich aber auf einer riesigen Fläche. Auch die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind recht gross. Es gibt in Ankara eine moderne Metro, die gut ist, um von der Peripherie ins Zentrum zu gelangen. Im Zentrum selbst hilft sie aber wenig. Zum Busfahren fehlte uns der Mut, da man hier mit Englisch nicht sehr weit kommt und das Risiko recht gross ist, dass der Bus nach der nächsten Kreuzung abzweigt und in eine völlig andere Richtung fährt. Und uns mit Taxis in der Stadt herumfahren zu lassen ist nicht so unser Ding. Daher haben wir heute recht grosse Strecken zu Fuss zurückgelegt, was ja nicht ungesund sein soll. Ankara besitzt eine kleine Altstadt mit einem sehr lebendigen Basar. Der Rest der Stadt ist überwiegend modern. Ein gutes Beispiel für ein modernes Bauwerk ist das abgebildete Präsidenten-Sinfonieorchester, in dem gut 2000 Zuschauer Platz finden.