Agadir

10. Februar 2025 / Marokko / Agadir / Strand und Burghügel

Agadir (auf deutsch übersetzt „Speicherburg“) zählt 700’000 Einwohner und ist die südlichste Touristenhochburg Marokkos. Anzutreffen sind überwiegend Badetouristen, die wegen des angenehmen Klimas und den schönen Stränden nach Agadir reisen. Neben einer alten Burg hat Agadir unserer Meinung nach wenig zu bieten. Der Grund ist ein trauriger. Ende Februar 1960 wurde Agadir von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht und weitgehend zerstört. Rund ein Viertel der Bevölkerung verlor ihr Leben. Die Stadt wurde dann praktische von Grund auf neu erbaut und ist deshalb heute die modernste von ganz Marokko. Uns zieht es in die eher ländlichen Regionen. Gerne nutzen wir aber das Angebot einer Grossstadt um unsere Essensvorräte nochmals richtig aufzustocken.

Arganöl

9. Februar 2025 / Marokko / Essaouira / Medina / Arganöl

Die reifen Früchte der Arganbäume gleichen vom Aussehen her Haselnüssen, sind aber weicher. Die Früchte können wegen den vielen Dornen und des dichten Astwerks nicht von den Bäumen geschlagen werden, sondern fallen mit der Zeit herunter und werden dann von Hand zusammengetragen. Nun gilt es die Kerne herauszuschälen. Diese werden dann aufgeschlagen. Die darin enthaltenen Mandeln werden gemahlen, um das kostbare Arganöl zu gewinnen. In der Medina von Essaouira machen das etliche Frauen noch von Hand. Arganöl wird in Kosmetika verwendet, kann aber auch verspiesen werden. Sehr beliebt ist Amlou. Amlou ist ein Gemisch aus Mandeln, Arganöl und Honig. Der typisch marokkanische Brotaufstrich sieht ähnlich aus wie Nutella, hat jedoch einen ganz anderen, mindestens ebenso guten Geschmack

Ziegen auf Arganbäumen

9. Februar 2025 / Marokko / Temanar / Arganbaum mit Ziegen

Heue Nachmittag kamen wir in den Genuss eines ganz speziellen Schauspiels. In der landschaftlich sehr reizvollen Gegend südlich von Essaouira (UNESCO-Biosphärenreservat) wachsen primär Arganbäume. Dieser extrem dornige Baum wächst nur in bestimmten Gebieten Marokkos, Algeriens und Mauretaniens. Um an die leckersten Früchte zu gelangen, klettern die Ziegen auf die Äste der Arganbäume und tun sich dort gütlich. Dass es das gibt, wussten wir. Wir hätten aber nie gedacht, dass wir das einmal live sehen würden. Doch auf halber Strecke zwischen Essaouira und Agadir haben wir etwas abseits der Hauptstrasse tatsächlich eine Herde Ziegen entdeckt, die sich um zwei Arganbäume scharrten und auf diese kletterten. Ein eindrückliches Schauspiel, dass unvergesslich bleibt.

Jonathan mit zwei Kollegen

9. Februar 2025 / Marokko / Essaouira / Hafen

Nicht nur wir lieben Fisch. Im Hafen von Essaouira wimmelt es nur so von Möwen, die versuchen, sich einen Bissen zu erhaschen. Für die Fischer sind die Vögel lässig, müssen sie doch ihren Fang dauernd vor den fliegen Dieben schützen. Für uns sind die Möwen immer wieder ein dankbares Fotomotiv.

Poisson à la marocaine

9. Februar 2025 / Marokko / Essaouira / Hafen

Im Hafen von Essaouira haben wir heute Mittag Fisch gegessen. Das System funktioniert wie folgt: an einem der rund dreissig Fischstände sucht man sich den gewünschten fangfrischen Fisch aus. Bei den meisten Fischständen hat es dann jemanden, der die Fische für ein kleines Geld ausnimmt und auf Wunsch filetiert. Nun geht man zu einem der Grillstände im Hafen. Hier wird der Fisch grilliert und man kann ihn zusammen mit Brot oder einem Salat an einem gedeckten Tisch beim Grillstand verspeisen. Für zwei grosse, prächtige Doraden haben wir mit dem ganzen Service knapp zwanzig Franken bezahlt. Gespiesen haben wir direkt am Wasser neben den farbigen Fischerbooten. Der Fisch war 1a, unser Vergnügen riesengross.

Wo ist mein Boot?

9. Februar 2025 / Marokko / Essaouira / Hafen

Essaouira ist bekannt für seine charakteristischen kleinen blauen Fischerboote. Die Boote sind miteinander vertaut und bilden einen grossen blauen Teppich. Wie das System genau funktioniert haben wir heute nicht herausgefunden. Wir nehmen nicht an, dass sich die Fischer einfach eines der vordersten Boote schnappen, sondern dass sie jeweils warten müssen, bis sie freie Fahrt haben. Das ist aber bloss eine Vermutung. Wir werden es herausfinden, wenn wir irgendeinmal wieder in Essaouira aufkreuzen. Ein alter „Trick“ von mir ist, in einer Stadt nie restlos alles Spannende anzuschauen oder herauszufinden. So gibt es immer wieder einen Grund, um nochmals herzukommen.

Essaouira / Medina

8. Februar 2025 / Marokko / Essaouira / Medina

Gegen Abend haben wir den Touristenhotspot Essaouira erreicht. Die Stadt liegt 170 Kilometer westlich von Marrakesch. Die Kombination aus schönen Stränden, hübscher Altstadt (seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe), tollem Fischerhafen und Nähe zu einem internationalen Flughafen sorgt dafür, dass Essaouira so touristisch ist wie kaum eine andere Stadt in Marokko. Mittlerweile sind es über eine Millionen Besucher, die die Kleinstadt jedes Jahr aufsuchen. Touristenscharen schrecken uns eher ab (obwohl wir selbst ja auch Touristen sind). In Essaouira müssen wir aber zugeben: die Stadt ist trotz grossem Besucherstrom und touristisch ausgerichtetem Angebot superschön.

Fischerhafen von Safi

8. Februar 2025 / Marokko / Safi / Fischerhafen

In Safi durften wir endlich einmal einen grösseren Fischerhafen besuchen. Das emsige Treiben, das hier vorherrscht, hat uns fasziniert. Die mittelgrossen Fischkutter werden reihenweise „parkiert“. Das an der Hafenmauer festgemachte Schiff kann manchmal erst ausfahren, wenn sechs daneben festgebundene Kutter den Anlegeplatz verlassen haben. Pro Schiff braucht es rund zwanzig Mann Besatzung, was zur Folge hat, dass es im Hafen nur so wimmelt vor Menschen. Gefischt werden hauptsächlich Sardinen, die dann vor Ort verarbeitet und verpackt werden. An den Verkaufsständen im Hafen wurden aber auch viele andere Fischsorten zum Verkauf angeboten. Ein richtiger Augenschmaus für alle, die gerne Fisch haben.

Safi / Medina

8. Februar 2025 / Marokko / Safi / Medina

Wenn man in Marokko etwas fotografieren will, gibt es zwei gute Wege, um ans Ziel zu kommen. Freundlich fragen ist ein relativ sicherer Weg. Freundlich fragen und etwas kaufen ist ein ganz sicherer Weg. Nachdem wir in der Medina ein Kilo Karotten für knapp 50 Rappen erworben haben, war das Pferd damit einverstanden, dass wir es ablichten. Hätte es allerdings gewusst, dass wir die Karotten selber verspeisen und nicht ihm verfüttern, hätte es sich die Sache eventuell anders überlegt.

Safi / Château de Mer

8. Februar 2025 / Marokko / Safi / Château de Mer

Safi ist eine 350’000 Einwohner zählende Grossstadt, die nordwestlich von Marrakesch am Atlantik liegt. Safi besitzt den zweitwichtigsten Hafen Marokkos (nach Casablanca) und ist zudem eine wichtige Industriestadt. Die Region ist phosphatreich. Die abgebauten Phosphate werden in Safi in riesigen Industriebetrieben zu Düngemitteln verarbeitet und dann zu einem ordentlichen Teil exportiert. Touristisch interessant ist die eher kleine, aber spannende Medina. Zwischen der Medina und dem Meer liegt das Château de Mer (Ksar el Bar), das von den Portugiesen anfangs des 16. Jahrhunderts errichtet wurde.