Am Strand von Sidi Ifni

13. Februar 2025 / Marokko / Sidi Ifni / Strand

Immer wenn man einen traumhaft schönen Ort verlässt, hat es der nächstfolgende Ort schwer. Selbst das Schöne fällt dann im Vergleich mit dem speziell Schönen ab. So ist es heute auch Sidi Ifni ergangen. Dessen Strand ist zwar auch schön, aber eben lange nicht so schön wie der von Legzira. Auch die Felsformationen am Rande des hiesigen Strandes sind schön, können aber logischerweise nicht mit dem riesigen Felsentor von Legzira mithalten. Unsere Begeisterung für Sidi Ifni hält sich daher in Grenzen. Enttäuscht sind wir aber keinesfalls. Auch hier lässt es sich sehr gut leben, was nicht zuletzt die grosse Zahl von Dauercampern beweist.

Sidi Ifni

13. Februar 2025 / Marokko / Sidi Ifni / Treppen im Norden

Die beiden Tage am herrlichen Strand von Legzira haben wir sehr genossen. Auch Hopo hat seinen gestrigen Ruhetag genossen. Heute musste er wieder ran an die Säcke. Aber wir haben ihm zu einem sanften Wiedereinstieg ins Arbeitsleben verholfen und sind bloss zwölf Kilometer südwärts nach Sidi Ifni gefahren. Sidi Ifni zählt gut 20’000 Einwohner und liegt am Rande einer kargen Wüstenlandschaft. Wohl auch deshalb trägt die Stadt den Übernamen „Tor zur Sahara“. Sidi Ifni lebt vom Fischfang und vom Tourismus. Ganze fünf Campings gibt es in und am Rand der Stadt, allesamt gut gefüllt mit Surfern und Rentnern. Nach zwei Nächten in einem Mini-Dorf ist es uns hier fast schon zu touristisch. Gut an Sidi Ifni gefällt uns, dass praktisch alle Häuser der Stadt einheitlich in weiss und blau gehalten sind.

Bucht nördlich von Legzira

12. Februar 2025 / Marokko / Legzira / Bucht im Norden

Rund um Legzira reihen sich mehrere Buchten aneinander. Eine schöner als die andere. Etliche sind aber nur schwer erreichbar. Schiffe, die die Touristen an die einsamen Buchten führen, gibt es hier noch nicht. So bleiben die einsamen Buchten einsam und die Natur intakt. Gut so.

Dromedare am Strand

12. Februar 2025 / Marokko / Legzira / Dromedar

Wem der Fussmarsch zum Arc de Legzira zu anstrengend ist, kann sich auch auf einem Dromedar dorthin führen lassen. Zwei Kameltreiber bieten mit ihren vier Dromedaren für ein bescheidenes Geld Ausritte an. Über den ganzen Tag verteilt haben sie dann auch ordentlich zu tun. Wir selbst haben noch auf einen Ausritt verzichtet. Wir wollen dann in den Dünen einen Kamelritt unternehmen. Obwohl sie uns nichts verkaufen konnten sind wir mit den beiden Berbern mehrmals ins Gespräch gekommen. Ein klein wenig Schweizer Schokolade hat ihre Zungen gelockert. Die beiden sind das ganze Jahr über am Strand von Legzira beschäftigt und scheinen mit ihrem Leben ganz zufrieden zu sein.

L’Arc de Legzira zum zweiten

12. Februar 2025 / Marokko /  Legzira / L’Arc de Legzira

Am Strand von Legzira hat es uns gestern so gut gefallen, dass wir uns entschlossen haben, einen weiteren Tag und eine weitere Nacht anzuhängen. Das touristische Angebot hier ist bescheiden, aber sehr sympathisch. Übernachtungsplätze gibt es nur wenige. Einige von Einheimischen betriebene Restaurants stuhlen direkt auf den breiten Strand hinaus. Bei Ebbe (der Tidenhub beträgt hier gut zwei Meter) werden Tische, Stühle und Sonnenschirme weiter nach draussen gezügelt, bei Flut holt man sie wieder ein ordentliches Stück zurück. Das Menü- und Getränkeangebot ist überschaubar, aber fein. Ein Einheimischer betreibt eine kleine Surfschule. Dann gibt es noch zwei Kameltreiber und vier Dromedare. Das war es dann. Sanfter Tourismus in Reinkultur.

Sonnenuntergang in Legzira

11. Februar 2025 / Marokko / Legzira / Sonnenuntergang

Den Tag am Strand von Legzira haben wir in vollen Zügen genossen. Auch unser heutiges Nachtessen war speziell. Die Tische und Stühle von drei einfachen Restaurants stehen direkt auf dem Sandstrand. So konnten wir an vorderster Front ein paar wenige Meter vom Meer entfernt ein Filet de Saint Jacques (ein Fischfilet, keine Coquilles de Saint-Jaques) geniessen. Kaum waren wir mit dem Essen fertig, wurde uns quasi als Dessert ein prächtiger Sonnenuntergang „serviert“. Fast schon kitschig.

L’Arc de Legzira

11. Februar 2025 / Marokko / Legzira / L’Arc de Legzira

Legzira sind wir angefahren, weil wir im Internet auf ein Foto des Felsentors gestossen sind. Im vergangenen Sommer haben wir in Irland und in Nordfrankreich einige Felsentore gesehen. Keines hatte aber auch nur annähernd die Dimensionen des Arc de Legzira. Wirklich eindrücklich.

Plage Legzira

11. Februar 2025 / Marokko / Legzira / Häuser am Stand

Den Strand von Legzira erreicht man über eine steile, staubige Schotterstrasse. An dieser gibt es rund zwanzig Parkplätze. Legzira besteht aus rund zwei Dutzend Häuser, wobei in einigen Restaurants und ganz bescheidene Hotels untergebracht sind. Der Strand ist lang und recht breit, mehrheitlich schön sandig, teilweise aber auch mit Steinen durchsetzt. Ich gehöre zu der Spezies Mensch, die nur dann im Meer baden geht, wenn es aussergewöhnlich schön ist (was so alle zwei Jahre einmal der Fall ist). Heute war ich baden. Trotz einer Tageshöchsttemperatur von 24 Grad war der Atlantik recht frisch. Das Bad war aber ein Genuss. Was für ein Glück, hier gelandet zu sein.

Legzira

11. Februar 2025 / Marokko / Legzira / Parkplatz über dem Strand

Eigentliches Ziel unserer heutigen Etappe war die alte Garnisonsstadt Guelmim, die hundert Kilometer südwestlich von Tiznit liegt. Vorher wollten wir aber noch die Küstenstadt Sidi Ifni ansteuern und in Legzira einen ersten Zwischenstop einlegen. In diesem Legzira sind wir nach rund einer Stunde eingetroffen. Schon beim Abzweigen ab der Hauptstrasse haben wir realisiert, dass wir einem ganz speziellen Ort ansteuern. Als uns der Parkplatzwächter fragte, ob wir auch die Nacht hier verbringen wollen, haben wir spontan zugesagt. Hopo steht nun zuvorderst auf einer Klippe. Unter uns die paar wenigen Häuser von Tiznit, ein traumhaft schöner Strand und der wilde Atlantik. Was für ein Glück, hier zu landen.

Tiznit

10. Februar 2025 / Marokko / Tiznit / Bab Ljdid

Tiznit liegt gut 80 Kilometer südlich von Agadir im Landesinnern. Die ehemalige Garnisonsstadt ist heute ein wichtiges Handelszentrum. Die 75’000 Einwohner sind praktisch allesamt Angehörige verschiedener Berberstämme. Alles läuft hier viel gemütlicher ab als in den grossen Städten, in denen wir zuvor waren. Bei der Planung des heutigen Tages waren wir etwas erstaunt, dass es in der Kleinstadt sechs Campingplätze gibt. Wir nahmen an, dass wir bei diesem grossen Angebot praktisch alleine sein werden. Weit gefehlt. Unser Campingplatz war bei unserer Ankunft am führen Nachmittag voll (das zweite Mal hintereinander) und wir können froh sein, dass wir noch einen kleinen Ausweichplatz zugeteilt erhalten haben. Der Grund hierfür sind Dauercamper. Ein Beispiel hierfür ist unserer Platznachbar aus der Lüneburger Heide, der zum siebzehnten Mal hintereinander den Winter in Marokko verbringt und praktisch die ganzen 90 Tage, die man im Land bleiben darf, in Tiznit verbringt. Sehr viel Sonne, angenehme Temperaturen (heute bis 25 Grad) und günstige Preise sind gute Argumente für einen längeren Aufenthalt im südlichen Marokko.