Kurzer Abstecher nach Spanien

30. September 2025 / Spanien / Bossost / Dorf vom Osten her

Ab dem Col du Portillon führt die Route des Cols während knapp zwanzig Kilometern durch Spanien. Direkt unterhalb des Passes liegt die Gemeinde Bossost, die zur Autonomen Gemeinschaft Katalonien gehört. Bossost ist ein hübscher kleiner Ort mit vielen alten Gebäuden, durch den ein Bergbach rauscht. Leider gibt es aber auch viel Durchgangsverkehr.

Maya im spanischen Baskenland

20. September 2025 / Spanien / Maya / Dorf von Westen her

Gewendet habe ich heute in der Nähe des kleinen baskischen Dorfes Maya. Von hier aus ging es über den Col d’Otxondo zurück nach Sare. Die nächste Etappe werde ich rund dreissig Kilometer von Maya entfernt starten (vermutlich in Saint-Jean-Pied-de-Port). Wann ich diese Etappe in Angriff nehmen kann, ist noch offen. Für morgen und übermorgen melden sie im Baskenland ergiebige Regenfälle. Und Fahrten bei Regen versuche ich wenn immer möglich zu vermeiden. Noch habe ich aber die Hoffnung, dass der Regen zwischendurch für zwei oder drei Stunden aussetzt. Dann gibt es eventuell doch noch eine kürzere Tagesstrecke. Falls nicht, geht es wohl erst am Dienstag weiter.

Col d’Otxondo (2. Pass)

20. September 2025 / Spanien / Col d’Otxondo / Passhöhe

Ich bin in Spanien angekommen. Der zweite und dritte Pass der Route des Cols befinden sich in Spanien, die übrigen 32 Pässe in Frankreich. Mit 602 Metern ist der Col d’Otxondo, der in einer typisch baskischen Landschaft eingebettet ist, ein mittelschwerer Pyrenäenpass. Die Steigungsprozente sind allerdings moderat. Zu schaffen machte mir einzig die Wärme. Es ist heute Nachmittag bis zu dreissig Grad warm geworden, was ich mir nach dem Aufenthalt in Norwegen und Schweden nicht mehr gewohnt bin. Es erfolgt nun aber ein Wetterumschwung und ein Temperatursturz. Die letzte Nacht war eine Tropennacht mit einer Minimaltemperatur von 24 Grad. In der kommenden Nacht soll das Thermometer bis auf sechs Grad sinken. Ideal wäre etwas in der Mitte. Aber das Wetter ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert.

Oviedo

13. Mai 2025 / Spanien / Oviedo / Plaza Feijoo

Heute Nachmittag haben wir Oviedo besucht, das auf gut zweihundert Metern Höhe im Zentrum Asturiens liegt (25 Kilometer vom Meer entfernt). Oviedo zählt 220’000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Fürstentum Asturien, wie die Region ganz korrekt heisst. Im frühen Mittelalter war die Stadt sogar die Residenz des damals unabhängigen Königreiches Asturien. Oviedo besitzt eine kleine, aber sehr schöne Altstadt mit einer mächtigen Kathedrale und einigen lauschigen Plätzen. Wie in allen grösseren spanischen Städten ist auch in Zentrum von Oviedo kaum ein freier Parkplatz zu finden. Erst recht nicht für Wohnmobile. Der ÖV funktioniert in den Städten aber meist gut. Daher lohnt es sich, am Stadtrand zu parkieren und sich für ein kleines Geld mit einem Bus stressfrei mitten ins Zentrum chauffieren zu lassen.

Cudillero

13. Mai 2025 / Spanien / Cudillero / Hafen

Wir befinden uns an der Costa Verde. Die Landschaft hier oben im Norden Spaniens ist tatsächlich grün. Wenn wundert’s bei dem vielen Regen, der hier fällt. An dieser Costa Verde kann man noch einige recht ursprüngliche Fischerorte besuchen. Ein besonders hübscher Ort ist Cudillero. Das Fischerdorf schmiegt sich in ein enges Tal, welches die Steilküste durchbricht. Bunte Häuser klettern die grünen Hänge empor. Sehenswert ist auch der Hafen, der mich von den Farben her irgendwie an Norwegen erinnert.

Luarca

12. Mai 2025 / Spanien / Luarca / Hafen

Wir haben Galicien verlassen und sind nun in Asturien, genauer gesagt in Luarca. Wir haben versucht, das trübe und regnerische Wetter in Galicien zurückzulassen. Leider vergeblich. Es hat heute mehr oder weniger den ganzen Tag geregnet, was uns von einer Weiterfahrt abhielt. Luarca verfügt über einen schönen Fischerhafen. Der alte Ortskern liegt rund um eine s-förmige Bucht zwischen steilen Klippen. Westlich vom Hafen gibt es mehrere Sandstände. Luarca lebt daher nicht nur vom Fischfang, sondern auch vom Tourismus, wobei spanische Feriengäste klar in der Mehrzahl sind. Insgesamt ein toller Ort, den zu besuchen sich lohnt.

Mondoñedo

11. Mai 2025 / Spanien / Mondoñedo / Kathedrale

Auf der Fahrt von La Coruña Richtung Osten haben wir in Mondoñedo einen Zwischenhalt eingelegt. Das Städtchen mit seinen gut dreitausend Einwohnern liegt in einem weiten Tal, das sich zum Golf von Biskaya hin öffnet. Mondoñedo ist eine alte Bischofsstadt und eine der eindrucksvollsten Hauptstädte des alten Königreichs Galicien. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz. Die Kathedrale zählt zu den Nationaldenkmälern Spanies. Speziell gefreut hat uns in Mondoñedo, dass sich der Himmel wieder einmal öffnete und die Sonne zum Vorschein trat.

La Coruña

11. Mai 2025 / Spanien / La Coruña / Avenida da Mariña

Die Hafenstadt La Coruña liegt im Nordosten Spaniens am Golf von Ártabro an der Atlantikküste. Die Stadt verfügt über einen riesigen Sandstrand, der eine grosse Bucht umschliesst. Das sieht sehr verlockend aus. Das Klima hier oben ist allerdings rau. Oft blasen starke Winde und es regnet viel. Typisch für La Coruña ist, dass viele Häuser mit Vorfenstern ausgestattet sind (bei drei von vier Häusern soll das der Fall sein). Diese Vorfenster sieht man auch in anderen galicischen Städten und Dörfern. Aber nirgends so ausgeprägt wie in La Coruña. Speziell eindrücklich ist die Avenida da Mariña, bei der ein ganzer Strassenzug flächendeckend mit Vorfenstern ausgestattet ist.

Santiago de Compostela

10. Mai 2025 / Spanien / Santiago de Compostela / Kathedrale

Wir übernachten heute in Santiago de Compostela. Die Hauptstadt der autonomen spanischen Gemeinschaft Galicien ist bekannt als Wallfahrtsort, in dem die verschiedenen Jakobswege enden. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale, in der der Heilige Jakobus begraben sein soll (was offenbar nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist). Die Kathedrale ist ein wahrlich eindrücklicher Bau, selbst bei trübem Wetter. Die Stimmung auf dem Platz vor der Kathedrale mit all den müden, zum Teil gezeichneten, aber immer stolzen Pilgern ist eine ganz spezielle.

Dunkle Wolken über Pontevedra

10. Mai 2025 / Spanien / Pontevedra / Ponte da illa do Covo

Eigentlich hatten wir im Sinn, zu den Rías Gallegas, den „Galizischen Buchten“, zu fahren. Die Rías Gallegas sind fjordartige Meeresbuchten, die nördlich von Vigo beginnen, und die durch das Überschwemmen von Flusstälern während des Eiszeitendes entstanden sind.  Das trübe Wetter hat uns dann aber davon abgehalten. Es macht wenig Sinn und Freude, bei Regen grössere Umwege in Kauf zu nehmen, um Küsten entlangzufahren, von denen man wenig sieht. Wir haben stattdessen in Pontevedra, einer Stadt mit 80’000 Einwohnern, einen Halt eingelegt. Das Wetter war hier natürlich auch nicht freundlicher. Und die Stadt ist nicht besonders sehenswert. Am besten gefallen hat uns noch die Markthalle, in der etliche Fischhändler anzutreffen waren. Ihr Angebot war verlockend. Den Rest der Stadt kann man sich getrost ersparen.