Pas de la Casa

4. Oktober 2025 / Andorra / Pas de la Casa / Dorf von Westen her

Die erste Gemeinde auf andorranischem Gebiet ist auf über zweitausend Metern Pas de la Casa. Der Ort ist einerseits eine Skistation mit recht vielen Bahnen, die in einer schönen Bergkulisse liegt. Und andererseits ist Pas de la Casa ein riesiges Shoppingcenter, das mit zollfreien Gütern Scharen von französischen und spanischen Einkaufstouristen anzieht. Das Warenangebot und die Preise müssen verlockend sein, wenn die Tagesausflügler weite Strecken und kilometerlange Staus in Kauf nehmen. Und das sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt, da sich am Abend erneut ein riesiger Stau vor der gleichen Baustelle in die umgekehrte Richtung bildete. Da kann ich nur eins sagen: Happy Shopping!

Chèze

26. September 2025 / Frankreich / Chèze / Dorf von Westen her

Wenn man schon in den Genuss eines prächtigen Tages kommt, dann soll man diesen auch möglichst gut nutzen. Weil ich nach der Abfahrt vom Col du Soulor noch gute Beine hatte, habe ich bereits rund einen Drittel der Westseite des Col du Tourmalet, des Königs der Pyrenäenpässe, befahren. Dank dieser Vorarbeit sollte es morgen ohne grössere Schwierigkeiten möglich sein, von beiden Seiten her auf den Pass zu fahren. Auf der Fahrt Richtung Tourmalet ist mir das kleine Dörfchen Chèze ins Auge gestochen, das auf einer Anhöhe über dem Tal des Flusses Gave de Pau liegt. Im Ort sollen noch knapp fünfzig Einwohner leben und es soll einige interessante historische Gebäude geben. Wenn ich kein anderes Programm hätte, ginge ich mir das morgen genauer anschauen.

Maya im spanischen Baskenland

20. September 2025 / Spanien / Maya / Dorf von Westen her

Gewendet habe ich heute in der Nähe des kleinen baskischen Dorfes Maya. Von hier aus ging es über den Col d’Otxondo zurück nach Sare. Die nächste Etappe werde ich rund dreissig Kilometer von Maya entfernt starten (vermutlich in Saint-Jean-Pied-de-Port). Wann ich diese Etappe in Angriff nehmen kann, ist noch offen. Für morgen und übermorgen melden sie im Baskenland ergiebige Regenfälle. Und Fahrten bei Regen versuche ich wenn immer möglich zu vermeiden. Noch habe ich aber die Hoffnung, dass der Regen zwischendurch für zwei oder drei Stunden aussetzt. Dann gibt es eventuell doch noch eine kürzere Tagesstrecke. Falls nicht, geht es wohl erst am Dienstag weiter.

Zuheros

11. März 2025 / Spanien / Zuheros / Dorf von Westen her

Highlight des heutigen Tages war das kleine Dorf Zuheros, das bloss 600 Einwohner zählt. Der Ort liegt sehr schön auf einem Felssporn mitten in einer Landschaft voller Olivenbäume. Die weissen Häuser hängen zum Teil über einer gewaltigen Schlucht und schmiegen sich rund um die Ruinen einer maurischen Burg. Alles ist sehr schön gepflegt. Tolle Gehwege führen zu verschiedenen Aussichtspunkten. Zuheros ist eine Trouvaille, die man unbedingt besuchen sollte.

Castro del Rio

18. Januar 2025 / Spanien / Castro del Rio / Dorf von Westen her

Weil die Beine heute gut drehten und ich trotz hügeligem Gelände zügig vorwärts kam, habe ich einen kleinen Abstecher nach Castro del Rio eingebaut. Es hat sich gelohnt. Die Gemeinde mit knapp 8’000 Einwohnern ist schön anzuschauen. Wie in vielen anderen andalusischen Gemeinden auch ziehen schmale Gassen den Berg hinauf. Oben gibt es dann eine Burg und mindestens eine alte Kirche. Einmal mehr wurde ich heute von Top-Wetter verwöhnt. Damit scheint es nun aber vorbei zu sein. Morgen Sonntag soll es bewölkt sein, am Montag und Dienstag soll es regnen. Und am Mittwoch fliege ich für eine Woche zurück in die Schweiz. Allzu viele Velo-Kilometer wird es so nicht mehr geben. Grund zum Klagen habe ich allerdings nicht. Ich hatte in den letzten sechs Wochen riesiges Wetterglück und konnte von viel Sonne und angenehmen Temperaturen profitieren. Mein ursprüngliches Ziel war es ja, „bloss“ bis nach Gibraltar zu fahren.