Zauberhaftes Camogli

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Front beim Strand

Parkplätze sind in der 5’000-Seelen-Gemeinde Camogli, die 25 Kilometer südöstlich von Genau liegt, ein knappes Gut. Die meisten gehören Privaten oder sind für Einheimische reserviert. Der Rest ist selbst Ende Oktober rasch besetzt. Nach einigem hin und her konnten wir Hopo weit oben am Hang an einer Strasse parkieren. Die zwei Kilometer Weg steil hinunter ins Dorf waren leicht zu bewältigen. Der Rückweg in der warmen Mittagssonne dann aber sehr schweisstreibend. Aber der Besuch von Camogli hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Das Fischerdorf, das heute überwiegend vom Tourismus lebt, sieht zauberhaft aus. Und der Besucheransturm hält sich noch einigermassen in Grenzen. Es ist ja Ende Oktober … und es hat nur eine beschränkte Anzahl von Besucherparkplätzen.

Gassenwirrwarr und offene Plätze

29. Oktober 2024 / Italien / Genua / Piazza Corvetto

Charakteristisch für Genuas Altstadt sind die engen, hohen Gassen, in die nur wenig Licht eindringt. Der Grossteil der Altstadt wurde in den letzten Jahrzehnten saniert, so dass die schmalen Gassen heute keinesfalls mehr furchteinflössend wirken (was im letzten Jahrhundert noch lange der Fall war). Dennoch ist man froh, wenn man gelegentlich wieder auf einen offenen Platz wie etwa die Piazza Corvetto trifft. Wir haben heute etliche Kilometer abgespult. Der Kaloriennachschub war jederzeit sichergestellt. Fast in jeder Gasse im Zentrum stösst man auf kleine Geschäfte und Ristoranti, die entweder Focaccia in allen Variationen oder hausgemachte Pasta an diversen Saucen (so natürlich auch an Pesto alla Genovese) anbieten. Die Focaccia soll in Genua erfunden worden sein. Sie schmeckt hier wirklich vorzüglich.

Stern von Genua

29. Oktober 2024 / Italien / Genua / Hafen / Il Bigo

Genua zählt 600’000 Einwohner und ist damit die sechstgrössste Stadt Italiens. Der Hafen wurde umfassend saniert. Von hier aus hat man einen wirklich tollen Blick auf die Altstadt und die angrenzenden Quartiere. Wer vom Boden aus nicht genug zu sehen bekommt, kann sich mit einem Panorama-Lift, der am „Bigo“ hängt, vierzig Meter in die Höhe ziehen lassen. Im Wasser spiegelnd sieht „Il Bigo“ fast wie ein Stern aus. Gleich hinter dem Hafen breitet sich das Gassengewirr von Genuas Altstadt aus. Eine Welt für sich.

Genua – Kompliziert, aber schön

29. Oktober 2024 / Italien / Genua / Stadt vom Hafen aus

Sich in Genua zurecht zu finden, ist nicht ganz einfach. Dem Meer entlang soll sich die Stadt auf einer Strecke von fünfzehn Kilometern ausdehnen. Meist geht es nach der Küste gleich in die Höhe. Eine Vielzahl von kleineren und grösseren bebauten Tälern wechseln sich ab. Parkplätze zu finden ist alles andere als trivial, speziell natürlich dann, wenn man mit einem Camper unterwegs ist. Die Metro funktioniert gut und ist praktisch. Bis man aber von einem ergatterten Parkplatz aus bis zu einer Metrostation vorgedrungen ist, braucht es einiges, ist doch das Busnetz für Ortsunkundige nur schwer zu durchschauen. Hat man aber einmal das Zentrum erreicht, kommt man in den Genuss einer wirklich tollen Stadt, die auch kulinarisch einiges zu bieten hat.

Zwischenhalt in Alessandria

28. Oktober 2024 / Italien / Alessandria / Piazza Giuseppe Garibaldi

Unsere erste Nacht verbringen wir in Alessandria, das rund hundert Kilometer südwestlich von Mailand liegt. Alessandria liegt im Piemont und zählt 90’000 Einwohner. Die Stadt gehört sicher nicht zu den Topdestinationen Italiens, weshalb wir auch keine anderen Touristen ausmachen konnten. Die Piazza Giuseppe Garibaldi, der Dom und die Zitadelle sind aber durchaus sehenswert. Und es ist viel italienisches Flair zu spüren: Bars, die in den Altstadtgassen aufgestuhlt haben, diverse Ristoranti, Bäckereien mit italienischen Spezialitäten und Pizzen, Früchte- und Gemüsehändler, Vinotheken und Spezialitätenläden mit hausgemachten Teigwaren und diverser Feinkost. Einzig Gelaterien waren keine mehr auszumachen. Dabei hatten wir doch 22 Grad. Aber eben: 22 Grad heisst für uns T-Shirt-Wetter, für die Einheimischen ist definitiv der Zeitpunkt gekommen, um ihr Haus in der Winterjacke zu verlassen.

Auf dem Weg nach Ligurien

28. Oktober 2024 / Italien / Alessandria / Ponte Cittadella

Seit Jahren haben wir uns vorgenommen, wieder einmal die Cinque Terre zu besuchen. Aber jedes Mal, wenn wir in letzter Zeit südwärts fuhren, war in Ligurien schlechtes Wetter oder es passte sonst irgend etwas nicht. Jetzt sollte es aber klappen. Für die nächsten Tage melden sie für Ligurien angenehme Temperaturen und viel Sonnenschein. Also nichts wie hin. Da wir heute eher etwas spät gestartet sind und die Reisetage merklich kürzer werden (um halb sechs ist es bereits dunkel), haben wir nur rund drei Viertel der Strecke nach Genua hinter uns gebracht. Die Reise verlief absolut problemlos. Kein Stau am Gotthard, kein Stau an der Grenze. Einzig um Mailand herum hatte es etwas mehr Verkehr. Aber alles im grünen Bereich. Und ab Luzern ohne lästigen Nebel.

Wieder zu Hause

20. Oktober 2024 / Schweiz / Berner Seeland

Nach 38 erlebnisreichen Reisetagen sind wir wieder zu Hause. Wir freuen uns auf unsere Familie. Und wir sind dankbar dafür, dass alles gut abgelaufen ist und dass wir viel Schönes erleben durften. In letzter Zeit führten uns unsere Reisen primär in den Norden, Westen und Süden. Wir durften nun feststellen, dass auch der Osten Europas und der Balkan viel zu bieten haben. Wir arbeiten nun ein paar Tage, erholen uns und erledigen einiges, das in den letzten Wochen liegenblieb. Nach einer Woche Unterbruch geht es dann wieder weiter. Geplant ist ein dreiwöchiger Abstecher nach Italien.

Noch ein paar wenige Angaben zu unserer Ungarn-Reise: Wir waren während 38 Tagen unterwegs und haben dabei acht Länder besucht (Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Slowenien, Schweiz). Insgesamt haben wir 5’956 Kilometer auf der Strasse zurückgelegt. Dazu noch je eine dreistellige Zahl von Kilometern zu Fuss und per Fahrrad.

Innsbruck

19. Oktober 2024 / Innsbruck / Maria-Theresien-Strasse

Unsere Rückreise aus Rumänien und Ungarn haben wir bald schon hinter uns. Wir haben in Innsbruck übernachtet. Nun sind es nur noch gut 400 Kilometer bis ins Seeland, und das grossmehrheitlich auf Autobahnen. Den gestrigen Vormittag haben wir in und um Bad Ischl verbracht. Eine tolle Region, mit all ihren Bergen und Seen. Die Reise nach Innsbruck verlief dann reibungslos. Relativ wenig Verkehr und keine Wartezeiten an den Grenzübergängen (nach Salzburg ging es noch ein Stück durch Deutschland). Die systematischen Grenzkontrollen, die die Deutschen angekündigt haben, scheinen nicht stattzufinden oder wurden bereits wieder gekippt. In Innsbruck trafen wir dann auf das, was wir in Ungarn (mit Ausnahme von Budapest) und Rumänien kaum angetroffen haben: viele Touristen, etliche asiatische und indische Reisegruppen. Fast schon wieder ein Kulturschock für uns. Wir haben uns dann auch recht rasch wieder aus dem Zentrum Innsbrucks verabschiedet.

Etikettenschwindel

18. Oktober 2024 / Österreich / Bad Ischl / Trinkhalle

Nach einigen Stunden am Steuer hatte ich in Bad Ischl das Gefühl, mir einen kühlen Gerstensaft verdient zu haben. Voller Freude habe ich mich in die hiesige Trinkhalle gestürzt. Die Enttäuschung war gross. Was in der Trinkhalle an Flüssigem verabreicht wurde schmeckte nicht nach Brauerei, sondern nach Salzbergwerk und war schlicht ungeniessbar.