Tirana

31. Dezember 2025 / Albanien / Tirana / Skanderbeg-Platz

Tirana ist die Hauptstadt und das pulsierende Herz Albaniens. Von den knapp drei Millionen Einwohnern Albaniens leben rund 700’000 in der Hauptstadt. Tirana ist eine sehr moderne Stadt. Fast überall auf dem Stadtgebiet trifft man auf moderne Hochhäuser oder sieht zumindest in der Nähe solche. Der riesige Skanderbeg-Platz bildet den Mittelpunkt der Stadt. Die einzigen historischen Gebäude am Platz, die die kommunistische Ära überlebt haben, sind eine Moschee und ein Uhrturm (beide rund 200 Jahre alt). Ansonsten bestimmen moderne Bauten und Hochhäuser das Gesicht des Platzes. Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht von Tirana. Ich habe nicht erwartet, hier auf eine so moderne Stadt zu stossen, in der so viel läuft.

Burg von Petrele

31. Dezember 2025 / Albanien / Petrele / Burg

Das kleine Dörfchen Petrele liegt zehn Kilometer südlich von Tirana auf einem Hügel. Überragt wird das Dorf von einer Burg, die auf einem markanten, steilen Felshügel erbaut wurde. Bereits im 3. Jahrhundert nach Christus wurden hier erste Befestigungen errichtet, die dann im Verlauf der Zeit stetig ausgeweitet und modernisiert wurden. Ich hätte mir die Burg gerne aus der Nähe und von innen angesehen. Leider ist sie zurzeit aber geschlossen. Reisen im Winter bringt einige Vorteile mit sich, hat aber auch zur Folge, dass etliche Sehenswürdigkeiten und touristische Einrichtungen geschlossen sind. Aber kein Problem. Die Burg sieht auch aus einer gewissen Entfernung eindrücklich aus.

Brücke Ura e Golikut

30. Dezember 2025 / Albanien / Golik / Brücke Ura e Golikut

Ich bin auf dem Weg in die albanische Hauptstadt Tirana. Unterwegs habe ich einen kleinen Abstecher gemacht, um mir die alte Steinbrücke bei Golik anzuschauen. Die mehrbögige Ura e Golikut soll aus der Zeit der osmanischen Herrschaft stammen und im 17. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie lag auf der Via Egnatia, die die Adria mit dem Byzantinischen Reich und speziell mit Istanbul verband. Genau auf dieser Route befinde ich mich auch, komme ich doch von der Adria her und habe das Ziel, irgend einmal im Februar in der Türkei und vermutlich auch in Istanbul zu sein. Aktuell fahre ich zwar gerade in die falsche Richtung. Das wird sich im Verlauf meiner weiteren Reise aber schon wieder korrigieren.

Albanische Sitzbänke

30. Dezember 2025 / Albanien / Pogradec / Sitzbänke am See

Es war richtig idyllisch heute Morgen am Ohridsee in Pogradec. Im Gegensatz zur Stadt selbst ist die Uferpromenade attraktiv. Sehr originell fand ich die Sitzbänke, die sie hier aufgestellt haben. Auf dieses Design muss man zuerst einmal kommen.

Pogradec

30. Dezember 2025 / Albanien / Pogradec / Seeufer

Nach bloss 15 Kilometern Fahrt habe ich heute Morgen die Grenze zu Albanien erreicht. Unterwegs versuchte ich, meine wenigen verbliebenen mazedonischen Denare in Lebensmittel einzutauschen. Der Versuch scheiterte. Tankstellen gab es keine mehr (das war mir zuvor schon klar), und die beiden Lebensmittelgeschäfte, die noch am Weg lagen, waren geschlossen. Dafür verlief der Grenzübertritt absolut reibungslos. Und meine verbliebenen Denare konnte ich dann später auch noch in albanische Lek umtauschen. Pogradec ist von Nordmazedonien herkommend die erste Stadt auf albanischem Boden. Pogradec liegt am Ohridsee, an dem ich mich nun schon seit zwei Tagen aufhalte. Die Stadt selber ist eher unattraktiv. Richtig schön ist es dafür am See, der auf allen Seiten von Bergen umgeben ist, die zum Teil eingeschneit sind. Es sieht hier fast so aus, als ob man sich irgendwo an einem Schweizer See aufhalten würde.

Galicica-Nationalpark

29. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Galicica-Nationalpark / Panoramastrasse

Am Nachmittag habe ich noch den Galicica-Nationalpark besucht. Der Nationalpark liegt zwischen dem Ohrid- und dem Prespasee und ist bekannt für seine unberührte Landschaft, für seine reiche Flora und für seine Fauna. Im Park soll es Bären, Luchse, Wölfe und eine Vielzahl von Vögeln geben. Gesehen habe ich leider nur einige Exemplare der letztgenannten Tierart. Durch den Park führt eine Panoramastrasse, von der aus Wanderwege in die Berge führen. Da die Tage kurz sind und in der Höhe Schnee liegt, habe ich aufs Wandern verzichtet. Ich habe stattdessen die Fahrt auf der breiten Panoramastrasse und die herrlichen Ausblicke auf die beiden Seen und in die Berge genossen. Wandern kann ich nächstes Jahr wieder. Womit ich auch gleich einen guten Vorsatz für das neue Jahr habe, der auch umsetzbar sein sollte.

Sveti Jovan Kaneo

29. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Ohrid / Sveti Jovan Kaneo

Schon wieder eine Kirche? Ja! Und dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens gibt es rund um den Ohridsee eine Vielzahl prächtiger Kirchen, die dankbare Fotosujets abgeben. Gemäss einer Legende sollen es gesamthaft 365 Kirchen sein, eine für jeden Tag des Jahres. Zweitens ist die Sveti Jovan Kaneo speziell fotogen, weil sie spektakulär gelegen ist. Sie thront auf einem Felsvorsprung direkt über dem See und ist sowohl vom Land als auch vom Schiff aus gut einzusehen. Und drittens ist sie das Hauptwahrzeichen der ganzen Region und kann daher schlicht nicht übergangen werden.

Ohridsee

29. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Ohrid / Ohridsee mit Sveti Jovan Kaneo

Eines der touristischen Highlights von Nordmazedonien ist der Ohridsee, der im Südwesten des Landes an der Grenze zu Albanien liegt. Zwei Drittel des Sees gehören zu Nordmazedonien, ein Drittel zu Albanien. Mit einer Tiefe von knapp 300 Metern ist der Ohridsee der tiefste See im ganzen Balkan und einer der tiefsten in Europa. Die Stadt Ohrid und der See gehören bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wasser des Sees ist extrem klar, da es in dessen Einzugsgebiet kaum Industrie gibt. Bei Ohrid führt ein herrlicher Weg dem See entlang, der zum Teil auch über Holzstege führt. Insgesamt eine Super-Gegend, die mich dazu veranlasst hat, den eigentlich für heute geplanten Grenzübertritt nach Albanien noch um einen Tag aufzuschieben.

Neue St. Nikolaus-Kirche

28. September 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Neue St. Nikolaus-Kirche

Heute habe ich es definitiv mit den Gotteshäusern. Es folgt bereits der dritte Tagesbericht zu einer Moschee oder einer Kirche. Weil die alte St. Nikolaus-Kirche durch den Bau des Staudamms im Mavrovosee verschwand (zumindest im Sommerhalbjahr ist das so), musste eine neue Kirche gebaut werden. Schliesslich kann nicht jede Kirche umplatziert werden, wie das bei jener von Kiruna der Fall war. Die neue St. Nikolaus-Kirche steht fünfhundert Meter von der alten entfernt auf einer kleinen Anhöhe. Erbaut wurde die neue Kirche im regionalen mazedonischen Stil, wobei man auch Steine der versunkenen, alten Kirche verwendet hat. Vergleicht man alt mit neu, bin ich der Meinung, dass die Gemeinde mit dem Fluten der alten Kirche zumindest ästhetisch gewonnen hat.

Alte St. Nikolaus-Kirche

28. Dezember 2025 / Nordmazedonien / Mavrovosee / Alte St. Nikolaus-Kirche


Das Dorf Mavrovo ist in den 1950er Jahren durch den Bau eines künstlichen Stausees (Mavrovosee) und eines Wasserkraftwerks überflutet worden. Im See verschwunden ist dabei auch die alte St. Nikolaus-Kirche. Unter Wasser ist sie zumindest dann, wenn der Stausee voll ist. Im Winterhalbjahr sinkt der Seepegel aber stark ab (Senkung um bis zu fünfzehn Meter), so dass man dann die Kirche wieder trockenen Fusses betreten kann. Am schönsten dürfte die Kirche im Frühling aussehen, wenn mit der Schneeschmelze der Seepegel wieder steigt und die Kirche erneut „absäuft“. Auch wenn es hier sehr schön ist und es viele tolle Bergwanderungen geben soll, kann und will ich nicht so lange zuwarten.