Lucena

19. Januar 2025 / Spanien / Lucena / Castillo del Moral

Nach sieben herrlichen Sonnentagen sind heute erstmals wieder Wolken aufgezogen, Zuerst nur harmlose Schleierwolken, am späteren Nachmittag dann dickere, dunkle Wolken. In Lucena sah es noch recht gut aus. Lucena zählt über 40’000 Einwohner und ist damit die zweitgrösste Stadt in der Provinz Córdoba. Im Gegensatz zu vielen anderen andalusischen Städten und Dörfern ist Lucena nicht an einem Hügel erbaut worden, sondern in einer leichten Senke. Bevor man in die Stadt reinfahren kann muss man aber von allen Seiten her stattliche Anstiege überwinden. Da kommt man selbst bei eher kühleren Temperaturen von knapp 15 Grad ordentlich ins Schwitzen.

Aguilar de la Frontera

19. Januar 2025 / Spanien / Aguilar de la Frontera / Plaza de San José

Die Plaza de San José in Aguilar de la Frontera ist ein achteckiger Platz, auf den man durch vier Bogentore gelangen kann. Am Platz befindet sich das Rathaus sowie etliche Wohnbauten. Der Platz erinnert mich stark an die Piazza dell’Anfiteatro im italienischen Lucca. Der Platz hier ist aber deutlich jünger (zwischen 1810 und 1813) erbaut und in dessen Mitte stand bestimmt nie ein Amphitheater wie in Lucca (so wird es dort zumindest behauptet). Und die Plaza de San José wird nicht von Touristen bestürmt, sondern fristet ein eher beschauliches Dasein. Etwas schade finde ich, dass ein so schöner Platz nicht verkehrsfrei ist. Aber das sehen die Einheimischen natürlich anders als die Besucher.

Espejo

18. Januar 2025 / Spanien / Espejo / Altstadt von Südwesten her

Espejo ist ein weiteres schönes Dorf, das auf meiner heutigen Route lag. Speziell hier waren die enorm steilen Gassen, die sich teilweise das Dorf hinaufzogen. Praktisch schon Standard ist eine schöne Burg und eine alter Kirche zuoberst im alten Dorfkern. An den alten spanischen Dörfern imponiert mir, dass praktisch alles sehr gut erhalten und gepflegt ist. Verfallene Gebäude sieht man in den Zentren nur selten. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es hier offenbar genug Geld für aufwendige Sanierungen und für den Unterhalt.

Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción

18. Januar 2025 / Spanien / Castro del Rio / Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción

Wie ich bereits erwähnt habe, hat sich der Abstecher nach Castro del Rio gelohnt. Das kleine Städtchen ist wirklich hübsch. Neben einer Burg trifft man zuoberst in der Altstadt auf die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción, die sich bei meinem Besuch in schönstem Sonnenschein präsentierte. Auf Touristen stösst man in den kleinen Orten praktisch nie. Zumindest im Winter nicht. Hier schauen einem die Leute noch verwundert an, wenn man das Handy zückt und ein Gebäude oder eine Kirche in ihrem Ort fotografiert.

Castro del Rio

18. Januar 2025 / Spanien / Castro del Rio / Dorf von Westen her

Weil die Beine heute gut drehten und ich trotz hügeligem Gelände zügig vorwärts kam, habe ich einen kleinen Abstecher nach Castro del Rio eingebaut. Es hat sich gelohnt. Die Gemeinde mit knapp 8’000 Einwohnern ist schön anzuschauen. Wie in vielen anderen andalusischen Gemeinden auch ziehen schmale Gassen den Berg hinauf. Oben gibt es dann eine Burg und mindestens eine alte Kirche. Einmal mehr wurde ich heute von Top-Wetter verwöhnt. Damit scheint es nun aber vorbei zu sein. Morgen Sonntag soll es bewölkt sein, am Montag und Dienstag soll es regnen. Und am Mittwoch fliege ich für eine Woche zurück in die Schweiz. Allzu viele Velo-Kilometer wird es so nicht mehr geben. Grund zum Klagen habe ich allerdings nicht. Ich hatte in den letzten sechs Wochen riesiges Wetterglück und konnte von viel Sonne und angenehmen Temperaturen profitieren. Mein ursprüngliches Ziel war es ja, „bloss“ bis nach Gibraltar zu fahren.

Olivenbäume so weit das Auge reicht

18. Januar 2025 / Spanien / Santa Cruz / Olivenbäume

Die Gegend südlich von Córdoba scheint fruchtbar zu sein. Hier wird recht viel Getreide angepflanzt. Dann kommen immer wieder riesige Plantagen mit Olivenbäumen. Auffällig ist, dass die Bäume meist recht jung sind und gut gepflegt und auch bewässert werden. Die Gegend scheint nicht nur fruchtbar zu sein, sie ist auch recht hügelig. Flache Ebenen gibt es hier kaum. Ich war daher meist in Aufstiegen oder Abfahrten und habe wieder ein paar Höhenmeter bewältigt. Gut, dass ich mittlerweile einige Trainingskilometer in den Beinen habe. Die heutige Strecke war aber nicht nur anspruchsvoll, sondern auch sehr abwechslungsreich und schön. Anstrengend, aber genussvoll.

Santa Cruz mit mächtiger „Kirche“

18. Januar 2025 / Spanien / Santa Cruz / Dorf und Getreidesilo

Santa Cruz ist nach gut 20 Kilometer Strecke die erste Gemeinde südöstlich von Córdoba. Bei der Fahrt auf das Dorf zu hatte ich von weitem das Gefühl, dass dem Dorf eine mächtige Kirche vorgelagert ist. Je näher ich kam, um so deutlicher war zu erkennen, dass es sich um ein riesiges Getreidesilo handelt.

Himmel voller Störche

17. Januar 2025 / Spanien / Córdoba / Störche im Südosten

Nahe beim Castillo de Torres Cabrera südöstlich von Córdoba bin ich auf rund ein Dutzend Störche gestossen, die in einer grünen Matte auf der Suche nach Nahrung waren. Währenddem ich ihnen kurz zuschaute, flog plötzlich ein Schwarm von Störchen über mir hinweg. Ich schätze, dass es um die hundert Vögel waren, die am Himmel an mir vorbeizogen. Eindrücklich.

Castillo de Torres Cabrera

17. Januar 2025 / Spanien / Córdoba / Castillo de Torres Cabrera

Südöstlich von Córdoba bin ich heute Nachmittag durch eine ausgesprochen schöne Landschaft geradelt. Das Gelände ist recht hügelig, so dass man sich meist in einem Aufstieg oder einer Abfahrt befindet. Teilweise sind die Felder frisch angepflanzt und bereits sehr grün, teilweise noch karg. Dazwischen gibt es immer wieder grossen Plantagen mit Olivenbäumen. Mitten in dieser Landschaft liegt das Castillo de Torres Cabrera. Kein spektakulärer Bau. Aber zusammen mit der tollen Umgebung schön anzuschauen.

Córdoba

17. Januar 2025 / Spanien / Córdoba / Puente Romano und Altstadt

Córdoba zählt 320’000 Einwohner und ist nach Sevilla die zweibedeutendste Stadt Andalusiens. Córdoba ist ein absolut lohnendes Touristenziel. Seine Altstadt gefällt mit engen gewundenen Gassen, weiss getünchten Häusern und etlichen kleinen Plätzen. Überragend ist die Mezquita-Kathedrale, die abwechslungsweise als Kirche und als Moschee diente und in deren Innern eindrückliche Elemente beider Weltreligionen zu finden sind. Den schönsten Blick auf Córdoba hat man meiner Meinung nach vom Südende der alten Römerbrücke aus. Speziell schön natürlich bei so tollem Wetter wie ich es zum widerholten Male geniessen durfte.