Castillo de Almodóvar del Rio

17. Januar 2025 / Spanien / Almodóvar del Rio / Castillo

Ein solches Gassenwirrwarr wie in Almodóvar del Rio habe ich noch selten erlebt. Die Strässchen sind recht eng, alles andere als quadratisch angelegt und führen meist steil den Anhang hinauf. Strassensperrungen wegen Bauarbeiten haben die Übersicht zusätzlich erschwert. Zum Glück war ich mit dem Fahrrad unterwegs und konnte die eine oder andere Treppe zu Fuss überwinden und gelegentlich auch mal durch eine Einbahnstrasse fahren. Sonst wäre ich wohl jetzt noch auf der Suche nach einem Ausgang aus dem Labyrinth. Hoch über der Altstadt thront eine stattliche Burg, die man bereits von weitem erkennen kann. Der eindrückliche Bau wurde verschiedentlich als Filmlocation genutzt, so etwa für die Serie Game of Thrones.

Hippie-Palmen

16. Januar 2025 / Spanien / Palma del Rio / Palmenhain

Den Palmen hier geht es ähnlich wie mir: ein Haarschnitt wäre wieder einmal fällig. Bei mir dürfte dieser nächste Woche erfolgen. Ob die Palmen hier auch so rasch ihre alten Wedel loswerden ist zu bezweifeln. Aber das brauchen sie wohl auch nicht. Was für etwas komisch aussieht – weil wir uns so stark an die gestutzten Palmen in den Städten und Dörfern gewohnt haben – ist von der Natur so gewollt und bedarf keiner Korrektur.

Hier wächst unser Orangenjus

16. Januar 2025 / Spanien / Palma del Rio / Orangenplantagen

Westlich von Córdoba werden im grossen Stil Orangen angebaut. Teilweise reiht sich eine Plantage an die andere. Aktuell ist gerade Erntezeit. Dabei werden die Orangen nicht wie am Mittelmeer in Kisten abgepackt, sondern sie landen lose auf Anhängern oder auf Camions. Ich gehe schwer davon aus, dass sie direkt weiterverarbeitet werden. Vermutlich zu einem schönen Teil auch zu Jus, der dann irgendeinmal auch bei uns in den Regalen des Detailhandels landet.

Ermita Nuestra Señora de Villadiego

16. Januar 2025 / Spanien / Peñaflor / Ermita Nuestra Señora de Villadiego

Heute war wieder eine Etappe angesagt, bei der es grossmehrheitlich über Land ging. Ich bekam enorm viele Orangenplantagen zu sehen. Durch Dörfer ging es nur selten. Und diese Dörfer waren dann auch nicht speziell schön. Etwas Abwechslung bot die Ermita Nuestra Señora de Villadiego ausserhalb von Peñaflor. Ursprung der Wallfahrtskapelle ist der mittelalterliche Turm Villadiego, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Die Kapelle wurde dann später an diesen Turm angebaut. Die Wallfahrtskapelle ist der Virgen de Villadiego gewidmet, deren Bildnis als Schutzpatronin von Peñaflor verehrt wird. Am 14. August begleitet eine Wallfahrt das Bildnis von der Wallfahrtskapelle zum Dorf, und es kehrt am ersten Sonntag im Oktober in seine Wallfahrtskapelle zurück.

Carmona

15. Januar 2025 / Spanien / Carmona / Plaza de San Fernando

Gemäss Beadeker gehört Carmona zu den schönsten der kleinen andalusischen Städtchen. Dem ist schwer zu widersprechen. Im Städtchen mit knapp 30’000 Einwohnern gibt es etliche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen wie etwa ein römisches Gräberfeld, Überreste eines Amphitheaters, ein mächtiges Stadttor, alte Kirchen, Adelspaläste und anderes mehr. Die Plaza de San Fernando ist der Hauptplatz in der Altstadt, die von engen Gassen durchzogen wird. Rund um den Platz gruppieren sich einige sehenswerte Stadthäuser sowie ein barockes Rathaus. Carmona, ein Ort, dessen Besuch sich lohnt.

Mairena del Alcor

15. Januar 2025 / Spanien / Mairena del Alcor / Castillo

Die Spuren von Mairena del Alcor, das 20 Kilometer östlich von Sevilla liegt, reichen zurück bis in die Steinzeit. Die Gegend rund um das Städtchen mit seinen 25’000 Einwohnern ist recht fruchtbar, weshalb hier bereits früh Menschen sesshaft wurden. Die aufwändig restaurierte Burg stammt aus dem Mittelalter.

Erntezeit?

15. Januar 2025 / Spanien / Mairena del Alcor / Calle Alcalde Retamino

Um zu verhindern, dass die an den Strassen wachsenden Orangen nicht nach und nach einzeln von den Bäumen fallen und dann zerquetscht werden, werden sie teilweise runtergeschüttelt und zusammengetragen. Diese Orangen dienen rein der Zier. Sie können nicht konsumiert werden, sondern landen im Grünabfall.

Sevilla – Torre del Oro

14. Januar 2025 / Spanien / Sevilla / Torre del Oro

Ich bin zurück in Sevilla. Es war keinesfalls meine Absicht, einzelne Städte zweimal anzufahren. Wenn man von Cádiz aus an die portugiesische Grenze fahren will, führt aber kein Weg an Sevilla vorbei. Das gleiche gilt auch, wenn man von dort aus auf einigermassen direktem Weg nach Córdoba will. Ist ja auch nicht schlimm, innerhalb von ein paar wenigen Tagen zweimal in Sevilla zu sein. Denn wie ich bereits vor ein paar Tagen festgehalten habe, gehört Sevilla zu meinen Lieblingsstädten in Spanien. Eines ihrer Wahrzeichen ist der 36 Meter hohe Goldene Turm, der im 12. Jahrhundert erbaut wurde und einst Teil einer maurischen Stadtmauer war.

Monesterio de Loreto

14. Januar 2025 / Spanien / Camino de Umbrete / Monesterio de Loreto

Vor den Toren von Sevilla bin ich in Camino de Umbrete auf ein beeindruckendes Kloster gestossen. Leider konnte ich nicht viel über das Monesterio ausfindig machen. Von aussen sieht der Gebäudekomplex aber eindrücklich aus und verdient einen Blog-Eintrag.

Iberisches Schwein

14. Januar 2025 / Spanien / Sanlúcar la Mayor / Iberisches Schwein

Und wieder eine Überraschung. Dass ich direkt an der Hauptstrasse auf iberische Schweine stosse, habe ich nicht erwartet. In einer recht grossen Weide haben sich etwa zehn dieser edlen Tiere aufgehalten. Die Pata Negra ernähren sich hauptsächlich von Eicheln, Gräsern und Kräutern, was dem Fleisch einen besonderen Geschmack verleiht. Pata Negra gilt weltweit als das edelste und teuerste Schweinefleisch. Eine besondere Delikatesse ist der Schinken, der Jamón Pata Negra. Als Radfahrer verspeise ich im Moment recht grosse Portionen. Ich begnüge mich dabei mit „gewöhnlichem“ Serrano-Schinken, den ich vor fast jeder Tagesetappe verspeise. Schmeckt auch sehr lecker.