Altstadt von Chiavari

31. Oktober 2024 / Italien / Chiavari / Chiesa di San Francesco

Ich gebe es gerne zu: die Stadt Chiavari (knapp 30’000 Einwohner) war mir bis heute völlig unbekannt. Zu unrecht, denn Chiavari verfügt neben einem grossen Hafen über eine sehenswerte Altstadt mit schönen Plätzen, Kirchen und Palazzi. Mit Camogli oder Portofino kann Chiavari natürlich nicht mithalten. Dafür herrscht hier aber eine viel lockerere Stimmung und man hat nicht das Gefühl, in einem Touristenstrom mitzuschwimmen. Es mag auch hier noch Touristen geben. Diese kommen aber überwiegend aus Italien, so dass man sich schon fast etwas fremdländisch vorkommt. Eben so, wie wir es mögen.

Hafen von Chiavari

31. Oktober 2024 / Italien / Chiavari / Hafen

Unser Lager für die letzte Oktobernacht haben wir in Chiavari aufgeschlagen, das nur fünfzehn Kilometer von unserem letzten Übernachtungsplatz in Santa Margherita Ligure entfernt liegt. Eine kurze Strecke, die es aber in sich hat. Die Strassen entlang der ligurischen Küste sind kurvenreich und unübersichtlich und recht eng (Irland lässt grüssen). Erschwerend kommt hinzu, dass überall Autos und Motorräder halb in die Strasse hinaus parkiert sind und einem dauernd irgendwelche Mopeds um die Ohren sausen. Der Streckenverlauf ist aber meist atemberaubend schön und bietet herrliche Ausblicke auf das Meer. Richtig geniessen können das aber leider nur die Beifahrer.

Portofino zum zweiten

31. Oktober 2024 / Italien / Portofino / Hafen

Und weil es so schön ist gibt es noch eine Foto vom Hafen von Portofino aus der Höhe. In letzter Zeit war immer wieder zu lesen, dass Portofino stark unter Overtourism leidet und dass die Gemeinde eine Verordnung erlassen hat, gemäss der es Touristengruppen in gewissen Bereichen aus Sicherheitsgründen verboten ist, stehen zu bleiben. Da die Saison vorbei ist haben wir zum Glück von all diesen negativen Auswirkungen nichts mitbekommen. Am früheren Vormittag waren die Ristoranti noch fast leer und dem Quai entlang hatte es nur wenig Leute (im Sommer ist das sicher anders). Der Besucherandrang dürfte auch etwas durch den Umstand gebremst werden, dass es in Portofino kaum Parkplätze hat und diese enorm teuer sind (acht Euro die Stunde). Viele Besucher machen sich daher von Santa Margherita Ligure aus zu Fuss oder per Fahrrad auf den Weg nach Portofino oder reisen per Bus oder Schiff an. Gut Ding will eben Weile haben.

Santa Margherita Ligure

30. Oktober 2024 / Italien / Santa Margherita Ligure / Hafen

Die kommende Nacht verbringen wir in Santa Margherita Ligure. Von unserem Übernachtungsplatz aus sind es nur noch vier Kilometer bis nach Portofino, das wir morgen mit dem Fahrrad besuchen werden (eine Stunde Parkieren kostet in Portofino für ein normales Auto satte acht Euro). Santa Margherita Ligure hat den Ruf einer kleinen elegant-mondänen Hafenstadt. Die 9’000-Seelen-Gemeinde besitzt einen recht grossen Hafen und eine hübsche, verwinkelte Altstadt. Da wir Camogli ausgiebig genossen haben, sind wir leicht verspätet in Santa Margherita Ligure eingetroffen. Die Sonne hatte kein Erbarmen mit uns und hat sich bereits Mitte Nachmittag aus der Szenerie geschlichen. Wir werden ihr morgen Vormittag eine zweite Chance geben.

Kirche und Festung auf Felsvorsprung

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Basilika und Festung

Allein der Hafen und die Front entlang des langen Steinstrandes machen Camogli zu einer Topdestination. Aber das Hafenstädtchen hat noch mehr zu bieten. Auf einem Felsvorsprung „klebt“ eine Festung, eine barocke Basilika und einige eng ineinander verschachtelte Häuser. Fast schon Schönheit im Überfluss.

Hafen von Camogli

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Hafen

Und noch ein Foto vom Hafen vom Camogli. Dieses Mal eine Totale. Die Italiener sind wirklich Künstler. Meisterhaft, wie sie schon vor langer Zeit eine Serie von Hochhäusern an den Hafen von Camogli gebaut haben. Auch die farbliche Ausgestaltung ist superschön. Typisch italienisch eben. Genau so wie das feine Essen, das es in diversen Ristoranti, Focaccerien und Bäckereien gibt.

Es wird noch gefischt in Camogli

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Hafen

Häfen ziehen uns an. Fischerhäfen ganz speziell. Der Hafen von Camogli gehört sicher zu den schöneren, die wir in letzter Zeit gesehen haben. Auch hier dominieren mittlerweile Sport- und Ausflugsbote. Aber es hat doch noch einige Fischerbote, die sich malerisch im Wasser spiegeln. Allein vom Fischfang dürften aber nur noch die wenigsten Einheimischen leben. Mit Touristen lässt sich gerade auch in Camogli einfacher Geld verdienen als mit Fischen.

Zauberhaftes Camogli

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Front beim Strand

Parkplätze sind in der 5’000-Seelen-Gemeinde Camogli, die 25 Kilometer südöstlich von Genau liegt, ein knappes Gut. Die meisten gehören Privaten oder sind für Einheimische reserviert. Der Rest ist selbst Ende Oktober rasch besetzt. Nach einigem hin und her konnten wir Hopo weit oben am Hang an einer Strasse parkieren. Die zwei Kilometer Weg steil hinunter ins Dorf waren leicht zu bewältigen. Der Rückweg in der warmen Mittagssonne dann aber sehr schweisstreibend. Aber der Besuch von Camogli hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Das Fischerdorf, das heute überwiegend vom Tourismus lebt, sieht zauberhaft aus. Und der Besucheransturm hält sich noch einigermassen in Grenzen. Es ist ja Ende Oktober … und es hat nur eine beschränkte Anzahl von Besucherparkplätzen.

Gassenwirrwarr und offene Plätze

29. Oktober 2024 / Italien / Genua / Piazza Corvetto

Charakteristisch für Genuas Altstadt sind die engen, hohen Gassen, in die nur wenig Licht eindringt. Der Grossteil der Altstadt wurde in den letzten Jahrzehnten saniert, so dass die schmalen Gassen heute keinesfalls mehr furchteinflössend wirken (was im letzten Jahrhundert noch lange der Fall war). Dennoch ist man froh, wenn man gelegentlich wieder auf einen offenen Platz wie etwa die Piazza Corvetto trifft. Wir haben heute etliche Kilometer abgespult. Der Kaloriennachschub war jederzeit sichergestellt. Fast in jeder Gasse im Zentrum stösst man auf kleine Geschäfte und Ristoranti, die entweder Focaccia in allen Variationen oder hausgemachte Pasta an diversen Saucen (so natürlich auch an Pesto alla Genovese) anbieten. Die Focaccia soll in Genua erfunden worden sein. Sie schmeckt hier wirklich vorzüglich.

Stern von Genua

29. Oktober 2024 / Italien / Genua / Hafen / Il Bigo

Genua zählt 600’000 Einwohner und ist damit die sechstgrössste Stadt Italiens. Der Hafen wurde umfassend saniert. Von hier aus hat man einen wirklich tollen Blick auf die Altstadt und die angrenzenden Quartiere. Wer vom Boden aus nicht genug zu sehen bekommt, kann sich mit einem Panorama-Lift, der am „Bigo“ hängt, vierzig Meter in die Höhe ziehen lassen. Im Wasser spiegelnd sieht „Il Bigo“ fast wie ein Stern aus. Gleich hinter dem Hafen breitet sich das Gassengewirr von Genuas Altstadt aus. Eine Welt für sich.