Cabo Carvoeiro

28. April 2025 / Portugal / Peniche / Cabo Carvoeiro

Wie ich bereits geschrieben habe, hat uns das Fischerstädtchen Peniche eher etwas enttäuscht. Vielleicht haben wir zu viel erwartet, vielleicht haben wir schon zu viel Schönes in Portugal gesehen. Positiv überrascht hat dagegen die Westküste der Halbinsel von Peniche. Da ist einmal der imposante Leuchtturm am Cabo Carvoeiro. Dann ist aber auch die schroffe Küste mit ihren bizarren Felsformationen sehr sehenswert. Draussen im wilden Meer sieht man noch die Berlenga-Inseln. Hier haben wir wieder ein schönes Stück Portugal entdeckt.

Seltsame Erlebnisse in Peniche

28. April 2025 / Portugal / Peniche / Rua da Falésia

Peniche ist ein Fischerstädtchen, das auf einer Halbinsel liegt und in den Reiseführern gut bewertet wird. Wir haben wohl zu viel erwartet und waren dann leicht enttäuscht. Schöne Ecken gibt es hier nur wenige. Dafür haben wir seltsame Dinge erlebt. Zuerst hatten wir am Nachmittag keinen Internetempfang mehr. Kein Problem, wir sind ja nicht süchtig. Aber wir brauchten unbedingt Bananen. Im ersten Supermarkt waren alle Bananen ausverkauft, gleich wie vieles andere mehr. Dafür hatte es jede Menge Leute mit vollen Einkaufswagen. Offenbar steht in Portugal schon wieder ein Feiertag an. Beim zweiten Supermarkt wurden wir abgewiesen. Geschlossen. Im dritten Supermarkt hatte es noch etwa ein Dutzend Bananen, die eine grüner als die andere. Macht nichts, von denen nehmen wir. Für sechs Bananen bin ich dann über eine halbe Stunde an der Kasse angestanden. Es hatte extrem viele Leute. Die meisten hatten neben anderem viele Wasserflaschen in ihren Einkaufswagen. Beim Verlassen des Supermarkts sicherte dann zu uns durch, dass es in Spanien und Portugal grössere Stromausfälle gebe. Das hat offenbar viele in Panik versetzt und zu Hamsterkäufen verleitet. Gut, dass unsere Vorratskammern im Hopo stets gut gefüllt sind, so dass wir den nächsten Tagen noch sorgenfrei entgegenblicken können.

Windmühlen

27. April 2025 / Portugal / Silveira / Windmühle

In Portugal gibt es überraschend viele historische Windmühlen. Bis in die 1960er Jahre hinein sollen über zehntausend in Betrieb gestanden haben. Portugiesische Windmühlen zeichnen sich durch eine charakteristische Bauform aus. Sie haben meist einen kreisförmigen oder kubischen Mühlenkörper und ein Spitzdach. In der Regel sind sie schneeweiss und haben einen blauen Sockel. Sie dienten primär dazu, Korn zu mahlen oder Wasser zu schöpfen. Heute werden sie teilweise als Museen oder Ferienhäuser genutzt oder dienen einfach der Verschönerung der Landschaft.

Ericeira

27. April 2025 / Portugal / Ericeira / Hafen

Wir sind wieder am Meer. Von Mafra aus sind wir zehn Kilometer westwärts gefahren, um in Ericeira zu landen. Die Altstadt des ehemaligen Fischerdorfs wurde hoch oben auf einer Steilküste errichtet. Von hier aus hat man eine prächtige Aussicht auf die Sandstrände und den tosenden Atlantik. Der Fischfang hat im Verlauf der Zeit stark an Bedeutung verloren. Heute lebt Ericeira primär vom Tourismus. Das schöne, aber nicht übertrieben warme Wetter (maximal 20 Grad) hat heute viele Portugiesen (vermutlich mehrheitlich solche aus dem Grossraum Lissabon) ans Meer gelockt. Die Parkplätze waren rasch einmal besetzt und auch am Strand wurde es schon ein wenig eng. Wie geht das hier wohl im Sommer zu und her?

Nationalpalast von Mafra

26. April 2025 / Portugal / Mafra / Nationalpalast mit Basílika

Die Dimensionen des Nationalpalasts von Mafra sind eindrücklich. Die ganze Fassade des Gebäudekomplexes ist stattliche 220 Meter lang. Im ganzen Palast gibt es 1’200 Räume, mehr als 4’700 Türen und Fenster, 156 Treppenhäuser und 29 Innenhöfe und Höfe. Die beeindruckende Barockanlage wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Während der kommenden Nacht können wir von Hopo aus immer wieder einen Blick auf die Kuppel und die Türme der Basilika werfen. Wir nächtigen nämlich auf dem Besucherparkplatz des Palasts. Und das ganz legal, denn die Gemeinde Mafra hat hier grosszügigerweise einen Wohnmobilstellplatz eingerichtet, der recht gut besucht ist. Wen erstaunt das?

Sintra

26. April 2025 / Portugal / Sintra / Nationalpalast

Sintra liegt rund 25 Kilometer nordwestlich von Lissabon. Die Stadt mit ihren 10’000 Einwohnern ist bekannt für ihre Paläste, die tagtäglich eine grosse Schar von Touristen anziehen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der Nationalpalast mit den zwei riesigen Schornsteinen der Palastküche. Der ehemals königliche Palast liegt am Rande der Stadt und ist gut zu Fuss erreichbar. Weitere prächtige Paläste wurden demgegenüber in den Hügeln rund um Sintra erbaut. Da wir heute keine Lust auf lange, steile Wanderungen hatten und auch nicht Tuk-Tuk fahren wollten, haben wir uns darauf beschränkt, diese aus der Ferne zu betrachten.

Park der Nationen

26. April 2025 / Portugal / Lissabon / Park der Nationen

1998 fand in Lissabon eine Weltausstellung statt, die Expo 98. Das Gelände, das heute den Namen „Park der Nationen“ trägt, wirkt immer noch sehr modern. Die grosse Katzenskulptur ist ein Iberischer Luchs und wurde vom portugiesischen Künstler Bordalo II erschaffen. Das Kunstwerk besteht aus Müll und Plastik. Bordalo II hat sich darauf spezialisiert, Tierskulpturen aus Schrott und Müll zu formen, die auf die Verschmutzung unserer Umwelt aufmerksam machen sollen. Speziell am Park der Nationen ist auch, dass es eine Seilbahn gibt, die flach der Küste entlang führt und einen speziellen Blick auf das ehemalige Expo-Gelände zulässt.

Praça do Comércio in Lissabon

26. April 2025 / Portugal / Lissabon / Praça do Comércio

Der „Platz des Handels“ ist einer der drei grossen und wichtigen Plätze in Lissabon. Er lieg direkt am Tejo. Der grosse Bogen rechts, der „Arco da Rua Augusta“, bildet das Eingangstor in die Innenstadt. Der Platz war heute keinesfalls menschenleer. Es hat immer noch viele Touristen in Lissabon (die schöne Stadt verdient das auch), aber doch spürbar weniger als an Ostern.

Ponte 25 de Abril

26. April 2025 / Portugal / Lissabon / Ponte 25 de Abril

Bei herrlichem Wetter haben wir noch ein paar Stunden in Lissabon angehängt. Wir haben uns dabei aufgeteilt. Die Busfahrerfraktion ging nochmals in die Altstadt spazieren, die Velofahrerfraktion fuhr dem Tejo entlang rauf und runter. Dabei kam sie logischerweise auch bei der Ponte 25 de Abril vorbei, einer von zwei mächtigen Brücken, die bei Lissabon den Tejo überspannen. Die Hängebrücke ist gut drei Kilometer lang und wurde 1966 fertiggestellt. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der Golden Gate Bridge lässt sich kaum abstreiten. Ursprünglich hiess die Brücke Salazar-Brücke. Nach der Nelkenrevolution, die am 25. April 1974 stattfand, wurde sie in „Ponte 25 de Abril“ umbenannt.

Torre de Belém

25. April 2025 / Portugal / Lissabon / Torre de Belém

Ganz so schön wie beim Turm von Belém war es heute nicht den ganzen Tag. Teilweise war es auch bewölkt. Und zehn Grad kühler als gestern. Die Rückkehr nach Lissabon hat sich aber gelohnt. Die Stadt ist toll und sie hat es verdient, dass wir sie uns auch noch bei schönem Wetter angeschaut haben. Wir übernachten ganz in der Nähe des Belém-Turms am Tejo. Direkt vor uns hat es einen kleineren Sandstrand und dann kommt schon der Fluss, der hier eine Breite von über zwei Kilometern hat. So schön wie hier haben wir noch in keiner anderen Hauptstadt übernachtet.