Universität von Coimbra

1. Mai 2025 / Portugal / Coimbra / Universität

Coimbra ist bekannt als Universitätsstadt. In Coimbra leben knapp 150’000 Menschen, wovon rund 30’000 Studenten sind. Die ehemalige Hauptstadt besitzt eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt. Ganz zuoberst auf dem Altstadthügel findet man die Gebäude verschiedener Fakultäten. Das Hauptgebäude wird leider zurzeit gerade renoviert. Aber auch mit Gerüsten und Kranen sieht es eindrücklich aus.

Montemor-o-Velho

1. Mai 2025 / Portugal / Montemor-o-Velho / Castelo

In Portugal soll es vierhundert mittelalterliche Burgen geben, die erhalten geblieben sind. Diejenige von Montemor-o-Velho gehört wohl zu den eindrücklichsten. Und sie ist die älteste. Ab 711 begannen die Mauren die iberische Halbinsel zu erobern. Das heutige Montemor-o-Velho war ein wichtiger Stützpunkt für sie, weshalb sie mit dem Bau der Burg begannen. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach von den Mauren zu den Christen und zurück und wurde stetig erweitert und ausgebaut. Die äusseren Mauern sind heute sechshundert Meter lang. Imposant!

Portugiesischer Freund und Helfer

30. April 2025 / Portugal / Figueira da Foz / Polizeiauto

Mit der portugiesischen Polizei haben wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Wenn wir frei übernachten, lassen sie uns gewähren und auch auf der Strasse hatten wir bisher Ruhe vor ihnen. Speziell ist, dass es landesweit zwei Polizeien gibt. In den ländlichen Gebieten ist mehrheitlich die GNR (Guarda Nacional Republicana) tätig, in den Ballungsgebieten mehr die PSP (Polícia de Segurança Pública). Ganz speziell ist auch das erzieherische Programm, das angewendet wird, damit man sich innerorts an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. In sehr vielen Gemeinden gibt es auf geraden Strecken mit einer Fünfzigerbeschränkung Ampeln, die blinken. Fährt jemand zu schnell, stellt die Ampel auf Rot. Der Zeitverlust ist so deutlich höher als beim Einhalten des Tempolimits. Das System funktioniert. Auch sportliche Lenker halten sich an die Beschränkungen, weil sie so im Endeffekt schneller unterwegs sind.

Leiria

30. April 2025 / Portugal / Leiria / Praça Rodrigues Lobo

Leiria ist eine Stadt mit 50’000 Einwohnern, die rund 150 Kilometer nördlich von Lissabon in Zentralportugal liegt. Von der UNESCO hat sie die Auszeichnung „City of Music“ erhalten. Hauptsehenswürdigkeit ist die mächtige Burg, die hoch über der Stadt thront. Noch besser als die Burg hat uns allerdings die Praça Rodrigues Lobo mit ihrer portugiesischen Pflästerung gefallen. Es ist immer wieder eindrücklich zu sehen, was für eine Wirkung man mit relativ einfachen Mitteln erzeugen kann.

Kloster  Batalha

30. April 2025 / Portugal / Batalha / Kloster

Batalha liegt nur zwanzig Kilometer nordöstlich von Alcobaça. Und hier ist die nächste grandiose Klosteranlage zu finden. Nach dem Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota am 14. August 1385 wurde das Kloster vom damaligen König aufgrund eines Gelübdes errichtet und nach der Fertigstellung dem Dominikanerorden übergeben. Die Bauzeit betrug rund 150 Jahre. Im Kloster haben die portugiesischen Könige aus der Zeit zwischen 1385 und 1495 ihre Grablege. Selbstverständlich zählt auch dieser imposante Bau zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Zisterzienserkloster Alcobaça

30. April 2025 / Portugal / Alcobaça / Kloster

Wir haben wieder einmal einen sehr trüben Tag eingezogen. Schade, denn das Zisterzienserkloster in Alcobaça hätten wir gerne in besserem Licht gesehen. Das Kloster, das vor bald zweihundert Jahren von den Mönchen aufgegeben wurde, ist heute eine der attraktivsten historischen Sehenswürdigkeiten Portugals. Es wird jährlich von gut einer Viertelmillion Menschen besucht. Die Abtei, die 1989 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zählt europaweit zu den eindrucksvollsten und schönsten Zeugnissen zisterziensischer Baukunst. Obwohl es fast 900 Jahre alt ist, sind die mittelalterlichen Gebäudeteile vollständig erhalten, und die Klosterkirche ist das grösste frühgotische Gotteshaus, das in Portugal je erbaut wurde.

Stockfisch in Nazaré

29. April 2025 / Portugal / Nazaré / Trockenfisch

Auch wenn man viel reist, stösst man immer wieder auf Dinge, die man so noch nie gesehen hat. So ist es uns heute mit den Trockenfischen (Stockfischen) in Nazaré ergangen. In Skandinavien und Kanada haben wir schon hie und da gesehen, wie Fisch getrocknet wurde. Dort hing er aber immer in der Höhen an Seilen. In Nazaré werden die präparierten Fische hingegen in Gitter eingespannt und so luftgetrocknet. Und das direkt an der Promenade über dem breiten Sandstrand. Das Trocknen von Fischen hat in Nazaré eine lange Tradition und gehört zur lokalen Identität. Ansonsten ist Nazaré aber „bloss“ ein gewöhnlicher Badeort, der ausser einem breiten Strand und einer schönen Steilküste nicht allzu viel zu bieten hat. Zumindest nicht für unseren Geschmack.

Óbidos

28. April 2025 / Portugal / Óbidos / Altstadt

Das historische Städtchen Óbidos ist ein wahres Schmuckstück und zählt daher zu den ganz grossen Touristenmagneten Portugals. Óbidos wird oft als das portugiesische „Rothenburg ob der Tauber“ bezeichnet. Ich kenne und schätze Rothenburg und finde, dass es sich um ein ausgesprochen schönes Städtchen handelt. Óbidos ist aber noch schöner. Die ganze Altstadt wird von einer mit Zinnen besetzten Mauer umgeben, die man zu weiten Teilen begehen kann. Von der Mauer aus hat man einen herrlichen Blick auf die Burg, die Kirchen und die vielen schmucken Häuser. Alles ist piekfein herausgeputzt, wie in einem Freilichtmuseum.

Cabo Carvoeiro

28. April 2025 / Portugal / Peniche / Cabo Carvoeiro

Wie ich bereits geschrieben habe, hat uns das Fischerstädtchen Peniche eher etwas enttäuscht. Vielleicht haben wir zu viel erwartet, vielleicht haben wir schon zu viel Schönes in Portugal gesehen. Positiv überrascht hat dagegen die Westküste der Halbinsel von Peniche. Da ist einmal der imposante Leuchtturm am Cabo Carvoeiro. Dann ist aber auch die schroffe Küste mit ihren bizarren Felsformationen sehr sehenswert. Draussen im wilden Meer sieht man noch die Berlenga-Inseln. Hier haben wir wieder ein schönes Stück Portugal entdeckt.

Seltsame Erlebnisse in Peniche

28. April 2025 / Portugal / Peniche / Rua da Falésia

Peniche ist ein Fischerstädtchen, das auf einer Halbinsel liegt und in den Reiseführern gut bewertet wird. Wir haben wohl zu viel erwartet und waren dann leicht enttäuscht. Schöne Ecken gibt es hier nur wenige. Dafür haben wir seltsame Dinge erlebt. Zuerst hatten wir am Nachmittag keinen Internetempfang mehr. Kein Problem, wir sind ja nicht süchtig. Aber wir brauchten unbedingt Bananen. Im ersten Supermarkt waren alle Bananen ausverkauft, gleich wie vieles andere mehr. Dafür hatte es jede Menge Leute mit vollen Einkaufswagen. Offenbar steht in Portugal schon wieder ein Feiertag an. Beim zweiten Supermarkt wurden wir abgewiesen. Geschlossen. Im dritten Supermarkt hatte es noch etwa ein Dutzend Bananen, die eine grüner als die andere. Macht nichts, von denen nehmen wir. Für sechs Bananen bin ich dann über eine halbe Stunde an der Kasse angestanden. Es hatte extrem viele Leute. Die meisten hatten neben anderem viele Wasserflaschen in ihren Einkaufswagen. Beim Verlassen des Supermarkts sicherte dann zu uns durch, dass es in Spanien und Portugal grössere Stromausfälle gebe. Das hat offenbar viele in Panik versetzt und zu Hamsterkäufen verleitet. Gut, dass unsere Vorratskammern im Hopo stets gut gefüllt sind, so dass wir den nächsten Tagen noch sorgenfrei entgegenblicken können.