Historische Trams

25. April 2025 / Portugal / Lissabon / Trams der Linie 28

Wir haben doch noch eine Runde mit einem historischen Tram der Linie 28 durch Lissabons Altstadt gedreht. Dabei haben wir unterschiedliche Strategien angewendet. Ein Teil von uns hat brav eineinhalb Stunden in der Warteschlage ausgeharrt und durfte dann eine ganze Runde drehen (um den Mittag herum musste man wohl über zwei Stunden lang anstehen). Dem anderen Teil ist das Warten nach zwanzig Minuten verleidet. Er ging spazieren, Bier trinken und stieg dann unterwegs zu und hat es so zumindest auf eine halbe Runde gebracht. Die Trams sind nicht mehr ganz so lustig wie früher. Vor fünfzehn Jahren noch fuhren sie in einem ordentlichen Tempo durch die engen Gassen und um die Hausecken. Heute werden sie dauernd von Tuk-Tuks, Touristenbussen und ähnlichem Ungeziefer ausgebremst. Ein spezielles Erlebnis ist es aber immer noch. Die Trams sollen übrigens aus den 1930er Jahren stammen.

Doppelter São Vicente

25. April 2025 / Portugal / Lissabon / São Vicente mit Igreja de São Vicente de Fora

Die Skulptur auf der rechten Seite des Fotos zeigt den heiligen São Vicente. Auf der linken Bildseite sieht man die Klosterkirche und Teile des Klosters São Vicente, das dem Heiligen gewidmet wurde. Vinzenz soll der Legende nach der Diakon des greisen Bischofs von Saragossa gewesen sein. Zur Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian wurde er verhaftet und zu Tode gefoltert. Später wurde er heiliggesprochen. Heute marschieren Tag für Tag Tausende von Touristen unter ihm vorbei.

Lissabon am Tag der Nelkenrevolution

25. April 2025 / Portugal / Lissabon / Alfama-Viertel

Wir sind nach Lissabon zurückgekehrt und haben uns die portugiesische Hauptstadt nochmals bei deutlich schönerem Wetter angeschaut als vor einer Woche. Heute war hier ein Feiertag. Die Portugiesen feiern am 25. April den Tag der Nelkenrevolution, der für sie einer der wichtigsten Feiertage ist. Heute vor 51 Jahren hat die Armee Diktator Salazar gestürzt. Die Bevölkerung stand hinter dem Umsturz und steckte den Soldaten als Zeichen der Anerkennung Nelken in die Gewehrläufe. Daher der Name Nelkenrevolution. Heute hat man in der Stadt viele Portugiesen gesehen, die mit einer roten Nelke unterwegs waren. Ansonsten war aber kein Unterschied zu einem gewöhnlichen Sonntag feststellbar.

Santarém

24. April 2025 / Portugal / Santarém / Largo do Seminário

Wir haben uns entschieden und wollen nochmals nach Lissabon, um uns die tolle Stadt auch noch bei schönem Wetter anzuschauen. Von Fátima aus sind wir daher wieder südwärts gefahren und haben uns noch Santarém angeschaut. Santarém zählt 280’000 Einwohner und ist bekannt für viele Gebäude und Kirchen, die im gotischen Stil erbaut wurden. Santarém wird daher oft auch als portugiesische Hauptstadt der Gotik bezeichnet. Beim Spaziergang durch die Stadt durften wir herrliches Frühlingswetter geniessen. Wir sind uns allerdings nicht ganz sicher, ob man bei 29 Grad Wärme überhaupt noch von Frühling sprechen darf.

Wallfahrtsort Fátima

24. April 2025 / Portugal / Fátima / Basilika

In Fátima haben wir die Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit besucht. Fátima ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Welt. 2023 sind knapp sieben Millionen Pilger nach Fátima gereist, mehr als zu allen anderen Wallfahrtsorten in Europa. Besonders eindrücklich ist der Vorplatz vor der Basilika. Dieser ist 750 Meter lang und 200 Meter breit und bietet Platz für 500’000 Menschen. Der Platz ist doppelt so gross wie der Petersplatz in Rom. Der Andrang heute war allerdings sehr bescheiden. Ein halber Fussballplatz hätte gereicht.

Levada de Tomar

24. April 2025 / Portugal / Tomar / Levada de Tomar

Nicht nur Schlösser, Burgen, Kirchen und Stadtplätze können sehr fotogen sein, sondern auch alte Industrieanlagen. Auf einer Insel im Rio Nabão mitten in Tomar stehen eine alte Mühle und ein altes Kraftwerk. Die Gebäude werden heute für Kulturveranstaltungen genutzt. Und sie sehen prächtig aus.

Tomar

24. April 2025 / Portugal / Tomar / Praça da República

Die Hauptsehenswürdigkeit von Tomar ist die mächtige Burg, die hoch oben über der Stadt thront. Mitten in der Burganlage befindet sich ein recht grosses Kloster mit einer riesigen Kapelle. Die Dimensionen der Burganlage sind eindrücklich. Ebenso der Ausblick, den man von hier oben geniessen kann. Mindestens so gut gefallen hat uns aber der zentrale Platz von Tomar, die Praça da República mit dem Rathaus. An vielen portugiesischen Stadtplätzen imponieren uns die kunstvollen Strassenpflaster, die oft auch als portugiesisches Pflaster (Calçada Portuguesa) bezeichnet werden und die den Flächen eine ganz besondere Note verleihen.

Burg von Almourol

24. April 2025 / Portugal / Almourol / Castelo

Die portugiesischen Wetterfrösche haben uns für heute einen Prachttag vorausgesagt. Beim Öffnen der Rollos am frühen Morgen kamen allerdings Zweifel an deren Treffsicherheit auf. Hopo war im Nebel eingehüllt. Ganz offensichtlich zieht nicht nur die Aare den Nebel an, sondern auch der Tejo, an dessen Ufer wir übernachtet haben. Zum Glück hat sich dieser aber relativ rasch aufgelöst. Als wir zwanzig Kilometer flussabwärts bei der Burg von Almourol einen Halt einlegten, war das Top-Wetter tatsächlich da. Die Burg liegt idyllisch auf einer kleinen Insel mitten im Tejo.

Palmenhaus

23. April 2025 / Portugal / Abrantes / Palmenhaus

Hopo macht sich Sorgen. Er befürchtet, dass wir sesshaft werden könnten. Wir haben nämlich ein Haus entdeckt, das uns gefallen würde. Der Blumengarten ist bestellt, eine stattliche Palme steht bereits. Gut, das Dach müsste man noch leicht ausbessern und neue Fenster bräuchte es wohl auch. Aber alles machbar. Wir schlafen einmal darüber und schauen morgen, ob wir nicht doch weiterhin mit Hopo die Welt entdecken wollen.

Abrantes

23. April 2025 / Portugal / Abrantes / Castelo

Wir haben unser Nachtlager in Abrantes nahe am Tejo aufgeschlagen, der von hier aus noch rund 150 Kilometer zurückzulegen hat, bis er bei Lissabon ins Meer fliesst. Auf einem Hügel hoch über uns befindet sich die Altstadt von Abrantes. Der Marsch hinauf ins Städtchen ist schweisstreibend (die Temperaturen sind hier heute auf 27 Grad angestiegen), lohnt sich aber alleine wegen der prächtigen Aussicht. Hauptsehenswürdigkeit von Abrantes ist eine mittelalterliche Burg. Direkt vor der Burg wurde ein grosszügiger Skatepark eingerichtet, so dass sichergestellt ist, dass sich der Burggeist nie richtig ausruhen kann.