10. März 2025 / Spanien / Iznájar / Iznájar-Stausee
Von der Altstadt von Iznájar aus hat meine eine tolle Aussicht auf den gleichnamigen Stausee. Die Landschaft erinnert uns stark an Norwegen mit seinen vielen verästelten Fjorden. Norwegen dürfte diesen Sommer unser Reiseziel sein. Vorerst geniessen wir aber weiterhin Andalusien.
10. März 2025 / Spanien / Iznájar / Iglesia de Santiago Apóstol
Nach 35 Kilometer Fahrt von Archidona in nordöstlicher Richtung durch eine tolle Landschaft haben wir Iznájar erreicht. Die andalusische Kleinstadt, die 4’000 Einwohner zählt, liegt sehr schön auf einer Halbinsel hoch oben auf einem steil ansteigenden Hügel. Überragt wird die Altstadt von einer Burg aus dem 9. Jahrhundert und der Renaissance-Kirche Santiago Apóstol. Ein wirklich schöner Ort. Klein aber fein.
10. März 2025 / Spanien / Antequera / Peña de los Enamorados
Beim Verlassen von Antequera sind wir am Hügel der Verliebten vorbeigefahren. Einer alten Legende nach soll sich hier ein junges Paar in die Tiefe gestürzt haben, weil sich ihre Familien gegenseitig bekämpften. Wie auf der Foto gut zu erkennen ist, hatten wir heute typisches Aprilwetter. Viel Regen, zwischendurch Wolkenlöcher mit blauem Himmel und gelegentlich ein wenig Sonne. Dieser Wettertypus dürfte noch eine Weile anhalten. Weil es nichts bringt, sich dauernd über das Wetter zu beklagen, lasse ich es von nun an bleiben. Ich werde mich erst wieder zum Wetter äussern, wenn wir den ersten Tag mit lauter Sonnenschein einziehen durften. Versprochen!
9. März 2025 / Spanien / El Chorro / Rio Guadalhorce
Jana vermiest uns den Frühling. Jana heisst die Regenfront, die mit teils sehr hohen Niederschlagsmengen über den Südwesten Spaniens hinwegzieht. In Teilen Andalusiens und in der Region Madrid kam es gestern und heute zu Verkehrsbehinderungen und vereinzelt gar zu Autobahnschliessungen. Davon waren wir zum Glück nicht betroffen. Wir haben aber viele Felder gesehen, die stark überschwemmt waren. Zum Teil haben sich bereits Flamingos in den neu geschaffenen „Lagunen“ aufgehalten. Keine Ahnung, was sie dort zu fressen finden. Wir waren heute in El Chorro, wo der Caminito del Rey endet. Dort öffnete sich kurz ein blaues Wolkenloch. Den spektakulären Schluchtenweg konnten wir nicht begehen, da man hierzu Tickets benötigt, die auf Tage oder gar Wochen hinaus ausverkauft sind. Gut möglich, dass wir im April nochmals hierher kommen. Dann hoffentlich mit Tickets und bei strahlend blauem Himmel.
Es regnet weiter. Fast die ganze Nacht hindurch hat es geregnet, und das teilweise heftig. Und es hat den Tag hindurch weitergeregnet. Wir haben uns eigentlich vorgenommen, zu versuchen, ob wir den Caminito del Rey, eine tolle Schluchtwanderung, machen können. Bei Dauerregen macht das aber absolut keinen Sinn. Den ganzen Tag nur lesen, am Laptop rumsitzen und reinigen mögen wir auch nicht. Wir haben daher ein Outlet-Center aufgesucht, quasi die europäische Form eines Souk. Alles kam uns komisch vor. Niemand versuchte, uns zum Besuch seines Ladens zu überreden. Alles war neuwertig und fein säuberlich eingeordnet. Nichts lag am Boden rum. Es wurde wenig gelacht. Die Preise waren deutlich höher. Und das Verrückteste: niemand liess sich auf Preisverhandlungen ein. Komische Welt. Hoffentlich wird es bald wieder schön, damit wir uns anderen Dingen zuwenden können.
Was für ein trauriger Anblick. Meine bewährte Wetter-App kennt für die nächsten sieben Tage nur ein einziges Symbol: Regen. Wie gestern hat es auch heute mit kürzeren Unterbrüchen viel geregnet. Hopo war damit richtig gut eingeweicht, um endlich wieder einmal gewaschen zu werden. Auch eine gründlichere Kleiderwäsche war wieder einmal fällig, wozu wir einen Waschsalon aufgesucht haben. Um uns etwas Bewegung zu verschaffen, haben wir den Hafen von Estepona aufgesucht, der rund siebzig Kilometer südwestlich von Malaga liegt. An und für sich ein recht schöner Hafen mit all seinen blauweissen Gebäuden. Bei Regen macht ein Hafenspaziergang aber nur beschränkt Freude.
5. März 2025 / Spanien / San Roque / Playa de Guadarranque
Nach dreissig schönen, erlebnisreichen Tagen in Marokko sind wir zurück in Andalusien. Während die Hinfähre fünf Stunden Verspätung hatte, waren es heute „bloss“ drei Stunden. Macht nichts. Wenn man viel reist, muss man so etwas mit der notwendigen Gelassenheit hinnehmen. Aufregen bringt nichts, die Fähre kommt damit keine Sekunde früher an. Andalusien empfängt uns mit viel Regen. Und daran wird sich in den nächsten Tagen wenig ändern. Verkehrte Welt: während es in der Schweiz aktuell sonnig und warm ist, haben wir hier in Südspanien Regenzeit. Das schränkt unsere Reiseaktivitäten etwas ein. In den nächsten Tagen ist wohl Waschen, Aufräumen, Reinigen, Reparieren und ähnliches angesagt. Schliesslich reisen wir nicht nur, sondern führen auch einen kleinen Haushalt auf vier Rädern, der immer wieder das eine oder andere zu tun gibt.
Seit gestern Mittwochabend sind wir wieder zurück in Andalusien. Der Empfang hier in Málaga war nicht speziell freundlich, hat es doch in Strömen geregnet. Und das in einer Stadt, die auf über 300 Sonnentage pro Jahr kommt. Ansonsten ist aber alles in bester Ordnung. Hopo hat sich an einem sicheren Ort eine Woche lang erholt und freut sich darauf, zusammen mit uns einige weitere Monate an der Wärme verbringen zu dürfen. Und wir sind wieder in der Originalbesetzung unterwegs. Heidi ist wieder mit an Bord. Weiter mit dabei sind natürlich auch meine zwei Fahrräder. Die werden es in naher Zukunft gemütlicher haben. Ab und zu werde ich sicher wieder einen Ausflug per Rad unternehmen. Mit den täglichen Ausfahrten ist es aber bis auf Weiteres vorbei. Andere Besetzung, andere Programme.