Festungsinsel Bourtzi

24. März 2026 / Griechenland / Nafplio / Festungsinsel Bourtzi

Die kleine Festungsinsel Bourtzi ist eines der Wahrzeichen von Nafplio. Die venezianische Seefestung thront auf einer kleinen Felseninsel mitten im Hafenbecken und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Die Festung wurde zwischen 1471 und 1477 von den Venezianern erbaut, um den Hafen vor Piraten und feindlichen Schiffen zu schützen. Später diente sie als Wohnort für Scharfrichter, da diese auf dem Festland von der Bevölkerung gemieden wurden. Vor knapp hundert Jahren wurde sie zu einem Luxushotel umgebaut und später als Restaurant genutzt. Heute ist sie „bloss“ noch das Ziel kurzer Schiffsausflüge.

Nafplio

24. März 2026 / Griechenland / Nafplio / Boote beim Leuchtturm

Nafplio, im Nordosten des Peloponnes gelegen, gilt als eine der romantischsten und schönsten Städte Griechenlands. Nachdem Griechenland 1830 die Unabhängigkeit erlangte, war Nafplio während fünf Jahren die erste Hauptstadt des jungen Staates, bevor der Regierungssitz nach Athen verlegt wurde. Die Stadt hat einiges zu bieten: eine venezianisch geprägte Altstadt, zwei imposante Festungen, eine kleine Festungsinsel, eine attraktive Hafenpromenade sowie schöne Strände. Nafplio ist daher recht touristisch. So viele Camper wie hier haben wir seit Monaten nicht mehr gesehen. Und in und um die Altstadt trifft man immer wieder auf Touristen. Aber auch hier ist noch Vorsaison und alles geht recht beschaulich zu und her.

Akrokorinth

23. März 2026 / Griechenland / Korinth / Akrokorinth

Neben dem Kanal kann Korinth mit zwei weiteren Sehenswürdigkeiten aufwarten. Nahe der heutigen Stadt liegt die archäologische Stätte des antiken Korinth, die für ihren Apollontempel bekannt ist. Wir haben die Festung Akrokorinth besucht, die auf dem Hausberg von Korinth errichtet wurde und bis 575 Meter hoch hinauf reicht. Hauptattraktionen sind die weitläufige, aus drei Ebenen bestehende Festungsmauer, die Ruinen des Aphrodite-Tempels auf dem Gipfel, Überreste byzantinischer Kirchen, eine Moschee sowie der spektakuläre Panoramablick über die Peloponnes. Insgesamt eine eindrückliche Anlage, deren Besuch sich lohnt.

Kanal von Korinth

23. März 2026 / Griechenland / Korinth / Kanal von Korinth


Viele Sehenswürdigkeiten, die man in Griechenland besichtigen kann, sind um die zweitausend Jahre alt. Das abgebildete Bauwerk ist deutlich jünger. Der Kanal von Korinth wurde zwischen 1881 und 1893 erbaut. Der Kanal ist gut sechs Kilometer lang und an der schmalsten Stelle bloss 25 Meter breit. Zur Zeit ist der Kanal wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Ob das wohl der Grund für die stark gestiegenen Dieselpreise ist? Wohl kaum. Aber die Spritpreise sind auch hier ein grosses Thema. Als wir Griechenland Ende Januar verliessen. bezahlten wir noch rund 1,55 Euro pro Liter Diesel. Mittlerweile kostet der Diesel an vielen Tankstellen über zwei Euro. Da war der Preisanstieg in der Türkei (von 1,10 auf 1,30 Franken) doch deutlich moderater.

Gut gibt es GPS

23. März 2026 / Griechenland / Schinos / Wegweiser

Gut gibt es GPS. GPS ist überall auf der Welt enorm hilfreich. Ohne das satellitengestützte Navigationssystem wäre unsere Reiserei um einiges schwieriger. Speziell hilfreich ist GPS in Griechenland, wo man in abgelegeneren Gegenden immer wieder auf Wegweiser trifft, die nur Angaben im griechischen Alphabet enthalten. Aber auch mit GPS ist die Routenplanung hier nicht ganz so einfach wie anderswo. Unsere Navigationsapp basiert auf OpenStreetMap, das bei kleineren Ortschaften und bei vielen Strassen nur die griechischen Namen in griechischen Lettern kennt. Das regt das Denken an. Und zumindest in dieser Hinsicht scheint unser Denken noch zu funktionieren, haben wir doch bisher alle gesuchten Ziele irgendwie gefunden.

Höhle des Trophonios

22. März 2026 / Griechenland / Livadia / Höhle des Trophonios

Wir sind auf dem Weg nach Korinth und haben in Livadia am Fusse des Helikon-Gebirges einen Zwischenstopp eingelegt. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Höhle des Trophonios, die sich unterhalb der mächtigen Burg befindet. Trophonios war in der Antike ein geschickter Baumeister, der zusammen mit seinem Bruder Agamedes den Apollontempel in Delphi baute. Laut der Sage wurden beide von der Erde verschlungen, nachdem sie versucht hatten, den Schatz des Königs Hyrieus zu stehlen. Nach seinem Tod wurde Trophonios als göttliches Wesen verehrt. Sein Orakel befand sich in der abgebildeten Höhle in Livadia. Pilger mussten sich tagelang vorbereiten, um dann in die dunkle Höhle hinabzusteigen, wo sie Visionen erlebten. Da uns mehr nach dem Peloponnes denn nach Visionen gelüstet, haben wir auf den Abstieg in die Höhle verzichtet und sind weiter südwärts gefahren.

Zurück in Thermopylen

21. März 206 / Griechenland / Thermopylen / Schwefelquelle

Wann hat man schon die Gelegenheit, in einem Bach mit vierziggradigem Wasser zu baden? Auf der ganzen Welt verteilt gibt es sicher etliche Orte, wo man das kann. Ich selber kenne nur Thermopylen südöstlich von Lamia. Und da unser Weg Richtung Athen hier vorbeiführte, haben wir selbstverständlich angehalten. Und wir sind gleich geblieben. Einfach herrlich, bei fünfzehn Grad Lufttemperatur im warmen Wasser zu plantschen und in die immer noch schneebedeckten Berge zu schauen. Heute in einer Woche fliegen wir von Athen aus für gut eine Woche zurück in die Schweiz. Die Woche, die uns in Griechenland noch bleibt, möchten wir im östlichen Peloponnes verbringen. An den letzten beiden Tagen haben wir ein ordentliches Stück Weg dorthin zurückgelegt. Von nun an wollen wir es gemächlicher angehen lassen und uns noch das eine oder andere anschauen.

Kloster Agios Nikolaos

19. März 2026 / Griechenland / Porto Lagos / Kloster Agios Nikolaos

Am 30. Januar haben wir Griechenland bei eher trübem Wetter ostwärts verlassen. Und wiederum begleitet von trübem Wetter sind wir heute Nachmittag nach Hellas zurückgekehrt. Der Grenzübertritt verlief problemlos, so dass wir noch Zeit fanden, uns bei Porto Lagos das Kloster Agios Nikolaos anzusehen. Das Kloster ist bekannt für seine malerische Lage auf zwei kleinen Inseln im Vistonida-See, die durch hölzerne Fussgängerbrücken mit dem Festland verbunden sind. Ein wirklich sehr spezieller Ort, den wir uns für unseren ersten Halt zurück in Griechenland ausgesucht haben. Jetzt sind wir gespannt, ob wir in der kommenden Nacht ohne den Ruf des Muezzins, an den wir uns so gewöhnt haben, einen ruhigen Schlaf finden werden.