Im „Souk“ von Malaga

8. März 2025 / Spanien / Malaga / Outlet-Center

Es regnet weiter. Fast die ganze Nacht hindurch hat es geregnet, und das teilweise heftig. Und es hat den Tag hindurch weitergeregnet. Wir haben uns eigentlich vorgenommen, zu versuchen, ob wir den Caminito del Rey, eine tolle Schluchtwanderung, machen können. Bei Dauerregen macht das aber absolut keinen Sinn. Den ganzen Tag nur lesen, am Laptop rumsitzen und reinigen mögen wir auch nicht. Wir haben daher ein Outlet-Center aufgesucht, quasi die europäische Form eines Souk. Alles kam uns komisch vor. Niemand versuchte, uns zum Besuch seines Ladens zu überreden. Alles war neuwertig und fein säuberlich eingeordnet. Nichts lag am Boden rum. Es wurde wenig gelacht. Die Preise waren deutlich höher. Und das Verrückteste: niemand liess sich auf Preisverhandlungen ein. Komische Welt. Hoffentlich wird es bald wieder schön, damit wir uns anderen Dingen zuwenden können.

Estepona

6. März 2025 / Spanien / Estepona / Hafen

Was für ein trauriger Anblick. Meine bewährte Wetter-App kennt für die nächsten sieben Tage nur ein einziges Symbol: Regen. Wie gestern hat es auch heute mit kürzeren Unterbrüchen viel geregnet. Hopo war damit richtig gut eingeweicht, um endlich wieder einmal gewaschen zu werden. Auch eine gründlichere Kleiderwäsche war wieder einmal fällig, wozu wir einen Waschsalon aufgesucht haben. Um uns etwas Bewegung zu verschaffen, haben wir den Hafen von Estepona aufgesucht, der rund siebzig Kilometer südwestlich von Malaga liegt. An und für sich ein recht schöner Hafen mit all seinen blauweissen Gebäuden. Bei Regen macht ein Hafenspaziergang aber nur beschränkt Freude.

Andalusien empfängt uns mit Regen

5. März 2025 / Spanien / San Roque / Playa de Guadarranque

Nach dreissig schönen, erlebnisreichen Tagen in Marokko sind wir zurück in Andalusien. Während die Hinfähre fünf Stunden Verspätung hatte, waren es heute „bloss“ drei Stunden. Macht nichts. Wenn man viel reist, muss man so etwas mit der notwendigen Gelassenheit hinnehmen. Aufregen bringt nichts, die Fähre kommt damit keine Sekunde früher an. Andalusien empfängt uns mit viel Regen. Und daran wird sich in den nächsten Tagen wenig ändern. Verkehrte Welt: während es in der Schweiz aktuell sonnig und warm ist, haben wir hier in Südspanien Regenzeit. Das schränkt unsere Reiseaktivitäten etwas ein. In den nächsten Tagen ist wohl Waschen, Aufräumen, Reinigen, Reparieren und ähnliches angesagt. Schliesslich reisen wir nicht nur, sondern führen auch einen kleinen Haushalt auf vier Rädern, der immer wieder das eine oder andere zu tun gibt.

Au revoir, Maroc

5. März 2025 / Marokko / Tanger Med / Hafen von Fähre aus

Der Himmel weint. Und uns ist es irgendwie auch danach zumute. Denn unsere Marokkoreise ist nun zu Ende. Schade, dass wir nur dreissig Tage eingeplant und unsere Fähre für die Rückreise vorzeitig gebucht haben. Aber wir sind lernfähig. Das nächste Mal bleiben wir sicher länger. In Marokko hat es uns ausgezeichnet gefallen. Wir haben wunderschöne Landschaften gesehen und Tolles erlebt. Wir sind mehrheitlich auf aufgeschlossene und freundliche Menschen gestossen. Wir haben nichts wirklich Negatives erlebt und fühlten uns nie bedroht. Wir wurden nie übers Ohr gehauen und hatten auch nie das Gefühl, dass wir Touristenpreise bezahlen mussten. Mulmige Gefühle hatten wir einzig hin und da im Strassenverkehr in den Städten. Wir hatten wieder einmal Wetterglück und konnten viel Sonne tanken und angenehme Temperaturen geniessen. Marokko ist ein wunderschönes Reiseland, das enorm viel bietet und das wir nur weiterempfehlen können. Klar, es ist bei Weitem nicht alles so sauber und so geordnet wie in der Schweiz. Wer aber offen und neugierig ist, wird in Marokko sehr viel Schönes erleben. Wir kommen mit Sicherheit wieder. Vorerst werden wir nun aber unsere Andalusienreise fortsetzen, bis wir am 20. März für zwei Wochen in die Schweiz zurückkehren.

Schutz vor bösen Blicken

4. März 2025 / Marokko / Chefchaouen / Blaue Gebäude in der Medina

Die blaue Farbe zieht sich in der Medina von Chefchaouen grossflächig durch. Nicht nur Fassaden, Türen, Fenster und Fensterläden sind blau, sondern auch Treppen, Böden und Steine. Gemäss islamischem Glauben soll die blaue Farbe vor bösen Blicken schützen. Weiter soll sie die Altstadt im heissen Sommer etwas kühler halten und sogar Mücken abschrecken. Der blaue Anstrich hilft aber sicher auch dem lokalen Tourismus, werden doch von allen grösseren marokkanischen Zentren aus Busreisen in die blaue Stadt angeboten.

Chefchaouen, die blaue Stadt

4. März 2025 / Marokko / Chefchaouen / Stadt von Süden her

Chefchaouen ist die letzte Stadt, die wir auf unserer vierwöchigen Marokkoreise besuchen. Vieles ist in Chefchaouen blau angestrichen, weshalb man auch von der blauen Stadt spricht. Schade, dass nicht auch noch der Himmel blau war. Zum Schluss unserer vierwöchigen Rundreise haben wir heute noch einen trüben Tag eingezogen. Gestartet sind wir noch bei recht freundlichem Wetter. Dann zogen aber immer mehr Wolken auf, es begann zu regnen und am Schluss hatten wir auch noch Nebel. Wir wollen uns aber nicht beklagen. Wir hatten zu Beginn unserer Reise etwas Regen, zwischendurch zwei trübere Tage und nun auch noch einen verregneten vorletzten Tag. Dazwischen durften wir sehr viel Sonne und warme Temperaturne geniessen. Marokko hat uns verwöhnt. Nicht nur mit wunderschönen Landschaften und vielen tollen Erlebnissen, sondern auch mit prächtigem Wetter.

Treuer Helfer des Menschen

4. März 2025 / Marokko / Ouezzane / Esel in der Medina

Während unserer vierwöchigen Marokkoreise sind wir Abertausenden von Eseln begegnet. Sie werden eingesetzt, um Lasten zu tragen, um Karren zu ziehen oder um Menschen reitend zu transportieren. Oft standen sie aber auch bloss am Strassenrand, frassen Gras und warteten auf ihren nächsten Einsatz. In den Städten werden sie leider immer häufiger durch Minitransporter abgelöst. Auf dem Land ist der Esel aber nach wie vor der unentbehrliche Helfer des Menschen. Schön, dass Marokko immer noch ein Land der Esel ist.

Gerberei in Fès

3. März 2025 / Marokko / Fès / Gerberei

Fès ist bekannt für hochwertige Leder, die hier hergestellt werden. In der Medina gibt es noch ein Gerberviertel, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In traditioneller Handarbeit und unter Zugabe von Zusätzen und Farben, die bereits im Mittelalter eingesetzt wurden, werden aus Rinds-, Schafs- und Ziegenfellen Leder hergestellt und gefärbt. Wir konnten einen traditionellen Betrieb besuchen und uns die einzelnen Arbeitsschritte erklären lassen. Hut ab vor den Männern, die hier harte Arbeit verrichten. Und das in leicht eingeschränktem Umfang auch während des Ramadan, in dem gläubige Muslims von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nicht essen und nicht trinken dürfen.

Fès

3. März 2025 / Marokko / Fès / Bab Chorfa

Mit einer Million Einwohnern ist Fès die drittgrösste Stadt Marokkos. Grosse Teile der Stadt sind recht modern. Fès besitzt aber auch eine sehr alte Medina, die unter dem Schutz der UNESCO steht und bei der es sich flächenmässig um die grösste mittelalterliche Altstadt weltweit handeln soll. Die Medina wird von einer Stadtmauer umschlossen, in der es etliche Stadttore gibt, so auch das abgebildete Bab Chorfa. Innerhalb der Stadtmauern trifft man auf ein unglaubliches Labyrinth aus Gassen und kleinsten Gässchen. Etliche von ihnen sind Sackgassen. Früher war es echt schwierig, wieder aus der Altstadt herauszufinden. Google Maps macht es heute wesentlich einfacher. Damit ist aber auch ein gewisser Reiz verlorengegangen.