Parque Natural de Bahia de Cádiz

6. Januar 2025 / Spanien / San Fernando / Parque Natural de Bahia de Cádiz

Südöstlich der Stadt San Fernando befindet sich ein recht grosses Naturschutzgebiet, der Parque Natural de Bahia de Cádiz. Innerhalb des Parkgeländes gibt es verschiedene Ökosysteme wie Steilküsten, Strände, Dünen, kleine Seen, morastiges Küstengebiet und Überschwemmungsland. Diverse kleine Naturwege führen durch den Park. Von Süden her kommend durfte oder musste ich den Park unbedingt durchfahren, da sonst nur Autobahnen nach San Fernando und Cádiz führen. Da es die letzte Nacht intensiv geregnet hat, konnte ich heute besonders viele blühende Pflanzen bewundern. Das die positive Seite der Parkdurchquerung. Die Schattenseite der Regennacht: wegen den heftigen Niederschlägen waren die Wege voller Pfützen und Morast. Teilweise hat sich am Fahrrad so viel Dreck angesammelt, dass die Räder nicht mehr richtig drehen konnten. Schwer- und Dreckarbeit war gefragt. Aber gleichwohl ein schönes Erlebnis und eine bleibende Erinnerung.

Cabo Roche

6. Januar 2025 / Spanien / Roche / Cabo Roche

Braucht jemand einen Anker? Hier beim Leuchtturm vom Cabo Roche liegen sie in grossen Mengen schön aufgereiht neben einem Parkplatz und neben der Strasse. Etwas Aufbereitung brauchen sie schon. Dafür sind sie – davon gehe ich jetzt einmal aus – günstig zu haben. Das Cabo Roche liegt zwischen der Stadt Conil und dem Dorf Roche. Unter einem relativ modernen Leuchtturm befindet sich ein Sporthafen. Prächtig ist der Ausblick auf den wilden Atlantik und die schroffe Küstenlandschaft. Ein Besuchens werter Ort.

Wilde Brandung in Conil de la Frontera

5. Januar 2025 / Spanien / Conil de la Frontera / Küste im Nordwesten

Conil de la Frontera ist eines der bekannten weissen Dörfer Andalusiens. Wobei Dorf eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, den Conil zählt über 20’000 Einwohner. Zu diesen gesellen sich im Sommer bis zu 80’000 Badetouristen. Die Strände und die Küstenlandschaft hier sind wirklich schön. An der Küste sieht und hört man sofort, dass der Atlantik eine ganz andere Wucht hat als das doch eher ruhige Mittelmeer. Und es gibt auch wieder spürbare Gezeiten. In Conil beträgt der Tidenhub aktuell gut zwei Meter. Verglichen mit der Bretagne ist das eher wenig, aber doch viel mehr als am Mittelmeer.

Andalusische Winterlandschaft

5. Januar 2025 / Spanien / Vejer de la Frontera / Landschaft

Im Südwesten Spaniens wird eine eher extensive Landwirtschaft betrieben. Gewächshäuser gibt es nur noch sehr selten zu sehen, Zypressenplantagen gar nicht mehr. Dafür sieht man teilweise wieder Kühe auf den Feldern. Wenn ich mich nicht schwer täusche sind mir auf dem Weg von Barcelona hierher rund um Tarifa die ersten spanischen Kühe begegnet. Teilweise wirkt die Landschaft eher etwas monoton. gelegentlich aber auch sehr stimmungsvoll.

Vejer de la Frontera

5. Januar 2025 / Spanien / Vejer de la Frontera / Stadt von Osten her

Heute bin ich mehrheitlich durch eine dünn besiedelte Landschaft geradelt. Vejer de la Frontera ist von Tarifa herkommend erst der zweite Ort, der direkt an der Strasse liegt. Und das nach 50 Kilometern. Vejer zählt 12’000 Einwohner und ist auf einem Hügel gebaut, der die umliegende Landschaft um mehr als hundert Meter überragt. Die ganze Altstadt ist von einer zwei Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Ein wirklich schönes Städtchen, nicht nur aus der Ferne.

Torre de la Pena

4. Januar 2025 / Spanien / Tarifa / Torre de la Pena

Das Foto ist echt. Aber es täuscht hinsichtlich des heutigen Wetters. So schön blau war der Himmel den heutigen Tag hindurch nur selten. Zeitweise war es gar stark bewölkt. Aber 19 Grad warm. Morgen Abend und in der kommenden Woche könnte es gar regnen. Mich über das hiesige Wetter beschweren ist aber das letzte, was ich tun werde. Dazu kam ich in den Genuss von zu vielen prächtigen Tagen. Die Torre de la Pena gehört zu einem Campingplatz. Deren gibt es etliche nordwestlich von Tarifa. Auch wenn ich höchst selten auf einem Campingplatz anzutreffen bin (auf dieser Reise noch gar nie), gefallen mir diese deutlich besser als Zweitwohnungssiedlungen. Campingplätze versperren zwar den Zugang zum Meer, verschandeln die Landschaft aber nicht annähernd so stark wie feste Überbauungen.

Tarifa

4. Januar 2025 / Spanien / Tarifa / Festung

Tarifa ist erreicht. Ich bin am südlichsten Punkt Spaniens und damit natürlich auch meiner Velotour angelangt. Doch nicht nur das. Tarifa ist auch der südlichste Punkt des europäischen Festlands. Hier trennt die Strasse von Gibraltar Europa von Afrika. Die schmalste Stelle beträgt nur gerade 14 Kilometer. Aufgrund seiner Nähe zu Marokko ist Tarif ein wichtiger Fährhafen (Verbindung nach Tanger). Statt südwestlich fahre ich von nun an nordwestlich. Anstatt aufs Mittelmeer kann ich von nun an auf den Atlantik blicken. Und die Gegenden, durch die ich nun fahren werde, sind viel dünner besiedelt als bisher. Gerade auch als Radfahrer gefällt mir das.

Algeciras

4. Januar 2025 / Spanien / Algeciras / Hafenanlagen

Algeciras zählt 120’000 Einwohner und besitzt einen der wichtigsten Häfen im südlichen Spanien. Von hier aus fahren auch die meisten Fähren nach Marokko, entweder nach Ceute (eine Stunde) oder nach Tanger (eineinhalb Stunden). Hopo war noch nie in Marokko und möchte gerne einmal dorthin. Ich glaube, diesen Wunsch werden wir ihm erfüllen. Nicht sofort, aber eventuell schon bald.

San Roque oder es geht weiter

3. Januar 2025 / Spanien / San Roque / Blick zurück nach Gibraltar

Beim Start in Barcelona habe ich mir Gibraltar als Ziel meiner Radtour gesetzt. Als absehbar wurde, dass ich nach rund vier Wochen Fahrt dort sein werde, wurde Gibraltar zum Zwischenziel. Jetzt liegt Gibraltar bereits hinter mir. Denn ich will weiterfahren. Ich habe mich entschieden, weiter der Küste entlang zu fahren. Zuerst nach Tarifa, denn nach Cadiz, Huelva und schliesslich nach Altura in Portugal. Das sind gegen 800 Kilometer Strecke oder eine Woche Fahrzeit. Dieses Mal könnte es allerdings länger dauern. Denn ab Sonntag ist Regen angesagt. Schauen wir einmal, wie ernst es ihnen damit ist. So oder so nehme ich es, wie es kommt.

Berberaffe

3. Januar 2025 / Gibraltar / Berberaffe

Eine Legende besagt, dass, solange die Affen in Gibraltar leben, das Gebiet britisch bleibt. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden die Affen von den lokalen Behörden gepflegt und geschützt. Einzig wenn sich eine Horte Affen völlig daneben benimmt und Schaden anrichtet oder zur Gefahr für die Menschen wird, muss eingeschritten und die Population dezimiert werden. Insgesamt soll es über 200 Affen in Gibraltar geben. Die meisten leben irgendwo auf dem Felsen.