Azemmour

7. Februar 2025 / Marokko / Azemmour / Medina

Wir fahren weiterhin der Küste entlang in südwestlicher Richtung. Casablanca haben wir heute rechts liegenlassen. Die Grossstadt hat eine einzige Sehenswürdigkeit, für die es sich unserer Ansicht nach lohnt, einen Halt einzulegen: die Mosquée Hassan II, die grösste Moschee Afrikas. Ansonsten ist Casablanca eine recht moderne, westlich geprägte Stadt. Nicht das, was wir in Marokko suchen. Wir haben daher unseren ersten Halt in Azemmour eingelegt, das malerisch am Fluss Oued Oum Er Riba liegt. Die Stadt wurde um 1500 von den Portugiesen gegründet, die hier einen Handelsstützpunkt einrichteten. Die Medina ist eher etwas heruntergekommen. Der Blick von der Flussseite her ist aber bezaubernd.

Köstliche Vorspeise

6. Februar 2025 / Marokko / Mohammédia / Seeigel

Die Mehrheit der Marokkaner erleben wir als sehr freundlich und hilfsbereit. In der grossen Markthalle von Rabat habe ich heute eine Schulung im Öffnen und Verspeisen von Seeigeln erhalten. Um meine neu erworbenen Kenntnisse zu testen, haben acht Seeigel den Weg in den Camper gefunden. Die Lehrstunde und die Seeigel haben mich knapp drei Franken gekostet. Soviel zu den hiesigen Preisverhältnissen. Seeigel schmecken leicht süsslich, ähnlich wie frische Muscheln. Sie sind sehr vitaminreich und gesund. Satt wird man mit ihnen aber nicht. Im Gegenteil: der Energieaufwand fürs Öffnen und Essen ist vermutlich höher als die in einem Seeigel enthaltenen Kalorien. Geniessen und gleichzeitig abnehmen. Ist doch herrlich!

Hassanturm

6. Februar 2025 / Marokko / Rabat / Hassanturm

Eigentliches Wahrzeichen von Rabat ist der Hassenturm. Hierbei handelt es sich um das unvollendete Minarett der unvollendeten grossen Moschee. Gegenüber dem Hassanturm befindet sich das Mausoleum von König Mohammed V. Zu unserer Überraschung darf man im Mausoleum alles fotografieren, sowohl den steinern Sarg, die Wachen vor den Toren als auch die Wachen hoch zu Ross. Dabei haben wir bei unserer Vorbereitung doch gelernt, dass man in Marokko keine Menschen fotografieren sollte. Aber die Marokkaner sind diesbezüglich viel offener als wir angenommen haben. Bisher wurde uns noch kein Wunsch nach einer Foto verwehrt.

Rabat / Farbige Medina

6. Februar 2025 / Marokko / Rabat / Medina

Neben der Kasbah (Burg) verfügt Rabat auch über eine recht grosse Medina (Altstadt). Darin trifft man auf eine Vielzahl von Geschäften. Dabei ist das Angebot recht differenziert. In den Hauptgassen werden primär Güter für Touristen verkauft, die es hier in grösserer Zahl gibt. So werden vielerorts Kleider, Schuhe, Taschen, Teppiche, Kunsthandwerk oder Souvenirartikel angeboten. Etwas abseits sind wir aber auch in Gassen eingetaucht, in denen praktisch ausschliesslich Einheimische verkehren. Hier werden alle Arten von frischen Lebensmitteln angeboten. Gemüse und Früchte, Brot (wird zum Teil direkt in kleinen Stuben vor Ort gebacken), Milch (wird auf der Strasse abgefüllt), Gewürze, Datteln, Fisch und Fleisch. Hühner werden hier noch direkt vor den Augen der Kunden geschlachtet, so dass Frische garantiert ist. Speziell gut gefallen uns die Geschäfte mit Gewürzen, bei denen es immer herrlich duftet.

Rabat / Kasbah

6. Februar 2025 / Marokko / Rabat / Kasbah

Die sechzig Kilometer Strecke zwischen Kenitra und Rabat haben wir recht locker hinter uns gebracht und sind deutlich vor Mittag in der marokkanischen Hauptstadt angekommen. Rabat zählt 650’000 Einwohner und ist seit 1956 die Hauptstadt des Königreichs mit Regierungssitz und der Residenz von König Mohammed VI. Die Gegensätze, auf die man in Rabat stösst, sind gewaltig. Einerseits gibt es hochmoderne Bauten wie den 250 Meter hohen Mohammed VI Tower oder das grosse Theater. Andererseits fühlt man sich in gewissen Gassen der Altstadt mindestens ins letzte Jahrhundert zurückversetzt. Prächtig ist die Kasbah (Burg), die fein säuberlich herausgeputzt ist. Der Begriff Burg ist dabei eine Untertreibung. Die Kasbah umfasst eine Stadtmauer, mächtige Verteidigungsanlagen, einen prächtigen andalusischen Garten und eine Vielzahl von Gassen und Gebäuden.

Kenitra

5. Februar 2025 / Marokko / Kenitra / Place El Massira

Die kommende Nacht verbringen wir auf dem Camping Municipal von Kenitra. Kenitra ist eine Industriestadt mit 430’000 Einwohnern, die keine eigentlichen Sehenswürdigkeiten anzubieten hat. Warum hat uns hierher getrieben? Wir haben uns entschlossen, in Marokko aus Sicherheitsüberlegungen wenn immer möglich auf Campingplätzen zu übernachten. Und Rabat, das wir morgen besichtigen wollen, hat keinen Campingplatz. Der nächstgelegene befindet sich von Norden her kommend in Kenitra. Trotz fehlender Sehenswürdigkeiten gefällt es uns hier. Das liegt einerseits am Wetter: Sonne pur und 20 Grad Wärme. Andererseits ist es schön, durch die zu Märkten umfunktionierten Gassen zu schlendern und uns das hiesige Angebot anzuschauen. Das Problem ist nur, dass wir dabei zu viel einkaufen. Hopo quillt bereits über mit leckeren marokkanischen Kiwis, Avocados, Mangos. Bananen, Orangen, Grapefruits und Mandarinen.

Fort Al Kabibad

5. Februar 2025 / Marokko / Larache / Fort Al Kabibad

Larache wurde Ende des 15. Jahrhunderts von den Portugiesen eingenommen. Diese errichten zwei Festungen, die sich heute am Rande der Medina befinden. Die eine Festung ist gut restauriert. Die andere, das Fort Al Kabibad, ist in einem eher schlechten Zustand, wird nun aber auch restauriert. Das Fort liegt prächtig über dem brausenden Atlantik. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf den grossen Fischerhafen von Larache. Diesen konnten wir leider nicht aus der Nähe besichtigen. Zum ersten Mal wurde uns in Marokko freundlich aber bestimmt der Zugang verwehrt. Schade, aber nicht weiter tragisch. Wir werden sicher noch andere spannende Häfen zu Gesicht bekommen.

Larache

5. Februar 2025 / Marokko / Larache / Medina

Von Asilah aus sind wir heute Morgen nach Larache gefahren, das 40 Kilometer weiter südlich am Atlantik liegt. Larache ist eine Hafenstadt mit 125’000 Einwohnern. Die Medina (Altstadt) unterscheidet sich recht stark von derjenigen von Asilah. In Asilah war alles pikfein herausgeputzt, das Angebot der Läden und der Restaurants war primär auf Touristen ausgerichtet. In Larache gibt es nur wenige Touristen. Wohl auch deshalb ist die Medina ungepflegter, schmutziger und alles ist auf die hier lebenden Bewohner ausgerichtet. Nicht jedermanns Sache. Uns hat es hier aber gefallen.

Hafen von Asilah

4. Februar 2025 / Marokko / Asilah / Hafen

Gut gefallen hat uns auch der Hafen von Asilah. Die Fischerboote, die wir hier angetroffen haben, waren deutlich kleiner – aber auch bunter – als die, die wir in Spanien gesehen haben. An einigen Ständen wurden Fische, Krebse und andere Meerestiere angeboten. Die Verkäufer waren freundlich und haben sich darüber gefreut, dass wir uns für ihren Fang interessiert haben. Auf die Frage, ob wir den Fang fotografieren dürfen, gab es durchwegs ein „bien sûr“. Indirekt entschädigt haben wir ihre Freundlichkeit dadurch, dass wir abends im Restaurant eine Portion Fisch verzehrt haben. Frisch, lecker und ausgesprochen günstig. Der Appetit auf noch mehr Fisch und auf Meerestiere ist geweckt.

Medina von Asilah

4. Februar 2025 / Marokko / Asilah / Gasse in der Medina

Asilah liegt an der nördlichen Atlantikküste Marokkos und zählt gut 30’000 Einwohner. Die Stadt ist einer der wichtigsten Fremdenverkehrsorte des Landes. Davon spürt man aber zumindest im Februar recht wenig, trifft man doch nur selten auf andere Touristen. Hauptattraktion ist eine gut erhaltene, saubere Altstadt, die vollständig von einer Stadtmauer mit mehreren Wehrtürmen umgeben ist. An etlichen Ständen werden Kleider, Tücher, Teppiche, Kunsthandwerk oder Souvenirartikel angeboten. All die kleinen Geschäfte bringen zusätzliches Kolorit in die die sonst schon farbige Medina. Die Verkäufer sind überraschend zurückhaltend, so dass man freudvoll durch die engen, verwinkelten Gassen schlendern kann.