Altafulla

10. Dezember 2024 / Spanien / Altafulla / Castell de Montserrat und Iglesia Sant Marti

In den meisten Reiseführern sucht man vergebens nach Altafulla. Für mich unverständlich, denn der Ort mit 6’000 Einwohnern, der zehn Kilometer östlich von Tarragona leicht landeinwärts liegt, hat einen sehr schönen Altstadtkern zu bieten. Der mittelalterliche Stadtkern ist ummauert und weitgehend verkehrsfrei, da die engen Gässchen und die vielen Treppen für den motorisierten Verkehr kaum passierbar sind. Zuoberst thront ein Schloss, direkt neben einer alten Kirche. Dass man Altafulla kaum kennt hat aber auch sein Gutes: es gibt kaum Touristen hier. Erst recht nicht ausserhalb der Saison.

Römischer Triumphbogen in Roda de Bera

9. Dezember 2024 / Spanien / Roda de Bera / Arc de Bera

Hopo habe ich noch nicht dazu gebracht, mir selbständig zu folgen. Ich fahre die ganze Strecke dem Meer entlang daher doppelt. Am Vormittag vom letzten Wendepunkt aus zu einem neuen Wendepunkt, am Nachmittag von dort aus wieder zurück. Meist nutze ich dabei auf der Rückfahrt eine etwas andere Route, gelegentlich fahre ich aber eine Strecke effektiv doppelt. Der heutige Wendepunkt lag beim Arc de Bera in Roda de Bera, 20 Kilometer von Tarragona entfernt. Der Triumphbogen ist Bestandteil eines archäologischen Ensembles, das seit 2000 zum UNESCO-Weltwerbe zählt.

Verlassener Stand in Coma-ruga

9. Dezember 2024 / Spanien / Coma-ruga / Strand

Falls jemand für dieses Jahr noch Badeferien buchen möchte: hier an der Costa Dorada findet man zur Zeit ausreichend Platz an den Stränden. Platzangst kriegt hier wirklich niemand. Und das Meer sieht verlockend aus. Man muss aber einigermassen hart sein im Nehmen. Die Höchsttemperatur lag heute bei 14 Grad. Schön für eine Dezembertag, zum Baden aber wohl doch zu kalt. Auf dem Fahrrad ist es hingegen recht angenehm, wenn man sich der Saison entsprechend kleidet.

Vilanova i la Geltru – Fischerhafen

9. Dezember 2024 / Spanien / Vilanova i la Geltru / Fischerhafen

Südwestlich von Barcelona gibt es etliche recht grosse Häfen mit Jachten und Segelbooten. Den ersten richtigen Fischerhafen findet man in Vilanova i la Geltru. Ich schätze, dass hier mindestens dreissig kleinere und mittelgrosse Fischerboote auf ihre nächste Ausfahrt gewartet haben. Am frühen Nachmittag war kaum Betrieb. Toll ausgesehen hat es gleichwohl.

Sitges

9. Dezember 2024 / Spanien / Sitges / Sant Bartomeu i Santa Tecla

Empfehlenswert ist auch ein Halt in Sitges. Der Ort verfügt über eine kleine aber feine Altstadt und schöne Strände. Eindrücklich ist auch die Kirche Sant Bartomeu i Santa Tecla, die auf einem Felsen über dem Meer thront und schon von weitem sichtbar ist. Wir haben Sitges bisher immer nur für einen Zwischenhalt genutzt und sind nach einer Nacht weitergezogen. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man es hier auch deutlich länger aushalten kann.

Herrliche Küstenstrasse

9. Dezember 2024 / Spanien / Küstenstrasse zwischen Castelldefels und Sitges

Von Castelldefels ist man auf der Autobahn in ein paar wenigen Minuten in Sitges. Viel schöner – und für Fahrräder die einzige Option – ist aber die Küstenstrasse, die sich über rund 15 Kilometer hinweg dem Berg entlang schlängelt und immer wieder herrliche Blicke auf die schroffe Küstenlandschaft bietet. Die Strasse ist teilweise recht eng und sehr kurvenreich. Aber wunderschön zum Fahren, gerade bei so prächtigem Wetter wie heute. Es fühlt sich ein klein wenig an wie auf der Amalfitana. Auch für eine Autofahrt sehr zu empfehlen.

Castelldefels

9. Dezember 2024 / Spanien / Castelldefels / Hafen

Meine erste Nacht in Spanien auf der aktuellen Reise habe ich Castelldefels verbracht. Das auf einem Parkplatz bei einem Park mit einer Open-Air-Kunsteisbahn. Es war total ruhig und ich habe supergut geschlafen (wie meistens, wenn ich vorher auf dem Fahrrad war). Als Dank mache ich etwas Werbung für die Stadt, die 70’000 Einwohner zählt und rund 20 Kilometer südwestlich von Barcelona liegt. Besichtigen kann man unter anderem eine imposante Burg. Und die Stadt verfügt über einen sehr schönen Strand, der sich vom Hafen bis zum Flughafen von Barcelona erstreckt.

Barcelona – Gamba de Mariscal

8. Dezember 2024 / Spanien / Barcelona / Gamba de Mariscal

Lange war Barcelona meine absolute Lieblingsstadt. Wenn irgendwo dauerhaft im Ausland leben, dann in Barcelona. Heute ist mir die katalanische Hauptstadt zu überlaufen. Und einen festen zweiten Wohnsitz möchte ich ohnehin nicht. Viel lieber herumreisen und dauernd wieder etwas Neues sehen oder etwas schon mal Gesehenes erneut erleben. Barcelona gefällt mir aber immer noch sehr gut. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, die mich selbst beim x-ten Besuch immer noch beeindrucken. Auch einen Spaziergang dem Hafen und dem Meer entlang finde ich immer noch toll. Dabei stösst man unweigerlich auf dem lachenden Hummer sowie andere Skulpturen. Ob ich auf meiner Iberien-Reise irgendeinmal einen Hummer auf dem Teller haben werde, erachte ich im Moment als eher unwahrscheinlich. Das eine oder andere Meerestier wird es aber hoffentlich schon sein.

Barcelona – Plaça d’Espanya

8. Dezember 2024 / Spanien / Barcelona / Plaça d’Espanya

Barcelona ist erreicht. Auch die letzten 300 Kilometer meiner Hinfahrt habe ich problemlos hinter mich bringen können. An einem Sonntag Vormittag ist selbst Barcelona stressfrei zu durchfahren. In eineinhalb Tagen habe ich nun gut tausend Kilometer zurückgelegt. Das hat den Tagesdurchschnitt von Hopo wieder in die Höhe getrieben und ist nicht das, was ich anstrebe. Doch ab morgen wird sich das radikal ändern. Motorisiert werde ich nun nur noch kurze Strecken bewältigen. Dafür hoffentlich um so längere per Fahrrad. Bis Gibraltar ist es ja noch weit. Wie rasch ich vorwärts komme hängt stark vom Wetter ab. Für morgen sieht es noch gut aus. Danach ist aber Regen angesagt. Spanien kann den gut gebrauchen. Ich selber weniger. Schauen wir einmal, wem das Wetter stärker in die Karten spielt.

Béziers by night

7. Dezember 2024 / Frankreich / Béziers / Pont Vieux und Kathedrale

Auf Reisen fahre ich nicht gerne in der Dunkelheit. Man sieht nichts von der Landschaft. Und speziell sicher ist es auch nicht, gerade mit einem breiten und langen Camper. Hopo hatte daher heute bereits vor fünf Uhr Feierabend. Diesen hat er sich aber auch redlich verdient, haben wir doch bereits 750 Kilometer hinter uns gebracht. Morgen werden es noch rund 300 Kilometer bis Barcelona sein. Von dort an geht es dann nur noch in kleinen Teilstücken weiter. Da wir nahe der Altstadt von Béziers übernachten, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, noch einen kleinen Abendbummel zu unternehmen. Das hat sich wahrlich geloht. Pont Vieux, Kathedrale und Altstadt sehen auch in der Nacht prachtvoll aus.