Wir sind in Nordirland

1. August 2024 / Nordirland / Londonderry / Peace Bridge und Altstadt

Wir haben Irland verlassen. Nicht für lange Zeit. In vier oder fünf Tagen werden wir wohl wieder in die Republik zurückkehren. Den Unterschied zwischen Irland und Nordirland sieht man recht schnell. Die Häuser hier in Nordirland sind in der Regel zwei Nummern kleiner, weniger gepflegt und weniger farbig. Wie in England trifft man oft auf Backsteinbauten. Die Geschwindigkeitsangaben und Distanzen werden nun in Meilen und Yards statt Kilometern angegeben. Bezahlt wird in Pfund und nicht mehr in Euro. Und Nordirland gehört zum Vereinigten Königreicht, was heisst, dass wir auch die EU verlassen haben. Geblieben ist der Linksverkehr. Das ist aber kein Problem. Hopo hat das gut im Griff. Schliesslich wurde unser Hilux in Südafrika produziert und kennt daher den Linksverkehr bereits von Kindsbeinen an. Wenn wir etwas verändern könnten, wäre es ohnehin nicht der Wechsel vom Links- zum Rechtsverkehr, sondern vielmehr eine leichte Verbreiterung der Strassen.

Rieddachhäuser

1. August 2024 / Irland / Malin Head / Ballyhillin

In Irland trifft man auf dem Land immer wieder auf mit Ried gedeckte Häuser. Sieht sehr malerisch aus. Bei den beiden abgebildeten Häusern handelt es sich wohl um Ferienhäuser, die besonders schön hergerichtet sind. Der strahlende Sonnenschein bringt sie speziell gut zur Geltung.

Unsere Traumbucht

1. August / Irland / Malin Head

Ganz im Westen unserer heutigen kurzen Wanderung am Marlin Head treffen wir auf unsere Traumbucht. Wir haben bereits etliche schöne Landschaften in Irland bewundern dürfen. Was hier aber zu sehen bekommen, übertrifft alles bisherige. Wir sind absolut begeistert und verweilen recht lange an diesem wunderbaren Ort und staunen über so viel Schönheit. Und wir sind erstaunt darüber, dass wir fast alleine sind. Die meisten, die hier oben zu Fuss unterwegs sind, kehren vorzeitig um. Wenn sie wüssten, was ihnen damit entgeht.

Nordspitze der Halbinsel Inishowen

1. August 2024 / Irland / Malin Head

Unsere heutige Wanderung ist schon eher ein Spaziergang: nur rund 3 Kilometer lang, auf guten Wegen, gut ausgeschildert und ohne namhafte Steigungen. Muskelkater gibt es da wirklich keinen. Was wir zu sehen bekommen, ist Spitze. Steile Klippen, Felseinschnitte, farbige Felsformationen, tosendes Meer … Und das bei schönstem Wetter. Nach einer vorgängigen kurzen Internetrecherche haben wir uns von dieser Wanderung nicht übermässig viel versprochen. Was wir aber zu sehen bekommen, begeistert uns. Die Gegend ist nicht ganz leicht zu erreichen, die Wanderung ist aber absolut empfehlenswert.

Ostküste am Malin Head

1. August 2024 / Irland / Malin Head / Ballyhillin

Die Küsten Irlands sind wirklich herrlich. Teilweise sind es schroffe Klippen, teilweise wunderbare Stände, teilweise Sand- und Schlammbänke, teilweise auch „nur“ flache Steinküsten. Besonders schön sind die flacheren Küsten bei Ebbe. Dann bekommt man Pflanzen, Muschen und Steine zu sehen, die sonst unter dem Wasser versteckt bleiben.

Hübsch gelegenes Fort Dunree

31. Juli 2024 / Irland / Dunree / Fort Dunree

Rund 20 km nördlich von Buncrana trifft man auf Fort Dunree – sofern man es denn sucht. Das Fort wurde auf einem Felssporn direkt am Meer erbaut. Es wurde anfangs des 19. Jahrhunderts errichtet und dann mehrmals umgebaut. Heute beherbergt es ein Militärmuseum. Den Besuch dieses Museums erspare ich mir. Der Blick aufs hübsch gelegene Fort macht genug Freude.

Steinbrücke beim Buncrana Castle

31. Juli 2024 / Irland / Buncrana / Steinbrücke beim Buncrana Castle

Buncrana ist ein Kleinstädtchen an der Westküste der Halbinsel Inishowen. Wir fahren Buncrana an, weil es hier einen Stellplatz gibt und wir wieder einmal Ver- und Entsorgen müssen. Wie in so vielen anderen Ortschaften der Gegend gibt es auch in Buncrana ein Schloss. Der Zugang erfolgt über eine alte Steinbrücke, die recht malerisch aussieht. Die eher düstere Stimmung gefällt uns nicht immer. Hier passt sie aber.

Great Arch in Pollet

31. Juli 2024 / Irland / Pollet / Great Arch

Ein paar Kilometer südlich vom Fanad Head Leuchtturm stossen wir auf ein weiteres attraktives Fotomotiv: den Great Arch in Pollet. Der Great Arch ist das grösste Felsentor Irlands. Die Strässchen, die zu dieser Sehenswürdigkeit führen, sind wieder einmal extrem eng und unübersichtlich. Gut, dass wir früh unterwegs sind und noch wenig Verkehr herrscht. Der Parkplatz, dann sie hier gebaut haben, ist dann aber 1a. Allerdings ist er gut einen Kilometer vom Great Arch entfernt. Kein Problem für uns, haben wir doch mittlerweile einige Trainingskilometer in den Beinen. Beim Felsentor sind wir dann ganz alleine und können ungehemmt über die Felsformationen klettern. Dienlich ist dabei, dass gerade wieder einmal Ebbe ist.

Fanad Head Lighthouse

30. Juli 2024 / Irland / Fanad Head / Lighthouse

Auf der Suche nach einem passenden Übernachtungsplatz haben wir wieder einmal ein schönes Stückchen Erde entdeckt. Der Leuchtturm am Fanad Head und dessen Umgebung sehen wirklich toll aus. Fanad Head ist eine von mehreren Halbinseln, die im Norden Irlands ins Meer hinausragen. Der Leuchtturm gefällt uns, und der Übernachtungsplatz, den wir hier finden, ebenso. Frei übernachten ist in Irland zwar nicht offiziell erlaubt, wird aber, sofern man sich ruhig und ordentlich verhält, sowohl von der Polizei als auch von der ansässigen Bevölkerung toleriert (so ist zumindest unsere bisherige Erfahrung). Einzig um die touristischen Hotspots sind alle schönen Plätze mit Schranken oder Verboten versehen. Aber diese Plätze meiden wir ohnehin. Schliesslich hat Irland eine Vielzahl schönster Plätze in eher entlegenen Regionen direkt am Meer oder an Seen zu bieten. Absolut ideal für Reisende wie wir, die eher die Ruhe als den Trubel suchen.

Templebreaga Arch

30. Juli 2024 / Irland / Horn Head / Templebreaga Arch

Highlight unserer Wanderung ist der Templebreaga Arch, ein Felsentor, das spektakulär in den Atlantik hinausragt. Der Weg zum Tor ist nicht ganz mühelos, lohnt sich aber alleweil. Irgendwie schön, dass es noch Sehenswürdigkeiten gibt, die man nicht einfach bequem anfahren kann, sondern die man nur dann bestaunen kann, wenn man eine gewisse Anstrengung auf sich nimmt.