Bye Bye Northern Ireland

6. August 2024 / Nordirland / Donaghadee / Lighthouse

Bei prächtigstem Sonnenschein spazieren wir vom Übernachtungsplatz aus in den Hafen von Donaghadee. Die Kleinstadt mit rund 7’000 Einwohnern liegt östlich von Belfast an einem schönen Küstenstreifen. Den Hafen gibt es seit Jahrhunderten und der Leuchtturm sieht auch nicht mehr ganz neu aus.

Wir reisen heute noch weiter Richtung Dublin und werden Nordirland nach sechs Tagen verlassen. Gerade bei vielen mittleren und etwas älteren Semestern ist das Nordirlandbild wohl noch immer etwas negativ geprägt von den jahrzehntelangen blutigen Spannungen. Das kleine Land (knapp 2 Millionen Einwohner auf einem Drittel der Fläche der Schweiz) hat aber schöne Landschaften, prächtige Küsten und mit dem Giant’s Causeway eine touristische Topattraktion zu bieten. Und die Leute sind zuvorkommend und nett und vor allem friedlich. Nordirland wird mir von nun an in guter Erinnerung bleiben.

Yeah, the sun is back!

6. August 2024 / Nordirland / Donaghadee / Shore Street

Was für eine Freude, wenn einem nach ein paar trüben Tagen wieder einmal die Sonne mit all ihrer Kraft ins Gesicht scheint. Wir geniessen es sehr.

Unser gelegentliches Klagen über das teilweise garstige und regnerische Wetter in Irland ist eigentlich gar nicht angebracht. Wer auf die grüne Insel reist sollte wissen, dass es hier gelegentlich nass werden kann und dass die Temperaturen eher selten über zwanzig Grad steigen. Dafür kann Irland mit anderen Trümpfen aufwarten. Und wir haben uns wettermässig auch nicht die günstigste Jahreszeit ausgesucht. Der trockenste Monat ist hier der März mit „nur“ 10 Regentagen. Im April, Mai und Juni werden durchschnittlich 11 Regentage registriert. Im Juli und August sind es dann 13. Also, selber schuld, wer sich die feuchtesten Monate für seine Irlandreise aussucht.

Gemütliche Altstadtgässchen

5. August 2024 / Nordirland / Belfast / Commercial Court

In der Belfaster Altstadt gibt es einige enge Altstadtgässchen, auch Entrys genannt, in denen urige Pubs zu finden sind. Solche gibt es auch im Commercial Court, der etwas breiter und prächtig mit Geranien geschmückt ist, was man hier nicht unbedingt erwarten würde. Was halten wir gesamthaft von Belfast? Gut, dass wir hier waren und die Stadt einmal besichtigt haben. Der Besuch hat sich auf alle Fälle gelohnt. So rasch müssen wir aber kein zweites Mal vorbeischauen. Belfast hat von vielem etwas zu bieten: interessante historische Gebäude in der Altstadt, eine lebendige Kneipen-Scene, eine Waterfoont, einen Hafen und auch einige modernere Bauten. Mit Ausnahme des Titanic Museums sticht aber nichts wirklich heraus. Daher unser Fazit: Wenn man in der Gegend ist, sollte man unbedingt vorbeischauen. Eine weite Anreise lohnt sich aber kaum.

Titanic Museum

5. August 2024 / Nordirland / Belfast / Titanic Belfast Museum

Die Titanic wurde seinerzeit in Belfast gebaut. Daran erinnert vieles in der Stadt. An diversen Stellen gibt es Denkmäler, Gedenktafeln oder sonstige Erinnerungen. Und seit 2012 gibt es auch das Titanic Belfast Museum, die Hauptsehenswürdigkeit der nordirischen Hauptstadt. Das Gebäude sieht wirklich gut aus und zieht entsprechend viele Besucher an. Das hat zur Folge, dass man an einem gewöhnlichen Werktag drei Stunden warten muss, bis es einen freien Slot für den Museumsbesuch gibt. Das ist uns dann doch ein wenig zu lange, so dass wir unverrichteter Dinge von dannen ziehen.

The Big Fish

5. August 2024 / Nordirland / Belfast / The Big Fish

Warum befindet sich der Fisch an der Belfaster Waterfront an Land und nicht im Wasser? Weil er hier fast die gleichen Lebensbedingungen vorfindet wie im Lagan River. Viel nässer kann es im Wasser ja kaum sein als gerade jetzt an Land. Gut, zugegeben, dass ist leicht übertrieben. Schliesslich hat es bei unserem Besuch nicht lückenlos geregnet. Und in Belfast gibt es ja auch nur sieben unterschiedliche Arten von Regen: den Montagsregen, den Dienstagsregen, den Mittwochregen, …

Belfast

5. August 2024 / Nordirland / Belfast / City Hall

Die nordirische Hauptstadt ist erreicht. Allzuweit war es nicht. Rund siebzig Kilomater hatten wir von unserem letzten Übernachtungsplatz aus zurückzulegen. Zur Zeit fahren wir recht wenig. Wir haben vor fünf Tagen das letzte Mal getankt und der Tank ist immer noch halbvoll. So sesshaft sind wir entweder bei prächtigem oder aber bei schlechtem Wetter. Letzteres ist der Fall. Wir hatten in den letzten Tagen wirklich viel Regen. Und ganz so locker wie die Iren, die beim grössten „Schiff“ unbeirrt ihre Runden drehen, stecken wir das nicht weg.

Belfast ist mit etwa 350’000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt der Insel. Entsprechend viel Verkehr hat es hier. Gut, dass die Britten praktisch in jeder grösseren Stadt gute Park & Rail Angebote haben. So können wir uns entspannt mit dem Doppeldecker ins Stadtzentrum chauffieren lassen.

Hängebrücke als Touristenmagnet

4. August 2024 / Nordirland / Carrick-a-Rede Island / Rope Bridge

Während Jahrhunderten war die Carrick-a-Rede Insel im Nordosten der grünen Insel ein hervorragender Fanggrund für Lachse, die hier vorüberzogen. Um ihren Fang sicher an Land bringen zu können, errichteten die Fischer schon vor über 250 Jahren eine Hängebrücke zwischen der Insel und dem Festland. Die Hängebrücke verläuft mit einer Spannweite von 20 Metern etwa 30 Meter über dem rauschenden Meer. Als die Lachse vor rund zwanzig Jahren ihre Migrationsroute änderten, kam der Lachsfang zum Erliegen. Seither dient die Hängebrücke nur noch touristischen Zwecken. Neben dem Giant’s Causeway ist sie die Hauptattraktion im Norden Nordirlands.

Köstliches Nachtessen

3. August 2024 / Portrush / East Strand

Unsere Reisekasse leert sich langsam. Wir müssen auch beim Essen ein wenig sparen. Gut, dass uns das Meer einiges an Köstlichem offeriert. Mit einer feinen Kräutersauce schmecken die hier abgebildeten Meeresschnecken wirklich vorzüglich. Heidi kann nicht genug kriegen.

Sheep Hill in Dunseverick

3. August 2024 / Nordirland / Dunseverick

In Dunseverick wollen wir eigentlich nur einen kurzen Spaziergang zum Hafen unternehmen. Dort treffen wir aber auf einen Wanderweg, der vielversprechend aussieht. Und tatsächlich: der Weg führt einem schönen, abwechslungsreichen Küstenabschnitt entlang. Hier treffen wir auch auf den Sheep Hill, der gerade von einigen Schafen in Beschlag genommen wird. Wir lernen: Schafe auf der grünen Insel müssen nicht nur wetterresistent, sondern auch recht geländegängig sein. Der Name Sheep Hill ist übrigens frei erfunden, passt meiner Meinung nach aber gut zum grünen Hügel. Und wir wollen ja schliesslich auch irgendwo unsere Spuren hinterlassen.