Goodbye Ireland

8. August 2024 / Irland / Courtown

Nach 24 Tagen auf der grünen Insel werden wir Irland heute Abend um neun Uhr mit der Fähre verlassen (und um ein Uhr in Wales ankommen). Wir werden Irland und diese Reise in sehr guter Erinnerung behalten. Wir haben schöne Landschaften und prächtige Küsten gesehen, wir haben an tollen Orten übernachtet und wir sind  freundlichen und zuvorkommenden Menschen begegnet, die sehr respektvoll mit den Fremden umgehen. Was werden wir bei einem nächsten Irlandbesuch anders machen? Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit im Mai und Juni hierherkommen, weil es dann weniger regnen sollte (auf Trockenheit wird man aber auch dann nicht stossen). Wir werden uns vorgängig noch gezielter nach schönen Wanderrouten umsehen, weil man die Schönheit der irischen Landschaft auf Schusters Rappen am besten mitbekommt. Und wir werden uns noch mehr Zeit lassen. Letzteres Umzusetzen dürfte allerdings schwierig werden, denn Rentner haben ja nie Zeit.

Irischer Fitnessteller

8. August 2024 / Irland / Courtown / Fish and Chips

Ja, wir wissen es, besonders gesund ernähren wir uns heue Mittag nicht. Aber so alle zehn Tage liegen Fish an Chips drin. Das gehört hier oben einfach dazu. Und wir ernähren uns ja sonst recht ausgewogen. Die heutigen Fish and Chips schmecken besonders gut, weil sie vor Ort mit frischem Fisch zubereitet werden und wir sie direkt am Meer bei einem Picknickplatz einnehmen können. Hier werden wir von einem Iren angesprochen. Er stellt uns die Frage, die wir in Irland am häufigsten gestellt bekommen haben: „Kann man die Kabine vom Hopo absetzen?“. Auf die Antwort, dass unsere Kabine fix montiert ist, reagiert er leicht enttäuscht. Dann erzählt er uns, dass sie dieses Jahr wirklich einen schlechten und nassen Sommer hätten. Hoppla, ein Ire, der sich über das Wetter beklagt. Wir haben wirklich nicht gedacht, dass uns so einer noch begegnen wird. Dabei haben wir doch gestern in Dublin gut beobachten können, wie unterschiedlich Touristen und Iren auf einen kurzen Regenschauer reagieren. Die Touristen werden nervös, spannen sofort einen Schirm auf oder ziehen sich eine Regenjacke an und flüchten dann in ein Kaffee oder unter einen Unterstand. Die Iren laufen selenruhig weiter und ziehen sich bestenfalls eine Kapuze über.

Die Zeichen stehen auf Abschied

8. August 2024 / Irland / Wicklow / Hafen

In gut drei Wochen haben wir nun die grüne Insel umrundet und auch einige kleinere Abstecher ins Landesinnere unternommen. In den noch verbliebendenden zweieinhalb Wochen können wir entweder nochmals in gewisse Regionen Irlands fahren oder aber zurück aufs Festland, um dort noch das eine oder andere zu entdecken. Weil wir befürchten, dass es bei einem Verbleib in Irland zu Wiederholungen kommt, entscheiden wir uns für das Festland. Wo wir genau hingehen, wissen wir noch nicht. Heidi ist eher für die Normandie und die Bretagne, ich eher für Holland und Norddeutschland. Wir haben uns darauf geeinigt, vorerst einmal nach Calais zurückzukehren. Dort werden wir schauen, wo die besseren Wetteraussichten sind. Im Moment haben wir somit keine Ahnung, wo wir in vier oder fünf Tagen sein werden. Ist doch schön, wenn es gelegentlich einmal ein wenig Spannung in den sonst so öden Rentneralltag gibt. Vorerst geniessen wir aber noch unsere letzten Tag in Irland, so etwa im Hafen von Wicklow.

Stadt der vielen tollen Pubs

7. August 2024 / Irland / Dublin / Temple Bar

Und wie hat uns Dublin gefallen? Heidi sehr. Bei mir hält sich die Begeisterung in Grenzen. Viele Städte dieser Welt kann ich sofort mit einer oder mehreren Sehenswürdigkeiten in Verbindung bringen. Von Dublin wusste ich bisher nur, dass es die Hauptstadt Irlands ist. Mit etwas Speziellem konnte ich es bisher nicht in Verbindung bringen. Und daran hat sich nicht viel geändert. Es wird wohl kein einziges Gebäude in meinem Gedächtnis haftenbleiben, das ich mit Dublin assoziieren kann. Was mir aber gefallen hat ist die gute Stimmung, die überall zu spüren war. Und die vielen sehr schön eingerichteten Pubs, die wir zu sehen bekamen. Diese haben wir aber auch anderswo in Irland gesehen. Auf einen Pubbesuch haben wir im Übrigen verzichtet (Schande über uns). Einerseits war das Wetter zu gut, um die Zeit im Innern zu verbringen. Und andererseits machen Pubbesuche nur bedingt Freude, wenn die Hälfte unserer Reisegruppe nur wenig mit Bier anfangen kann.

Stadt am Wasser

7. August 2024 / Irland / Dublin / Ormond Quay Lower und Grand Canal

In Dublin spielt sich einiges am Wasser ab. Dublin und sein Hafen liegen an einer Bucht. Etliche ältere Stadtteile wurden entlang des Flusses Liffey errichtet. Rund um den Grand Canal – einem grossen Becken südlich des Liffey – entsteht ein recht modernes Viertel. Wer in einer Stadt daher gerne dem Wasser entlang bummelt, wird sich in Dublin wohl fühlen. Noch zu den Neubauten: in gewissen Teilen der Stadt wird gebaut wie verrückt. Die Finanzmarktkrise hat Irland und speziell Dublin 2008 hart getroffen und die Immobilienpreise einbrechen lassen. Davon hat sich das Land aber rasch erholt. Dublin boomt, was zur Folge hat, dass es für gewisse Kreise immer schwieriger wird, Wohnraum zu finden. Die Zahl der Obdachlosen muss recht hoch sein, trifft man doch vielerorts in der Stadt auf kleine Zelte, in denen die Randständigen zumindest einen gewissen Schutz vor dem häufigen Regen finden.

Dublin

7. August 2024 / Irland / Dublin / Castle

Wir haben Regionen in Irland besucht, die sehr abgelegen und ausgesprochen dünn besiedelt waren (mit geringer Einwohner- aber hoher Schafsdichte). Dublin ist das pure Gegenteil. Die irische Hauptstadt zählt über eine halbe Million Einwohner. Rund jeder neunte Einwohner Irlands lebt in der Hauptstadt. Entsprechend viel Verkehr hat es in und um Dublin. Zum Glück gibt es hier – genau gleich wie in England auch – ein vorzügliches Park and Ride Angebot. So können wir auf der Autobahn – diese ist rund um Dublin gebührenpflichtig – einen grossen Parkplatz ansteuern und uns dann bequem mit dem Tram ins Zentrum von Dublin fahren lassen. Ist doch angenehm, wenn man völlig relaxed an seinem Zielort ankommt.

Unsere Traumbucht

1. August / Irland / Malin Head

Ganz im Westen unserer heutigen kurzen Wanderung am Marlin Head treffen wir auf unsere Traumbucht. Wir haben bereits etliche schöne Landschaften in Irland bewundern dürfen. Was hier aber zu sehen bekommen, übertrifft alles bisherige. Wir sind absolut begeistert und verweilen recht lange an diesem wunderbaren Ort und staunen über so viel Schönheit. Und wir sind erstaunt darüber, dass wir fast alleine sind. Die meisten, die hier oben zu Fuss unterwegs sind, kehren vorzeitig um. Wenn sie wüssten, was ihnen damit entgeht.

Nordspitze der Halbinsel Inishowen

1. August 2024 / Irland / Malin Head

Unsere heutige Wanderung ist schon eher ein Spaziergang: nur rund 3 Kilometer lang, auf guten Wegen, gut ausgeschildert und ohne namhafte Steigungen. Muskelkater gibt es da wirklich keinen. Was wir zu sehen bekommen, ist Spitze. Steile Klippen, Felseinschnitte, farbige Felsformationen, tosendes Meer … Und das bei schönstem Wetter. Nach einer vorgängigen kurzen Internetrecherche haben wir uns von dieser Wanderung nicht übermässig viel versprochen. Was wir aber zu sehen bekommen, begeistert uns. Die Gegend ist nicht ganz leicht zu erreichen, die Wanderung ist aber absolut empfehlenswert.

Ostküste am Malin Head

1. August 2024 / Irland / Malin Head / Ballyhillin

Die Küsten Irlands sind wirklich herrlich. Teilweise sind es schroffe Klippen, teilweise wunderbare Stände, teilweise Sand- und Schlammbänke, teilweise auch „nur“ flache Steinküsten. Besonders schön sind die flacheren Küsten bei Ebbe. Dann bekommt man Pflanzen, Muschen und Steine zu sehen, die sonst unter dem Wasser versteckt bleiben.