7. Oktober 2025 / Frankreich / Georges de Saint George / Schlucht
Rund zehn Kilometer nach dem Défilé de la Pierre Lys durchfährt man die nächste eindrückliche Schlucht, die Georges de Saint George. Die Strasse durch diese Schlucht ist so eng, dass eine Lichtsignalanlage dafür sorgt, dass sie nur alternierend durchfahren werden kann. Auch diese Schlucht, die auf Höhe der Strasse bloss fünfzehn Meter breit ist, ist ein Werk des Flusses Aude.
7. Oktober 2025 / Frankreich / Défilé de la Pierre Lys / Schlucht
Von Quillan aus sind es 59 Kilometer und 1400 Höhenmeter bis zum nächsten Pass, dem Col de la Quillane. Angesichts der grossen Distanz und des Umstandes, dass ich heute noch gute Beine hatte, habe ich bereits ein Stück (rund zwanzig Kilometer) der Zufahrt hinter mich gebracht. Rund fünf Kilometer hinter Quillan taucht man ein ins Défilé de la Pierre Lys. Die Schlucht, die vom Fluss Aude gegraben wurde, ist wirklich eindrücklich. Das Canyon ist zwei Kilometer lang und hat über 300 Meter hohen Klippen. Das Défilé soll eine der meistbesuchten Naturstätten im Departement Aude sein. Wobei „besucht“ kaum der richtige Begriff ist. Die meisten fahren bloss mit ihren Fahrzeugen durch die Schlucht. Anhalten ist angesichts der engen Strasse nicht möglich. Es sei denn, man ist mit dem Fahrrad unterwegs und hat alle Zeit der Welt, um Fotos zu schiessen und zu staunen.
Die Nacht eingangs des Vallée d’Ait Mansour war sehr ruhig. Tagsüber fahren nur wenige Fahrzeuge durch die enge Schlucht. In der Nacht gibt es praktisch keinen Verkehr mehr, da es speziell für Ortsunkundige viel zu gefährlich wäre, die enge, unübersichtliche Strasse zu befahren. Am Vormittag haben wir nochmals einen längeren (zweieinhalbstündigen) Spaziergang durch die Schlucht gemacht. Wirklich herrlich, die Oasenlandschaft mit den vielen Palmen, Mandel- und Olivenbäumen. Hopo hat Lunte gerochen und wollte auch in die Schlucht. Wir haben nachgegeben und haben die ganze Strecke auch noch auf vier Rädern bewältigt. Gut, dass es hier so wenig Verkehr hat, gibt es doch nicht überall ausreichend breite Ausweichstellen. Gestern war ich noch fest der Meinung, dass es eine Dummheit wäre, durch die Schlucht zu fahren. Heute bin ich froh, dass wir es gemacht haben. Die Fahrt war superschön.