Falaises im herrlichen Abendlicht

18. August 2024 / Frankreich / Le Tréport / Kreidefelsen im Nordosten

Ich habe den Kreidefelsen versprochen, dass ich sie nochmals in meinem Blog abbilde, wenn sie sich im schönsten Lichte präsentieren. Dieses Versprechen löse ich gerne ein. Es braucht schon ein wenig Glück, dass man die Falaises so schön präsentiert bekommt. Einerseits muss man den Abend abwarten, da sie nur dann von der Sonne beschienen werden. Zweitens muss natürlich das Wetter stimmen. Und drittens muss es auch von den Gezeiten her passen. Nur bei Ebbe kann man aus genügender Distanz auf die Klippen blicken und deren Dimensionen so richtig wahrnehmen. Heute Abend hat alles gepasst. Gut sind wir noch einen Tag länger in Le Tréport geblieben.

Sonne pur in Le Tréport

18. August 2024 / Frankreich / Le Tréport / Place du Marché

Weil es uns in Le Tréport so gut gefällt haben wir beschlossen, einen weiteren Tag anzuhängen. Und der Entscheid war richtig. Am Nachmittag und am Abend hatten wir wunderbares Wetter. Wer jetzt glaubt, dass es bei so viel Sonne auch heiss sein muss, der täuscht sich. Die Temperaturen sind heute bloss auf 20 Grad angestiegen. Die Normandie ist eben nicht Südspanien oder Griechenland. Aber viel lieber 20 Grad als 35 oder noch mehr. Und bei Sonne pur und einem strahlend blauen Himmel sind die Temperaturen ohnehin nebensächlich.

Eindrückliche Kreidefelsen

17. August 2024 / Frankreich / Le Tréport / Nordöstliche Kreidefelsen

Die südwestlich von Le Tréport gelegenen Klippen erreichen eine Höhe von 110 Meter. Sie sind damit die höchsten Kreidefelsen Europas. Zu den irischen Cliffs of Moher, die teilweise über 200 Meter hoch sind, fehlt noch ein ordentliches Stück. Das wertet die Klippen von Le Tréport aber keinesfalls ab. Diese haben gegenüber jenen von Moher zwei wichtige Vorteile. Man kann sie einerseits zu Fuss von unten und von oben bewundern (die Cliffs of Moher kann man nur von oben herab oder vom Schiff aus betrachten). Und das Wetter ist hier in der Regel entschieden freundlicher. Für uns ist das nicht ganz unbedeutend.

Traditioneller Fischerhafen

17. August 2024 / Frankreich / Le Tréport / Fischerhafen

Selbstverständlich gibt es auch in Le Tréport kleinere Jachten und Sportboote. Diese halten sich zahlenmässig aber in Grenzen, so dass man wirklich das Gefühl hat, in einem Fischer- und nicht in einem Sporthafen gelandet zu sein. Dass nach einem trüben und nassen Vortag die Sonne wieder mit voller Kraft am Arbeiten ist, steigert die Freude zusätzlich. Le Tréport ist bekannt für seine vielen Fischrestaurants. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man noch über eine eigene Fischerflotte verfügt, die den Nachschub zumindest partiell sicherstellen kann.

Le Tréport

17. August 2024 / Frankreich / Le Tréport

Le Tréport bietet vieles, was uns gefällt: einen Hafen mit Fischerbooten, ein schönes Stadtbild, historische Gebäude, ausgedehnte Strände ohne allzu grossen Andrang (bei Flut „nur“ Steinstände, bei Ebbe auch etwas Sand), mit den Klippen eine speziell schöne Natur, Wanderrouten über den Falaises, Einkaufsmöglichkeiten, viele Restaurants und gute Übernachtungsplätze. Und weil die meisten Besucher hier französischsprechend sind, hat man nie das Gefühl, in einer Touristenhochburg gelandet zu sein. Le Tréport gefällt uns sehr und ist jederzeit wieder einen Abstecher wert.

Über den Dächern von Le Tréport

17. August 2024 / Frankreich / Le Tréport / Altstadtdächer

Wir haben Berck und seine Seehunde verlassen und sind rund 60 km in südwestlicher Richtung weitergefahren. Unser nächste Etappenort ist Le Tréport. Die kleine Hafenstadt ist der nördlichste Ort der Normandie. Offiziell leben 5’500 Einwohner hier. Dem Trubel nach, den es in der Stadt gibt, müssen es aber zusammen mit den Touristen mindestens 20’000 sein. Südwestlich und nordöstlich von Le Tréport ziehen sich ausgedehnte Klippen, die hier „Falaises“ genannt werden, dem Ufer entlang. Von den südwestlichen Klippen aus hat man eine herrlichen Blick auf die Dächer der Altstadt.