Col de Portet-d’Aspet (18. Pass)

1. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Portet-d’Aspet / Westseite

Die Westseite des Col de Portet-d’Aspet ist nur gut vier Kilometer lang. Das tönt nach einem lockeren Aufstieg. Ist es aber nicht. Die Durchschnittssteigung beträgt knapp 10 Prozent. Und es gibt zwischendurch Rampen, die bis zu siebzehn Prozent steil sind. Das treibt den Puls ganz schön in die Höhe. Um nicht zu übersäuern, muss man schauen, dass man den Puls schnell wieder in den grünen Bereich bekommt, was aber nicht ganz einfach ist, da es nach saumässig steil meist recht steil weitergeht. Das Positive an der happigen Steigung ist, dass man rasch einmal oben ist. Die Ostseite des Col de Portet-d’Aspet ist viel angenehmer zu fahren, sowohl bergauf als auch bergab.

Memorial Fabio Casartelli

1. Oktober 2025 / Frankreich / Col de Portet-d’Aspet / Memorial Fabio Casartelli

In den Col de Portet-d’Aspet bin ich heute mit einem mulmigen Gefühl eingestiegen. In einer der untersten Kurven stürzte der 25-jährige italienische Strassen-Olympiasieger Fabio Casartelli am 18. Juli 1995 derart fatal, dass er kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlag. Ich habe damals den Schluss der Tour de France Etappe live am Fernsehen verfolgt und erinnere mich noch gut. Zuerst wurde nur berichtet, dass Casartelli, der noch ohne Helm unterwegs war, gestürzt sei. Erst allmählich sickerte durch, wie schlimm es war. Ich und viele andere waren geschockt. Zu jener Zeit waren Radrennen noch deutlich sicherer als Formel-1-Rennen. Das hat sich mittlerweile geändert (gut für die Formel 1, schlecht für den Radrennsport). Jahr für Jahr wird in seiner Heimat noch eine Messe für Fabio Casartelli abgehalten und es findet ein Gedenkrennen statt. Ruhe in Frieden, Fabio.