

23. September 2025 / Frankreich / Col Bagargui / Ostseite
Bei vielen französischen Pässen steht Kilometer für Kilometer ein Schild, das die aktuelle Höhe, die verbleibende Distanz und die durchschnittliche Steigung auf dem kommenden Kilometer anzeigt. Ich mag diese Schilder, weil man so sieht, wo man steht (beziehungsweise fährt) und sich die Kräfte etwas besser einteilen kann. Wenn dann allerdings angezeigt wird, dass die durchschnittliche Steigung auf dem nachfolgenden Kilometer 13 Prozent beträgt, dann ist das wenig erbauend. 13 Prozent im Schnitt sind wirklich steil. Persönlich kenne ich nur drei Schweizer Pässe, die noch steiler sind: der Weissenstein, der Balmberg und die Muotathaler Seite des Pragelpasses. Beim Pragelpass beträgt die Steigung über viele Kilometer hinweg um die 16 Prozent. Gut, dass ich ihn diesen Sommer gefahren bin (oder besser gesagt mich heraufgewürgt habe). So kann ich mir bei den steilen Pyrenäensanstiegen immer sagen, dass diese nur halb so schlimm sind und dass ich in diesem Sommer schon steilere Strecken bewältigt habe. Als Radfahrer muss man sich immer etwas selber überlisten.

