Schon wieder ein Felsentor

3. August 2024 / Nordirland / Portrush / White Rocks

Auch am East Strand von Portrush treffen wir auf ein Felsentor. Dieses Mal eines, das selbst bei Flut nicht bis ins Meer reicht. Die weissen Kreideformationen, die wir hier vorfinden, erinnern uns stark an die Normandie oder an die Gegend um Dover. Hier ist einfach alles noch eine Spur wilder.

East Strand von Portrush

3. August 2024 / Nordirland / Portrush / East Strand

Über zu viele Besucher kann man sich am East Strand von Portrush, der nur rund 10 Kilometer vom Giant’s Causeway entfernt liegt, definitiv nicht beklagen. Platzangst sollte hier wirklich niemand bekommen, auch nicht in der Hauptsaison. Dabei soll dieser Strand gemäss Baedeker zu den schönsten Europas gehören. Ob das stimmt sei dahingestellt. Sicher ist, dass er wirklich toll aussieht. Und sicher ist auch, dass wir im Süden schon etliche Stände gesehen haben, die viel viel weniger attraktiv aussahen aber von viel viel mehr Menschen besucht wurden. Aber eben: bei Lufttemperaturen unter 20 Grad erstaunt es wenig, dass auch der herrlichste Strand nur wenig Badende anzuziehen vermag.

Giant’s Causeway

3. August 2024 / Nordirland / Giant’s Causeway

Das Warten auf besseres Wetter für den Besuch des Giant’s Causeway hat sich gelohnt. Heute Morgen scheint tatsächlich wieder die Sonne. Zumindest zu Beginn. Der Giant’s Causeway wurde bereits 1944, also vor achtzig Jahren, von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt. Im Zentrum des Parks steht der Giant Causie Maxie Traxie, eine Ansammlung von rund 40’000 gleichmässig geformten Basaltsäulen. Diese wurden vor circa 60 Millionen Jahren bei der Abkühlung heisser Lava so geformt. Die Ansammlung so vieler gleichmässig gestalteter Säulen ist eindrücklich. Weil es sich um eine der Hauptsehenswürdigkeiten Nordirlands handelt hat es aber auch extrem viele Besucher hier. Dagegen können wir grundsätzliche nichts einwenden. Was wir besuchen dürfen. sollen alle anderen auch besuchen dürfen. Wohl ist es uns in solchen Menschenmassen aber nicht. Wir sind daher froh, dass wir auf der grünen Insel viele prächtige Orte gefunden haben, auf die die Masse noch nicht gestossen ist oder die zu besuchen der Masse zu mühsam ist. Gut so, so kommt jeder auf seine Rechnung.

Dunluce Castle

2. August 2024 / Nordirland / Dunluce Castle

Unmittelbar nach den White Rocks von Magheracross – so quasi um die Ecke – stösst man auf Ruine von Dunluce Castle, die auf einem Basaltfelsen direkt über dem Meer erbaut wurde. Dunluce Castle soll eine der grössten mittelalterlichen Burgruinen in ganz Irland sein. Die Burg wurde im 17. Jahrhundert aufgegeben. Der Legende nach soll den Bewohnern das stetige Rauschen des Meeres zu laut geworden sein.

Von Dunluce Castle aus ist es bloss noch ein Katzensprung bis nach Bushmills, unserem heutigen Etappenziel. Gesamthaft bringen wir es heute auf knappe 15 Kilometer Fahrt. Reisen kann schon ganz schön stressig sein.

White Rocks von Magheracross

2. August 2024 / Nordirland / Magheracross / White Rocks

Wir sind noch etwa 20 Kilometer vom Giant’s Causeway, einer der Hauptsehenswürdigkeiten Nordirlands entfernt. Und gerne würden wir diese heute besichtigen. Wir ziehen aber wieder einmal einen Regentag ein. Die Wetteraussichten für den heutigen Tag sind schlecht, und das Wetter hält sich leider an die negativen Vorhersagen. Wir beschliessen daher, einen Ruhetag einzulegen und nur bis zur Park & Ride Station vom Giant’s Causeway zu fahren, bei der Wohnmobile übernachten dürfen. Unterwegs halten wir bei einer Aussichtsplattform, die einen ausgezeichneten Blick auf die White Rocks von Magheracross zulässt, die östlich von Portrush liegen. Hier regnet es ununterbrochen und heftig. Nach über einer Stunde hat der Himmel dann aber doch noch ein Einsehen mit uns und er schliesst kurz die Schleusen. Was wir zu sehen bekommen gefällt uns sehr. Das Warten hat sich einmal mehr gelohnt.

Wandgemälde erinnern an Nordirlandkonflikt

1. August 2024 / Nordirland / Londonderry / Rossville Street

Londonderry blickt auf eine blutige Vergangenheit zurück. Im Nordirlandkonflikt (1968 bis 1998) stand es immer wieder im Mittelpunkt der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden 16’000 Bombenanschläge, 37’000 Fälle von Schusswaffengebrauch, 22’000 bewaffnete Überfälle und 2’200 Brandanschläge im ganzen Land registriert. Mehr als 3’500 Menschen verloren im Nordirlandkonflikt ihr Leben. In der Rossville Street in Londonderry erinnern etliche eindrückliche Wandgemälde an die Zeit der blutigen Wirren.

Sightseeing von der Stadtmauer herab

1. August 2024 / Nordirland / Londonderry / Double Bastion

Die Altstadt von Londonderry wird von einer gut erhaltenen Stadtmauer umschlossen, die auch einige Bastionen einschliesst. Sehr praktisch, finden wir. Hier ist man gut vor dem motorisierten Verkehr geschützt und kann sich die Stadt und deren Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe von oben herab anschauen. Londonderry hat einiges zu bieten und gefällt uns gut. Wenn wir auswählen müssen, entscheiden wir uns aber eigentlich immer für die Natur und gegen die Städte.

Wir sind in Nordirland

1. August 2024 / Nordirland / Londonderry / Peace Bridge und Altstadt

Wir haben Irland verlassen. Nicht für lange Zeit. In vier oder fünf Tagen werden wir wohl wieder in die Republik zurückkehren. Den Unterschied zwischen Irland und Nordirland sieht man recht schnell. Die Häuser hier in Nordirland sind in der Regel zwei Nummern kleiner, weniger gepflegt und weniger farbig. Wie in England trifft man oft auf Backsteinbauten. Die Geschwindigkeitsangaben und Distanzen werden nun in Meilen und Yards statt Kilometern angegeben. Bezahlt wird in Pfund und nicht mehr in Euro. Und Nordirland gehört zum Vereinigten Königreicht, was heisst, dass wir auch die EU verlassen haben. Geblieben ist der Linksverkehr. Das ist aber kein Problem. Hopo hat das gut im Griff. Schliesslich wurde unser Hilux in Südafrika produziert und kennt daher den Linksverkehr bereits von Kindsbeinen an. Wenn wir etwas verändern könnten, wäre es ohnehin nicht der Wechsel vom Links- zum Rechtsverkehr, sondern vielmehr eine leichte Verbreiterung der Strassen.

Rieddachhäuser

1. August 2024 / Irland / Malin Head / Ballyhillin

In Irland trifft man auf dem Land immer wieder auf mit Ried gedeckte Häuser. Sieht sehr malerisch aus. Bei den beiden abgebildeten Häusern handelt es sich wohl um Ferienhäuser, die besonders schön hergerichtet sind. Der strahlende Sonnenschein bringt sie speziell gut zur Geltung.