Tallinn

17. Juli 2025 / Estland / Tallinn / Rathausplatz

Wir haben die estnische Hauptstadt Tallinn erreicht. Tallinn ist die nördlichste Stadt, die wir im Baltikum ansteuern. Morgen geht es dann mit der Fähre rüber nach Finnland. Durch das Baltikum waren wir mehrheitlich auf der Via Baltica unterwegs, die Warschau mit Tallinn verbindet. Ab der polnisch-litauischen Grenze ist die Via Baltica meist nur zweispurig und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern, deren Einhaltung alle paar Kilometer mit Radarkästen überwacht wird. So viele Blitzer wie hier oben sind mir wohl noch an keinem anderen Flecken dieser Erde begegnet. Aber kein Problem. Erstens kennt das GPS alle Standorte und zweitens nimmt man es hier viel gemütlicher, so dass man speziell mit einem Wohnmobil gar nie richtig in Versuchung kommt, zu schnell zu fahren. In Finnland, Norwegen und Schweden wird das wohl nicht anders sein.

Über den Dächern von Pärnu

16. Juli 2025 / Estland / Pärnu / Villa Wesset

Von Pärnus Dächern aus muss man eine herrliche Aussicht haben. Auf der einen Seite der Strand und das Meer, auf der anderen Seite die Altstadt. Ganz ungefährlich scheint es dort oben aber nicht zu sein. Wir bewegen uns lieber auf der sicheren Seite und bleiben unten auf den Gehwegen.

Schlechtes Gewissen

16. Juli 2025 / Estland / Pärnu / Radweg

Wir haben nun schon 2’700 Kilometer zurückgelegt. Und unsere Fahrräder haben noch nie Auslauf erhalten. Eine artgerechte Haltung sieht definitiv anders aus. In Pärnu, wo sich selbst Elefanten auf ihre Fahrräder schwingen, wird man allüberall daran erinnert, dass etwas Bewegung gut täte. Ich gelobe Besserung. Spätestens in Finnland setze ich mich wieder einmal aufs Rad. Ich will am Schluss unserer Reise ja nicht aussehen wie obiger Fahrradfahrer.

Holzhäuser in Pärnu

16. Juli 2025 / Estland / Pärnu / Holzhäuser

Seit wir Riga verlassen haben, haben wir das Gefühl, richtig im Norden angekommen zu sein. Wir sind nun die meiste Zeit durch ausgedehnte Wälder gefahren. Dazwischen wird gelegentlich noch Korn angepflanzt. Ortschaften gibt es nur noch wenige. Dafür trifft man häufig auf kleine Waldlichtungen mit ein paar wenigen Häusern. Und diese Häuser sind nun meist aus Holz gebaut. Auf ein paar dieser schönen Holzhäuser trifft man auch im Badeort Pärnu, speziell in der Ausgehmeile, die vom Zentrum an den Strand führt.

Estlands Traumstrand

16. Juli 2025 / Estland / Pärnu / Strand

Wir sind im nördlichsten der drei baltischen Staaten, in Estland, angekommen. Unseren ersten – und gleichzeitig unseren zweitletzten Halt – haben wir in Pärnu eingelegt. Denn zwischen Pärnu und unserem Fährhafen Tallinn gibt es praktisch nur noch Wald. Wenn uns nicht ein paar stattliche Elche über den Weg laufen, werden wir die rund 130 Kilometer in die estnische Hauptstadt durchfahren. Pärnu ist der beliebteste Badeort der Esten. Und der Strand sieht für nordische Verhältnisse wirklich gut aus. Das Wetter weniger. Einen Sonnenbrand hat sich hier heute mit Sicherheit niemand geholt.

Sigulda

16. Juli 2025 / Lettland / Sigulda / Schloss

Nordöstlich von Riga erstrecken sich weite Wälder. Lettland ist hier nur noch dünn besiedelt. Wir haben einen letzten Halt in Sigulda eingelegt. Die Stadt mit ihren 17’000 Einwohnern zieht ordentlich Touristen an, weil es im Ort selbst ein Schloss und eine Burg und bloss ein paar Kilometer weiter eine noch viel berühmtere Burg (Turaida) zu besichtigen gibt. Am besten gefallen hat uns das Schloss, das sich in einer schönen Parkanlage mit vielen Blumen befindet. Die Letten scheinen Blumen zu mögen. Bereits in Riga war auffällig, wie viele Blumen angepflanzt werden. Nach langen, dunklen Wintern scheinen farbige Blumen hier besonders willkommen zu sein.

Gefährliches Riga

15. Juli 2025 / Lettland / Riga / Armadillo

Beim Spaziergang durch Rigas Altstadt ist Vorsicht geboten. Da und dort laufen einem bedrohliche Wesen über den Weg. So etwa das Gürteltier namens Armadillo, das sich beim Dom auf den Weg in die Altstadtgassen macht. Im Ernst: das Flanieren durch Rigas Altstadt ist sehr angenehm. Es gibt kaum motorisierten Verkehr (nur Anwohner haben Zugang). Überall gibt es Interessantes zu schauen und der Besucherandrang hält sich in Grenzen. Als Besucher fühlt man sich nicht alleine, hat aber auch nie den Eindruck, von Touristenströmen erdrückt zu werden. In manch anderem touristischen Hotspot kann man von solch gesunden Verhältnissen nur träumen.

Bremer Stadtmusikanten

15. Juli 2025 / Lettland / Riga / Bremer Stadtmusikanten

Hoppla, haben wir uns verfahren? Was haben die Bremer Stadtmusikanten in der lettischen Hauptstadt zu suchen? Ganz einfach: Bremen ist die Partnergemeinde von Riga, die die Skulptur 1990 als Geschenk überreicht bekam. Anders als beim Original in Bremen sind hier die vier Musikanten zwischen zwei massiven Metallbändern angeordnet. Die Lücke, durch die die Tiere schauen, sollen den Eisernen Vorhang symbolisieren, der sich überraschend geöffnet hat. Das Reiben an den Nasen der Tiere soll Glück bringen. Esel und Hund haben daher mittlerweile goldfarbene Nasen, Katze und Hahn blieben weitgehend verschont. Kein Wunder, ist die Skulptur doch über drei Meter hoch.

Riga

15, Juli 2025 / Lettand / Riga / Schwarzhäupterhaus

Wir sind in der lettischen Hauptstadt Riga angekommen. Riga zählt rund 600’000 Einwohner und ist damit die grösste Stadt im ganzen Baltikum. Lettland selbst zählt bloss zwei Millionen Einwohner. Fast jeder dritte Lette lebt somit in seiner Hauptstadt. Riga besitzt eine sehr schöne Altstadt. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Schwarzhäupterhaus, das 1334 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Haus war während Jahrhunderten der Sitz der Companie der Schwarzen Häupter. Die Schwarzen Häupter waren junge, unverheiratete ausländische Kaufleute, die in Riga lebten, ohne das Bürgerrecht der Stadt zu besitzen. Das Schwarzhäupterhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1993 und 1999 originalgetreu wiederaufgebaut.

Schloss Jelgava

15. Juli 2025 / Lettland / Jelgava / Schloss

Unsere Tage werden zusehends länger. Zumindest hinsichtlich der Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Hier in Lettland geht die Sonne aktuell schon vor fünf Uhr auf und erst um 22.10 Uhr unter. Zum Glück ist Hopo mit guten Rollos ausgestattet, so dass wir ruhig in den Morgen hinein schlafen können. Wobei das eigentlich schade ist, wenn der Tag so prächtig beginnt wie heute.