Hafen von Hammerfest

5. August 2025 / Norwegen / Hammerfest / Hafen

Hammerfest wurde im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen dem Erdboden gleichgemacht. Beim Rückzug der Wehrmacht im November 1944 wurde systematisch alles niedergerissen und niedergebrannt, um den anrückenden sowjetischen Truppen keine Infrastruktur zu überlassen. Einzig die hölzerne Grabkirche auf dem Friedhof blieb erhalten. Hammerfest ist daher eine moderne Stadt, die sich nicht mit Bergen oder anderen norwegischen Topdestinationen vergleichen lässt. Die Stadt hat aber gleichwohl ihren Reiz. Speziell bei derart schönem Wetter wie heute.

Hammerfest

5. August 2025 / Norwegen / Hammerfest / Touristveien / Aussicht auf Hammerfest

Hammerfest liegt auf 70,7 Grad nördlicher Breite und gilt als die nördlichste Stadt der Welt. Die Stadt liegt etwa auf demselben Breitengrad wie die nördlichsten Teile Sibiriens und Alaskas. Hammerfest zählt knapp 8’000 Einwohner. Etwa neunzig Meter über der Stadt gibt es eine Aussichtsplattform. Dort haben wir die letzte Nacht verbracht. Es war etwas windig. Oder korrekt ausgedrückt: es war sehr windig. Aber die Sicht auf die Stadt von dort oben ist einmalig. Ebenso der Sonnenuntergang, den wir erleben durften. Und iIn knapp zehn Minuten ist man von hier oben mitten im Zentrum von Hammerfest. Besser geht es kaum.

Hafen von Skarsvag

4. August 2025 / Norwegen / Skarsvag / Hafen

Im Sechzig-Seelen-Dorf Skarsvag gibt es eine Kirche, ein Restaurant, einen Gemeinschaftsraum, etliche Touristenunterkünfte, die Häuser der Einheimischen und einen ordentlich grossen Hafen. Skarsvag soll das nördlichste Fischerdorf der Welt sein. Ob das stimmt, wissen wir nicht. Wir sind uns allerdings sicher, dass der Fischerhafen sehr malerisch aussieht. Und direkt hinter dem Horizont liegt das Nordkap. Aber von dem haben wir uns für dieses Jahr definitiv verabschiedet.

Skarsvag

4. August 2025 / / Norwegen / Skarsvag / Dorf

Wir sind mit der Vorstellung angereist, dass wir auf dem Parkplatz beim Nordkap übernachten werden. Seit diesem Jahr ist hier das Parkieren während den Sommermonaten aber auf fünf Stunden begrenzt. Wir sind daher um Mitternacht wieder abgereist. Fahren in der Nacht ist etwas, was ich gar nicht mag. Gestern war es jedoch kein Problem, da es hier um Mitternacht immer noch fast taghell ist. Ein spezielles Erlebnis. Übernachtet haben wir in Skarsvag, das sieben Kilometer südlich vom Nordkap liegt. Ein Dörfchen mit sechzig Einwohnern, in dem es top ruhig ist und das uns sehr gut gefallen hat.

Der etwas andere Blick aufs Nordkap

4. August 2025 / Norwegen / Skarsvag / Kirkeporten

Das Dorf Skarsvag liegt sieben Kilometer südlich vom Nordkap. Von hier aus kann man eine kürzere Wanderung zu einem Felsentor unternehmen, das Kirkeporten genannt wird. Wenn man vom richtigen Standort aus durch die Kirkeporten blickt, sieht man direkt aufs Nordkap. Ein wirklich spezieller Blick. Die Wanderung, die über Matten führt, auf denen die Rentiere grasen, ist auch sonst sehr lohnenswert. Und man trifft hier definitiv auf weniger Menschen als am Nordkap.

Sonnenuntergang am Nordkap

3. August 2025 / Norwegen / Nordkap / Sonnenuntergang

Wir haben wirklich einen guten Zeitpunkt zum Besuch des Nordkaps erwischt. Zuerst haben wir das Kap bei Tageslicht betrachten können, später durften wir noch einen Sonnenuntergang miterleben. Keinen perfekten, aber einen schönen. Perfekt war er deshalb nicht, weil die Sonne nicht hinter dem Horizont, sondern hinter einem Wolkenband verschwand. Aktuell geht die Sonne am Nordkap schon wieder für knapp zwei Stunden unter. Hell ist es rund um die Uhr. Ein ganz spezielles Erlebnis.  

Nordkap

3. August 2025 / Norwegen / Nordkap / Meridiankugel

Wir haben es geschafft. Nach 5’649 Kilometern Fahrt sind wir am Nordkap angelangt. Und unser Zuwarten auf ein günstiges Wetterfenster hat sich gelohnt. Für kurze Augenblicke präsentiert sich das Nordkap wirklich im allerbesten Licht. Rasch kommen dann aber wieder dicke Nebelschwaden. Und es stürmt und ist recht kalt. Irgendwie ein magischer Ort, aber kein Ort, an dem man es wirklich lange aushält. Die meisten Besucher sind daher nur kurz draussen und verdrücken sich dann in der Nordkaphalle oder in ihren Wohnmobilen. Trotz der garstigen Bedingungen hier oben ist das Nordkap aber ein Ort, den zu besuchen es sich wirklich lohnt. Wegen dem Nordkap selbst, aber vor allem wegen der wunderschönen Reise hierhin.

Papageientaucher

3. August 2025 / Norwegen / Honningsvag / Papageientaucher

Auf der Nordkapinsel Mageroya gibt es auch Papageientaucher. Oder besser gesagt auf kleinen Inseln, die der Hauptinsel Mageroya vorgelagert sind. Mit Ausflugsbooten kann man zu den dortigen Vogelfelsen fahren. Uns ist das im Moment ein wenig zu umständlich, zumal die Wetteraussichten nicht die besten sind. Wir begnügen uns daher mit dem Grafitti-Papageientaucher, auf den wir in Honningsvag gestossen sind. Und wir warten weiterhin auf besseres Wetter, um zur Nordkapspitze zu fahren.

Neue Stiefel gefällig?

3. August 2025 / Norwegen / Honningsvag / Stiefel

Wir sind an keine Termine gebunden und haben zum Glück recht viel Zeit. Wir haben uns daher vorgenommen, mit der Fahrt zur Nordkapspitze zuzuwarten, bis sich ein Fenster mit gutem Wetter öffnet. Das sollte heute Abend der Fall sein. Bis dahin verbringen wir ordentlich viel Zeit im Camper und erkunden Honningsvag. Neben dem Hafen sind wir hier noch auf einige andere schöne Fotomotive gestossen. Toll sind die vielen bunten Farben, die es hier zu sehen gibt, und die im Nordlandlicht besonders gut zur Geltung kommen.

Honningsvag

3. August 2025 / Norwegen / Honningsvag / Hafen

Wir sind auf der Insel Mageroya angekommen, auf der sich das Nordkap befindet. Auf die Insel kommt man durch den knapp sieben Kilometer langen Nordkaptunnel, dessen tiefste Stelle sich 212 Meter unter dem Meeresspiegel befindet. Übernachtet haben wir in Honningsvag, dem Hauptort der Insel, in dem auch die Kreuzfahrtsschiffe und die Schiffe der Hurtigruten anlegen. Von Honningsvag haben wir nicht allzuviel erwartet. Einmal mehr wurden wir aber positiv überrascht. Der Fischerhafen, den wir hier vorgefunden haben, sieht toll aus. Und wir hatten das Glück, dass wir zur richtigen Zeit zu unserem Spaziergang aufgebrochen sind. An einem mehrheitlich trüben Tag haben wir genau das Zeitfenster getroffen, an dem die Sonne schien und sich sogar ein Stück blauer Himmel zeigte.