Insel Kvaløya

8. August 2025 / Norwegen / Insel Kvaløya / Fischerhütte

Über eine imposante Brücke gelangt man vom Tromsø aus auf die Insel Kvaløya. Teile von Tromsø liegen gar noch auf der von mehreren Fjorden stark zergliederten Insel, die die fünftgrösste Norwegens ist. Auf der Insel gibt es viel wilde Natur, schöne Küsten und kleine Fischerhäfen zu bewundern. Das Wasser hier ist so klar, dass fast schon ein Karibik-Feeling aufkommt. Die Temperaturen sind allerdings nicht Karibik-like. Wobei: Nach einigen etwas kühleren Tagen stieg das Thermometer heute Nachmittag doch wieder auf 24 Grad an. Das Wasser ist ein paar Grad kühler. Baden ist hier oben nur etwas für ganz Hartgesottene.

Vereitelter Raub

8. August 2025 / Norwegen / Tromsø / Hafen

Auf unseren Reisen erleben wir immer wieder Überraschendes. Meist Positives, gelegentlich auch Negatives. Solches geschah heute. Heidi ist mit einem schönen Stück Pizza in der Hand durch den Hafen Tromsøs geschlendert. Die feine Pizza hat nicht nur ihr gefallen, sondern auch einer frechen Möwe. Der dreiste Vogel kam plötzlich von hinten angeflogen und wollte die Pizza rauben. Instinktiv konnte Heidi noch die Hand abdrehen. Statt in die Pizza pickte die Möwe in Heidis Hand und versetzte ihr auf der Flucht auch noch einen Flügelschlag gegen die Nase. Glücklicherweise ist aber nichts Schlimmeres passiert. Alle blieben unverletzt und die feine Pizza konnte doch noch ihrem gewünschten Bestimmungszweck zugeführt werden. Die Lehre aus dem Vorfall: Norwegen hat eine niedrige Kriminalitätsrate, vor frechen Möwen muss man sich aber auch hier wappnen.

Hafensauna

8. August 2025 / Norwegen / Tromsø / Hafensauna

Saunieren ist eine finnische Erfindung. Aber auch in Norwegen trifft man auf immer mehr Saunas. Zum Teil findet man diese an ganz ausgefallenen Orden. Eine besonders schöne haben wir heute mitten im Hafen von Tromsø entdeckt. Nach dem Saunagang kühlt man sich mitten im Hafenbecken ab. Das Wasser hier ist übrigens extrem klar und sauber, aber nicht speziell warm.

Tromsø

8. August 2025 / Norwegen / Tromsø / Hafen

Mit 80’000 Einwohnern ist Tromsø die grösste Stadt Nordnorwegens. Sie wird auch als die „arktische Hauptstadt“ bezeichnet. Tromsø ist die Drehscheibe für den Tourismus in Norwegens hohem Norden. Viele Nordkapreisende fliegen aus der ganzen Welt hierhin und ziehen dann mit Mietautos, Wohnmobilen, Bussen, Fahrrädern oder auf dem Seeweg (Hurtigruten) weiter. Wir sind ohne allzu grossen Erwartungen nach Tromsø gereist und wurden positiv überrascht. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen. Der Hafen sieht toll aus, in der Altstadt gibt es noch viele schöne Holzhäuser und Holzkirchen, aber auch gutaussehende Neubauten. Und wir haben eine lockere, stressfreie Stimmung wahrgenommen. Ganz offensichtlich haben sich alle am tollen Wetter erfreut, das wieder einmal aufgezogen ist.

Am Ramfjord

7. August 2025 / Norwegen / Straumfjordnes / Ramfjord

Wir fahren südwärts. Das Wetter müsste eigentlich wärmer und sonniger werden. Sollte man meinen. Tut es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Heute haben wir wettermässig den schlechtesten Tag unserer bisherigen Reise erwischt. Viele Wolken, viel Regen, nur wenige blaue Wolkenlöcher und noch weniger Sonnenschein. Die Landschaft hier oben sieht aber auch bei diesem Wetter schön aus. Und ein kleines Highlight haben wir dennoch erlebt. Bei einer Pause am Ramfjord haben wir ein delfinartiges Lebewesen entdeckt, das seine Runden drehte und gelegentlich seine Rückenflosse zeigte. Laut einem norwegischen Paar, das am gleichen Ort Rast machte, soll es sich um einen „Nise“, einen Schweinswal, gehandelt haben. Kein echter Delfin also. Aber gleichwohl schön.

Jøkelfjord

6. August 2025 / Norwegen / Saltnes / Jøkelfjord

Auf einem schönen Wanderweg kann man sich von Saltnes aus dem Oksfjorjøkelen-Gletscher ein ordentliches Stück annähern. Wer ganz zum Gletscher will, benutzt in der Regel ein Boot. Wie ich bereits erwähnt habe, war die Sonne heute nicht allzu lange zu sehen. Kaum hatte sie es geschafft, die Wolkendecke zu durchdringen, verschwand sie schon wieder hinter den hohen Bergen. Dafür durften wir aber eine schöne Abendstimmung miterleben.

Oksfjorjokelen

6. August 2025 / Norwegen / Saltnes / Oksfjorjokelen

Wir haben wieder einmal einen trüben Tag eingefangen. Die meiste Zeit war es stark bewölkt, zeitweise hat es geregnet. Wir haben daher viel Zeit im Camper verbracht. Erst als sich das Wetter am späteren Nachmittag etwas besserte, sind wir losgefahren. Unser Ziel war der kleine Weiler Saltnes am Jokelfjord. Hinter Saltnes steigen steile Berge in die Höhe. Dazwischen liegt der Oksfjorjokelen, der neuntgrösste Gletscher Norwegens (zwischen den beiden Häusern zu erkennen). Speziell am Oksfjorjokelen ist, dass dessen Gletscherwasser in verschiedene Fjorde abfliesst. Beim Jokelfjord reicht ein Teil des Gletschers bis auf Meereshöhe herunter.

Blick aus unserem Wohnzimmer

5. August 2025 / Norwegen / Talvik/ Altafjord

Wir sind in Richtung Tromsö unterwegs. Ab Alta geht die Strecke meist dem Ufer eines Fjords entlang. Wunderschön. In Talvik, das bloss 30 Kilometer von Alta entfernt liegt, ist uns ein schöner, ruhiger Platz direkt am Altafjord ins Auge gestochen. Wir haben uns spontan entschlossen, hier Halt zu machen und zu übernachten. Tromsö kann warten. Obwohl wir heute genau seit einem Monat unterwegs sind, haben wir noch fünf Wochen Zeit für die Rückfahrt. Da kann man problemlos früher stoppen und geniessen.

Felsritzungen von Alta

5. August 2025 / Norwegen / Alta / Felsritzungen

In Alta haben wir heute Nachmittag ein archäologisches Freilichtmuseum besucht, in dem jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Felsritzungen zu bestaunen sind. Das Museum gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Felsritzungen haben ein Alter von 2000 bis 6500 Jahren. Wie es der Name sagt, waren die Zeichnungen „blosse“ Ritzungen. Die rote Farbe wurde später aufgetragen, damit man die Zeichnungen besser erkennen kann. Daran stört sich die Wissenschaft. Man ist daher daran, die Farbe wieder abzutragen. Rund zwei Drittel der Zeichnungen sind bereits wieder in ihrem Originalzustand. Das Problem ist, dass der Laie die blossen Ritzungen nur sehr schwer erkennen kann (gerade bei diffusem Licht). Das Museum gewinnt für die Wissenschaft wohl an Wert. Für die Besucher wird es aber deutlich unattraktiver.

Wappentier von Hammerfest

5. August 2025 / Norwegen / Hammerfest / Eisbär

Der Eisbär ist das Wappentier von Hammerfest. Lebendige Eisbären gibt es hier aber keine. Mitten in der Stadt stösst man immer wieder auf Rentiere (diese zotteln in aller Ruhe durch die Strassen und fressen sich an allem Grünen satt, das es in einer Stadt gibt), aber nicht auf Eisbären. Diese gibt es nur als Statuen und auf unzähligen Wappen. Lebendigen Eisbären wäre es heute auch viel zu heiss gewesen. Das Thermometer stieg hier heute Nachmittag auf beachtliche 28 Grad an. Obwohl Hammerfest sehr hoch im Norden liegt, ist es hier auch im Winter einigermassen mild. Die Stadt profitiert vom Einfluss des warmen Golfstroms. Der Hafen ist daher selbst im tiefsten Winter eisfrei. Erstaunlich für die nördlichste Stadt der Welt.