Erneut auf den Spuren von Sissi

18. Oktober 2024 / Österreich / Bad Ischl / Häuser an der Traun

Die Hälfte unserer Rückreise (in Tagen, nicht in Kilometern) ab dem ungarischen Pécs haben wir hinter uns. Die kommende Nacht werden wir in Bad Ischl verbringen. Bad Ischl liegt im Herzen des Salzkammerguts und ist von einigen bekannten Seen umgeben (so etwa dem Wolfgangsee). Die wichtigste Sehenswürdigkeit des Kurorts ist die Kaiservilla, in der sich Kaiser Franz Joseph I mit Elisabeth (Sissi) verlobt hat. Nach Wien, Budapest und Gödöllö sind wir erneut in einem Ort abgestiegen, der im Leben von Sissi eine wichtige Rolle gespielt hat. Für den Besuch der Kaiservilla hat es heute zeitlich nicht mehr gereicht. Die Sissi-Fans in unserer Reisegruppe werden das morgen nachholen. Der Rest steigt vermutlich wieder einmal aufs Fahrrad.

Zwischenhalt in Bruck an der Mur

18. Oktober 2024 / Österreich / Bruck an der Mur / Koloman-Wallisch-Platz

Nach bloss zwanzig Kilometern Fahrt haben wir heute Morgen Slowenien bereits wieder verlassen. Was wir gesehen haben, hat uns trotz trübem Wetter gut gefallen und wir werden sicher einmal deutlich mehr Zeit in diesem kleinen Land (nur rund halb so gross wie die Schweiz) verbringen. Nördlich von Graz haben wir in Bruck an der Mur einen Zwischenhalt eingelegt. Die Kleinstadt mit gut zehntausend Einwohnern verfügt über eine attraktiven Hauptplatz. Damit hat es sich dann aber auch schon.

Ältester Rebstock der Welt

17. Oktober 2024 / Slowenien / Maribor / Älteste Weinrebe

In Maribor steht der älteste Rebstock der Welt, der sogar einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde gefunden hat. Das gute Stück soll über 400 Jahre alt sein. Die Rebe macht sich über eine ganze Hausfassade breit und soll Jahr für Jahr über 40 Kilo Trauben abwerfen. Über die Qualität der Früchte und des daraus gewonnen Weins ist uns nichts bekannt. Der Rebstock steht aber an einem wirklich schönen Ort (direkt an der Trau unterhalb der Altstadt von Maribor) und verdient es, Tag für Tag tausendfach abgelichtet zu werden.

Schmuckes Maribor

17. Oktober 2024 / Slowenien / Maribor / Glavni trg

Maribor kennen die meisten wohl bloss von den alpinen Skiweltcuprennen her, die hier stattfinden. Maribor ist aber eine schmucke Stadt, die schön an der Drau gelegen ist. Es gibt hübsche Plätze, ein Schloss und etliche andere historische Gebäude. Und die Promenade der Drau entlang ist wirklich sehr einladend. Zurück zu den alpinen Weltcuprennen: mir ist es immer noch ein Rätsel, wie man heutzutage in einer Stadt, die bloss 275 Meter über Meer liegt und deren Skigebiet nur bis auf gut tausend Meter Höhe reicht, Skirennen auf höchster Ebene austragen kann. Kunstschnee, Chemie und Salz scheinen aber Unmögliches möglich zu machen.

In der ältesten Stadt Sloweniens

17. Oktober 2024 / Slowenien / Ptuj / Altstadt

Wir sind in Slowenien angekommen. Das schöne Wetter haben sie uns am Zoll abgenommen. So könnte man es fast meinen. In Tat und Wahrheit hat das Wetter die Nacht über umgeschlagen und wir hatten schon am Morgen in Ungarn immer wieder Regen. Schade, denn die hübsche Kleinstadt Ptuj hätte besseres Wetter verdient. Ptuj liegt ganz im Osten Sloweniens an der aus dem Südtirol herkommenden Drau. Ptuj ist die älteste Stadt Sloweniens und besitzt eine schöne, denkmalgeschützte Altstadt. Überragt wird Ptuj von einer mittelalterlichen Burg, die einst von den Salzburger  Erzbischöfen errichtet wurde.

Goodbye Ungarn

16. Oktober 2024 / Ungarn / Pécs / Rathaus

Morgen werden wir Ungarn bereits wieder verlassen und Richtung Slowenien weiterziehen. Wir haben insgesamt zwölf Tage in Ungarn verbracht, einen weniger als in Rumänien. Auch Ungarn hat uns gut gefallen. Wir haben tolle Städte erlebt, so etwa Budapest, Györ, Eger und Pécs. Wir haben schöne Landschaften gesehen und im Hortobágyi Nationalpark eine unvergessliche Pferdeschau miterleben dürfen. Insgesamt fanden wir aber Rumänien noch einen Tick abwechslungsreicher, spannender und exotischer. Nichtsdestotrotz kommen wir sicher gerne wieder einmal nach Ungarn zurück und werden uns dann mit viel Freude an unsere diesjährige Reise zurückerinnern.

Kathedrale von Pécs

16. Oktober 2024 / Ungarn / Pécs / Kathedrale

Am späteren Nachmittag haben wir noch Pécs besuchen. Pécs soll hinter Budapest die zweitschönste Stadt Ungarns sein. Solche Reihenfolgen zu erstellen ist immer heikel. Wir können aber bestätigen, dass Pécs wirklich sehr schön ist. Ungarn wurde im Mittelalter während 150 Jahren von den Türken besetzt. Pécs ist die ungarische Stadt, die noch am stärksten türkisch geprägt ist. Auf dem Hauptplatz steht eine ehemalige Moschee, die nach dem Abzug der Türken in ein christliches Gotteshaus umgewandelt wurde. Die Geschichte der abgelichteten Kathedrale geht ins 4. Jahrhundert zurück. Während der Besatzung durch die Türken wurde sie stark in Mittleidenschaft gezogen und erst Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.

Gut überlegen, wo man parkiert

16. Oktober 2024 / Ungarn / Pécs / Veloabstellverbot

In Ungarn sollte man sich gut überlegen, wo man sein Fahrrad parkiert. Missachtet man ein Abstellverbot, wird gleich mit grobem Geschütz aufgefahren. Was lernt man daraus? Steht in Ungarn das Fahrrad nicht mehr dort, wo man es abgestellt hat, müssen es nicht zwingend Diebe gewesen sein. Es kann auch der städtische Abschleppdienst dahinter stecken.

Kathedrale von Szeged

16. Oktober 2024 / Ungarn / Szeged / Kathedrale

Wahrzeichen von Szeged ist die Kathedrale, die am schönen Domplatz liegt. Oft sind Kathedralen mitten in Häuserreihen eingezwängt und kommen nicht so recht zur Geltung. Das ist hier in Szeged anders. Der grosszügige Domplatz erlaubt es, dass man aus einiger Entfernung einen unverbauten Blick auf die Kathedrale hat und sie so besser betrachten und fotografieren kann. Das Gebäude ist noch vergleichsweise jung. Ihr Bau wurde erst ein Jahr nach dem Jahrhunderthochwasser von 1879 in Auftrag gegeben.

Sonnenverwöhntes Szeged  

16. Oktober 2024 / Ungarn / Szeged / Klauzál tér

Wir haben Rumänien nun tatsächlich verlassen und sind als erstes nach Szeged gefahren. Szeged zählt 160’000 Einwohner und liegt nahe beim Dreiländereck Ungarn-Rumänien-Serbien. Szeged kommt im Jahr auf über zweitausend Sonnenstunden. so viel wie keine andere Stadt in Ungarn. Die Region um Szeged ist damit quasi das Tessin Ungarns. Und wie es sich gehört durften wir die Stadt bei herrlichem Sonnenschein besuchen. Die Temperaturen lagen allerdings bei nur noch rund 16 Grad. Das waren aber immerhin schon 13 Grad mehr als heute Morgen beim Aufstehen, wo wir knapp an einem ersten Frost vorbeigeschrammt sind.