Béziers

7. Dezember 2024 / Frankreich / Béziers / Pont Vieux und Kathedrale

Kurz vor dem Eindunkeln haben wir Béziers erreicht. Wir sind übrigens zu viert unterwegs: ich, Hopo und zwei meiner Fahrräder. Heidi will die Festtage zusammen mit der Familie verbringen und ist daher im Seeland geblieben. Sie wird irgendwann im Januar wieder zu uns stossen. Bis dahin möchte ich Spanien hauptsächlich per Fahrrad erkunden. Mein Ziel ist es, von Barcelona aus möglichst weit der Küste entlang in Richtung Gibraltar zu fahren. Wie weit ich komme wird massgeblich auch vom Wetter abhängen. Wenn ich nur annähernd so viel Wetterglück wie im November in Italien habe, sollte ich eigentlich recht weit kommen. Schauen wir einmal. So oder so freue ich mich auf viele schöne Ausfahrten.

Weiler Fontans im Zentralmassiv

7. Dezember 2024 / Frankreich / Fontans / Église Saint-Pierre

Die schnellste Route nach Spanien führt sicher über die Autoroute du Soleil durchs Rhonetal. Hier hat es aber immer viel Verkehr und ich mag auch nicht dauernd nur Autobahnkilometer abspulen. Daher fahre ich eigentlich immer ab Lyon nach Le Puy-en-Velay und von dort aus auf irgend einer kleinen Nebenstrasse quer durchs Zentralmassiv bis ich auf die landschaftlich sehr schöne A75 (La Méridienne) stosse, die Paris mit dem Mittelmeer verbindet. Heute traf ich zwischen Landos und Aumont-Aubrac auf etliche schöne alpine Flusslandschaften und auf viele hübsche kleine Dörfer mit alten Steinkirchen und rustikalen Steinhäusern. Der kleine Weiler Fontans ist ein treffendes Beispiel hierfür. Selbst bei schlechtem Wetter war das heute ein Streckenabschnitt so richtig zum Geniessen.

Fahrt durchs Zentralmassiv

7. Dezember 2024 / Frankreich / Saint-Médard / L’Allier

Fast drei Wochen hat Hopo zu Hause verbracht. Höchste Zeit, dass er sich wieder richtig austoben kann. Auch wenn das Wetter heute mehrheitlich kalt und feucht war (zwischendurch trafen wir sogar auf Schneeregen), gefällt ihm das sichtlich. Ganz untätig war Hopo aber während des Heimurlaubs nicht. Er hat sich einer kleinen Auffrischungskur unterzogen und speziell auch einen neuen Kühlschrank erhalten. Und ganz wichtig: Hopo hat ohne Beanstandungen die Motorfahrzeug- und die Gaskontrolle bestanden. Damit haben wir für die nächsten drei Jahre weiter alle Papiere, die notwendig sind, um weiter auf Reisen gehen zu können. Wir freuen uns auf viele schöne Touren, die noch vor uns stehen.

Wieder zu Hause

17. November 2024 / Schweiz / Berner Seeland

Wir sind wieder zu Hause. Nach 21 Tagen und 2’820 Kilometern sind wir heute Nachmittag wohlbehalten in Dotzigen angekommen. Wir hatten in den letzten drei Wochen riesiges Wetterglück. Einzig bei der Abreise aus der Region Neapel war der Himmel etwas traurig und es hat kurz und nur leicht geregnet. Sonst durften wir viel Sonne und für den November sehr angenehme Temperaturen geniessen. Wir haben traumhaft schöne Gegenden und Orte wie Cimogli, Portofino, Sestri Levante oder die Cinque Terre gesehen und waren in tollen Städten wie Genua, Pisa, Neapel, Rom und Florenz. Alles lief mehr oder weniger rund. Dafür sind wir sehr dankbar. Nun ist Arbeiten und Ausruhen angesagt. Mit der Reiserei geht es frühestens am 7. Dezember weiter. Wie und wohin wird später verraten beziehungsweise erst später bestimmt.

Erinnerungen an Ligurien

16. November 2024 / Italien / Modena / Via Ruggera

In der Altstadt von Modena gibt es viele Strassenzüge mit Lauben. Man fühlt sich sofort an Bern erinnert. Die Via Ruggera hat mich mit ihren gelben, orangen und beigen Häusern stark an Ligurien erinnert. Meine Gedanken waren urplötzlich in Camogli, Portofino oder Sestri Levante. Es hat gut getan, nochmals etwas Sonne und farbige Bilder zu tanken. Kurz danach war Schluss damit. Auf der Höhe von Parma sind wir in den Nebel eingetaucht, der Richtung Mailand immer dicker wurde. Wir konnten (oder mussten) uns damit schon etwas auf das einstellen, was uns in den kommenden Wochen wohl zu Hause erwartet. Vorerst übernachten wir aber nochmals in Italien, nördlich von Mailand. Es liegen jetzt „bloss“ noch 340 Kilometer vor uns.

Modena – Palazzo Comunale

16. November 2024 / Italien / Modena / Palazzo Comunale

Auf der Fahrt von Florenz nach Mailand haben wir in Modena einen Zwischenhalt eingelegt. Modena zählt knapp 200’000 Einwohner, liegt am südlichen Rand der Po-Ebene in der Emilia-Romana und ist vor allem für seinen Aceto Belsamico bekannt. Modena besitzt einen schönen historischen Stadtkern mit einigen Sehenswürdigkeiten (Piazza Grande, Dom, Palazzo Comunale und Palazzo Ducale). Sehr schön ist auch die Markthalle, in der Spezialitäten aus der Region und aus ganz Italien angeboten werden. Da es in Modena nur wenige Touristen gibt, ist das Angebot exklusiv auf die einheimische Kundschaft ausgerichtet. Und man stellt fest: Italiener sind bereit, für gutes Essen ordentliche bis hohe Preise zu bezahlen.

Florenz – Ponte Vecchio

15. November 2024 / Italien / Florenz / Ponte Vecchio

Der Ponte Vecchio ist die älteste und sicher auch die schönste Brücke, die in Florenz über den Arno führt. Die Brücke wurde 1345 fertiggestellt. Im Mittelalter befanden sich in den Gebäuden auf der Brücke Wohnungen, Werkstätten und Fleischergeschäfte. Später wurden die Geschäftsräume an Gold- und Silberschmiede vergeben. Heute reiht sich ein Juweliergeschäft an das andere.

Florenz

15. November 2024 / Italien / Florenz / Piazzale Michelangelo

Für die Reise von Rom zurück ins Seeland – es sind rund 950 Kilometer Strecke zu bewältigen – lassen wir uns drei Tage Zeit. Den ersten Drittel haben wir hinter uns gebracht, indem wir nach Florenz gefahren sind. Die ersten paar Kilometer in Rom waren mühsam und zeitraubend, der Rest ging dann recht flott. So hatten wir am Nachmittag noch genügend Zeit, um uns Florenz anzuschauen. Den besten Blick auf die Stadt hat man von der Piazzale Michelangelo aus. Von hier aus kann man auch die drei Hauptsehenswürdigkeiten von Florenz gut erkennen: Ponte Vecchio, Palazzo Vecchio und Dom.

Na, Sonne, es geht doch!

14. November 2024 / Italien / Rom / Chiesa di Trinita del Monti

Fast den ganzen Tag über war es heute recht stark bewölkt. Schade! Aber in Rom ist das nicht so schlimm wie anderswo. Es gibt Tausend Möglichkeiten, auch bei etwas tristerem Wetter schöne und spannende Dinge zu sehen. Gegen vier Uhr trat die Sonne dann aber doch noch so richtig in Erscheinung. Innert kurzer Zeit waren die Wolken weggeblasen und wir konnten in der Gegend um die Spanische Treppe noch kurz einen strahlend blauen Himmel geniessen. Leider aber wirklich nur kurz. Denn die Sonne geht hier mittlerweile bereits um zehn vor fünf unter.