Wüste von Tabernas

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Wüste von Tabernas

Ein paar Kilometer nach Fort Bravo und rund zwanzig Kilometer von Almeria entfernt ist die Wüste von Tabernas erreicht. Eine herrliche Landschaft. Die Wüste von Tabernas erstreckt sich auf einer Fläche von gut 280 Quadratkilometern. Sie besteht aus lauter kleinerer Hügel, die durch Erosionsrillen speziell geformt sind. Direkt am Rande der Wüste führt die Autobahn vorbei, so dass für einmal auch die Schnellfahrer etwas von der prächtigen Landschaft mitbekommen. Richtig schön wird es aber erst, wenn man sich die Mühe nimmt, auf Schotterwegen etwas in die Wüstenlandschaft einzudringen.

Fort Bravo

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Fort Bravo

Doch nicht schon wieder falsch abgebogen? Fort Bravo, Texas, Hollywood? Was hat das hier in Spanien zu suchen? Fort Bravo ist eine nachgebildete Westernstadt, die gegen gutes Geld besucht werden kann die eigentlich gar nicht schlecht in die Wüste von Tabernas passt. Die Kulisse von Fort Bravo soll originalgetreu der damaligen Zeit nachempfunden sein. Es gibt sowohl einen amerikanischen Teil mit Saloon, Gefängnis, Geschäften, Bank, Ställen usw., als auch einen mexikanischen Bereich mit Platz, Kirche, Bauernhäusern und den Gutsherrenhäusern. Auf einen Besuch habe ich verzichtet. Schliesslich wartet die Wüste.

Route 66 an der N-340A

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Restaurant Route 66

Hoppla, habe ich mich da etwa verfahren? Hat man mich in der Nacht in die Staaten gebeamt? Nein, kein Grund zur Unruhe. Das Restaurant Route 66 befindet sich an der spanischen N-340A, die von Los Gallardos nach Almeria führt. Gut gemacht. Einzig die Oldtimer sollte man wieder einmal entstauben. Die echte Route 66 zu fahren ist noch einer meiner Träume. Das zusammen mit meinem beiden H, Heidi und Hopo. Das wird aber wohl noch zwei oder drei Jahre dauern. Es gibt noch ein paar andere Träume, die vorher umgesetzt sein wollen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Olivenbäume

26. Dezember 2024 / Spanien / Lucainena de las Torres / Olivenbäume

Olivenbäume sind mir auf meiner bisherigen Fahrt nur selten begegnet. Der Küste entlang waren die Bedingungen eben so, dass ertragsreichere Pflanzen kultiviert werden konnten. Hier im Landesintern ist nun der ideale Platz für Olivenbäume. Wie man auf der Foto gut erkennen kann, sind erstmals nach fünf Tagen wieder grössere Wolken aufgezogen. Und diese werde ich wohl auch in den nächsten Tagen ab und zu zu sehen bekommen. Grund zum Klagen gibt es aber nicht. Die Sonne zeigt sich weiterhin regelmässig. Und die Temperaturen bleiben vorläufig im angenehmen Bereich (15 bis 18 Grad den Tag hindurch). Velofahrer, was willst du mehr?

Sorbas

26. Dezember 2024 / Spanien / Sorbas / Westlicher Dorfteil

Sorbas ist das erste richtige Dorf, auf das man auf der Route durchs Landesinnere stösst. Zwei Flüsse haben sich hier ein tiefes Flussbett geschaffen. Auf den Felsklippen wurde dann das Dorf Sorbas erbaut, das 2’500 Einwohner zählt. Ein Teil der Häuser hängt richtiggehend über dem Abgrund. Eine tolle Abwechslung auf der Fahrt durch die Hügellandschaft.

Auf dem Weg nach Sorbas

26. Dezember 2024 / Spanien / Sorbas / Landschaft östlich von Sorbas

Von Osten her gibt es keinen Weg, der der Küste entlang nach Almeria führt. In Garrucha gilt es daher Abschied vom Meer zu nehmen. Während knapp 100 Kilometern führt die Strecke nun durchs Landesinnere. Dabei steigt man auf circa 550 Meter Höhe an. Verglichen mit dem, was ich in den beiden letzten Tagen gesehen habe, ist die Landschaft eher etwas monoton. Eine Ausnahme bildet ein Streckenabschnitt von rund einem Kilometer nordöstlich von Sorbas. Hier stösst man plötzlich auf Hügelzüge mit farbigem Gestein, die stark an die Landschaften im Westen der USA erinnern. Wirklich schön dieser Abschnitt. Aber leider nur kurz.

Villaricos

25. Dezember 2024 / Spanien / Villaricos / Torre de Cristal

Andalusien ist erreicht. Gewendet habe ich heute in Villaricos, das in der Provinz Almeria und damit eben in Andalusien liegt. Auch diese kleine Küstenstadt lebt überwiegend vom Tourismus. Es gibt zwei Häfen, in denen überwiegend Sport- und Freizeitboote anzutreffen sind. Ansonsten sieht man vieles, das man auch anderswo an der spanischen Mittelmeerküste sieht. Einen bleibenden Eindruck haben bei mir zwei Dinge hinterlassen: die Torre de Cristal im Städtchen selbst und dann vor allem die herrliche Küstenstrasse, die von Nordosten her nach Villaricos führt.

San Juan de los Terreros

25. Dezember 2024 / Spanien / San Juan de los Terreros / Küste im Westen

Nach Águilas ändert sich das Landschaftsbild fundamental. Währenddem ich die letzten eineinhalb Tage meist in den Hügeln rumgefahren bin, führt die Strasse nun mehrheitlich dem Meer entlang. Dabei hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Küstenlandschaft. Auch hier kann ich nur empfehlen: weg von der Autobahn und von Águilas nach Villaricos die Küstenstrasse benutzen. Die Landschaft ist wirklich toll.

Águilas

25. Dezember 2024 / Spanien / Águilas / Hafen

Die Hafenstadt Águilas liegt 60 km südwestlich von Cartagena und zählt 35’000 Einwohner. Auch in Águilas spielt der Tourismus eine tragende Rolle. Wichtig sind auch die Bauwirtschaft und die intensiv betriebene Landwirtschaft. Und dann gibt es noch einen kleinen Teil der Bevölkerung, der vom Fischfang lebt. Im Hafen von Águilas ist noch eine ordentliche Fischereiflotte anzutreffen. Wie in den meisten spanischen Häfen hat man auch hier Zugang zu den Fischerbooten. Immer wieder interessant, den Fischern bei ihrer Arbeit zuzuschauen.

Salatfeld bei Águilas

25. Dezember 2024 / Spanien / Águilas / Roter Lollosalat

Eine neue Farbe in der Landschaft. Salatfeldern bin ich in den letzten Tagen da und dort begegnet. Das Feld mit rotem Lollosalat war heute aber neu. Die Farbe passt meiner Meinung nach gut in die tolle Landschaft. Heute war einmal mehr T-Shirt-Wetter. Herrlich, an einem Weihnachtstag bei 18 Grad Wärme und wolkenlosem Himmel in kurzen Hosen und Kurzarmleibchen durch die schöne Gegend zu radeln.